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Ukraine-Krise: Ostukraine soll Sonderstatus erhalten
REUTERS

Das ukrainische Parlament billigte einen Gesetzesentwurf, wonach die von Separatisten kontrollierten Teile der Ostukraine einen Sonderstatus und begrenzte Selbstverwaltungsrechte erhalten sollen. Doch dies ist an eine Bedingung geknüpft.

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mpoehl 17.03.2015, 22:53
90.

Zitat von rickmarten
Das Ergebnis kann man in der Rada besichtigen: Abgeordnete in Tarnanzüge, rechtsradikale Schlägertypen, schon mal körperliche Bedrängung unliebsamer Abgeordneter. Ach so, und natürlich ein Abnickverein nach Oligarchen-Willen.
Reden Sie jetzt von Moskau? Dann hat das mit den Tarnanzügen nichts zu sagen. Die kann man da "in jedem Laden" (W. Putin) kaufen. Ist schick, untermalt halt die nationale Sammlung.

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mpoehl 17.03.2015, 23:08
91.

Zitat von panawrai
es wäre hilfreich zu erfahren was denn begrenzte Selbstverwaltung genau sein soll und was man sich unter Wahlen nach ukrainischem Recht vorstellen muss? Grundsätzlich wäre eine Föderalisierung und ein erweiterter Minderheitenschutz schon vor 1 Jahr ratsam gewesen. Gerade in einem innerlich so gespaltenen Land wie der Ukraine. Da hätte man einiges an Problemen sparen können.
Die Ukraine ist innerlich sicherlich nicht viel gespaltener als etwa die Bundesrepublik Deutschland. Die meisten Ukrainer sind recht pragmatisch und liberal, sprechen gleichermaßen ukrainisch und russisch und würden sich schon miteinander arrangieren. Es gibt allerdings ein paar Leute, denen gefällt das nicht so.

Und nein, ich rede nicht von einer zionistisch-amerikanischen Weltverschwörung....

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mpoehl 17.03.2015, 23:33
92.

Zitat von patme
Sie sollten mal einige Äußerungen Einiger Politgrößen aus der Kiewer Politriege sich zu Gemüte führen. Dann wären sie mit dem Begriff "faschistoide" etwas vorsichtiger.
Sie sollten mal einige Äußerungen Einiger Politgrößen aus der Moskauer Politriege sich zu Gemüte führen. Dann wären sie mit dem Begriff "faschistoide" etwas vorsichtiger.

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dunnhaupt 18.03.2015, 02:07
93. Den Sonderstatus

... hätte Putin vermutlich auch erhalten können, ohne erst viertausend Ukrainer umzubringen.

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vrag_naroda 18.03.2015, 11:03
94. Sonderstatus

Zitat von Pinin
"Der Sonderstatus soll auf drei Jahre befristet sein." Für wie bekloppt hält der denn die Ost-Ukrainer.
Wen meinen Sie mit Ostukrainern? "Normale Leute", die an den Kampfhandlungen nicht teilgnommen haben und es vorallem auch nicht wollten? Diejenigen, die sich im Zensus von 2001 als ethnisch ukrainisch bezeichnet haben (die Mehrheit)?
Oder die sogenannten "Separatisten" in- und vorallem ausländischer Provinenz, deren Autorität einzig und allein auf der Kalaschnikow beruht?

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jowitt 18.03.2015, 11:56
95. @cosy-ch

Zitat von cosy-ch
Nein, das ist keine gute Lösung! Fragen Sie doch mal di Veltlinier in Botzen. Die perfekte Lösung für das gemeinsame Land mit mehreren Kulturen und dadurch Sprachen hat die Schweiz! ...
Sie vergleichen Äpfel mit Birnen. In den von den Separatisten "Neurussland" genannten Gebieten leben ja "nur" 15 - 40% russischsprachige Menschen.

Es wird hier immer so getan, als sei das Gebiet ein homogenes Gebiet, was die Sprache und die Herkunft der Menschen anbelangt.

Und: Die Schweiz ist reich geworden, weil sie als Steuerparadies für Schwerreiche weltweit zur Verfügung stand und auch vor kriminellem Geld nich zurückschreckte, ja sogar zur Finanzierung Hitler-Deutschlands beitrag und deren Finanzgeschäfte abwickelte.

In einem so entwickeltem Land mit relativ hohem Wohlstand ist es grundsätzlich eine völlig andere Sache, wie man Demokratie entwickeln kann, wenngleich auch in der Schweiz auffällt, dass meist diejenigen eine Abstimmung gewinnen, die am lautesten schreien oder besser: schreien können, da sie über bessere Kommunikationsmittel (Medien) oder über mehr Geld verfügen, da auch da viele Menschen leider sehr leicht lenkbar sind.

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jowitt 18.03.2015, 11:58
96. @hdwinkel

Nein. Das steht alles so im Minsker Abkommen, dem die Separatisten eigendlich bereits zugestimmt hatten. Alles öffentlich nachzulesen.

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