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Ukraine-Krise: Helmut Schmidt wirft EU Größenwahn vor
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Helmut Schmidt rechnet mit der EU-Außenpolitik in der Ukraine-Krise ab. Der Altkanzler attestiert den Brüsseler Beamten Unfähigkeit - und warnt vor der Gefahr eines dritten Weltkriegs.

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Toll-s-toy 16.05.2014, 12:33
200. Alt-Kanzler hat Recht.

Zitat von sysop
Helmut Schmidt rechnet mit der EU-Außenpolitik in der Ukraine-Krise ab. Der Altkanzler attestiert den Brüsseler Beamten Unfähigkeit - und warnt vor der Gefahr eines dritten Weltkriegs.
(…) Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte dies entschieden zurückgewiesen und betont, es sei der frühere ukrainische Präsident Wiktor Janukowitsch selbst gewesen, der die Ukraine auf Westkurs gebracht habe.(…)

-Aber selbstverständlich mischen Sie sich an, geehrte Frau Kanzlerin, indem Sie selbst und fast alle WESTLERPolitiker -samt WestMedien- die Ukraine mit spekulativer „demokratischer Raffinesse“ zu verführen versuchen.
Diese FEINE ART der Einmischung ist genau so gefährlich
wie Putins Überrumpelung.

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wallabi 16.05.2014, 12:33
201. Nein

Zitat von schmusel
Das Alter macht auch vor Schmidt keinen Halt. Er sollte sich nicht noch weiter aus dem Fenster lehnen, er ruiniert seine Reputation.
beileibe nicht das Alter! Helmut Schmidt muss sich nur keine Gedanken um seine Karriere mehr machen und kann somit die Situation so schildern, wie sie tatsächlich ist!
Was hat das übrigens mit dem Alter zu tun? Er könnte ja genau so gut sagen, dass Putin an allem Schuld ist. Beides ist doch im Leben nicht altersabhängig!
Wer sind sie überhaupt, der/die sich solch einen dreisten und unreflektierten Beitrag erlauben kann?

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republica_banana 16.05.2014, 12:34
202.

Wie man hier im Forum bestaunen kann, haben die mahnende Worte unseres mittlerweile gut durchgeräucherten Altbundeskanzlers so manchen Mandatsträger aus seinen süßen EU-Träumen gerissen. Ist ja köstlich, was man von den Apparatschiks so alles zu lesen bekommt.

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hdwinkel 16.05.2014, 12:35
203. Russland-Versteher

Zitat von seine_unermesslichkeit
Helmut Schmidt hat vor vielen Jahren als aktiver Politiker eine sehr realistische Sicht gehabt - siehe NATO-Doppelbeschluss. Nur diese Sprache haben die Sowjets damals verstanden. Wenn er heute im hohen Alter einen auf weisen Russenversteher macht, dann ist dieses "Verständnis" eben mehr der Wehleidigkeit seines Alters als dem Realismus geschuldet. Er sollte weise schweigen, wenn ihm irgend ein Reporter das Mikro hinhält!
Er ist kein 'Russland-Versteher', sondern er versteht, wie die Mächtigen handeln und er versteht eine ganze menge von den Konsequenzen des Handelns bzw. Nicht-Handelns. Einfach weil er selbst in einer solchen Position war.

Ein Beispiel:
Die Krim-Annexion ist eben nicht nur eine Eroberung fremden Gebietes.
In Kiew hat (unter welchen Umständen auch immer, Staatsstreich oder Revolution) eine Regierung die Macht übernommen, die zu Teilen bereits an der Macht war und damals eine offene Annäherung an die NATO gesucht hat, und die damals nicht bereit war über die russischen Flottenstützpunkte zu verhandeln.
Mit der Annexion hat Putin als russischer Staatsmann gehandelt. Er hat seine Armee aus dem Ukraine-Konflikt tatsächlich herausgenommen und den Konflikt entschärft. Und so ganz nebenbei auch noch seine Popularität erhöht.
Das muß man nicht gutheißen, ganz im Gegenteil, aber verstehen, im Sinne von Handlungsoptionen und Interessenswahrnehmung.

Die Situation in der Ost-Ukraine ist etwas anders gelagert: hier geht es vorrangig um militärstrategische Optionen, sich von der NATO fernzuhalten. Das wiederum bedeutet nicht automatisch eine Besetzung des Landes.

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msdelphin 16.05.2014, 12:35
204. Schmidt ist nahe an Volkes Meinung

Zitat von Walther Kempinski
Ich dachte er wolle sich nicht mehr in die Tagespolitik einmischen. Stattdessen gesellt er sich immer mehr in den Club der "angry old men". Sarrazin, Scholl-Latour, Henkel, Starbatty und nun auch Helmut Schmidt. Liebe Leute, verlasst euch auf diese Pfundskerle. Da liegt Zukunft drin.
In einer Demokratie hat jeder das Recht und die Freiheit das zu sagen, was er denkt. Dieses Recht wird nicht durch Alter, Nationalität oder Gesundheitszustand beschränkt. Schmidt als "angry old men" zu bezeichnen ist wohl mehr als daneben. Schmidt bringt seine Einwände genauso unverblümt und unverholen auf den Punkt wie eh und je, vielleicht etwas langsamer und bedächtiger, aber immer noch treffsicher und belastbar. Schmidt hat ausserdem sehr viele extreme Situationen in seinem Leben und in der Politik meisterhaft bewältigt (im nachhinein gesehen). Ausserdem hat er im Sinne und zum Wohl der Menschen (des deutschen Volks) gehandelt. Das kann man von der derzeitigen Regierung nicht mehr behaupten, die vorrangig wirtschaftliche Interessen und amerikanische Interessen vertritt zum Nachteil der Bevölkerung. Mit anderen Worten: Schmidt blubbert nicht herum und weiss wo von er spricht. Seine Aussagen sind es wert geprüft und in Betracht genommen zu werden.
Zudem eine unangemessene Beleidigung ist es Schmidt mit Sarrazin oder Henkel zu vergleichen. Egal was andere Politiker, Foristen, Wirtschaftsvertreter blubbern: Helmut Schmidt hat in der deutschen Bevölkerung immer noch ein sehr hohes Ansehen und wird von ihm respektiert. Das liegt vielleicht auch daran, dass Schmidt eher das ausspricht, was die allgemeine deutsche Bevölkerung denkt. Ich bin mir da so sicher, dass wenn er im Politbarometer zur Wahl stehen würde, er unsere (Platz1.-Kandidatin) Angela Merkel bei weitem übertreffen würde.

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Lebensberater 16.05.2014, 12:36
205. optional

Natürlich ist "die EU" größenwahnsinnig, da pflichte ich Altbundeskanzler Schmidt bei. In der Ukraine haben weder die EU noch Deutschland etwas zu suchen. Stattdessen sollte Deutschland einen Friedensvertrag mit Russland anstreben. Und politische Flachbohrer wie Van Rompey oder Martin Schulz taugen vielleicht als Vorsitzende eines Partei-Ortsvereins, aber keinesfalls als leitende Köpfe eines 400 Millionen Mitglieder-Gebildes wie die EU, deren Tage ohnehin gezählt sind.

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Brockenkötter 16.05.2014, 12:36
206. Verdrehung der Tatsachen

Zitat von Walther Kempinski
Die Frage lautet ob es sich bei HS um Altersweisheit oder Demenz handelt. Sogar der Parteitag der Linken hat Russland als Kraft hinter den aktuellen Unruhen erkannt (aber der böse kapitalistische Westen ist natürlich immer mitschuldig). Wie kommt HS dazu eine radikalere Position als die Linken einzunehmen? Während seiner Amtszeit hätte er sich gerade die zum Frühstück vorgenommen. Also irgendwas stimmt nicht mit dem Mann. Ich tippe doch auch Demenz.
..."Sogar die Linken haben Russland als Kraft hinter den Unruhen erkannt." Was für ein Scherz sollte dies denn sein?

Hinter welchen Unruhen?
Die Unruhen begannen in Kiew und da wurde sicher nicht ein Präsident entmachtet durch russische Aufwiegler.
Wie beim Fußball zählt auch hier das erste Foul.

Ob die Folgen angemessen waren mit der Krim-Annektierung,
den Aktionen der prorussischen Separatisten, ist eine andere Frage.

Eine Föderation in der Ukraine oder die Trennung in zwei Staaten kann derzeit mit diplomatischen Mitteln durchaus erreicht werden. Will nur keiner ausser den Russen vielleicht.

Helmut Schmidt hat mehr Durchblick als manche Foristen hier.

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Robert_Rostock 16.05.2014, 12:37
207.

Zitat von rainer fleiss
Als Chrustschow damals Raketen auf Kuba stationierte, riskierten die USA einen dritten Weltkrieg. Heute stationieren die Amerikaner Raketen in Polen und verstehen überhaupt nicht, daß Putin sich dagegenn wehrt und sich seine einzigen Stützpunkte im Westen, nämlich in Syrien und auf der Krim, nicht wegnehmen läßt. Können das diese Amateure in Brüssel und Washington nicht begreifen? Schade, daß es so wenige aufrechte Menschen gibt wie Helmut Schmidt!
Chrustschow hat damals auf Kuba Raketen mit Atomsprengköpfen stationiert (wie nebenbei auch die USA in der Türkei).

Welche, wieviele Atomraketen stationieren die Amerikaner heute wo in Polen?

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_monalisa_ 16.05.2014, 12:38
208. kt

Zitat von haarer.15
...Und es stimmt auch, dass die EU ein Hauptverursacher ist für den Ausbruch des Konflikts in der Ukraine mit Russland. Offenbar sind wir nicht in der Lage dazuzulernen...
...nicht nur Ukraine, ich gebe der EU auch eine Mitschuld am "Konflikt" in Syrien. Regionen destabilisieren und dann "nach mir die Sintflut" !

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markmach 16.05.2014, 12:38
209. Schmidt und Schröder

haben völlig Recht mit Ihren Aussagen. Ich will keinen Krieg. Und die EU sollte sich um die Probleme in der EU kümmern. Am 25.05 ist europawahl und egal ob CDU, SPD oder Grüne ich hoffe Ihr bekommt die Quittung für eure Kriegspropaganda.

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