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Ukraine-Krise: Nato erwägt dauerhafte Stationierung in Osteuropa
AFP

Die Krise in der Ukraine sorgt offenbar für ein Umdenken in der Nato. Die Allianz erwägt nach Angaben von Chefkommandeur General Breedlove, in Osteuropa permanent Truppen des Bündnisses zu stationieren.

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darklightbringer 07.05.2014, 10:56
300.

Zitat von sysop
Die Krise in der Ukraine sorgt offenbar für ein Umdenken in der Nato. Die Allianz erwägt nach Angaben von Chefkommandeur General Breedlove, in Osteuropa permanent Truppen des Bündnisses zu stationieren.
Es ist wichtig, Flagge zu zeigen. Das allein wird jedoch die Krise nicht lösen - wichtiger ist entsprechend die Energie-Allianz.

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vandenplas 07.05.2014, 10:57
301. Enttäuscht

Ich bin zutiefst über die Unehrlichkeit der europäischen Politik enttäuscht. Wie oft durften wir uns im Fernsehen anhören, wie wichtig die EU, ja gar die anzustrebenden Vereinigten Staaten von Europa für den europäischen Kontinent und die Menschen hier sei. Gerade auch im Hinblick auf die zu erwartende demographische und ökonomische Entwicklung der nächsten fünfzig Jahre (z.B. Schmidt Rede). Europa müsse zu einer Grossmacht werden um überhaupt noch international wahrgenommen zu werden. Wo stehen wir aber heute? Sind wir nicht das trainierte Schosshündchen Washingtons - ferngesteuerte Vasallen der Hegemonialmacht USA? Die NATO mittlerweile ein absurder Verein der seinen Namen nicht mehr verdient. Sie ist doch zu einer x-ten Armee der USA verkommen, zusammengestzt aus Vasallentruppen bestehend aus "Wilden und Barbaren" (Anspielung an die alte Römerzeit). -> "Fuck the EU" - sollten wir NIE vergessen!
Früher war die NATO ein Verteidigungspakt. Seit Irak, Afghanistan, Lybien, beinahe Syrien aber sicher Jugoslawien wissen wir, dass neuerdings auch Angriffskriege - gegen das Völkerrecht (!) - geführt werden. Was soll eigentlich dieses ewige Eskalationsgeschrei gegen Russland? Warum toleriert, das ansonsten auf die Farbe "braun" hysterisch reagiernde Europa die Machtübernahme in der Ukraine durch Neonazis und Faschisten? Selbst Arsenji Jazenjuk war sich nicht zu schade seine Hand zum Hitlergruss zu erheben. Derselbe Jazenjuk übrigens, der später Frau Merkel, den EU Grössen, Obama und dem Papst die Hände schütteln durfte. Wenn er kein Nazi ist, so ist er zumindest ein berechnender Opportunist ohne Rückgrat. Stichwort Rückgrat: niemand der ein solches hat, kann den Einsatz schwerer Waffen gegen die eigene Zivilbevölkerung verantworten. Und mit so einem Typen sind wir offiziell befreundet?? Was war mit dem ukrainischen Geheimdienst SBU, der kürzlich falsche russische Uniformen und Pässe in den Osten des Landes zu schmuggeln versuchte um einen auf Video bestens dokumentierten False Flag gegen die eigene Armee auszuführen?
Ich beginne Putin zu verstehen wie er das meinte, als er seine kontroverse Aussage über das Ende des Warschauer Paktes machte ("Das Ende der Sovietunion und des Warschauer Paktes war die grösste geopolitische Katastrophe des 20. Jahrhunderts"). Nüchtern betrachtet muss man ihm Recht geben. Während des kalten Krieges gab es keinen globalen Terrorismus, es gabe wesentlich weniger Kriege und das Völkerrecht wurde nicht ständig dermassen offensichtlich gebrochen. Kurz: es war eine Periode der relativen wirtschaftlichen und politischen Stabilität. Aber das war einmal. Europa muss sich auf die heutige Situation einstellen und seinen Platz in der Geschichte besetzen. Das bedeutet, dass wir eine eigene, selbständige, souveräne, auf Wirtschaft und Handel konzentrierte Politik führen müssen. Falls dazu gehört sich von "Freinden" wie der USA etwas zu distanzieren - meinetwegen. Wer bei uns spioniert, uns in rechtswidrige Angriffskriege mit hineinzieht und von uns, gegen unsere eigenen Interessen, die Teilnahme in Saktionen gegen andere Länder fordert, hat unsere Freundschaft nicht verdient.

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poseidon66 07.05.2014, 10:57
302. Scheinheilige

Also ehrlich, wenn ich so manche Beiträge lese frage ich mich ob der ein oder andere sowas von Verblendet ist dass er überhaupt nicht mehr durchblickt.
Russland und sein Nationalistischer Präsident führen mit ihrer Aggression die Welt an einen neuen Krieg. Die ehemals sowjetisch besetzten Staaten Litauen, Estland, Lettland, Polen, Bulgarien, Bulgarien, Rumänien, Moldau, Georgien usw fühlen sich aufgrund ihrer unheilvollen Erfahrungen mit diesem "Rechtsstaat" bedroht und suchen selbstverständlich Schutz bei der Nato. Und aufgrund der Aggression des Faschistischen Russland überdenkt jetzt die Nato ihre Verteidungsfähigkeit. Und was schreiben hier manche? Das man deswegen ja wohl Russland verstehen müsse. Ja geht's noch? Das wäre ja so als wenn ich Nachbars Grundstück annektiere und ihn überfalle weil er mich in der Zukunft in meiner Phantasie ja irgendwann "einkreisen" könnte.
Also zuerst meine Antwort auf eine mögliche Frage.
So durchschaubar und offensichtlich Moskau-gesteuert ist selten argumentiert worden!

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bu574 07.05.2014, 10:57
303. krone-schmalz

Wie meinte Frau Krone Schmalz doch letztens in einem Interview sinngemäß: "Es war allen Beteiligten (inkl. der Medien) klar, dass dieses EU Referendum die Ukraine zerreißen wird..." .
Und wenn man das 1998 veröffentlichte Buch "Die einzige Weltmacht: Amerikas Strategie zur Vorherrschaft", bzw. "the grand chessboard" von Zbigniew Brzezinski gelesen hat, war klar, dass die Ukraine für beide Seiten (RUS + USA) eine mehr als bedeutende geopolitische Rolle für die Macht(-ausdehnung) im Osten Europas und auf dem Balkan darstellt. Diese ganzen Konfrontationen, die sich zur Zeit dort vor Ort zeigen, sind also mit Sicherheit vorher bekannt gewesen, höchst wahrscheinlich gewollt und vielleicht sogar geplant gewesen. Brzezinski beschreibt auch sehr anschaulich, warum keiner der beiden Seiten nachgeben kann und wird...

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ka117 07.05.2014, 11:05
304. "Mündliche Absprachen"

Zitat von silverhair
Mündliche Absprachen sind durchaus üblich und bindend, vor allem wenn es darum geht "Entwicklungen" die im Detail überhaupt noch nicht feststanden zu formulieren! Es ist eine Frage der Ehre ob man den Verhandlungspartnern vertraut einfach , wobei man bei den USA besser mit 1000 Anwälten noch nicht mal gut beraten ist!
"Mündliche Absprachen sind durchaus üblich und bindend" - beim Kuhhandel oder beim Verkauf eines Gebrauchtwagens aber nicht beim Handeln mit souveränen Staaten. Und das haben die Russen, Gorbatschow inklusive - bis heute nicht kapiert: Souveräne Staaten sind keine Tausch- bzw. Verkaufsobjekte!
Die NATO - als Bündnis souveräner Staaten - wurde u.a. deswegen gegründet, weil diese Staaten genau solch verwerfliche Praktiken ablehnen.

Verstehen Sie nun, warum es zu diesem "Handel" nie kommen konnte?

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onlinematter 07.05.2014, 11:06
305. freundlicher Ratschlag an den Fischgott

Zitat von poseidon66
Also ehrlich, wenn ich so manche Beiträge lese frage ich mich ob der ein oder andere sowas von Verblendet ist dass er überhaupt nicht mehr durchblickt.
Ihr Beitrag zeigt vor allem eines: Ihnen sind die Kausalitäten dieser Groteske nicht bewußt. Empfehle Ihnen innere Einkehr und intensives Nachdenken. Es lohnt sich, versuchen Sie es ruhig mal. Danke schön.

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Suppenelse 07.05.2014, 11:07
306. Die

...wird trotz der (leider) nachvollziehbaren Argumentation der Nato dennoch die Tatsachen verdrehen und dem Westen "Kriegstreiberei" vorwerfen. Verkehrte Welt.

Aber wenn man derart hasserfüllt ist gegen alles, was mit Amerika, EU und dergleichen zu tun hat, ist offenbar alles recht, was in Putin-Land passiert. Die Schuldfrage ist für viele Foristen hier schon vorher geklärt, da muss man nicht so genau hinschauen.

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MatthiasSchweiz 07.05.2014, 11:08
307.

Zitat von sysop
Die Krise in der Ukraine sorgt offenbar für ein Umdenken in der Nato. Die Allianz erwägt nach Angaben von Chefkommandeur General Breedlove, in Osteuropa permanent Truppen des Bündnisses zu stationieren.
Die NATO will - eigentlich müsste es heissen, die USA wollen ihre "Bündnispartner" dazu bringen, es auch zu wollen...

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MaKo 07.05.2014, 11:08
308.

Zitat von silverhair
Mündliche Absprachen sind durchaus üblich und bindend, vor allem wenn es darum geht "Entwicklungen" die im Detail überhaupt noch nicht feststanden zu formulieren!
Ich frage mich nur, wie Kohl und Genscher überhaupt so ein Versprechen hätten machen können.

Zitat von silverhair
Gehen sie aber mal davon aus das diese Absprachen stattgefunden haben. Das Konzept der Atomaren Abschreckung und des inplizieten nicht zulässigen Enthauptungschlages ERZWINGT eine neutrale Zone um Russland herum.
Ist doch Unsinn. Diese neutrale Zone gab es während des kalten Krieges auch nicht.


Zitat von silverhair
In einer welt wo schon das Verfliegen eines Flugzeuges den Start der Atomaren Vernichtung vollkommen automatisch einleitet ist das eine vom System her zwingende Notwendigkeit!
Es gab reichlich verirrte Flugzeuge und keines hat einen nuklearen Konflikt ausgelöst. Abgesehen vom unterschiedlich breiten Grenzstreifen zwischen ost und west gab es keine "neutrale Zone".

Zitat von silverhair
Zwingend notwendige Selbstverständlichkeiten finden sie in keinen Verträge .. oder haben sie beim Autokauf etwas davon gelesen das sie mit Autos nicht Schiffchen spielen können?
Den Vergleich verstehe ich nicht. Aber ja, Die Einhaltung schriftlicher Verträge ist zwingend sofern durch Gesetze geregelt. Beim Autokauf ist das selbstverständlich so. Und bei internationalen Verträgen ist das - durch das Völkerrecht bedingt - auch so. Natürlich kann man Verträge brechen, und das hat normalerweise auch Konsequenzen.

Zitat von silverhair
Und. Streichen sie die Idee von Demokratie und freiem Bürger. "Parlamentarische Systeme" sind "Entmündigungsysteme
Ah, jetzt wird mir einiges klar. Der Satz wird Putin gefallen. Was für ein haarsträubender Unsinn.

Zitat von silverhair
Mhh, ob die wirklich nachgefragt haben? Ich vermute eher mal das es ein Nachfragen auf Druck war
Sie scheinen mit dem System, in dem Sie es sich gut gehen lassen, wirklich derbe auf dem Kriegsfuß zu stehen.

Zitat von silverhair
Schauen sie mal auf "Arbeitsverträge" - Entweder du aktzeptierst schlechte Löhne oder du verhungerst morgen? Freiwillig.. nicht wirklich oder?
Klar, den Deutschen geht es wirklich dreckig. Zwangsarbeit. Es tut schon weh vom ständigen an den Kopf fassen. Aua.

Zitat von silverhair
Wie war das grad noch? Entweder du gibts uns die Krim zurück oder wir verhängen ein paar Sanktionen .. natürlich ist das dann ja deine Freiwillige Entscheidung ..oder?
Mindestens so freiwilling wie die Annexion. Sie haben wirklich eine extrem selektive Wahrnehmung. Diebstahl ist völlig iin Ordnung. Das Zurückfordern ist eine unerträgliche Agression.

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Robert_Rostock 07.05.2014, 11:10
309.

Zitat von m. yorck blecher
Und welche Teile bitte?
Da gibt es so eine Halbinsel im Schwarzen Meer, die Anfang des Jahres noch Teil der Ukraine war. Und die auch der wahrscheinlich nicht mehr amtierende Präsident Janukowitsch gerne von Putin zurückhaben will.

Nebenbei: Hier in Berlin hängen lustige Wahlplakate der DKP rum, Überschrift "Hände weg von der Ukraine!", wo dann zwei Hände, jeweils in den Farben der EU und der USA, nach der Ukraine greifen. Lustigerweise ist bei der darauf abgebildeten Umriss-Landkarte die Krim noch Teil der Ukraine... Ob das wohl Mecker aus Moskau gibt?

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