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Ukraine-Krise: Merkels Vermächtnis steht auf dem Spiel
OMER MESSINGER/EPA-EFE/REX

Ihre Vermittlung in der Ukraine-Krise begründete Angela Merkels Ruf als Weltpolitikerin. Doch die jüngste Eskalation des Konflikts zeigt: Es reicht nicht, nur das Schlimmste zu verhindern.

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quark2@mailinator.com 29.11.2018, 15:02
1.

Keine Ahnung, warum mir das gelöscht werden mußte, aber Merkel hat mMn. selbst ihren Anteil am Ausbruch der Ukraine-Krise, begonnen mit ihrer Unterstützung der Orangenen Revolution und Frau Timoshenko und weitergehend durch ihre Unterstützung der EU-Linie bei diesem Assoziierungsabkommen, welches der Ukraine nicht die Möglichkeit einräumte weiterhin auch mit Russland eng zu kooperieren (plus militärische Komponente Richtung NATO). Insofern ist es mir nicht klar, wo da der große Verdienst liegen soll, wenn man erst mit zum Problem beiträgt und dann auch was zur Lösung beiträgt. Gelöst wird diese Situation so schnell leider gar nicht.

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dieter.zuckermann 29.11.2018, 15:12
2.

Man muss von der Ukraine mehr verlangen als bisher.
Die verhalten sich schon seit Jahren wie Piraten auf dem Meer. Wenn die Regierung von Poroshenko dadurch stürzt und Ukraine endgültig zum failed stated mutiert, dann ist das so. Dann hat das Land nichts anders verdient.
Ukraine nur Samthandschuhe anzufassen, das ist das größte Problem. Wir wissen alle, dass rechtsradikale Kräfte in der Ukraine sehr wohl existieren und sehr stark sind und eine sehr realistische Gefahr besteht, dass die noch an die Macht kommen, falls Poroshenko scheitert. Macht aber nichts. Sollten die rechtsradikalen dadurch an die Macht kommen, die werden schon schnell merken, wohin deren Weg führt. In der Ukraine wird sich die Krise nicht verspätet auf die Füsse fallen und die nachfolgende Regierung wird dadurch scheitern. In der Ukraine fällt jede Krise sofort auf die Füsse. Die rechtsradikale Regierung, sollte die an die Macht kommen, wird noch zu eigener Regierungszeit die Krise vor der eigenen Nase spüren.

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Normaler Wutbürger 29.11.2018, 15:16
3. Ernsthaft ?

"Wenn es Europa gelänge, die Ukraine zu stabilisieren und zu einem funktionierenden Staat zu machen, wäre das für Putin schlimmer als alle Sanktionen."

Soll das ein Witz sein ? Das ist doch überhaupt der Grund für den Krieg.
Putin wird mit allen Mittel verhindern das die Ukraine jemals einen Aufschwung wie z.B. Polen hinbekommt. Die "Gefahr" erst, dass die Ukraine einen Weg in die EU bekommen könnte, hat doch schon gereicht das Putin reagierte.
Er könnte seinen russischen Bürgen halt alles erklären, ausser warum es der Ukraine, also dem Brudervolk, besser gehen würde als Russland.

Die Ukraine ist ein 2tes Georgien und das wird nun auch bleiben. Und offensichtlich ist auch, dass Putin mit der Ukraine noch nicht fertig ist.

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vicy1404 29.11.2018, 15:17
4. guter Artikel

...fast 4 Jahre später ist vom Minsker Abkommen durch die Ukraine nichts umgesetzt worden... Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen... Viele haben sich nach den Geschehen vom Wochenende - andere sagen Provokation - wieder auf die tägliche Sacharbeit konzentriert und das ist gut so. Wollen wir hoffen, dass im Mai in der Ukraine nicht ein Oligarch den anderen ablöst!

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Neapolitaner 29.11.2018, 15:18
5. Es geht um militärischen Beistand

Die Zeit für Putin ist nun reif, wortwörtlich großes Geschütz aufzufahren und damit seine Forderungen durchzusetzen. Mit Telefonaten kann nichts mehr aufgehalten werden, höchstens etwas verzögert werden. Da ist Merkel eine absolute Fehlbesetzung. Trump weiß das natürlich. Er wird sich allerdings von der Ukraine bitten lassen. Und Merkel wird da nicht mehr dabei sein.

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rrippler 29.11.2018, 15:18
6. Merkels Vermächtnis

1. Die Wahl Trumps. Nur wenige Stimmen gaben den Ausschlag. Die hat er bekommen, weil er erfolgreich mit dem Schreckgespenst des deutschen Vorbilds in der Migrationspolitik argumentieren konnte. So sieht es jedenfalls Hillary Clinton jüngst in einem Interview (The Guardian 22.11.18)
2. Der Brexit. Nur wenige Stimmen gaben den Ausschlag. Die hatten die Brexiteers bekommen, weil sie erfolgreich mit dem Schreckgespenst des deutschen Vorbilds in der Migrationspolitik argumentieren konnten. So sieht es jedenfalls Hillary Clinton jüngst in einem Interview (The Guardian 22.11.18).
Faust invers: "Ich bin die Kraft, die stets das Gute will und stets das Böse schafft"

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andregera 29.11.2018, 15:26
7. Welches Vermächtnis, welche

Verhandlungen hat Frau Merkel da Gutes beigetragen. Seit ihrer Amtszeit ist Frau Merkel mir aufgefallen, das ihre Auslandspolitik ausschließlich gegen Russland gezielt hat. Die Ukraine, immer korrupt und instabil,
wurde von Merkel alles geduldet, auch dieser durchtriebene Poroschenko.
Jetzt, wo kein Bush, kein Obama mit seiner AM Clinton in den USA mehr da sind, sondern ein russlandfreundlicher Trump, steht Frau Murksel isoliert in der Mitte alleine da! Tolles Vermächtnis!

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In Kognito 29.11.2018, 15:28
8. Ukraine-erste größere Konflikt in Europa seit WK2????-Kosovo!!!

Eigenartige Sichtweise des Autors!
Das völkerrechtswidrige Bombardement der NATO auf Jugoslawien war der erste größere Konflikt in Europa seit WK2, wenn wir nicht noch Nordzypern dazu nehmen.
Und wer konnte denn nicht abwarten, dass Janukowitsch, wie mit Steinmeier vereinbart, in 6 Monaten GEORDNET abtritt?
Noch bekannt: ""...nicht Klitsch ist unser Mann, sondern Jenetzuk - kümmern Sie sich drum (Herr Botschafter) und sie wissen ja - f... the EU"... oder die in der Versenkung verschwundene EU-Außenbeauftragte in Panik während des Maidans - "..das waren wohl unsere, die da geschossen haben...?

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isi-dor 29.11.2018, 15:36
9.

Die Ukraine ist ein von der UN anerkannter Staat mit einer gültigen Verfassung und einem fest definierten, von allen Staaten der Welt anerkannten Staatsgebiet. Russland hat in den Verträgen von Bukarest und Belgrad für die territoriale Sicherheit und Integrität der Ukraine völkerrechtlich für alle Zeiten verbindlich garantiert. Dafür hat die Ukraine ihre Atomwaffen an Russland abgegeben und ist dem Atomwaffen-Sperrvertrag beigetreten.
Es gibt also keine einzige völkerrechtliche Rechtfertigung für Russland, auch nur einen Quadratmeter Bodens der Ukraine zu annektieren. Vielmehr sollte sich Russland an die in der Duma längst ratifizierten Verträge halten und die Integrität des ukrainischen Staatsgebietes umgehend wieder herstellen. Alles andere ist und bleibt ein klarer Völkerrechtsbruch.

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