Forum: Politik
Ukraine-Konflikt: Russischer Journalist bei Gefechten getötet
REUTERS

Heftige Kämpfe in der Ostukraine: Ein russischer Journalist soll getötet worden sein, zwei andere wurden offenbar gefoltert. Russische Separatisten melden zudem einen weiteren Flugzeugabschuss.

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Artgenosse 18.06.2014, 00:26
220. optional

Zitat von terminator_666
1. Was muss denn eine deutsche Regierung tun, um Ihrer Meinung nach "prodeutsch" zu sein? Den Anschluss an die Russische Föderation erbitten, ja? 2. es gab keinen Putsch. ... 3. Können Sie mir nur den Namen eines "Präsidentschaftskandidaten" nennen...? In Russland ist das üblich, aber meines Wissens nicht in der Ukraine. 4. Sie beschweren sich über die Verletzung demokratischer Standards - aber tatsächlich hassen Sie die Demokratie, stimmt´s? Anderenfalls würden Sie die Ablösung eines korrupten Machthaber wie Janukowitsch nicht kritisieren.
Zu 1.: Ohne den polemischen Annex hätte ich fast gedacht, dass Ihre Frage Ernst gemeint ist.
Deenoch: Eine anständige Regierung würde die Einhaltung dt. Rechts auf dt. Boden anmahnen und die Grundrechte der Bürger schützen. Sie würde nicht Kotau in Washington machen, sondern nötigenfalls US-Dienste ausweisen, bis eine No-Spy-Zusicherung gegeben wird. Es gab mal jemanden, der hat die NATO ausgewiesen, weil sie sich zu sehr in inländische Angelegenheiten eingemischt hat. Charles de Gaulle. Eine den deutschen Bürgern verpflichtete Regierung würde nicht Pofalla die NSA-Affäre für beendet erklären lassen, bevor sie richtig angefing, und der Justizminister würde die Bundesstaatsanwaltschaft anmahnen, auch wegen der Ausspähung deutscher Bürger zu ermitteln. Eine dem Volkssouverän verpflichtete Regierung würde die Arbeit des NSA-Ausschusses und die deutsche Wirtschaft im Russlandgeschäft fördern, nicht behindern.

Zu 2.: Wie wollen Sie es denn nennen, wenn radikale Kräfte aus Swoboda und rechtem Sektor den gewählten Präsidenten aus dem Amt jagen? Radikale Kräfte, die von EUSA-Politikern hofiert, finanziert und trotz Gewalttätigkeit und Besetzung von Regierungsgebäuden als "Demonstranten für Freiheit und Gerechtigkeit" tituliert wurden? Wenn es westlichen Interessen entsprochen hätte, dann hätten eben diese EUSA-Politiker Machtworte gesprochen und das Abkommen vom Februar umgesetzt. Dann hätten Neuwahlen verfassungsgemäß und ohne Krieg West- gegen Ost-Ukraine stattgefunden.

zu 3.: Hauptsache, gegen Russland hetzen, oder? Mit Namen kann ich nicht dienen, aber selbst im Deutschlandfunk (oder wars NDR-Info) wurde darüber berichtet, dass ein Präsidentschaftskandidat verhaftet wurde, als er in Kiew seine Papiere für die Kandidatur abgeben wollte, und ein Bericht auch über Übergriffe auf weitere Kandidaten. Wenn so etwas seinen Weg selbst in deutsche Mainstream-Medien findet, kann man das wohl glauben.

zu 4.: Kommen Sie mal wieder runter. Einen gewählten Präsidenten aus dem Amt zu jagen erschüttert die Grundfesten einer Demokratie, seien sie auch noch so wackelig wie in der Ukraine.

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spiegelneuronen 18.06.2014, 00:51
221. Interview Mark Franchetti

Zitat von otto_lustig
prorussische Separatisten am Werk sind, der glaubt auch an den Weihnachtsmann. Da kämpfen bezahlte Söldner, die von ein paar ukrainischen, prorussischen Oligarchen angeheuert wurden. Wo soll denn bitte ein prorussischer Separatist das Geld für Raketenwerfer oder Flugabwehrraketen hernehmen? Etwa aus seinem Sparschwein? Die Söldner kommen auch aus Tschetschenien. Für die ist der Tod eines russischen Journalisten kein Verlust. Besonders, wenn man das den Ukrainern in die Schuhe schieben kann.
Haben Sie den Namen Mark Franchetti von der Sunday Times schon gehört? Im besten Fall, sein Interview im ukrainischen TV?

Sie können es sich in YouTube ansehen und die Untertitel aktivieren.
Er war als britischer Journalist selbst dort und keine von Russland finanzierten Kämpfer gefunden. Er war übrigens auch lange in Tschetschenien.
Die Kiewer Propaganda konnte er als Journalist, der länger vor Ort war, in keinem Punkt bestätigen.

Als er von einigen ukrainischen "Aktivisten" als Lügner, der von Russland verblendet worden sei, beschimpft wurde, stellte er klar, dass er als Russland-feindlich von Moskau eingestuft werde, aufgrund von Tschetschenien-Artikeln.

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danielkrautk 18.06.2014, 01:06
222. terminator_666

in jedem Artikel postet dieser Kollege immer wieder davon, dass es in der Ukraine keinen Putsch gegeben haben soll. Das Merkel deutsche Interessen vertritt und das in der Ostukraine nur russische Elitesoldaten gegen die tapferen Ukrainer kämpfen. Dazu empfehle ich folgendes Video aus dem ukrainischen Fernsehen, da äussert sich ein Sunday Times Journalist über eine Erlebnisse in der Ostukraine https://m.youtube.com/watch?feature=youtu.be&v=W1x7xmsYArs

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spiegelneuronen 18.06.2014, 01:13
223. Erstaunlich ...

Zitat von maburayu
Ich finde im Internet nichts unter diesem Namen auch nicht unter Mark Fracchetti. Ich würde sagen, tolle Belege haben Sie da.
Für Sie und die interessierte Allgemeinheit.
(ggf. Untertitel für Übersetzung in YouTube aktivieren.)

Suchen Sie sich was aus.
https://www.google.de/search?q=mark+...50xeP8BoT8gcAM

Da Mark Franchetti Sunday Times-Reporter ist, finden Sie dort ebenfalls recht schnell etliches.

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night-hawk 18.06.2014, 01:22
224. Keine europäische Unterstützung von Kriegsverbrechen

Ich bedanke mich zunächst beim Spiegel für den erkennbaren Willen, die Untaten der Kiew-Clique nicht mehr ständig unter den Teppich zu kehren. Manchmal kann Schweigen auch ohrenbetäubend sein.

Die Junta in Kiew erweist sich als blutrünstige Meute, vor allem Rechter Sektor und Swoboda. Im Osten der Ukraine werden anhand der zahlreichen Videos schmerzfrei Cluster- und Phosporbomben abgeworfen. Das sind weltweit geächtete Waffen. Ortschaften werden ausradiert. Slawjansk ist nur noch ein Trümmerfeld. Die Wasserversorgung wurde zerstört. Das sieht immer mehr nach ethnischer Säuberung aus, so nennt es ja auch dieser "Jackenjupp". Alleine gestern sind 15.000 Ukrainer nach Russland geflüchtet. Lager wollen sie also einrichten für die Regimegegner im Osten. Das vielzitierte "Gewaltmonopol" eines Staates deckt keineswegs Kriegsverbrechen. Irgendwo muss doch einfach einmal Schluss sein mit der Toleranz für gewalttätige Mordbrenner.

Botschaften sind anhand der Genfer Konventionen tabu. Ein Land ist verpflichtet, die genehmigten Botschaften zu schützen. Die meisten Krawallbrüder schwenkten wieder einmal die schwarzroten Fahnen der Faschisten. Die Polizei stand ungerührt daneben. Und obendrein mischt der ukrainische Minister des Äußeren (Rechter Sektor) beim Randalieren mit und beschimpft das Staatsoberhaupt eines anderen Landes öffentlich und unflätig. Am nächsten Tag verlangen sie dann auch noch dreist und rotzfrech einen "Freundschaftsrabatt" für Gas. Das ist eindeutig ein Rückfall in die Barbarei - die verhalten sich ja wie unterbelichtete Neandertaler.

Heute explodierte eine Gaspipeline. Welch ein Zufall - dieser Rechtsaußenpfosten Jarosch hat das ja schon vor ein paar Tagen marktschreierisch angekündigt.

Es ist brandgefährlich, diese Gewalttäter weiterhin beim Ausleben ihrer Mordlust zu unterstützen. Mit diesen Abgedrehten werden wir wohl noch Einiges erleben. Die EU-Kommission muss einfach durchsetzen, dass den Faschisten folgende Resorts entzogen werden:

- die Verantwortung für das Militär, speziell dem Einsatz im Osten
- die Lufthoheit über der Staatsanwaltschaft

Lückenlos aufgeklärt werden müssen

- die Schüsse auf dem Maidan
- das Massaker in Odessa
- Verhaftungen, Folterungen, Morde
- der Einsatz geächteter Waffen
- die Explosion der Pipeline

Ansonsten gibt es schlicht kein Geld mehr - so einfach wäre das. Und das liegt sehr wohl in der Macht der EU-Politiker. Alles andere wäre schlicht unverantwortlich.

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night-hawk 18.06.2014, 01:44
225. Nur die halbe Wahrheit

Zitat von halliburtonium
... aber nicht mit sich verhandeln. Sie lehnen jede Verhandlung ab. Insbesondere mit den Vertretern des Landes, welches sie besetzt und in diesen sinnlosen Krieg hineingezwungen haben.
Das ist ja nur die halbe Wahrheit. Herr Bolotow sagte, die Ost-Regionen wären grundsätzlich zu Verhandlungen bereit, es wäre aber zwischenzeitlich zu viel geschehen, um alleine mit der Junta in Kiew zu verhandeln, es sollte deshalb eine internationale Organisation anwesend sein. Das kann ich sehr gut verstehen - den Abgedrehten in Kiew traue ich sogar zu, dass die ihre "Verhandlungspartner" heimtückisch meucheln würden.

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