Forum: Politik
Ukraine-Krise: Nato erwägt dauerhafte Stationierung in Osteuropa
AFP

Die Krise in der Ukraine sorgt offenbar für ein Umdenken in der Nato. Die Allianz erwägt nach Angaben von Chefkommandeur General Breedlove, in Osteuropa permanent Truppen des Bündnisses zu stationieren.

Seite 25 von 36
donnerfalke 07.05.2014, 10:15
240. Welche Aggressivität denn?

Zitat von Rosa3000
Der Westen ist mitschuldig an der Aggressivität der Russen.
Welche Agressivität meinen Sie? Etwa das Volksreferendum auf Krim? Die Agressivität wird von täglichen Lügenmedien gesteuert durch Atlantik-Brücke herbeigeredet. Die Aggressivität haben wir in Odessa gesehen wo 116 Russen ermordet wurden, Sie wissen durch wen.

Beitrag melden
MaKo 07.05.2014, 10:16
241.

Zitat von housewife
Wann geht es hier los, wann wird Deutschland wieder verheizt, Frau Merkel? Haben Sie die Termine mit Obama schon abgestimmt oder haben wir noch eine Chance, abzuhauen, bevor Deutschland wieder zum Spielplatz für die großen Jungs wird? Es wird Krieg geben, und es wird furchtbar, nur nicht für Amerika, die bekommen nix ab. Aber wir hier! Danke im Voraus, Merkel und Co .
Krieg gibt es schon in der Ukraine. Krieg gibt es auch hier, wenn wir nicht deutlich machen, dass wir uns auch verteidigen können und wollen. Es sind nicht unsere Werte und Ideale, die uns schützen. Diese Werte müssen selbst geschützt werden oder wir bekommen ein neues Werteset. Putin hat schon den Anfang gemacht: bestehende Grenzen sind nicht mehr unverletzlich. Wieviele Werte wollen wir noch aufgeben? Nachdem die richtigen Werte beseitigt wurden, dann erst wird es gefährlich.

Beitrag melden
HeisseLuft 07.05.2014, 10:17
242. Das Versprechen gab es nicht!

Zitat von koepi71
Hier stehen die Aussenminister Genscher und Baker vor der Presse und sagen genau das! Alles im Rahmen der Verhandlung mit Russland über die Wiedervereinigung Deutschlands. Auch nachzulesen hier >> Aber in Ihren Augen wird eine mündliche Zusage wohl keinen Bestand haben.
Hm, ihren zweiten Link kann man aber sehr anders lesen.
U.a.:
"Zudem wusste Genscher genau wie Gorbatschow, dass in der Schlussakte der KSZE-Konferenz von Helsinki 1975 allen Unterzeichnerstaaten das Recht auf freie Bündniswahl zugestanden wurde. Auf dieses Recht berief sich Bonn für das wiedervereinigte Deutschland, und hätte es den Warschauer-Pakt-Staaten darum schlecht verweigern können, indem es ihre Nato-Mitgliedschaft von vornherein ausschloss."

Und jetzt?

Beitrag melden
südling 07.05.2014, 10:19
243. Die NATO...

Zitat von sysop
Die Krise in der Ukraine sorgt offenbar für ein Umdenken in der Nato. Die Allianz erwägt nach Angaben von Chefkommandeur General Breedlove, in Osteuropa permanent Truppen des Bündnisses zu stationieren.
...tut gut daran, dem kleinen russischen Despoten seine Grenzen aufzuzeigen. Mit den einzigen Mitteln die er versteht und respektiert, nämlich die der Stärke. Präsenz zeigen und klar machen, daß weder Polen noch die baltischen Staaten die nächsten Opfer seiner neoimperialen Politik sein werden.

In der Ukrainefrage muß Russland weiterhin harten diplomatischen Druck ausgesetzt werden und wenn das nicht hilft-was ich befürchte und sich mehr und mehr bewahrheitet-schärfere Wirtschaftssanktionen.

Wenn es der Moskauer Führungsclique an den Rubel (oder besser Dollar) geht, dann kann hier ganz schnell eine Lösung erzielt werden.

Bis dahin gilt es für Putin weiterhin mit seinen Spielchen sein leichtgläubiges Volk unter dem Schirm von Großrussland zu vereinigen, gleichzeitig ablenkend von neuen Repressionen gegen die russische Demokratie und Zivilgesellschaft. Die neuen "Internetgesetze" verheißen hier nichts Gutes.

Beitrag melden
Robert_Rostock 07.05.2014, 10:20
244.

Zitat von stranger66
Zitat von stranger66 Beitrag anzeigen scheinen es auch nicht begriffen zu haben das die NATO kein Kaffeeklatsch ist und da teilnimmt wer möchte. Die NATO ist ein strategisches Bündnis und Marokko wird nicht aufgenommen. Die NATO bestimmt wer strategisch wichtig ist und rein darf. ...ist nix verwerfliches dran. Ich höre nur Landauf Landab das jeder Staat es sich doch aussuchen könne zu welchem Bündnis er gehören möchte. Da argument das ja z.B. Polen bestimmen könne ob es Teil der Nato sein möchte ist natürlich quatsch.
Klar ist doch Quatsch. Genauso absurd und weltfremd wie der Gedanke, dass sich Österreich, Schweden oder Finnland aussuchen könnten, ob sie Teil der Nato sein wollen.
Es ist doch völlig abstrus, sich vorzustellen, ein direkter Nachbar Russlands wie Finnland könne freiwillig der Nato fernbleiben. Das würde der Ami doch nie zulassen.

Beitrag melden
leif_tristan_laumann 07.05.2014, 10:20
245. Recht einfach...

Zitat von Rosa3000
Praktisch hatte u.a. Kohl den Russen mal versprochen, dass sich die NATO nicht nach Osten ausdehnt. Der Westen ist mitschuldig an der Aggressivität der Russen. Richtig wäre gewesen, die Russen mit aufzunehmen. Was sprach vor 15..20 Jahren dagegen?

Zunächst mal das ureigenste Interesse der USA...da ändert auch eine unilaterale Spontanauflösung des Feindes nichts dran...

Zum Sinn der Nato: „to keep the Americans in, keep the Russians out and keep the Germans down.“
nach Hastings Ismay, 1st Baron of Ismay, erster Nato-Generalsekretär

Der Nato-Generalsekretär ist übrigens nur repräsentative Vorzeigefigur, das zivile, gar nicht so böse militärische Gesicht. Derjenige, der wirklich was zu melden hat, ist aber der SACEUR (Supreme Allied Commander Europe), der IMMER ein Full General oder Admiral der Amerikaner ist.

Ein starkes Russland innerhalb der Nato wäre immer ein natürlicher Gegenpol, schon aufgrund der Strukturen im UN Sicherheitsrat, so eine Art trojanisches Pferd im Hause. Die USA betrachten die Nato als ihre Party.

Ein schwaches Russland wie unter Jelzin taugte als Spielfeld für den legalen Raub von Rohstoffen (siehe Chodokowski, kam es Ihnen nicht komisch vor, dass sich H.D. Genscher, der alte Transatlantiker, für einen russischen Schwerkriminellen einsetzt und diesen sogar abholt?), als Verbündeter wäre es aber eine (unnötige) Belastung gewesen.

So in etwa, ich hoffe, das beantwortet Ihre Frage.

Beitrag melden
terminator_666 07.05.2014, 10:22
246. Zu den "Böser-Westen"-Verschwörungstheorien

Zitat von boomer63
Es entsteht der Eindruck, Sie vergessen all zu schnell. Führen Sie sich doch bitte vor Augen wo in der Welt die USA in den letzten 20 Jahren mit militärischer Gewalt interveniert haben. Allein Irak 2003 stellt das Denken der Machteliten der USA überdeutlich dar. Den Anschluss der Halbinsel Krim kann man als völkerrechtswidrig ansehen. Allerdings sehen das Staatsrechtler auch anders.
Ihre Argumentation geht in Richtung Verschwörungstheorie. Lassen Sie bitte spekulative Motive der USA in Bezug auf die Ukraine. Es ist ohne Substanz wenn Sie als "Argument" was mit Irak-Politik aus 2003 anführen. Wir haben 2014 und hier hat Putin mit der Krim-Annexion unbestreitbare Fakten zu Lasten eines souveränen Staates (Ukraine) geschaffen.

Mir ist kein Staatsrechtler bekannt, der behauptet, es sei keine Annexion auf der Krim gewesen. Der viel zitierte Prof. Merkel ist nur Rechtsphilosoph und argumentativ leicht zu widerlegen. Lesen Sie dazu meine vorausgegangenen Kommentare.

Beitrag melden
prince62 07.05.2014, 10:22
247. Die aus Afghanistan und dem Irak rausgeworfenen Söldner müssen untergebracht werden!

Zitat von sysop
Die Krise in der Ukraine sorgt offenbar für ein Umdenken in der Nato. Die Allianz erwägt nach Angaben von Chefkommandeur General Breedlove, in Osteuropa permanent Truppen des Bündnisses zu stationieren.
Ist ja zwingend erforderlich, da die Angnriffs-Soldateska der angeblich Demokratischen Welt dieses Jahr mehr oder weniger aus Afghanistan rausgeworfen wird, aus dem Irak schon letztes Jahr,

jetzt müssen neue Aufgaben gefunden werden und die US-Milliardäre werden die geplante drastische Kürzung der aberwitzig hohen US-Rüstungsausgaben keinesfalls hinnehmen, denn nirgends gibt es fettere Gewinne zu erzielen, als bei den US-Rüstungseinkäufen.

Beitrag melden
janos71 07.05.2014, 10:22
248. Nur ein mündliches Versprechen

Zitat von Rosa3000
Praktisch hatte u.a. Kohl den Russen mal versprochen, dass sich die NATO nicht nach Osten ausdehnt. Der Westen ist mitschuldig an der Aggressivität der Russen. Richtig wäre gewesen, die Russen mit aufzunehmen. Was sprach vor 15..20 Jahren dagegen?
Ja aber das war wohl offenbar nur ein mündliches Versprechen von Kohl, Genscher & Co gegenüber Gorbatschow und seinen damaligen Politikern.
Ich meine es gibt nicht wirklich ein Dokument in welchem so eine wichtige Aussage festgehalten ist. Das wundert mich wirklich, da in Europa die Definition der EU-Gurke auf vielen Seiten beschrieben wird.
Das die Russen das auch nie öffentlich festgeschrieben haben ist schon sehr merkwürdig. Im übrigen haben Polen, Tschechien, Estland usw. bei der NATO angefragt und nicht umgekehrt. Die hätten ja auch bei Russland anfragen können. Ich will das ganze Vorgehen der NATO, EU, USA nicht in allen Dingen gutheißen aber die Russen haben auch einen ordentlichen Anteil an der jetzigen Situation, da ja die Ostblockländer nicht gezwungen wurden. Die haben sich freiwillig für das entschieden was ihnen mehr Vorteile bringt. Das ist "offenbar" die NATO und EU Mitgliedschaft. Das die NATO nun ein dauerhafte Stationierung in Osteuropa erwägt dürfte nicht zur Entspannung beitragen.

Beitrag melden
boomer63 07.05.2014, 10:24
249.

Zitat von HerrZlich
Eventuell geben Russland und China bald die Gründung eines gemeinsamen Militärbündnisses bekannt und dann rennt die NATO eh wie die Hasen.
Das wäre nicht nötig. Ich denke China würde im Falle einer bewaffneten Konfrontation sich auf Russlands Seite stellen.

Beitrag melden
Seite 25 von 36
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!