Forum: Politik
Ukraine-Konflikt: USA halten Militärparade vor russischer Grenze ab
REUTERS

Die Szene erinnert an den Kalten Krieg. Kampffahrzeuge des 2. US-Kavallerieregiments rollen durch die estnische Stadt Narva. Die Grenzstadt liegt nur wenige hundert Meter von Russland entfernt.

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guspe 25.02.2015, 10:05
110. Putin ist die wahre Gefahr

Nur ihm und seiner schizophrenen Persönlichkeit würde ich auch den Einsatz von Atomwaffen zutrauen und genau deshalb sollten man ihn am meisten fürchten.

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richardheinen 25.02.2015, 10:05
111.

Russland hat sich aggressiv verhalten (Krim, Ostukraine) und tut dies weiterhin. Es muss sich nicht wundern, wenn es contra bekommt.
Russland gibt obsessiv vor, von der Nato eingekreist zu sein/werden. Da wird Ursache mit Wirkung propagandistisch verwechselt. Die der Nato angehörenden Staaten haben sich nämlich dieser Organisation aus Angst vor Russland und nicht aus Angriffslust angeschlossen.
Ich finde es gut, dass die Nato Flagge zeigt. Die paar Soldaten richten militärisch zwar nichts aus, zeigen aber doch eine deadline auf.
Sollte der kalte Krieg zu einem heißen Krieg mutieren: Russland kann einen konventionellen Krieg auf die lange Bank nicht gewinnen. Dafür ist es wirtschaftlich zu schwach. Über einen atomar geführten Krieg muss es gar nicht nachdenken. Das wäre das Ende der Welt.

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Niederbayer 25.02.2015, 10:06
112. Provokationen

Russland fühlt sich provoziert weil ein paar GI´s bei einer Parade im Baltikum mitfahren. Was wäre wenn russische Einheiten bei einer Parade in Weißrussland direkt an der Grenze mit dabei sind? Darf sich dann Polen provoziert fühlen und lautstark protestieren?

Geht wirklich jemand davon aus, das die NATO Truppen eine Invasion in Russland planen? Das kann doch niemand ernsthaft in Betracht ziehen.
Allein das wäre aber ein echter Grund sich provoziert zu fühlen.

Hier aber reden wir von einem souveränen Land, das sich sehr demokratisch dazu entschieden hat einem Bündnis beizutreten und Truppen anderer Mitgliedsländer im eigenen Land zu stationieren.

Aber warum haben sich die Esten seinerzeit dazu entschieden? Hatten und haben sie etwa Angst davor, das der große Nachbar Russland die Souveränität der Esten nicht respektiert und etwas durchziehen könnte das der Situation im Donbas nicht unähnlich ist?

Wenn dem so ist, dann sollte Russland Ursache und Wirkung seiner Außenpolitik mal genau überdenken. Der Grund warum die baltischen Staaten, Polen und andere in der Nato sind, ist im Verhalten des Kreml zu suchen.

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HmmTss 25.02.2015, 10:08
113. Militärparade?

Es bedarf schon viel Phantasie, um sich bei diesem Bild an den kalten Krieg erinnert zu fühlen. Sicher hatte der Fotograf große Mühe, die vier teilnehmenden amerikanischen "Panzer" vor der kleinen Gruppe Schaulustiger wie eine "Parade" aussehen zu lassen. In Pjöngjang werden solche Bilder professioneller hergestellt. Dort hat man wenigstens Pappraketen. Von diesen 4 Fahrzeugen fühlt sich nicht mal Putin provoziert.

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Christian Weiss 25.02.2015, 10:08
114. Zum Glück gibt es die Nato

Zitat von jeze
Bitte bedenken Sie, dass Deutschland, als es den zweiten Weltkrieg begonnen hat, der Bevölkerung auch gesagt hat, man nur zurückschießen würde. Nahezu alle Interventionskriege werden mit Verteidigung begründet, deswegen ist ein Verteidigungsbündnis sehr wohl etwas, was bedrohen kann. Eine einfache Frage: vor wem fürchtet sich die NATO denn? Der Warschauer Pakt hat sich aufgelöst, warum nicht auch die NATO?
Also wenn sich hier jemand wie der Gröfaz aufführt, dann ja wohl Putin.

Bisher haben sich Nato und USA vergleichsweise passiv verhalten und den Kleptokraten vom Kreml machen lassen bei seinem faktischen Angriff auf den souveränen Staat Ukraine.

Estland ist aber Nato-Mitglied. Da ist der Spass dann irgendwann vorbei.

Und auch ohne Warschauer Pakt ist die Welt keineswegs ein Hort himmlischen Friedens. Nach wie vor tummeln sich auf diesem Planeten autoritäre Regime, durchgeknallte Despoten und religiös verblendete Irre.

Da bin ich schon eben mal froh, dass es eine Nato gibt.

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walter kuckertz 25.02.2015, 10:08
115. #1

Zitat von Banause_1971
warum Russland sich von der Nato bedroht fühlt. Und endlich wird auch erwähnt, dass sich die Nato ständig weiter Richtung Osten erweitert. Russland darf sich SEHR wohl bedroht fühlen. Man erinnert sich noch an die Kuba-Krise? Da standen wir kurz vor einem Weltkrieg weil die Amerikaner sich durch russisches Militär auf Kuba bedroht fühlten. Und HIER marschiert Amerika nur wenige hundert Meter vor Russlands Grenzen mit Kriegsgerät herum. Wie würde Amerika wohl reagieren, wenn Russland an der amerikanisch-mexikanischen Grenze eine Militärparade abhalten würde, und Mexiko sich zu Russland bekennen würde?
Um den Vergleich zu Ende führen zu können, muss Mexiko in einem Verteidigungsbündnis mit Russland stehen, die USA müssen militärisch in Kanada aggressiv geworden sein, und Kanada muss in Russland um Waffenlieferungen nachgefragt haben. Außerdem müssen sich das gesamte Südamerika und die EU mit Kanada solidarisch erklärt haben. Kapiert?

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PatrickBe 25.02.2015, 10:10
116. Künstliche Aufregung

Estland ist der NATO beigetreten, weil es wie die anderen baltischen Staaten genug von jahrzehntelanger russischer Bevormundung hatte.

Das NATO-Partnerland USA zeigt seine Solidarität mit Estland, welches Gebietsansprüche seines übermächtigen Nachbarn fürchtet.

Wie man am russischen Vorgehen in der Ukraine sieht, sind diese Befürchtungen absolut begründet.

Russland schickt Waffen und Söldner in die Ukraine, um ihr mit Gewalt Gebiete wegzunehmen, während die USA auf Einladung Estlands dem Land seine Unterstützung zusichern. Merken Sie den Unterschied?

Liebe (Pseudo-)Linke, es ist Zeit ihre Fixierung auf die "böse NATO" fallen zu lassen. Der wahre Aggressor heißt Putin.

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Xander 25.02.2015, 10:10
117. So sieht Zusammenhalt aus

Schöne Desmonstration des Zusammenhalts der NATO-Staaten und der Solidarität zu den osteuropäischen Ländern. Das wird Putin hoffentlich genügen, um zu verstehen, dass er die Finger von Estland und Lettland lassen soll.

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kr-invest 25.02.2015, 10:13
118. Provokation?

Die meisten Kommentare hier verstehe ich nicht. Warum ist das eine Provokation für Russland? Ich denke die Welt ist eigentlich ganz klar und einfach, wenn man sich klar macht, wer die Partner sind. Wirtschaftlich z.B. Russland und EU, die Grenzen sind klar, jeder macht auf seiner Seite was er will, viel positiven Austausch und gemeinsame Anstrengungen könnte es geben, wenn man sich gegenseitig ernst nimmt. Kulturell meinetwegen Russland und die europäischen Nationalstaaten, ok. Militärisch Russland und die NATO. Jeder kann auf seiner Seite der unveränderlichen Grenze das tun, was er will. Der andere muss sich dadurch nicht provoziert fühlen, solange die Grenzziehung klar ist, ist das ein Konzept, das ewigen Frieden garantieren würde, ein Überschreiten der Grenze dagegen ist ein absolutes NoGo für alle. Aber keine Präsenz zu zeigen ist eine missverständliche Einladung (vielleicht auch nur für radikale Oppositionskräfte auf der anderen Seite der Grenze), zeugt von Unsicherheit, und ist somit eher friedensgefährdend als die Präsenz zu verdeutlichen. Russland sollte seine Paranoia ablegen und sich dadurch nicht bedroht fühlen. Europa und die NATO sollten ihre Angewohnheit ablegen, ständig ihr Verhalten danach zu durchleuchten, was Russland dazu wohl denken könnte. Das macht auch keinen sehr verlässlichen Eindruck, weil es irgendwann heuchlerisch rüberkäme.

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Karl Auer 25.02.2015, 10:14
119.

Die ganzen Freunde des Internet und Putinversteher sollten sich mal fragen, warum das russische Wirtschafts-, Politik- und Gesellschaftsmodell für sämtliche Nachbarstaaten so unattraktiv erscheint, dass diese nur mittels Drohungen und Erpressungen (sehr gerne per Gaspreis) an der Kandare gehalten werden können. Die nun ja alles andere als altruistischen (und etlichen Einflussnahmen durchaus vertrauten) USA erscheinen als Hort von Freiheit und Wohlstand im Vergleich zu Russland.

Vielleicht hätte man doch eher auf gute Wirtschaftsbeziehungen als auf Destabilisierung und Gebietsabtrennungen wie in Georgien, Moldawien und der Ukraine setzen sollen. Dazu bräuchte man natürlich auch eine Wirtschaft jenseits von Rohstoffen, Militär- und Atomtechnik. Und ein Gesellschaftsmodell, das eher nicht auf Repression setzt, sondern auf Pluralismus und politische Freiheiten inkl. Medienvielfalt (auch wenn das manchmal weh tut, wie man hier im Forum herrlich lesen kann).

Dass solche Aktionen vorhandene Ressentiments nicht nur nicht verringern, sondern in den ehemaligen WP-Staaten und Sowjetrepubliken eindrucksvoll bestätigen, darf doch niemanden wundern.

Das mangelnde Selbstbewusstsein vieler Russen aufgrund der verlorenen Scheingröße und -bedeutung lässt sich offenbar über zeitweise hohe Gas- und Ölpreise nicht kompensieren. Nicht mal ein Commonwealth ist ihnen geblieben.

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