Forum: Politik
Ukraine-Wahlkampf: Der Schokoladenzar muss die Separatisten fürchten
AP

Eigentlich sollen die Ukrainer Ende Mai einen neuen Präsidenten wählen. In den Umfragen liegt der Milliardär Poroschenko vorn. Doch durch die Unruhen im Osten des Landes ist die Abstimmung in Gefahr - und damit der Triumph des Unternehmers.

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kosu 07.05.2014, 07:37
20. entscheidend

Ist der letzte Absatz der sagt alles

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enemynr1 07.05.2014, 07:54
21. 33 Prozent ?

Poroschenko hat Maydan finanziert. Und diese 33 % sind die Maydan Unterstützer.

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raphaela45 07.05.2014, 08:14
22. Keiner

der Präsidentschaftskandidaten vertritt die Interessen der meisten Ost- und Südukrainer, denen es wichtig ist, die Verbindungen mit der russischen Föderation aufrecht zu erhalten: Diese Verbindungen sind nicht nur kultureller und verwandtschaftlicher Natur sondern auch wirtschaftlicher: Wenn die Grenzen dichtgemacht werden (was im FAll von EU- und NATO-Assoziierung der Fall sein wird) wird es Millionen von Arbeitslosen in der Ost-und Südukraine geben, da (besonders im Osten) die russische Föderation als wichtigster Absatzmarkt (und Arbeitsort für viele Pendler) wegfällt. Ganz abgesehen davon sind die Menschen vielleicht auch nicht so "dumm" wie sie uns immer verkauft werden sollen: Auch dort gibt es Internet und Informationen über die Lage der Griechen, Bulgaren, Portugiesen und anderen EU-Opfer...Nicht JEDER findet es erstrebenswert, zukünftig internationalen Konzerninteressen unterworfen zu sein und den Ausverkauf von Bodenschätzen gegen Arbeitsplatzverlust und Elend einzutauschen, was in der EU ja"alternativlos" ist...Diese Präsidentenwahl ist eine Farce und soll nur den Vorwand liefern, die nicht mehr sogenannte "Übergangs"regierung als Dauer-Stellvertretung für Konzern- und WeltregierungsInteressen zu "legalisieren". Das ist so durchschaubar wie tragisch: Die Ukrainer wollten mehr Demokratie und bekommen estattdessen eine Stellvertreter-Diktatur, denen ihre Interessen völlig egal sind.

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Zündkerze 07.05.2014, 08:18
23. Das klasssiche Dilemma

Entweder man entschließt sich Putins Vasalle zu werden oder man lässt die an die Macht, die durch Korruption das Geld dem Land entzogen haben. Mit letzterem habe ich Bauchschmerzen das Steuergelder der EU in Ländern verprasst werden und sich sogenannte Oligarchen daran bereichern. Eigentlich hat die EU genug schon genug von solchen asozialen Schmarotzern.

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bietchekoopen 07.05.2014, 09:01
24. Parlamentswahlen nötig

Nach der kürzlich geänderten Verfassung ist der Präsident nur noch für Aussen- und Sicherheitspolitik zuständig. Alles andere machen die Minister. Gestern wurde im Parlament über die Föderalisierung abgestimmt, und zwar so: Zuerst hat man die prorussische KPD aus dem Parlament entfernt. Dann hat man sich mit der prorussischen Partei der Regionen gestritten, so dass diese das Parlament verließ. Danach hat der Rest gegen die Volksbefragung zur Föderalisierung der Ukraine abgestimmt. Gespräche mit den Separatisten hat Jazenjuk abgelehnt, wobei das wohl der einzige Weg ist.

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stefan taschkent 07.05.2014, 09:09
25. Lupenreiner Wendehals

Oligarch und Wendehals - und niemand weiß wirklich, wie er damals in den wilden 90ern an die Schokoladenfabrik Karl-Marx in Kiew gekommen ist. Ob das die Alternative ist, die sich die Menschen dort wünschen, darf stark bezweifelt werden. Nach allem, was ich aus Kiew höre, wird das auch stark bezweifelt. Spannend wird allerdings vielmehr sein, ob er die regionalen Oligarchen in Ost und West zusammenführen kann und damit das gegenwärtige Chaos beenden kann. In diesem Falle könnte man ob seiner Wendehalsigkeit und sicherlich nicht unerheblichen Korrumpiertheit ein Auge zudrücken. Ein Präsident mit Geschmäckle wird er in jedem Falle.

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jm1810 07.05.2014, 10:21
26. Timoschenko an Destabilisierung interessiert?

Na klar ist sie das. Als chancenlose Kandidatin braucht sie Feindbilder: 1. Rußland (und da liegt sie auf einer Linie mit den USA) und 2. die ukrainischen Oligarchen.
Es gibt eine neue Indiskretion, die das Wirken Timoschenkos in dieser Richtung belegt:
http://tvzvezda.ru/news/vstrane_i_mire/content/201405051637-s3c3.htm

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blanker 07.05.2014, 10:28
27. Timoschenko steht auf Faschisten...

...anders kann ich mir nicht erklären, dass sie den Nazi-Mörderbanden des "Rechten Sektors" dafür in einer Presseerklärung dankt, dass sie in einem Gewerkschaftsgebäude in Odessa ca. 40 Andersdenkende auf bestialischste Weise massakriert haben. Unter den Opfern waren längst nicht nur russische Seperatisten, sondern genauso einfach Mitglieder sozialistischer Organisationen, die sich in dem Gebäude aufgehalten haben, darunter eine schwangere Gewerkschaftssekretärin. Ja, solche Freiheitskämpfer sollte der Westen natürlich auch gleich unterstützen in ihrem heroischen Kampf gegen den bösen bösen Antidemokraten Putin. Und derzeit ist der Rechte Sektor in der Ukraine tonangebend (zumindest auf der Straße). Das ist das Ergebnis der verfehlten Politik der NATO-Staaten in diesem Konflikt, diese Geister haben wir gerufen.

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pjotr_perwi 07.05.2014, 10:40
28. Ich will hier nicht...

Zitat von florianm-k
Die Menschen in der Ukraine würde ich im Gegensatz zu vielen freiheitsfeindlichen Putin- Anhängern eine freiere und rechtsstaatliche Gesellschaft wünschen.
... klug scheissen, muss aber doch widersprechen:
"Bevor sich der Mensch Politik, Kultur, Wissenschaft und Religion zu wendet, sorgt er sich um genug zu essen, ein Dach über dem Kopf und angemessene Kleidung" - Das stammt von Marx...
Gut - alles Quatsch können Sie nun sagen: Aber der Amerikaner Abraham Maslow kam 1943 unabhängig von Marx zu der gleichen Erkenntnis (Maslowsche Bedürfnispyramide).
Der soziale Aspekt wird meines Erachtens bei den ganzen Entwicklungen in der Ukraine viel zu oft ausgeblendet:
Glauben, Sie, die Ukrainer werden begeistert sein, wenn sie bei gleichen Löhnen 40% höhere Gaspreise zahlen müssen, die Renten eingefroren werden etc pp - aber dafür einen "demokratischen Rechtsstaat" bekommen?
Die West- und Zentralukraine und die jungen Leute sehen in der EU nicht wegen der "tollen" Demokratie die Zukunft des Landes (das kann ich als Ex-DDR Bürger aus eigener Erfahrung so sagen), sondern wegen des höheren Lebensniveaus. In de Ostukraine will auch kaum einer unter Putins Fuchtel, die ökonomischen, kulturellen, familiären Bindungen an Russland (wo das Lebensniveau auch noch höher ist) sind der Grund für die "separatistischen" Bestrebungen. Ich habe 2012 mit Ukrainern aus West und Ost beim "Schaschlyk" zusammen gesessen: Wir waren scheinbar Bürger dreier verschiedener Staaten, sprachlich, kulturell usw. Damals war ich darüber erschrocken. Russland hat kein Interesse sich die Ostukraine anzueignen, weil genau die Aufgabe: Die Region wirtschaftlich, sozial etc aufzubauen und die Hoffnungen der Leute dort zu erfüllen, Russalnd ruinieren würde. Schon die Krim (nicht wegen der Einwohner, sondern nur wegen der Schwarzmeerflotte in die RF geholt) wir d RU Milliarden an Investitionen und Ausgaben für soziale Zwecke kosten und damit deren Belastbarkeit erreichen.

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hman2 07.05.2014, 10:58
29. Soso. Geographie?

Zitat von
Auch die Kandidaten des "Ostens" - also der russischsprachigen Ukraine - sind chancenlos:
Was glaubt der Autor eigentlich, woher Julia Timoshenko kommt, oder wo Dnjepropetrowsk liegt?
Ríchtig, im Osten der Ukraine.

Zitat von
Wenn es nach den meisten Ukrainer geht
Zitat von
erinnern sich an ihre Schlammschlachten mit Wiktor Juschtschenko nach der Orange Revolution
Deutsche Grammatik scheint nicht die Stärke des Autors zu sein, oder des Textchefs bei SPON.
Statt dessen ergeht sich der Autor in wilden Spekulationen über die Frisur von Frau Timoshenko, als wenn es nichts wichtigeres gäbe.

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