Forum: Politik
Ukrainisch-russischer Zwischenfall: Nervenkrieg in der Meerenge
DPA/ TASS

Moskau und Kiew liefern sich einen Konflikt in der Straße von Kertsch. Nun eskaliert die Lage, russische Spezialkräfte haben drei ukrainische Marineschiffe beschossen und festgesetzt. Was steckt dahinter?

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Bernd.Brincken 26.11.2018, 17:17
70. Krim

Zitat von g.eliot
Bisher hat Trump sich widersprüchlich geäußert, u.a., dass die Krim russisch sei, weil die Bevölkerung Russisch spricht, und so sei die Annexion quasi rechtens. Während seiner Wahlkampagne meinte er sogar, dass die Bewohner von Krim lieber zu Russland gehören. Er hat also russische Argumente vertreten. .
Er hat dabei nebenbei auch die Argumente einer deutlichen Mehrheit der Krim-Bewohner vertreten.
Das Völkerrecht liefert Argumente für beide Seiten, die Unverletzlichkeit der Grenzen ebenso wie das Selbstbestimmungsrecht; siehe auch Schottland, Katalonien et al.
Ganz praktisch war die Krim kulturell stets mehr russisch geprägt als die Westukraine, auch wegen der zahlreichen, seit 1991 wieder aktivierten russisch-orthodoxen Klöster, Kapellen u.ä.

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spon-facebook-1228080679 26.11.2018, 17:17
71. Wahlen

Es geht nicht um Wahlen. Poroschenko hat schon mehrmals beteuert, dass die Wahlen wie geplant am 31. März stattfinden.

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Neandiausdemtal 26.11.2018, 17:18
72. ?

Zitat von HaioForler
Nicht unbedingt. Je nach Richter kann es bei gleichen Vergehen (wenn denn eines vorliegt) je nach Vorgeschichte, Notwendigkeit, Bedingungen sowie Faktenlage unterschiedliche Bewertungen und Sanktionen geben. Wäre dem nicht so, könnte wir Strafmaße in einer nüchternen Excel-Tabelle abbilden. Verhandlungstage wären denn obsolet.
Da fehlen mir die Worte!

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spon-facebook-1228080679 26.11.2018, 17:20
73. @alterego13

Mit dem Jahr 1783 zu argumentieren ist sinnlos, denn 1783 gab es keine Ukraine. Mit mIhren Argumenten kann man genau so sagen, dass es Finnland und Polen überhaupt nicht geben soll.

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alterego13 26.11.2018, 17:25
74. skeptikerjörg/ 11

" Wer anerkennt, dass die Krim zu Russland gehört, müsste auch anerkennen, dass die Golanhöhen und die Westbank zu Israel gehören. " Jeder Vergleich hinkt irgendwo. So auch Ihrer: Die Krim gehörte über Jahrhunderte, genauer gesagt - seit 1783 - zu Russland. Die Golanhöhen waren nie israelisch. Und noch eine Anmerkung zum Video: Man kann doch mit der Hand sehen, dass der Schlepper oder was auch immer nach rechts in den Kurs des Schiffes dreht. Und: seit ca. einem Jahr hält die Ukraine gekaperte russische Fischkutter und deren Besatzungen widerrechtlich fest. Und noch etwas: Seit dem Baubeginn der Brücke tönt die Ukraine lauthals, dass diese zerstört werden müsse. Allein schon daraus ergibt sich das Recht, ja die Pflicht, bestimmte Schiffe zu kontrollieren.

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spon-facebook-1228080679 26.11.2018, 17:31
75. @Bernd-.Brincken

Das Schottland-Referendum wurde mit der Zustimmung des UK durchgeführt, es gab aber weder eine Zustimmung Spaniens zum Katalonien-Referendum (m.E. ein grober Fehler der spanischen Regierung, der den Konflikt nur anheizte), noch eine Zustimmung der Ukraine zum Krim-Referendum.

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haareschüttler 26.11.2018, 17:40
76.

Zitat von alterego13
" Wer anerkennt, dass die Krim zu Russland gehört, müsste auch anerkennen, dass die Golanhöhen und die Westbank zu Israel gehören. " Jeder Vergleich hinkt irgendwo. So auch Ihrer: Die Krim gehörte über Jahrhunderte, genauer gesagt - seit 1783 - zu Russland. Die Golanhöhen waren nie israelisch. (...)
Ach? Dann können wir also in den nächsten Wochen damit rechnen, dass Königsberg und sein Umland wieder an Deutschland zurückgegeben wird? So Ihrer Argumentation folgend halt... *augenroll*

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berther 26.11.2018, 17:46
77.

Zitat von vulcan
Sie sind mir so ein Seefahrer - erst stoppt das vorausfahrende Schiff 'plötzlich' und dann kann das zweite wegen Massenträgheit nicht ausweichen bzw. stoppen. Was denn nun? Unterliegen beide Schiffe der Physik oder nur das russische?
Ein kleineres Schiff verliert schneller an Geschwindigkeit als ein Großes.
Erscheint Ihnen das zu unlogisch?
Man nennt das Massenträgheit.

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thinking_about 26.11.2018, 17:51
78. Leider nicht richtig

Zitat von sabatical
Das Video dokumentiert m.E. eindeutig eine mutwillige Kollision: der vorausfahrende Schlepper hat erkennbar weniger Fahrt als das Schiff, von dem aus die Aufnahme gemacht worden ist. Das aufkommende Schiff weicht zunächst korrekt nach steuerbord aus, ändert aber unverkennbar und in nicht nachvollziehbarer Weise kurz vor der Kollision den Kurs nach backbord und trifft das vorausfahrende Schiff direkt am Bug. Offenbar eine Provokation, die wahrscheinlich durch die lautstarken Verbalien an Bord des aufkommenden Schiffes verschleiert werden soll. Zweck des Manövers ? Vermutlich die Ablenkung von den jüngsten, konzertierten (Giftgas-) Aktivitäten von Assad und und seinen Helfern in Idlib ! Wenn es alles nicht immer so durchsichtig wäre ...
*Vermutlich die Ablenkung von den jüngsten, konzertierten (Giftgas-) Aktivitäten von Assad und und seinen Helfern in Idlib ! Wenn es alles nicht immer so durchsichtig wäre ...*
Den Giftgasangriff hat die syrische Armee reklamiert, nicht umgekehrt. Es soll wieder einmal Chlorgas gewesen sein, da kommen die Rebellen wohl leichter ran, um es dann den anderen in die Schuhe schieben zu können.
Übrigens demonstriert man derzeit in Kiew vor dem Regiwrungsgebäude gegen die Erklärung des Kriegsrechts, Poroschenko tut sich damit wohl selbst nicht den erhofften Gefallen.

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Flari 26.11.2018, 18:03
79. Bitte mit den Augen schauen..

Zitat von alterego13
Und noch eine Anmerkung zum Video: Man kann doch mit der Hand sehen, dass der Schlepper oder was auch immer nach rechts in den Kurs des Schiffes dreht.
Zuerst ist zu sehen, dass sich zwei Schlepper und der folgende und filmende Russe in Kiellinie befinden.
Dann dreht das "weisse" Schiff nach rechts Richtung Kiellinie zwischen den beiden Schleppern, der nähere Schlepper stoppt die Schraube, bzw. scheint auch noch Rückwärtsschub zu geben.
Ggf. hat er auch noch etwas Steuerbordruder gegeben, genauso kann die leichte Kürsänderung durch die Schraubenwirkung verursacht sein, es ist auf jeden Fall zu sehen, dass er sehr schnell aufstoppt und dann ohne Fahrt im Wasser liegt.
Betrachtet man den Bug des "Verfolgers" und die Wolken am Horizont, kann man erkennen, dass der Verfolger erst nach rechts ausgewichen ist und mühelos rechts am Schlepper vorbeigekommen wäre, wenn er nicht anschliessend hart Backbord gegeben hätte, um den Schlepper wohl vorsätzlich zu rammen.

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