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Ukraine-Krise: Putin-Anhänger spotten über Maidan-Gedenken
AP/dpa

In Kiew erinnern Tausende an den Maidan-Aufstand vor einem Jahr, Staatsgäste aus aller Welt reisen an. Gleichzeitig demonstrieren in Moskau Putin-Anhänger, auf Plakaten machen sie sich über die Ukraine lustig.

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steffschmid 21.02.2015, 16:41
20. Putin hat Angst vor dem Maidan

Putins größte Angst ist ein Maidan auf dem Roten Platz in Moskau. Dass er enden könnte wie Janukowitsch. Vom Volk vertrieben. Dass das Volk die umfassende Korruption, die fehlende Demokratie, den nicht vorhandenen Rechtsstaat in Russland einfach satt hat. Deshalb dieser Anti-Maidan, inszeniert wie alles von seinen politischen Technologen wie dem "Puppenspieler" Wladislaw Surkow. Deshalb auch diese permanente Destabilisierung der Ukraine - die Maidan-Revolution darf keine Erfolge in Russland haben. Putin hat Angst - aber nicht vor der Nato oder der USA, sondern vor seinem eigenen Volk.

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79hoffi 21.02.2015, 16:41
21. Ukraine Krise

Zitat von thorsten35037
Maydan war ein vom Westen geförderter Putsch gegen einen demokratisch gewählten Präsidenten (Korruption hin oder her; das gibt es auch in sog. demokratischen Staaten). Weil 3000 Maydan-Anhänger aber nicht in Anspruch nehmen konnten, für das ganze Volk zu sprechen, war die Spaltung des Landes vorprogrammiert. Man denke nur an das Verbot der russischen Sprache. Das Vorrücken des NATO-Einflussgebietes gegenüber Russland ist ist schon oft genug thematisiert worden.
An thorsten35037: Der alte Präsident war nicht demokratisch. Sonst könnten Sie Honecker oder Bresnev auch als glasklare Demokraten bezeichnen. Die Ukrainer wollen nur in Freiheit mit den anderen europäischen Völkern leben. Frei von Russland.

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Mac_Beth 21.02.2015, 16:42
22.

Herr Gauck zeigt wieder einmal, dass er als Bundespräsident vollkommen ungeeignet ist. Allerdings mit der Voraussetzung, dass dieses Amt noch mehr sein soll als ein moralisch gesteuerter Kasper.

Es ist richtig und wichtig über die Vorkommnisse auf dem Maidan zu sprechen. Viel zu wenig Wille zur Aufklärung wurde bis jetzt betrieben. Was ist beispielsweise mit den tödlichen Schüssen auf Polizei und Demonstranten? Es gibt sehr sichere Hinweise darauf, dass diese eher von den Aufständischen oder deren Sympathisanten abgefeuert wurden.

Es gab zu den Aufständen auch sehr viele interessante Videos, die so leider niemals bei uns im Westen gezeigt wurden. Militante Bewaffnete des rechten Sektors, die in militärischen Formationsschritt zu den Bollwerken marschieren. Viele Aufständische mit Waffen, etliche Tage bevor die ersten Videos von bewaffneten Polizeikräften gezeigt wurden. Besonders interessant finde ich auch den armen Polizisten, der mit einem Molotov-Cocktail in Brand gesteckt wurde.

Die Liste lässt sich beliebig weit erweitern. Anstatt sich mal auch ein anderes Bild zu machen verlässt man sich weiter auf die offiziellen Berichterstattung. Wer es wagt hierauf aufmerksam zu machen gilt gleich als Putin-Versteher oder russischer Lobbyist.

Traurig wo wir stehen...

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dbrown 21.02.2015, 16:43
23. Unbelehrbare

Sollen sich doch ihrem Putin unterordnen, der sorgt schon für Recht udn Ordnung. Leider eher Unrecht und Unordnung, er beweist dies doch jeden Tag auf's neue! Er soll sein Land einfach zumachen, mit anderen rest-Kommunisten auf der Welt seine Geschäfte machen und den Rest der Menschheit mit seinen Minderwertigkeitskomplexen einfach in Ruhe lassen.
Dieses Getue kotzt mich echt an, eher würde ich versuchen, zu Fuß in den Marianengraben zu laufen als auch nur mit einer Fingerspitze dieses ultrakorrupte und nichts verstehende Land zu setzen.

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esowatcher 21.02.2015, 16:45
24. Vom Westen gefördert

ist vor allem eine freie, liberale Gesellschaft, die sich durch Chancen für jeden auszeichnet, deren Gewaltenteilung funktioniert und in der sich Regierende und Opposition immer wieder abwechseln und erneuern.

Das alles bietet der Westen seit Generationen. Funktioniert sogar wieder in einem von Korruption und Vetternwirtschaft gebeuteltem Griechenland. Auf lange Sicht ist das anscheinend die bessere Alternative. Russland bietet das alles nicht, was freilich nicht an der Bevölkerung im russischen Vielvölkerstaat liegt.

Putin hat ein System geschaffen, das ohne Korruption der Exekutive, der Legislative, der Judikative, der Wirtschaft bzw. der Rohstoffwirtschaft, ohne Propaganda der gelenkten Medien nicht überlebensfähig ist. Jede Gesellschaft am Rande von Putins Reich und erst recht innerhalb Russlands, welche nach Freiheit strebt ist eine Bedrohung ... nicht für Russland, für die Durchgeknallten, die sich die Macht über Generationen im Kreml sichern wollen. Tolle Zukunftsaussichten.

Im Westen gibt es nichts vergleichbares. Berlusconi vielleicht noch im Ansatz ... aber das wäre eine Verharmlosung des Dramas im Osten.

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eugen.becker1 21.02.2015, 16:46
25.

SPON zeigt sich wiedermal von der erbärmlichen Seite...
Man kann auch keine Möglichkeit auslassen um Propaganda gegen den Russen zu fahren, oder?

Es sollte lieber die Ukro-Regierung kritisiert werden warum die Massenmorde noch nicht aufgeklärt wurden..

Wer hat auf dem Maidan geschossen?
(Es gibt aufnahmen von Parlamentariern die Leute mit Schafschützengewehren vom Maidan schaffen)
Wer ist für den Massenmord in Odessa verantwortlich?
Wer hat Musitchko getötet?

Naja.. SPON eben.. man liest es ja auch nur um die eine Seite der Medaille zu betrachten. Die Andere Seite bekommt man von anderen Seiten.

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salomonh71d 21.02.2015, 16:48
26. Drei Böcke schubsen sich am Abgrund

Keiner gibt nach... drei Imperien streiten über Einflusszonen in Eurasien: das US-amerikanische Empire (mit seinem Schoßhündchen dem British Empire), das russische Reich und das deutsch-französische EU-Imperium. Die USA haben viel Geld für einen Regime Change hineingesteckt, wie auch Stiftungen aus Deutschland (KAS). Russland kennt den Hunger von Invasoren und die Einkreisung aus dem kalten Krieg, kann und wird nicht nachgeben. Für alle ist es eine Sackgasse, weswegen in der Ukraine weiter gekämpft wird. Von allen Seiten feuert die Propaganda, die Wahrheit wird erstickt. Die Ukraine ist pleite, das Ärmste Land in Europa. Die Industrie, vor allem im Osten des Landes ist zerstört. Dieses Jahr wird es noch mehr ukrainische Flüchtlinge geben, ca. 500000 nach Russland und 250000 in die EU (geschätzt). Dazu kommt die reale Gefahr eines konventionellen Krieges, den die USA will aber die EU nicht will, mit Option auf einen Nuklearkrieg. Spiegel hat ja noch nicht vom Irrglauben der US-Elite berichtet, das ein Nuklearkrieg für die gewinnbar ist... die Toten in der Ukraine stehen jetzt bei 5500, mit 2,5 Millionen Flüchtlingen. Und es passiert immer noch nichts weil keiner nachgibt. Lieber in den Abgrund als das Gesicht verlieren.

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cum infamia 21.02.2015, 16:49
27. So viel Realitätsverlust ist erschreckend

Zitat von herzblutdemokrat
Dafür beweisen die Menschen in Moskau das sie Feinde der Demokratie sind. Wer Putin unterstützt soll danach auch mit den Konsequenzen leben. Wirtschaftlich hält Putin seine Kraftmeierei nicht mehr lange durch. Wenn sich die Menschen in Russland keine Nahrungsmittel mehr leisten können, dann wissen sie warum. Wirtschaftlich hält der Zwerg Russland mit dem Westen nämlich nicht mit.
Warum soll Russland seine Menschen nicht mehr ernähren können ? Glauben Sie, die europ. Zwergstaaten (Nato/EU) werden von Russland dazu gebraucht ? Schauen Sie mal von der Europakarte auf eine Weltkarte- dort sehen Sie die wahren Kräfteverhältnisse ( BRICS) u.a. Ca. 150 Staaten machen den " Sanktionsirrsin" NICHT mit.. und der Öl- und Gaspreis steigt und steigt (schon wieder)...

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lupenreinerdemokrat 21.02.2015, 16:50
28.

Zitat von gepo37
Wo sind eigentlich die Politiker, die nicht bereit sind, einen sich ausweitenden Krieg in Europa in Kauf zu nehmen.
Die waren die Tage im Donbass und haben eine Spende für ein Kinderkrankenhaus überbracht.
Wurden natürlich sofort von jenen, denen Menschenleben völlig egal sind, sofort denunziert und als skandalöses Verhalten verschrien. Waren in deren Weltbild ja nur minderwertige "Separatistenkinder" und deren Leben ist irrelevant.

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-su- 21.02.2015, 16:50
29.

Zitat von egoneiermann
Ja, wir kennen Putins Geschichtsschreibung. Gut dass langsam die Zeitzeugen mit der Wahrheit kommen, und man sich endlich ein Bild vom "Sturz" des Präsidenten machen kann. So richtig klar ist es zwar immer noch nicht, warum Janukowitsch abgehauen ist, aber scheinbar hatte er einfach Schiss sich einem demokratischen Prozess zu stellen und wusste, dass Putin ihm für die Destabilisierung der Ukraine durch seine Flucht ewig dankbar sein wird. Aber für Putinisten ist die Welt eben einfacher, man muss nur auf sein Wort hören und sich sonst keine Gedanken machen.
Ein Grund dafür, dass er Kiew verlassen hat, wird wohl der Parteitag in Charkow gewesen sein, den Janukowitsch besucht hat.
Ein weiterer Grund, der auch im Spiegel Stand, könnte gewesen sein, dass Klitschko gedroht hat, wenn Janukowitsch nicht geht, kann man nicht mehr für die Sicherheit von der Familie von Janukowitsch garantieren.

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