Forum: Politik
Ukraine-Krise: Nato erwägt dauerhafte Stationierung in Osteuropa
AFP

Die Krise in der Ukraine sorgt offenbar für ein Umdenken in der Nato. Die Allianz erwägt nach Angaben von Chefkommandeur General Breedlove, in Osteuropa permanent Truppen des Bündnisses zu stationieren.

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Spiegelkritikus 07.05.2014, 09:44
190. Propaganda als Steigbügelhalter zur Konfrontation

Zitat von olt2010
Nein, ich befürchte der amerikanische Aggressor hat sein Ziel erst dann erreicht, wenn die Ostukraine Teil der Ukraine bleibt und die US-Konzerne ungehinderten Zugriff auf die dortigen Rohstoffe erhalten. Wer tatsächlich noch glaubt, daß es sich bei den Amerikanern um die Guten handelt oder das es denen um Demokratie und Freiheit geht, ist ein hoffnungsloser Träumer.
Es handelt sich um Opfer, die von der aggressiven, volksverdummenden, aber effektiven westlichen Propagandawalze überrollt wurden. Wenn objektive Hintergrundinformationen zur tatsächlichen Rolle von USA und konsequent unterdrückt und durch polterndes Russland- und Putinbashing ersetzt werden, braucht man sich nicht zu wundern, dass viele unbedarfte Bürger darauf hereinfallen. Das hat schon 1914 und bei vielen anderen Gelegenheiten prima funktioniert. Man kann gar nicht so viel essen, wie man .....

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matijas 07.05.2014, 09:44
191. verdammt eng

Zitat von ez2517
will uns die NATO in einen neuen kalten Krieg führen ? Um sich unverzichtbar zu machen ? Amerikanische Truppen haben im Europa des 21. Jahrhunderts nichts mehr verloren !!!!
Mag glauben wer will, dass es nur um die Russen geht. Dafür der Aufwand?

Man kann sich auch mal überlegen, dass Europa bald von NATO-Einheiten komplett UMGEBEN ist ... für den Fall, dass man hier vielleicht mal mit den USA nicht mehr so eng sein will ... wird es dann verdammt eng.

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stranger66 07.05.2014, 09:44
192. Sie

Zitat von Robert_Rostock
Nicht die Nato hat sich ausgebreitet, die osteuropäischen Staaten haben sich der Nato auf eigenen Wunsch angeschlossen. Souveränität heißt eben Selbstbestimmung. Auch darüber, welchem Bündnis ich mich anschließe. Vielleicht sollte sich Russland mal fragen, warum diese Ostblockstaaten alle möglichst schnell zur Nato wollten und nicht mehr in Russlands Umarmung bleiben wollten.
scheinen es auch nicht begriffen zu haben das die NATO kein Kaffeeklatsch ist und da teilnimmt wer möchte. Die NATO ist ein strategisches Bündnis und Marokko wird nicht aufgenommen. Die NATO bestimmt wer strategisch wichtig ist und rein darf.

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rieberger 07.05.2014, 09:46
193.

Zitat von boomer63
Und wie stehen Sie dazu?
Es handelt sich hier um eine Einschätzung, die zutreffen kann oder auch nicht.
Wenn man aber das Beutemuster der Krim als Beispiel betrachtet, weiß man, daß durch Stiftung von Chaos, militärisch Bewaffnete ohne Hoheitsabzeichen etc. ganz schnell eine Separation zum Volkswillen erklärt wird. Genauso schnell geht dann die Aufnahme in die russische Föderation.
Das ist Expansionismus pur in subtiler Form, die auf den zweiten Blick gar nicht so subtil ist.
Rußland ist der Unruhestifter und Aggressor, die NATO aber nicht die hehren Verteidiger von Demokratie etc. Ihren Anteil durch Ignoranz und Provokation wird wie so oft erst im Nachgang erkennbar werden.
Grund genug zur Sorge!

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Ernst August 07.05.2014, 09:46
194.

Zitat von cour-age
Wie sehr sich der öffentliche und sich selbsbezichtigende Lügner Putin ins Bein geschossen hat...
Richtig.
Hier in der aktuellen Tageschau ist Alles dokumentiert.


http://vimeo.com/94031326#at=0

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helios2.0 07.05.2014, 09:47
195. lupenreine Demokratie!

Russland handelt entgegen des Abkommens von Helsinki (1973) und des Vertrages von Budapest (1994), annektiert unter Einsatz des Militärs fremdes Staatsgebiet und provoziert mit unangekündigten Truppenaufmärschen an der EU-Außengrenze. Friedliche Lösungsansätze werden von Putin und Lawrow ignoriert, nur um hinterher in zynischer Manier zur Deeskalation aufzurufen - von eigener diplomatischer Initiative keine Spur! Von der zunehmend nationalistischen und neoimperialistischen Stimmung in der russischen Politik gar nicht zu sprechen. Und dennoch wird weiterhin die NATO als Kriegstreiber verschrien!? Mit anti-westlichen Scheuklappen argumentiert es sich doch so einfach...

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koepi71 07.05.2014, 09:48
196. Das Versprechen gab es!

Zitat von DonCarlos
Es kann kein Versprechen von Kohl gegeben haben, dass sich die NATO nicht weiter Richtung Osten ausdehnt als das was im 2+4-Vertrag geregelt wurde: keine Stationierung von größeren Truppenkontigente in den neuen Bundesländern und auch keine größeren Manöver auf diesem Gebiet. Kohl hätte für die Baltischen Staaten kein Versprechen abgeben können. Die gab es damals noch gar nicht. Damals gab es noch die Sowjetunion und den Warschauer Pakt. Glauben Sie im Ernst, dass die Sowjetunion von Kohl ein Versprechen erwartet hätten, dass die NATO nie einen ehemaligen Staat des Warschauer Pakts aufnimmt? Wer war Deutschland damals, dieses Versprechen abzugeben? Nein, die Sowjetunion hat alle ihre damaligen Forderungen in den 2+4-Vertrag einfließen lassen. Und wer scheißt eigentlich mehr auf Verträge und gibt einen Furz auf Absprachen als Russland? Kennen Sie die dieses Dokument:
http://www.youtube.com/watch?v=3tmfomSgGNY
Hier stehen die Aussenminister Genscher und Baker vor der Presse und sagen genau das! Alles im Rahmen der Verhandlung mit Russland über die Wiedervereinigung Deutschlands.
Auch nachzulesen hier >>
http://www.faz.net/aktuell/politik/o...-12902411.html
Aber in Ihren Augen wird eine mündliche Zusage wohl keinen Bestand haben.

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demokratie-troll 07.05.2014, 09:48
197. Die wahre Achillesferse des Westens

Zitat von sysop
Die OSZE will die Wahl mit gut 1000 Beobachtern begleiten und so einen fairen Ablauf sicherstellen.
Die Wahlen im Osten der Ukraine sind eine absolut illusorische Idee. Eher sind faire Wahlen in Afghanistan machbar als in der Ostukraine.
Putin will nur eine Art von Wahlen oder Abstimmungen, nämlich die Art, wie er sie unter dem Bajonett seiner Einmarschtruppen gewaltsam in der Krim inszeniert hat.
Putin ist ein Gewaltpolitiker und Angriffskrieger, er duldet keine Freiheiten, die seinen Interessen entgehen stehen und er scheut nicht vor Kriegshandlungen und sogar terroristischen Gewaltakten zurück, wie bei der Geiselnahme der OSZE-Beobachter und diversen Mordanschlägen seiner KGB-Geheimdienst-Nachfolger vorexerziert wurde.

Gegen solche Leute hilft nur die Atombewaffnung und eine Vorwärtsverteidigung wie damals in West-Berlin.
Wir in Berlin hatten mit den westlichen Besatzern einen Deal: Sie müssen bis zum letzten Haus der Innenstadt, bis zur letzten Patrone und bis zu ihrem Tode kämpfen und dürfen die Stadt dafür bis zu ihrer vollständigen Vernichtung in Trümmern legen. Und wir Berliner würden dafür mit ihnen sterben und zwar nicht für uns, sondern für die Verteidigung der Freiheit Resteuropas. Diese Veteidgungspläne waren der Bevölkerung bekannt und sahen den Selbstmord der Stadt vor. Nur so war der kalte Krieg zu gewinnen.
Seit aber im Westen die Freiheitsidee im Kern verraten wird, wie uns Snwoden so einleuchtend klarmachte, wüsste ich nicht, wie hier überhaupt noch was zu gewinnen ist.
Putin weiss das! Und er verachtet uns. Er glaubt wir werden untergehen.

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j.cotton 07.05.2014, 09:49
198. more than this

Zitat von stranger66
dafür das nach dem Umbruch in der Sowjetunion den Oststaaten die Souverenität geschenkt wurde-hat sich die Nato sofort wie eine Kraake nach Osten ausgeweitet. Ob mit oder ohne Verträge ist das Verhalten stupid und Doof und aggrresiv
Denn, was hätte eine neutrale Ukraine nicht sein können: ein föderatives Bindeglied zwischen West und Ost(Europa). auch um sie gemeinsam zu stabilisieren, um- und aufzubauen.(Dringlichkeitsstufe!)
Lag wohl aber nicht im Interesse unserer amerikanischen Freunde.
merke: Wer solche Freunde sein eigen nennt, braucht eigentlich ein Feindbild wie Putin gar nicht.

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Mangalore 07.05.2014, 09:49
199.

Zitat von boomer63
Sagen Sie, wollen Sie Krieg? Das kann ich mir nicht vorstellen. Bitte recherchieren Sie doch mal im Internet. Sie werden staunen, was Sie da über die Absichten der NATO finden. Oder schauen Sie einfach hier im Forum nach. Einen entsprechenden Link gibt es hier. Möglicher weise müssen Sie feststellen, dass Sie doch etwas einseitig informiert sind!
Der ist leider Unsinn. Fakt ist alleine basierend auf den Verteidigungsvereinbarungen der NATO war die Nichtstationierung von Truppen in Osteuropa ein Zeichen des Guten Willens gegenüber Russland.

Russland verhält sich wie Sau, ergo gibt es keinen Grund mehr diesen guten Willen zu zeigen und die Stationierung von NATO-Truppen in Deutschland war das Konstrukt welches 60 Jahre sicherstellte, dass bei jedem heißen kalten Krieg Briten, Kanadier und Amerikaner automatisch in den Krieg eintreten, weil ihre eigenen Soldaten auch sofort angegriffen werden. Man braucht nicht glauben irgendein GI hätte sich gefreut mal wieder für Europa den Kopf hinhalten zu müssen.

Um es noch simpler auszudrücken: Ein Verteidigungsbündnis ist nur etwas wert, wenn es garantieren kann, das es auch greift wenn ein Land angegriffen wird. Die Osteuropäer haben nicht zuletzt aufgrund der deutschen Meinung ein sehr schlechtes Gefühl, wenn es nur bei Worten bleibt und eben nicht ein solches Konstrukt als Garantie geschaffen wird, bei dem es nichts mehr zu besprechen gibt, wenn die andere Seite Streit anfängt.

Ansonsten sind die Kriegsspekulationen bzgl. der NATO ziemliche Hirngespinste. Faktisch hat Putin in der Ukraine Machtpolitik alten Stils ausgerufen, leider ist die einzige Methode dieser Machtpolitik militärische Macht. D.h. leider die einzige Garantie für Osteuropa ist ein klares Signal an Putin, dass die NATO nicht weiter vor sich hinschlummert, sondern sauer wird.

Gefährlich? Ja, verdammt! Ein großer Plan für einen Angriffskrieg? Nein, es ist die durch die Krimkrise auf das Militärische reduzierte Aussenpoltik.

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