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Ukraine-Krise: Friedensgespräche werden erneut verschoben
AFP

Wieder ist Außenminister Frank-Walter Steinmeier mit einem Vermittlungsversuch gescheitert: Die Konfliktparteien in der Ukraine-Krise treffen sich vorerst nicht zu Friedensgesprächen.

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spon-facebook-10000082513 13.01.2015, 04:33
1. Das ist nicht die ganze Wahrheit.

Es gibt seit 3-4 Tagen in der Ostukraine nichtmal mehr so etwas ähnliches, wie einen Waffenstillstand. Gestern kamen die Ukrainer an insgesamt 29(!) Frontabschnitten unter Artilleriebeschuss. Dutzende Tote. Gerade am Donezker Flughafen gab es sehr viele Einschläge, da war den ganzen Tag keine 10 Minuten am Stück Ruhe. RT hat eine Livecam, da kann man immer sehr gut beobachten, wer sich an den Waffenstillstand hält, und wer nicht...
Die russischen Angreifer scheinen zudem auf einen Winterkrieg so gut vorbereitet, dass eine kurzfristige Planung einer derartigen Offensive unwarscheinlich ist.

Putin hat den Westen die ganze Zeit hingehalten. An einem Frieden besteht kein Interesse. Alles nur Sanktionsvermeidungsgeplänkel - und jetzt wo die Weltöffentlichkeit schön abgelenkt ist, kann er wieder zum Angriff übergehen. Mit mehr russischen Soldaten im Donbass, und mehr schwerer Ausrüstung als jemals zuvor.
Sollten die Kämpfe nicht unmittelbar wieder abnehmen, wären weitere Sanktionen fällig. Man muss sich nicht unendlich lange an der Nase herumführen lassen.

Dass es keine Friedensverhandlungen geben kann, solange jeden Tag Ukrainer sterben - versteht sich von selbst.

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localpatriot 13.01.2015, 07:29
2. Gorbatschow hat es doch erklärt

Hier ein Zitat von einem Spon Artikel:
'Angesichts eines "katastrophalen Vertrauensverlustes" zwischen Russland und dem Westen forderte er (Gorbatschow) dazu auf, die Beziehungen zu "enteisen".

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Johndoe4 13.01.2015, 07:37
3. Alles vergebliche Liebesmüh'

Der Ukrainer Pawlo Klimkin ist nichts anderes als der Laufbursche der US-Administration. Der hat den Auftrag, die anderen Europäer einfach nur hinzuhalten, da
sein Auftraggeber an keiner friedlichen Lösung interessiert ist.
Irgendwann (hoffentlich nicht zu spät) werden sich die Europäer eingestehen müssen, dass ihre Ziele mit denen der Amerikaner nicht übereinstimmen und der europäische Einigungsprozess nur ohne US-Beteiligung funktionieren kann.

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rwinter77 13.01.2015, 07:54
4. Innerukrainischer Konflikt

Neben dem russsisch-ukrainischen Konflikt ist es auch ein innerukrainischer Konflikt. Um diesen zu lösen, müssten auch die Separatisten am Tisch sitzen oder ihnen zumindest eine nichtmilitärische Lösung angeboten werden.
Hoffentlich ist Herr Steinmeier auch clever genug, das Krimproblem außen vor zu lassen. Hier kann die russische Regierung keinen Rückzieher machen, ohne jedwede Glaubwürdigkeit nach innen zu verlieren!

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antiru 13.01.2015, 08:04
5. Na sowas.

Die Russen wollen weder die Krim noch die Ostukraine aufgeben. Also wird es auch keine konstruktive Gespräche geben.

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Desi 13.01.2015, 08:53
6. Nicht erstaunlich

so lange keine Vertreter des Donbass bei diesen Gesprächen dabei sind, wird es keinen Frieden geben. Die betroffenen Menschen dort, müssen ein Mitspracherech bekommen. Wieso weigert sich Kiev, seit Anfang, mit diesen Menschen zu verhandeln. Die Bewohner dort sind doch auch Ukrainer, auch wenn sie russischsprachig sind.

Ich frage mich, ob es Kiev um diese Ukrainer geht, oder nur um das Land dort? Wenn sie die Menschen im Donbass wieder in die Ukraine integrieren möchten, haben sie eine eigentartige Art dies zu zeigen.

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vernando 13.01.2015, 09:06
7. Eher Verschärfung der Konflikte!

Nach meinen letzten Informationen werden in der Ukraine derzeitig massiv viele männliche Personen für die Aufstockung der Personalstärke in die ukrainische Armee eingezogen.
Jedem Kontoinhaber sei es Kind oder auch armer Rentner werden ohne ihre Zustimmung jeweils pro Monat ein Grundbetrag von 150 Griwnia zur Finanzierung der ukrainischen Streitkräfte eingezogen. Das klingt nicht allzu viel, jedoch für Rentner und einfache Bürger eine schwerliegende finanzielle Belastung.
Reisedokumente erhalten Ukrainer nur noch mittels ausgezeichneter Kontakte oder einem für normale Bürger nicht mehr zu zahlenden Betrages unter der Hand.
Die diplomatischen Vertretungen Europas werden belagert wie in der Zeit wenige Jahre vor dem Jahrtausendwechsel und nebenbei verdienen sich bestimmte Personen daran erneut eine goldene Nase.
Russland fordert seine gewährten Kredite zurück.
Ganz stillschweigend wird die Ukraine massiv aufgerüstet. Die Veröffentlichung bestimmter Regierungsdokumente auf einer speziellen Internetseite sprechen ihre eigene Sprache.
Dazu die geplante Klage hinsichtlich der Bodenschätze vor der Krim. Letzteres sprach ich schon kurz nach der Krimannektierung an.
Zusätzlich die neuere Forderung nach Auslieferung des ehemaligen Präsidenten der Ukraine – Janukowitsch. Alles kleine nicht überhörbare Sticheleien, die nicht den Eindruck nach Deeskalation vermitteln.
Ganz nebenbei bemerkt sind noch nicht alle Feierlichkeiten wie „Altes Neues Jahr“ beendet.
Die Bewohner der Krim unabhängig des Status müssen auf irgendeinen Weg versorgt werden (Wasser und Strom) und beide Seiten behindern sich gegenseitig. Hier geht es ja nicht nur um die russischen Basen sondern vordringlich um die Bewohner der Krim.
Dahingehend auf eine Lösung zumindest humanitärer Probleme zu hoffen; da stehen die Zeichen mehr als schlecht. Eher ist zu erwarten, dass auf Zeit gespielt wird und die Ukraine mit einer Verschärfung des militärischen Konfliktes durch die Russische Förderation rechnen muss.

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n.nixdorff 13.01.2015, 09:13
8. Das war klar.

Die Ukrainer können sich nicht bewegen und die Russen wollen sich nicht bewegen. Da gibt es nichts zu besprechen. Das Geschwafel von rascher und umfassender friedlicher Lösung ist eben nur das. Geschwafel. Verschieben Sie mal die Perspektive und stellen Sie sich vor, Russland hätte die Oberlausitz besetzt, weil es aus irgendwelchen geschichtlichen Gründen darauf Anspruch zu haben glaubt. Gleichzeitig unterstützten sie die in Sachsen lebenden Russen, die sich von Deutschland lösen wollten. Ein Waffenstillstand wäre in Warschau vereinbart worden, aber keiner hielte sich daran. Was sollte Deutschland in solch einem Szenario tun? Russland die Oberlausitz schenken? Sachsen aufgeben? Eher nicht, oder? Warum sollte die Ukraine also so etwas tun? Es ist am Aggressor, den ersten Schritt in Richtung Deeskalation zu machen. Das ist aber offensichtlich nicht der Plan Putins.

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hdwinkel 13.01.2015, 09:36
9. Wahrheit

Zitat von spon-facebook-10000082513
Es gibt seit 3-4 Tagen in der Ostukraine nichtmal mehr so etwas ähnliches, wie einen Waffenstillstand. Gestern kamen die Ukrainer an insgesamt 29(!) Frontabschnitten unter Artilleriebeschuss. Dutzende Tote. Gerade am Donezker Flughafen gab es sehr viele Einschläge, da war den ganzen Tag keine 10 Minuten am Stück Ruhe. RT hat eine Livecam, da kann man immer sehr gut beobachten, .
Sie kennen die Wahrheit? Sie haben ja noch nicht einmal begriffen, dass auf beiden Seiten der Front Ukrainer kämpfen und es sich um einen Bürgerkrieg handelt.
Ohne russische Unterstützung würde die ukrainische Regierungsseite wohl militärisch gewinnen, aber das macht den Konflikt nicht zu einem russischen Eroberungskrieg.
Der Waffenstillstand wird von allen Beteiligten gebrochen.
Es wird Zeit, allen Beteiligten klarzumachen, dass es keine militärische Lösung geben kann.

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