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Ukraine-Krise: Putin, der Verlierer
AFP

Der Westen macht in der Ukraine-Krise einen Denkfehler: Er redet sich ein, dass Wladimir Putin die Agenda bestimmt oder gar den Machtpoker gewonnen hat. In Wahrheit hat Russland schon jetzt auf ganzer Linie verloren.

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arda 14.03.2014, 12:18
190. optional

Das interessante an solchen 'Analysen' ist, dass man über das analysierte Thema nahezu nichts, aber dafür über den analysierenden sehr sehr viel erfaehrt. Und dann schreibt er auch noch was über 'Psychopathologie' - natürlich bei den Russen.

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ldsponforums 14.03.2014, 12:18
191. frubi hat Recht

Egal ob Putin gewonnen oder verloren hat, egal ob der Westen gewonnen oder verloren hat, die Ukraine hat nur verloren. Wo, Herr Blome, ist ein Satz zur Ukraine? Und wenn man Putin (Russland) mit der Ukraine vergleicht, dann hat Russland im Gegensatz zur Ukraine nur gewonnen.

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Nante 14.03.2014, 12:18
192. Warten wir es ab ....

Zweitens aber macht sich die Geschichte so, daß das Endresultat stets aus den Konflikten vieler Einzelwillen hervorgeht, wovon jeder wieder durch eine Menge besonderer Lebensbedingungen zu dem gemacht wird, was er ist; es sind also unzählige einander durchkreuzende Kräfte, eine unendliche Gruppe von Kräfteparallelogrammen, daraus eine Resultante - das geschichtliche Ergebnis - hervorgeht, die selbst wieder als das Produkt einer, als Ganzes, bewußtlos und willenlos wirkenden Macht angesehen werden kann. Denn was jeder einzelne will, ward von jedem andern verhindert, und was herauskommt, ist etwas, das keiner gewollt hat. (F. Engels an J. Bloch)

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david_crocket 14.03.2014, 12:19
193. Fail, Herr Blome!

Zitat von sysop
Der Westen macht in der Ukraine-Krise einen Denkfehler: Er redet sich ein, dass Wladimir Putin die Agenda bestimmt oder gar den Machtpoker gewonnen hat. In Wahrheit hat Russland schon jetzt auf ganzer Linie verloren.
Herr Blome, ich glaube, da irren Sie sich. In Ihrem Kommentar setzen Sie implizit voraus, es gäbe sowas wie einen globalen Schiedsrichter. Mit dem Glauben sind Sie nicht alleine, trotzdem gibt es diesen nicht.
Es gibt niemanden, der abpfeift, für's Anpfeifen schon - leider zu viele.

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kr-invest 14.03.2014, 12:19
194. so ginge es.

Insgesamt bleibt es schade, dass das Europäisch-Russische Verhältnis durch diese Krise nachhaltig gestört wird. Dabei wäre es so einfach gewesen einen für beide Seiten gangbaren Weg zu finden. zunächst einmal die Erkenntnis, dass kein Land dauerhaft als Puffer zwischen zwei Blöcken leben kann und will. Dass jetzt die eU und Russland eine gemeinsame Grenze bekommen, wäre nichts schlechtes, sondern hätte große Möglichkeiten gegeben zum gemeinsamen Arbeiten am Wohlstand alles Europäer und Russen. Das ist nun verspielt, statt dessen regiert nie dagewesenes Misstrauen.
Wer daran Schuld hat ist nun egal, kann man noch schaden begrenzen?

Klar. Aber dazu sollte man sich schnell einige werden. Die Europäer müssen akzeptieren, dass niemand der Krimbevölerung dauerhaft ein Referendum verwehren kann, wie dies in anderen Regionen auch durchgeführt wurde. Russland sollte erkennen, dass dieses Referendum am Sonntag ohne Beobachter, in emotionaler Atmosphäre durchgeführt, mit unbekannten bewaffneten Einheiten in den Strassen die Chancen verspielt, die Sache sauber und rational und in Ruhe zu lösen.
die Europäer sollten keinen Zweifel daran lassen, dass die rechtsradikalen Elemente in der ukrainischen Regierung unerwünscht sind und gleichzeitig die Minderheitenrechte der in der Ukraine lebenden Russen ohne weitere Diskussion und proaktiv sichern.
Natürlich belasten auch andere Punkte die europäisch-russischen Beziehungen. Dazu gehört klar der Raketenabwehrschirm. Russland sollte hier akzeptieren, dass dieser Schrim kommen wird, dass er aber gleichzeitig defensiv ist und dass die russischen atomraketen dies definitiv nicht sind. Gleichzeitig sollte man über eine gemeinsame Sicherheitsstruktur in Europa reden und Russland natürlich in alle Entscheidungen mit einbinden.

Diese Überlegungen sollten wesentlich wichtiger sein, als die Frage wer irgendwas gewinnt oder verliert.

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KommenTatort 14.03.2014, 12:19
195. hanebüchen

Zitat von r.muck
Man muss hoffen, dass Steinmeier und vor allem die USA-hörige Merkel dies aufmerksam liest.
Ich stimme Ihnen nicht zu, dieser Artikel ist extrem schwach.

Die Ansicht, dass Russland langfristige Nachteile aus dieser Konfrontation ziehen könnte ist ja noch akzeptabel. Man muss dem nicht zustimmen aber es ist eine reale Möglichkeit.

Aber so zu tun als hätten die Europäer / der Westen gar nicht mitgespielt ist hanebüchen. Wer sich auch nur eine halbe Stunde mit Geopolitik beschäftigt, weiß schon, das das Unsinn ist.
Aber selbst wer sich damit nicht beschäftigt, hat bestimmt die kürzlich veröffentlichten Telefonmitschnitte gehört, in denen westliche Politiker und Diplomaten ihre Vorgehensweisen selbst entlarvten.

Beide Seiten spielen das Spiel seit dem scheinbaren Ende des kalten Krieges. Und wer hier gewinnt ist noch lange nicht klar...

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LK1 14.03.2014, 12:30
196.

Zitat von werano
p.s. der dax bewegt sich wieder in richtung normalität
Das macht er schon seit Uli Hoeness angekündigt hat, keine Revision einzulegen. ;-)

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blubb2014 14.03.2014, 12:30
197.

Zitat von klaus47112
Phyrrussieg! Wenn ein weiterer bankrotter Kostgänger in die EU aufgenommen wird! Wenn wir aus unseren Steuergeldern die Gasrechnung der Ukraine begleichen dürfen! Die Oligarchen lachen sich.....
Danke dafür, denn genau so ist es. Ein wirtschaftlich starkes Europa ist den USA ein genau so großer Dorn im Auge wie ein starkes Russland und ein starkes China. Der Michel wird erst begreifen wenn die Bomben für Demokratie und Freiheit direkt vor seiner Haustür fallen. Doch dann ist es zu spät.

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frank1980 14.03.2014, 12:31
198. Parallelen

Ein Volk wird ca. 20 Jahre nach seiner Erniedrigung von einem demokratisch legitimierten autoritären Herrscher regiert. Er hat das Volk wirtschaftlich und militärisch wieder aufgerichtet. Nun werden russischsprachige Gebiete, ohne große Gegenwehr und mit Billigung der Bevölkerung, wieder Heim ins russische Reich geholt. Wer hat im Geschichtsunterricht aufgepasst ?

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keinname2013 14.03.2014, 12:31
199. der Blome mal wieder

Russland ein Schwellenland oder gar ein Drittweltland? Hr. Blome, haben Sie nichts besseres in den Phrasen gefunden die man Ihnen vorgibt?
''Das Problem mit dem Fortschritt ist das die Menschen kulturell und geistig nicht mit dem Tempo des Fortschritts mithalten ...'' hat mal ein schlauer Kerl gesagt.
Wer sagt das Putin oder die russische Bevölkerung so scharf auf die westliche globalisierte Konzern und Medienmatrix wären?

Außer Überheblichkeit und Unterschätzung eines ziemlich großen Landes kann ich nicht viel herauslesen in dem Artikel.
Womit fliegt man gerade die meisten Teile und Versorgungsbehälter zur ISS in den Orbit?
Ach ja , richtig, mit westlicher Technik ... hahaha.

Im Gegensatz zum Westen hat Russland seine Landmassen und Bodenschätze noch längst nicht ausgeplündert und wühlt im Ölsand oder frackt ohne Rücksicht auf Verluste in der Welt herum. Auch wenn es dreckig zugeht, das tat und tut es im Westen auch schon immer, nur hier ist eine große Portion Pommes , Ketchup, Bioreklame und Popcorn aus Genmais drüber.
Mc Donalds und Hollywood gibt es aber auch schon in Russland.
Mir sind gute Beziehungen zu Russland und China lieber als Glasperlen und NSA aus den USA.
Die EU liegt nun mal nnicht auf dem amerikamischen Kontinent, und was Blome Sieg nennt ist nur ein anderes Wort für Überdehnung, kennt man ja noch von früher.
Die Oper ist erst zu Ende wenn die dicke Dame aufhört zu singen.
Man kann nur hoffen das es der Dicke aus dem SPD Knabenchor noch bemerkt aber der sieht leider nicht mal das Licht des entgegen kommenden Zuges.

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