Forum: Politik
Ukraine-Krise: Nato erwägt dauerhafte Stationierung in Osteuropa
AFP

Die Krise in der Ukraine sorgt offenbar für ein Umdenken in der Nato. Die Allianz erwägt nach Angaben von Chefkommandeur General Breedlove, in Osteuropa permanent Truppen des Bündnisses zu stationieren.

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tangarra 07.05.2014, 09:26
160. Für Deutschland wäre dies eine gute Gelegenheit

Zitat von sysop
Die Krise in der Ukraine sorgt offenbar für ein Umdenken in der Nato. Die Allianz erwägt nach Angaben von Chefkommandeur General Breedlove, in Osteuropa permanent Truppen des Bündnisses zu stationieren.
alle ausländischen Nato-Truppen, die seit 69 Jahren in Deutschland stationiert sind (warum eigentlich immer noch?) elegant loszuwerden, z.B. in die ost-polnische Pamapa oder in die Weiten des Ost-Baltikums.

Besonders würde eine Verlagerung der US-Base aus Frankfurt nach Ost-Polen die Lebensqualität der deutschen Bürger in und um Frankfurt massiv verbessern.

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gianfranco 07.05.2014, 09:27
161.

Zitat von Wilhelm Klaus
Die Nachkriegsgeneration ist abgetreten, die Erfahrungen zweier Welkriege verschwunden, Zeit für das Ende der Vernunft. Mich gruselt es.
Sie dürfen sich glücklich schätzen zu den wenigen zu gehören, welche Grund zu Gruseln haben.
Denken Sie mal an die Millionen, welche ahnungslos um ihre Existenz gebracht werden. Die ihren Status noch gar nicht erkannt haben, diesen wahrscheinlich auch nie erkennen werden.

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DonCarlos 07.05.2014, 09:27
162. Die russische Lüge über die NATO-Osterweiterung

Es kann kein Versprechen von Kohl gegeben haben, dass sich die NATO nicht weiter Richtung Osten ausdehnt als das was im 2+4-Vertrag geregelt wurde: keine Stationierung von größeren Truppenkontigente in den neuen Bundesländern und auch keine größeren Manöver auf diesem Gebiet.
Zitat von Rosa3000
Praktisch hatte u.a. Kohl den Russen mal versprochen, dass sich die NATO nicht nach Osten ausdehnt. Der Westen ist mitschuldig an der Aggressivität der Russen. Richtig wäre gewesen, die Russen mit aufzunehmen. Was sprach vor 15..20 Jahren dagegen?
Kohl hätte für die Baltischen Staaten kein Versprechen abgeben können. Die gab es damals noch gar nicht. Damals gab es noch die Sowjetunion und den Warschauer Pakt.

Glauben Sie im Ernst, dass die Sowjetunion von Kohl ein Versprechen erwartet hätten, dass die NATO nie einen ehemaligen Staat des Warschauer Pakts aufnimmt? Wer war Deutschland damals, dieses Versprechen abzugeben?

Nein, die Sowjetunion hat alle ihre damaligen Forderungen in den 2+4-Vertrag einfließen lassen.

Und wer scheißt eigentlich mehr auf Verträge und gibt einen Furz auf Absprachen als Russland? Kennen Sie die dieses Dokument:
http://en.wikisource.org/wiki/Ukrain...ity_Assurances

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olt2010 07.05.2014, 09:27
163. Nein, noch nicht.

Zitat von Corvey Parker
... und damit haben die Amis ja ihr Ziel erreicht ...
Nein, ich befürchte der amerikanische Aggressor hat sein Ziel erst dann erreicht, wenn die Ostukraine Teil der Ukraine bleibt und die US-Konzerne ungehinderten Zugriff auf die dortigen Rohstoffe erhalten.

Wer tatsächlich noch glaubt, daß es sich bei den Amerikanern um die Guten handelt oder das es denen um Demokratie und Freiheit geht, ist ein hoffnungsloser Träumer.

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Barath 07.05.2014, 09:27
164. ...

Zitat von boomer63
Dann wäre Putin, so er denn lügt, in bester Gesellschaft! Das was hier auf SPON wiedergegeben wird ist längst nicht alles, was General Philip Breedlove am 05.05. in Ottawa geäußert hat. Nach einer Meldung der Deutschen Wirtschaftsnachrichten, welche wiederum auf einer Meldung des EUobserver basiert, sagte Breedlove unter anderem noch folgendes: Allein der letzte Satz entlarvt! Mindestens die NATO hat auf eine militärische Konfrontation mit Russland hin gearbeitet. Mir ist völlig unverständlich warum das SPON verschweigt! Die deutsche Öffentlichkeit hat auch hier ein Recht das zu erfahren, was der Supreme Allied Commander Europe der NATO in Ottawa auf einer Pressekonferenz gemeinsam mit dem kanadischen Premier Stephen Harper von sich gibt in Sachen Krise in der Ukraine!
Danke für die Information.
Dasselbe dachte ich mir aber schon die ganze Zeit: In Georgien hat Russland eingegriffen, nachdem die Bevölkerung mit Artillerie angegriffen wurde. Wenn man weiß, dass Russland so reagiert, warum hat dann die Kiewer Revolutionsregierung direkt nach den Besuchen von Brennan und Biden jeweils ihre Offensive gegen die Ostukraine gestartet/ verstärkt? Wenn die USA genau wissen, dass das letzte mal eine Invasion die Reaktion war, warum nehmen sie dass dann in Kauf? Denken die, das ukrainische Militär könne sich gegen das russische behaupten? Wohl kaum! Vielmehr ist es genau das, was die USA wollen. Und Russland tut ihnen einfach nicht den Gefallen. Sehr clever. Und die westlichen Propaganda-Nachrichten werden immer bizarrer, weil sie genauso wenig die Realität beschreiben, wie die Erwartungen der Geheimdienste...

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Hannes68 07.05.2014, 09:28
165. Na, na...

Zitat von terminator_666
Sie pauschalisieren in inakzeptabler Weise: Niemand behauptet, dass "der Russe böse" ist. Es wird stattdessen in sachlicher Weise Putins aggressive Politik kritisiert. Zu Ihrer Verschwörungstheorie, der "Ami" würde durch eine gespaltene Welt bessere Geschäfte machen: Putin hat das in der Ukraine begonnen, indem er die Krim annektiert hat. ER hat Fakten geschaffenen, auf die der Rest der Welt irgendwie reagieren muss.
...Fakten wurden wohl schon lange vor der Sezession der Krim geschaffen, oder haben sie diesen "Maidan-Winter" komplett ausgeblendet? Wurde da nicht ein regierender Präsident abgesetzt, mit zumindest zweifelhaften Methoden? Wurden da nicht Parlamentsabgeordnete mit Schlägen vertrieben bzw. zu einem Abstimmungsverhalten gezwungen? Wurde nicht eine neue Regierung eingesetzt, anstatt gewählt?

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Fricklerzzz 07.05.2014, 09:28
166. Das Problem ist das Lagerdenken

Zitat von traurigeWahrheit
hat man den Eindruck, das sich die Medien und Altparteien auf Seiten der Ukraine schlagen, während die Wähler und Leser eher auf Seiten Russlands stehen? Gilt Obama in den Redaktionsstuben immer noch als Hoffnungsträger? Und Putin als Geheimdienstoffizier?
Auch Sie scheinen darin gefangen zu sein. Warum muss man sich einem Lager zweier verfeindeter Parteien zuordnen. Wäre es nicht viel zielführender das Lagerdenken aufzugeben und die vernünfigste Lösung für die Ukrainer zu finden ?

Deren Interesse steht ja (durch das Lagerdenken) anscheinend an letzter Stelle.

Die ganze Situation halte ich für Irrational. Objektiv gesehen wollen beide Seiten den Konfikt auf dem Rücken der Menschen austragen und befördern, um sich daran irgendwie gesund zu stoßen.

Aber anscheinend geht es in Wirklichkeit niemand um das Wohl der Ukrainer, sondern nur um das eigene, tolle Weltgemeinschaft, weiter so, dann treibt ihr uns schon in den nächsten Krieg. Man muss offensichtlich Not und Leid selbst erlebt haben, um einzusehen, das dabei alle nur verlieren können.

Fricklerzzz

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MaKo 07.05.2014, 09:28
167.

Zitat von thomas_gr
So tun als ob das nicht schon lange der Plan wäre. Die Amis lügen so dreist.
Wenn Sie sich ein wenig für die Menschen in Amerika interessieren und nicht nur antiamerikanische Parolen kläffen würden, dann wüssten Sie, dass die Amerikaner eher kriegsmüde sind, und dass Rüstungsausgaben ihnen über den Kopf wachsen. Auch sehen viele amerikanische Bürger nicht, warum ihr Land immer für andere die Kastanien aus dem Feuer holen soll.

Es mag zwar naiv sein, zu glauben, Amerikanische Strategen kalkulierten nicht alle Möglichkeinten mit ein. Aber Russland, das in Europa auf Eroberungsfeldzug geht und die Weltordnung massiv in Frage stellt, war sicherlich nicht Amerikas Plan A. Die schon fast hilflose Reaktion des Westens zeigt doch, wie wenig er diese Situation auf dem Plan hatte.

Dennoch bin ich dankbar, Teil dieses Bündnisses bin und dass es schützend die Hand über uns hält. Allein wären wir nicht besser dran als die Ukraine.

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fleischwurstfachvorleger 07.05.2014, 09:29
168. So ist es richtig!

Zitat von sysop
Die Krise in der Ukraine sorgt offenbar für ein Umdenken in der Nato. Die Allianz erwägt nach Angaben von Chefkommandeur General Breedlove, in Osteuropa permanent Truppen des Bündnisses zu stationieren.
Ein sehr schönes Zeichen der Deeskalation!

Die Militärparade am 9. Mai auf der Krim wird auf das "schärfste" verurteilt, aber die Parade ist ja am Abend dann auch wieder vorbei.

Aber die Kriegshetzer Rasmussen und Breedlove denken über STÄNDIGE Truppen in Osteuropa nach.

Was für eine riesige verlogene West-Politik.

Ich werde am 25. Mai zum ersten Mal in meinem Leben die Linken wählen. Vielleicht ändert das ja was, wenn mir Millionen folgen. - Inzwischen wäre es mir auch Schnurz, wenn Deutschland aus der NATO austreten würde. Wer als Verteidigungsbündnis dermaßen laut mit dem Säbel rasselt, hat seinen Auftrag offensichtlich nicht verstanden

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warumeigentlich 07.05.2014, 09:29
169. Der Krieg ist geplant und wird kommen

Der Krieg um russische Ressourcen und Marktanteile in der EU sowie den Ex Sovjetrepubliken (vor allem im Energiebereich) hat begonnen. Er war lange geplant und die Ukraine dient als Vorwand. Es wäre besser für uns in Europa, wenn Russland jetzt schon kapituliert. Damit müsste Putin abtreten, die Öl und Gasbörse in Petersburg müsste geschlossen werden oder sich verpflichten die o.g. Bodenschätze gegen Petrodoller zu verkaufen und Russland müsste sich (dem "freien Handel") bedingungslos den amerikanischen Konzernen öffnen. Machen wir uns nichts vor. Die westliche Wirtschaft ist auf Wachstum ausgelegt und vom Öl abhängig. Den "Stoff" hat sie aber nicht selbst und muss es sich irgendwoher besorgen. Sie agiert wie ein Junkie auf Entzug mit dem Unterschied, dass sie bis an die Zähne bewaffnet ist und gleichzeitig die moralische Instanz zu sein vorgibt.

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