Forum: Politik
Ukraine-Konflikt: Putin drohte mit Einmarsch in Riga und Warschau
AP/ RIA Novosti

Erst die Ukraine, später auch Polen, Rumänien oder das Baltikum? Der russische Präsident Putin soll laut "Süddeutscher Zeitung" gegenüber dem ukrainischen Präsidenten geprahlt haben, auch in diese Länder einmarschieren zu können.

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subcomandante_m 18.09.2014, 11:11
40. Ja, Sie liegen falsch ...

Zitat von mercutiool
Liege ich falsch, oder wartet man nicht noch immer vergebens auf die großmäulig aus dem Kreml angekündigte Veröffentlichung des vollständigen Telefonats zwischen Barroso und Putin. Tja, angesichts der hier vorliegenden Nachricht würde ich sagen: ein Schelm, der Böses dabei denkt.
... das Sekretariat Barrosos hat zurückgerudert, der Kreml hat darufhin auf die Publikation berzichtet. Das war hier aber keine Meldung mehr wert.

Proschenko hat gesagt ... das sagt doch eigentlich schon alles. Nur sehr [beep] Gemüter glauben Kiew irgendwas.

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man 18.09.2014, 11:12
41. Rational

nachvollziehen kann man die Strategie von Putin nicht wirklich. Putin hat sich die Krim wieder einverleibt und die Ostukraine erhält mehr Autonomie. Was will er noch?

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monolithos 18.09.2014, 11:24
42. Na und?

Es ist doch unbestritten, dass Russland das KÖNNTE. Aber WILL Putin das auch? Deutschland KÖNNTE auch auch in Wien einmarschieren? Na und? Wir WOLLEN das aber nicht. Und dass Putin etwas nicht macht, obwohl er es KÖNNTE, sollte ihm nicht immer gleich als Drohung ausgelegt werden. Gemacht hat er es schließlich nicht. Auch nicht in Kiew.

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Techno 18.09.2014, 11:29
43. neue sowjetunion

Es gibt dort vielleicht nicht viele Rohstoffe zu holen doch Putin geht es eher darum die gebiete der Sowjetunion wieder zu bekommen da dies der Meinung nach alles russisches Staatsgebiet ist. Diese Aussage hat er zu anfang des Ukraine Konflikts getroffen deshalb könnte an diesen aussagen schon ein körnchen Wahrheit sein.

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Isegrim1949 18.09.2014, 11:30
44. Die Lüge muss nur groß genug sein .....

....und oft genug wiederholt werden, dann wird sie auch geglaubt. Es ist nicht der erste lockere Spruch Putins, sondern mindestens der Dritte. Er hat aber weder einem israelischen Politiker ernsthaft zu einer privaten Untat gratuliert, noch ist er in Kiew einmarschiert und Poroschenkos "Enthüllungen" haben deshalb für mich einen mehr als bedenklich geringen Wahrheitsgehalt.

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zieloptiker 18.09.2014, 11:30
45. Selektive Berichterstattung

Zitat von paul61
Nach Barrosos Aussage musste die amtliche Sprecherin der EU-Kommission, Pia Ahrenkilde-Hansen, bereits am 5. September zugegeben, daß die Worte aus dem Kontext gerissen worden sind. Nun schon wieder solche ein Vorwurf. mal sehen, ob die Russen das Telefonat diesmal veröffentlichen oder ob schon wieder "zurückgerudert" wird.
Wenn wieder zurückgerudert wird, werden Sie es weder bei der Süddeutschen, noch bei SPON zu lesen bekommen.

° Man durfte nichts erfahren über das Dementi der EU Kommision.
° Der deutsche Presserat hat den Spiegel verurteilt wegen des STOP Putin Aufmachers. In SPON stand nichts darüber.
° Das billige Raub-Öl der IS wurde teilweise in EU Länder exportiert, dies wurde im EU Parlament berichtet, war aber in den Leitmedien nirgendwo zu lesen.

Der gefühlte Kontrast zwischen dem guten Westen und den "Schurken" soll halt immer weiter zunehmen, bis wir für einen Krieg bereit sind, auf den uns Merkel, Gauck, Obama, ... und ihre Medienvasallen gerade vorbereiten.

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ulrich-lr. 18.09.2014, 11:41
46. Zusammenhang und Vertraulichkeit

Zitat von subcomandante_m
... das Sekretariat Barrosos hat zurückgerudert, der Kreml hat darufhin auf die Publikation berzichtet. Das war hier aber keine Meldung mehr wert.
Barros hat höchstpersönlich in einem Interview auf BBC zurückgerudert - nach der Melodie: Ja, Zitat war aus dem Zusammenhang gerissen. Ja, es war ein absolut vertrauliches Gespräch, über das Stillschweigen vereinbart war.
Ja, er hat dann trotzdem im kleinen Kreis mit EU-Regierungschefs und anderen Vertrauten auszugsweise darüber gesprochen.
Ja, auch in diesem Kreis sei Stillschweigen vereinbart worden. Irgendwer muss jedoch zufällig geplaudert haben.
Die Folgen seien bedauerlich, aber nicht seine Schuld, denn alles sei aus dem Zusammenhang gerissen worden. Und außerdem war doch immer Vertraulichkeit vereinbart gewesen.

Nun dürfe er aber auch nichts richtig stellen, denn er hätte Putin ja damals Vertraulichkeit zugesichert. Daran wolle er sich strikt halten. Perfekt!

Das hat Putin nun davon, dass er mit solchen Typen vertraulich spricht.

Freund Poroschenko ist lernfähig und wiederholt den Barroso-Trick.

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Webster2711 18.09.2014, 11:47
47. die

Zitat von chopperreidhere
Soll er's doch probieren. Der kommt nicht mal bis Riga. Die Amis haben mehr Kampfflugzeuge als die Russen Panzer haben. Außerdem haben die Amis seit 2001 konstant Kampferfahrung. Die Russen machten nur ihre Verlegeübung in Georgien.
Amis wissen auch seit Jahrzehnten, wie man verliert:-)
haben die eigentlich mal einen Konflikt nachhaltig gewonnen seit dem 2. WK--- als sie auf den fahrenden Zug zum Ende hin aufgesprungen sind?

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psy2k 18.09.2014, 11:47
48. Wichtig ist nicht was wahr ist sondern was die Menschen glauben

Das ist wieder Stimmungsmache hoch 10. Baroso hat alles dementiert nach dem der Kreml gedroht hatte das Gespräch zu veröffentlichen wenn Baroso seine Behauptung nicht zurücknimmt. Das hat er gemacht und alles dementiert. Nun wird wieder diese Lüge hervorgehoben mit einer noch dreisteren Behauptung untermauert. Hält man uns mittlerweile für total bescheuert? Da soll doch noch einer sagen das die Kriegstreiber in Russland sitzen. Vor einigen Tagen wurde berichtet der Westen lieferte Waffen. Gestern wurde berichtet das Timoschenko die Sonderrechte für Donbass kippen möchte. Heute diese absurde Behauptung. Morgen geht es sicherlich weiter. War ich früher wirklich so bescheuert und habe nicht gemerkt wie man durch Massenmedien manipuliert wird oder hat sich in Sachen Pressefreiheit seit paar Jahren alles zu schlechten entwickelt. Jemand möchte Krieg um jeden Preis.

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teacher20 18.09.2014, 11:53
49. Ernst nehmen

Vor Jahren wurde man auch in "Fachforen" verlacht, wenn man mit Blick auf eine nicht auszuschließende Änderung der Politik Moskaus vor einer massiven Abrüstung des Westens im Bereich der Heimat- und Territorialverteidigung (Panzer, Artillerie, Flugzeuge) warnte.
Von Russland würde nie wieder eine Gefahr ausgehen, hieß es, nun, da es sich geistig Europa annähere und seine eigene Armee nur noch ein Trümmerhaufen sei. Zwar hieß der damalige Präsident noch Boris Jelzin, aber selbst am Beginn der Herrschaft Putins wollte man von möglichen Gefahren nichts wissen, auch wenn für die, die etwas genauer hinsahen, erste Anzeichen eines Wandels in Russland zu erkennen waren.
Jetzt sind die Warnungen Realität geworden. Russland hat sich konventionell militärisch neu aufgestellt und denkt nicht daran, seine neu gewonnene Stärke nur für substanzlose Drohungen zu benutzen.
Wer hätte vor zwei Jahren trotz des Geredes vom "nahen Ausland, das in einer besonderen Beziehung zu Russland steht" gedacht, dass Putin militärisch Ernst macht und sich in die inneren Angelegenheiten eines völkerrechtlich souveränen Landes, nämlich der Ukraine, einmischt?

Man kann solche Äußerungen als Machogehabe und Großsprecherei abtun (was angesichts des Charakters Putins nicht völlig von der Hand zu weisen ist), man kann auch behaupten, seine Gegner hätten solche Aussagen erfunden, um Druck auf die westlichen NATO-Partner auszuüben, ihre militärische Anstrengungen in Osteuropa zu verstärken (angesichts des Verhaltens Russlands in der jüngsten Vergangenheit wären sie aber nicht schlecht erfunden).
Spielt man die genannten Szenarien durch, so ließe sich kaum bestreiten, dass die NATO in den erwähnten Staaten kaum die Mittel besäße (auch nicht nach den in den Foren als „ Provokation“ verurteilten , in Wirklichkeit homöopathischen, „Verstärkungen“), einen massiven russischen Angriff mit Aussicht auf Erfolg konventionell zurückzuschlagen, bevor Putin vollendete Tatsachen geschaffen hätte.
Träte diese Lage ein, dann wäre es mitnichten ausgemacht, dass ALLE verbliebenen NATO-Länder darin den Bündnisfall erkennen, was es de jure und de facto wäre und bereit wären, „angemessen“ zu reagieren.

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