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Ukraine-Wahlkampf: Der Schokoladenzar muss die Separatisten fürchten
AP

Eigentlich sollen die Ukrainer Ende Mai einen neuen Präsidenten wählen. In den Umfragen liegt der Milliardär Poroschenko vorn. Doch durch die Unruhen im Osten des Landes ist die Abstimmung in Gefahr - und damit der Triumph des Unternehmers.

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spon-facebook-10000769497 06.05.2014, 15:33
10. Otto Normalukrainer...

...kann einem nur von Herzen leid tun, angesichts dieser Kandidaten. Bis auf weiteres ist für die Bevölkerung in diesem gebeutelten Land wohl keine Besserung ihrer Lebensumstände in Sicht. Die Frage die sich mir stellt, warum ist die Bevölkerung dieses Landes nicht in der Lage gewesen , in den langen Jahren seit der Loslösung von der UDSSR eine gescheite Regierung auf die Beine zu stellen.Sachlich und nüchtern betrachtet kann man im Grunde nur resümieren, es wäre für die ukrainischen Menschen wohl besser gewesen, wenn das Land Teil der russischen Förderation geworden wäre seinerzeit...

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florianm-k 06.05.2014, 15:45
11. Entscheidend ist der Wille zur Demokratie

Auch wenn Poroschenko ein sog, Oligarch sein sollte wird er daran gemessen werden müssen, ob er bereit ist seine Person, in freien Wahlen zur Disposition zu stellen. Dies ohne die Opposition zu unterdrücken oder die Presse gleichzuschalten. Dies würde ihn dann von Dikaktoren wie Putin und Erdogan unterscheiden, die ihre einmal erlangte Macht nicht mehr hergeben wollen. Das wird sich dann bei der nächsten Präsidentschaftswahl zeigen. Das die Wahrscheinlichkeit für eine Entwicklung hin zu einer demokratischeren Gesellschaft mit der Hinwendung der Ukraine zum Westen wesentlich höher ist, als wenn Russland einen starken Einfluss behält, versteht sich von selbst. Den Menschen in der Ukraine würde ich im Gegensatz zu vielen freiheitsfeindlichen Putin-
Anhängern eine freiere und rechtsstaatliche Gesellschaft wünschen.

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Reinhardt Gutsche 06.05.2014, 15:47
12. Kakao

Zitat von sysop
In den Umfragen liegt der Milliardär Poroschenko vorn.
Wie es also ausschaut, werden die Ukrainer, die sich an der Präsidentenwahl im Mai beteiligen, letztlich wohl die Wahl zwischen Pest (Gasprinzessin) und Cholera (Schokoladenkönig) haben. Glaubt man den Umfragen, so werden sie sich wohl für Letzteren entscheiden und damit den Kakao auch noch trinken, durch den sie gezogen werden.

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HerrZlich 06.05.2014, 16:01
13. Hinterfotzige NATO Angliederung

Zitat von sysop
Eigentlich sollen die Ukrainer Ende Mai einen neuen Präsidenten wählen. In den Umfragen liegt der Milliardär Poroschenko vorn. Doch durch die Unruhen im Osten des Landes ist die Abstimmung in Gefahr - und damit der Triumph des Unternehmers.

"Die Assoziierung mit der EU - das ist das Programm der Modernisierung." ..Ja sicher, aber nur unter Artikel 7 ...Die Vertragsparteien verstärken die praktische Zusammenarbeit bei der Konfliktverhütung und Krisenmanagement, insbesondere im Hinblick auf eine mögliche Beteiligung der Ukraine in EU-geführten zivilen und militärischen Krisenmanagement-Operationen sowie entsprechenden Übungen und Ausbildung, auf einer Fall-zu-Fall-Basis und folgenden möglichen Einladungen durch die EU.

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haarer.15 06.05.2014, 16:37
14. Ein Oligarch als Präsident ?

Zitat von florianm-k
Auch wenn Poroschenko ein sog, Oligarch sein sollte wird er daran gemessen werden müssen, ob er bereit ist seine Person, in freien Wahlen zur Disposition zu stellen. Dies ohne die Opposition zu unterdrücken oder die Presse gleichzuschalten. Dies würde ihn dann von .....
Nicht hilfreich. Mit seinem Schokoladenimperium erinnert mich das eher an einen neuen Berlusconi, der sicher nicht für eine freiere gerechtere Gesellschaft steht. Der spricht auch nicht für die Menschen in der Ostukraine, ein großes Problem. Ein Präsident sollte dafür eintreten, die Ukraine zu einigen und zu einem Brückenland zwischen Ost und West hin zu entwickeln. Mit guten Beziehungen zu beiden Seiten hin. Eine andere Option für eine friedliche Ukraine sehe ich ehrlich gesagt nicht mehr.

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haarer.15 06.05.2014, 16:41
15. Wachrütteln

Zitat von Reinhardt Gutsche
Wie es also ausschaut, werden die Ukrainer, die sich an der Präsidentenwahl im Mai beteiligen, letztlich wohl die Wahl zwischen Pest (Gasprinzessin) und Cholera (Schokoladenkönig) haben. Glaubt man den Umfragen, so werden sie sich wohl für Letzteren entscheiden und damit den Kakao auch noch trinken, durch den sie gezogen werden.
Es sei zu hoffen, dass die Ukrainer vorher noch aufwachen. Mit diesen beiden Kandidaten sind sie wirklich zu bedauern. Da ist hinterher eher zu befürchten, dass alles noch schlimmer kommt.

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matijas 06.05.2014, 17:29
16. Kapitalismus-Varianten

Zitat von Reinhardt Gutsche
Wie es also ausschaut, werden die Ukrainer, die sich an der Präsidentenwahl im Mai beteiligen, letztlich wohl die Wahl zwischen Pest (Gasprinzessin) und Cholera (Schokoladenkönig) haben.
Früher hieß es, der Weltfrieden wird durch Kommunisten bedroht. Nun, Russland (auch die Ukraine) sind seit über 20 Jahren kapitalistisch.

Was also momentan passiert, ist ein inner-kapitalistischer Kampf um Einflussgebiete. Da hat die Ukraine weder vom EU-Westen noch vom russischen Osten eine gute Perspektive zu erwarten außer Lohndrückerei, Sparen am Sozialen, Zwang zur Auswanderung, um in den Siegernationen der kapitalistischen Welt Alte und Kranke zu versorgen, getrennt von der eigenen Familie.

Natürlich wird es auch einige prosperierende Zentren geben und ein paar Erfolgsstatistiken, die ganz groß aufgemacht werden. Wer redet dann schon über die Armut derer, auf deren Knochen das geht.

PS: In Deutschland leben immer mehr Menschen von den rest-verwertenden "Tafeln". Inzwischen sind es 1,5 Millionen! Soviel zum Thema: kapitalistischer Aufschwung nutzt ALLEN.

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spon-facebook-10000082513 06.05.2014, 17:48
17. Poroschenko

Poroschenko kann man nicht wirklich mit den meisten anderen Oligarchen der Ukraine vergleichen. Er hat sein (Milliarden-)Vermögen wohl weitestgehend ehrlich verdient, und nicht in den Verteilungskämpfen der Privatisierungswelle der 90er von Gangstern mit AKs erkämpfen lassen.
Die Süßigkeiten und Torten, die seine Firma verkauft, sind einfach wirklich wahnsinnig lecker - was auch den großen Erfolg seines Unternehmens erklärt. Die meisten Ukrainer wissen das, und dadurch erklärt sich auch die hohe Zustimmung für ihn.
Sollte er zum Präsidenten gewählt werden, wird er sein Süßwarenimperium laut eigener Aussage übrigens verkaufen - um als Präsident Glaubwürdigkeit zu wahren, und im Gegensatz zu allen anderen antretenden Oligarchen.
Das hätte man in so einem Artikel übrigens wirklich auch mal dazu scheiben können. Schwer zu recherchieren ist das nicht.

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DerDodga 06.05.2014, 17:51
18. Was für eine Auswahl

letztlich scheint man sich meinem Eindruck nach bei der Wahl also sowieso wieder nur entscheiden zu können, von welchem Oligarchen bzw. dessen Handlangern man sich in Zukunft ausplündern lassen will.

Dass ausgerechnet die Menschen die die Ukraine offensichtlich ebenfalls ausgeplündert haben nun von Umbruch etc. schwadronieren, hat schon was von Realsatire.

Wenn Berlusconi demnächst als Heilsbringer in Italien auftritt um gegen ähnliche Probleme anzukämpfen, fände ich das nicht weniger befremdlich.

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spiegelneuronen 06.05.2014, 18:02
19. IWF-Kreditauflagen

Zitat von sysop
...In den Umfragen liegt der Milliardär Poroschenko vorn. Doch durch die Unruhen im Osten des Landes ist die Abstimmung in Gefahr - und damit der Triumph des Unternehmers.
Meldung 16.12.13 UKRinform: "Die zweite Gruppe von Investoren sind diejenigen, die die ukrainischen Ressourcen interessieren. Zu solchen zählen die Firmen wie Chevron und Shell, die in den kommenden Jahren mit der Gewinnung von Schiefergas in der Ukraine im industriellen Maßstab beginnen werden. "
http://www.ukrinform.ua/deu/news/vol...em_niveau_9095

Meldung 2.4.14 UKRinform: "Poroschenko will Roshen-Konzern verkaufen, wenn er Präsident wird."
http://www.ukrinform.ua/deu/news/pet...ent_wird_10524

Meldung 28.4.14 UKRinform + Radio Liberty: Präsidentschaftskandidat Poroschenko hat am Sonntag erklärt, dass die Ukraine Erdgas aus der Slowakei erhalten könne (Als Substitut zu russischem Erdgas.) und eigenes Erdgas, insbesondere Schiefergas gewinnen würde.
"Bei den Lieferungen des Rückgangserdgases sowie bei der Gewinnung des Schiefergases könne der Ukraine, die Europäischen Union helfen. ...Den Worten des Präsidentschaftskandidaten nach könne die ukrainische Staatsmacht die Unabhängigkeit nicht nur politisch, sondern auch wirtschaftlich vorzeigen."
http://www.ukrinform.ua/deu/news/im_...oschenko_10902

Es scheint so, als hätte der Präsidentschaftskandidat ein lohnenderes Geschäftsfeld als das mit Schokolade gefunden.

Der oft angenommene Irrtum, dass Janukowitsch´s Politik, gegen die EU gerichtet gewesen wäre ist unrichtig. (s. Link-Meldung vom November 2013 http://www.ukrinform.ua/deu/news/ukr..._korridor_8421 ): ZITAT+++Der ukrainische Premierminister Mykola Asarow und der Leiter der Regierung von Kroatien Zoran Milanovic beabsichtigen, am Dienstag das Memorandum über die Errichtung des Adria-Gas-Korridors zu unterzeichnen, der die Ukraine, Ungarn und Kroatien verbinden wird. Das kündigte Herr Asarow während des Treffens mit der Assistentin des Außenministers der Vereinigten Staaten Victoria Nuland an.+++ZITATENDE

Janukowitsch war in seiner Gier lediglich unberechenbar für die USA und die EU. Die Unterschiede der Kandidaten liegen kaum in ihrem Oligarchentum, auch nicht in ihrer Korruptheit und Gier. Lediglich in ihrer Berechenbarkeit.

Und der IWF hat erklärt, dass die Kreditzusagen und Konditionen nur dann gelten, wenn er unter vollem Kiewer Einfluss bleibt.

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