Forum: Politik
Ukraine-Krise: Nato erwägt dauerhafte Stationierung in Osteuropa
AFP

Die Krise in der Ukraine sorgt offenbar für ein Umdenken in der Nato. Die Allianz erwägt nach Angaben von Chefkommandeur General Breedlove, in Osteuropa permanent Truppen des Bündnisses zu stationieren.

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abc-xyz 07.05.2014, 11:33
330.

Zitat von couprevers
wird schon im Forum der NZZ auseinandergenommen. Forbes schaue ich mir gar nicht erst an. Schwache Aussage. Die Krimbewohner sind zufrieden. Sie haben bekommen was kein Volk der EU bekommen soll: Selbstbestimmung. Das wird in Brüssel und in Washington gefürchtet wie das Weihwasser.
Da wird überhaupt nichts auseinander genommen, da sowohl NZZ als auch Forbes nur die Überbringer der Nachricht sind. Wenn Sie diese Links dabei auch nicht mal lesen wollen, dann es das nur ein Offenbarungseid Ihrer Ignoranz. Aber ich nehme es dankend an, zeigt es am besten wie schwach Ihre "Argumentation" ist, wobei Argumentation noch geschmeichelt wäre, denn es gibt Null Substanz. Dabei würde schon reichen wenn man das Hirn einschalten würden. Wenn die Masse der Tataren und Ukrainer das so genannte Referendum boykottieren, kann nie und nimmer eine Wahlbeteiligung von 83% rauskommen, zumal wie bei jeder Wahl eine Anteil gar nicht wählen geht. Von einem Ergebnis vom 97% mal ganz zu schweigen. Nur Kleingeister oder Apologeten (oder beide) nehmen so ein Ergebnis für bare Münze. Nun ist aber die Putinlüge entlarvt.

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HJK42 07.05.2014, 11:34
331. Danke, dass Sie meinen Beitrag gelesen haben...

Zitat von kuac
Wenn Sie regelmässig die Kolumnen von Fleischhauer und Augstein lesen würden, dann hätten Sie gesehen, dass Sie nicht recht haben. Hier wird kein Journalist wegen seiner Meinung entführt oder ermordet. Können Sie sich vorstellen, dass ein Russischer Snowden seine Dokumente in einer Russischen Zeitung veröffentlichen Könnte? WP, Guardian und Spiegel können das.
Aber offensichtlich haben Sie ihn nicht richtig gelesen.

Augstein ist einer der wenigen, unter einer Handvoll Autoren des Spiegels, der aufgrund seiner geerbten Anteile am Spiegel noch so etwas wie Narrenfreiheit genießt. Sein Blatt "Freitag" ist auch sehr gut lesbar, unter "Kennern" der Szene wird es aber als "linke Minderheitenmeinung" kurz vor den "Nachdenkseiten" oder gar dem "Neuen Deutschland" angesehen und gebrandmarkt, eben genau das Phänomen, was ich nannte. Ich habe auch nicht gesagt, dass hier missliebige Journalisten entführt oder ermordet werden, aber sie werden gesellschaftlich gebrandmarkt und an den Rand gedrängt, wenn sie sich nicht beugen, um sie mundtot zu machen oder zumindest so weit unter Kontrolle zu halten, dass ihre Meinung marginalisiert und unwichtig erscheint. Die Diffamierung als "IrgendwasUnerwünschtes-Versteher" oder als "radikaler Hetzer/Populist etc." oder als "Verschwörungstheoretiker" ist da jedesmal schnell an der Hand, ungefragt, ob dies zutreffen mag oder nicht. Hintergründe sind dann eher unwichtig und störend, denn erwünscht, ebenso wenig wie tiefergehende kritische Fragen. Die habe ich bisher bei allen Pressekonferenzen des Kanzleramtes seit 2008 zunehmend vermissen lassen, zuletzt bei der NSA-Affaire.

In der Anstalt-Sendung wurde auch die wichtigsten Netzwerke genannt. Und aus den dort genannten Medien lässt sich auch nachvollziehen, welche Verlage dies sind. Das sind vor allem Springer, Bertelsmann und Holtzbrinck, Verlage, denen ein Großteil unserer Medienlandschaft gehört. Wenn da etwas "Kritisches" erscheint, dann ist es mittlerweile immer dosiert. Bloß nicht zu konkret werden und keine Majestätsbeleidigungen, also keine allzu große Kritik an den USA. Ein oder zwei Hofnarren hält man sich eben auch zum Spaß.

Wichtiger ist aber, dass der Großteil der Journalisten sich mittlerweile darin genügt die Pressemeldungen von der Handvoll großer Presseagenturen abzuschreiben. Dass diese Presseagenturen wie AP oder AFP oder Reuters auch nicht immer objektiv berichten, weil sie gewissen Kreisen gefallen müssen, ist auch kein Geheimnis, das man nicht herausfinden könnte, wenn man denn wollte.

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privado 07.05.2014, 11:34
332. Es ist dumm...

...von europäischen Politikern zu glauben, dass wir mit den USA auf der richtigen Seite stehen. Die USA sehen in uns nur den willigen Erfüllungsgehilfen in der Durchsetzung ihrer imperialistischen Strategien. Zwischen Ländern gibt es nur Interessen, keine Freundschaft. Die NSA-Enthüllungen haben gezeigt, inwieweit die USA uns wirklich respektieren. Nämlich gar nicht. Doch zum Thema:

Die USA bezwecken 2 Dinge mit dieser inszenierten Revolution in der Ukraine: a) Zugang zu Gasvorkommen und den Märkten (45 Mio. potentielle Konsumenten) der Ukraine für US Firmen, b) Schwächung des russischen Einflusses in der Welt, insbesondere Verhinderung der Etablierung des Petro-Euros, da dieser eine Gefahr für das amerikanische Geldsystem/Wirtschaft bedeuten würde.

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barabbaschen 07.05.2014, 11:37
333. Leider

Zitat von sysop
Die Krise in der Ukraine sorgt offenbar für ein Umdenken in der Nato. Die Allianz erwägt nach Angaben von Chefkommandeur General Breedlove, in Osteuropa permanent Truppen des Bündnisses zu stationieren.
werden wir wieder 30 bis 50 Jahre warten müssen um die gewissheit zu erhalten dieses Umdenken wurde uns nicht durch einen "Blow Back", also von der eigenen Seite verursacht, aufgezwungen.
Wenn man noch in Betracht zieht wer von diesem Paradigmenwechsel profitiert, die US-Rüstungsindustrie und US-Bigoil die beide tief in der US-Politik verwurzelt sind, werden die geöffneten Akten in 30-50 Jahren wohl keine grosse Überaschung bieten.

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deemes 07.05.2014, 11:37
334.

Zitat von Fricklerzzz
Auch Sie scheinen darin gefangen zu sein. Warum muss man sich einem Lager zweier verfeindeter Parteien zuordnen. Wäre es nicht viel zielführender das Lagerdenken aufzugeben und die vernünfigste Lösung für die Ukrainer zu finden ? Deren......
Warum bleiben Sie beim ersten Teil Ihrer Erkenntnis stehen? Sie stellen richtig fest, dass es um die Menschen in der Ukraine gar nicht geht. Warum soll das irrational sein? Vielleicht *will* man den Konflikt, wenn es sein muss (also wenn er anders nicht genug eskaliert), dann eben militärisch? Ob *Sie* (oder ich) dabei im Lagerdenken stecken, ist doch unerheblich. *Wir* haben keine Truppen. *Wir* bestimmen hier so wenig, wie die Ukrainer in der Ukraine. Die USA wollen den Störenfried Russland, der immer wieder an amerikanischen Weltordnungs-Änderungen rumzunölen hat, endlich beseitigen. Und das wird kommen, so oder so. Wenn "der Russe" sich wehrt, dann eben mit Krieg.

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kühne_these 07.05.2014, 11:37
335. Guter Hinweis!

Zitat von stranger66
lesen hilft oft: Ein Bewerbungsland kann nicht bestimmen ob es in die NATO aufgenommen wird. Nur wenn die NATO glaubt das die Aufnahme eines Bewerberlandes strategisch sinnvoll ist wird eine Mitgliedschaft angestrebt. Das Argument man könne sich dem Wunsch einen Landes, nach Aufnahme in der NATO oder EU nicht verschließen, ist also Blödsinn
Haben Sie den einen Beleg, dass die Nato die Ukraine überhaupt aufnehmen würde? Ich meine es wird sehr häufig einfach unterstellt, gefunden habe ich aber bislang nichts.

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franko_potente 07.05.2014, 11:38
336.

Zitat von Wunderläufer
Dies ist leider der nächste logische Schritt. Danke an Putin für diese Steilvorlage. Sollte es der EU nun noch gelingen, ihre Abhängigkeit von russischen Energielieferungen spürbar zu verringern, dann könnte sich Putin mit dem Titel "Pyrrhus des Jahrzehnts" bei der nächsten Parade auf dem Roten Platz huldigen lassen
es ist immer wieder erstaunlich, wie man sich de Welt doch drehen kann, dass es passt.

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ka117 07.05.2014, 11:39
337. Sie haben es nicht verstanden.

Zitat von stranger66
lesen hilft oft: Ein Bewerbungsland kann nicht bestimmen ob es in die NATO aufgenommen wird.
Lesen hilft, verstehen (was man liest!) noch mehr.
Habe ich denn irgendwo behauptet, dass "ein Bewerbungsland bestimmt ob es in die NATO aufgenommen wird"?
Nein. Ich habe klar und deutlich geschrieben, dass z.B. die Polen in die NATO aufgenommen werden wollten. Der Wille eines Kandidaten aufgenommen zu werden und die "Bestimmung" über die Aufnahme sind völlig andere Sachen.

Zitat von stranger66
Nur wenn die NATO glaubt das die Aufnahme eines Bewerberlandes strategisch sinnvoll ist wird eine Mitgliedschaft angestrebt.
Die Mitgliedschaft eines Kandidaten kann von ihm(!) unabhängig angestrebt werden.

Zitat von stranger66
Das Argument man könne sich dem Wunsch einen Landes, nach Aufnahme in der NATO oder EU nicht verschließen, ist also Blödsinn
Habe ich das denn irgendwo behauptet?

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kuac 07.05.2014, 11:39
338.

Zitat von franko_potente
... .... 1990 hat man Russland versprochen, keine NATO Osterweiterung, nun will man noch mehr Truppen stationieren und bietet der UKR die Mitgleidschaft im Bündnis an. Wenn mein Nachbar so handeln würde, wäre das für mich auch ein "Kriegs"grund.
1990 hatte Russland Krim nicht annektiert und es gibt bisher kein Angebot an UKR für NATO-Mitgliedschaft.

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silverhair 07.05.2014, 11:40
339. Verstand einschalten

Zitat von MaKo
Krieg gibt es schon in der Ukraine. Krieg gibt es auch hier, wenn wir nicht deutlich machen, dass wir uns auch verteidigen können und wollen. Es sind nicht unsere Werte und Ideale, die uns schützen. Diese Werte müssen selbst geschützt werden oder wir bekommen ein neues Werteset. Putin hat schon den Anfang gemacht: bestehende Grenzen sind nicht mehr unverletzlich. Wieviele Werte wollen wir noch aufgeben? Nachdem die richtigen Werte beseitigt wurden, dann erst wird es gefährlich.
Wenn Sie ihren Verstand nicht einsetzen , dann brauchen sie keine Werte mehr, dann sind sie einfach TOD!

Ein Land zu bedrohen was 8000 Atomwaffen auf balistischen Raketen besitzt, und taktische Lagezentren die den Start einleiten bei einem "Enthauptungschlag" greifen sie - so lange sie überleben wollen nicht an .. unter keinen Umständen , egal welch Dubiosen Werte ihnen da durch den Kopf schießen .. Sie haben danach keine mehr!

Und Putin hat da nichts verletzt- Er hat einfach akzeptiert das die Ukrainer eben nicht als Sklaven der Ukraine mehr leben wollten, sondern ihre eigene Entscheidung gefällt haben - und das ist mit dem Selbstbestimmungsrecht der Völker absolut gewährleistet ..

Die Abschaffung der Sklaverei heißt eben .. sie dürfen NIEMANDEN mehr zwingen irgenwo zu bleiben , oder sich irgendeiner Macht - egal ob die Merkel oder Regierung oder anderes heißt zu unterwerfen wenn sie das nicht wollen!

Aber scheinbar leben sie ja lieber als Sklave unter Merkel anstelle mal den Verstand zu benützen!
Merkel hatte nichts dagegen das Gaddafi sein Volk abgeschlachtet hat, denken sie wirklich das es die dann interrssiert ob SIE abgeschlachtet werden oder nicht?

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