Forum: Politik
Umbrüche in Europa: Es ist vorbei, bye-bye!

Frankfurt macht Minus-Zins-Politik, und London denkt über den Austritt aus der EU nach. Das zeigt: Der angelsächsische Kapitalismus ist nicht zu retten. Europa braucht weniger Markt und mehr Brüssel.

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linus23 05.06.2014, 18:55
240.

Zitat von Indyaner
Der Kapitalismus bricht nicht gerade zusammen, sondern er wurde bereits vor Jahren beerdigt. Was hier gerade nicht mehr funktioniert ist die europ. Planwirtschaft, die vor Jahren die normalen Marktmechanismen ausser Kraft gesetzt hat. Im freien Markt, haetten sich GR und ES schon lange nicht mehr mit Niedrigzinsen finanzieren koennen und sie waeren genoetigt gewesen zu sparen. In einem freien Markt haette es keine Subventionen fuer span. Immobilien gegeben, die letztlich viel zum Einbruch der span. Wirtschaft beigetragen haben. Ja haette man dem Markt freie Bahn gelassen (oder haette man sich einfach an geltendes Recht gehalten), dann waeren die Verluste beim Einbruch der grie. Wirtschaft auch bei denen haengen geblieben, die dort in Luftblasen investiert haben und nicht beim dt. Steuerzahler. Ja selbst die Sub-Prime-Krise in den USA ist massgeblich durch staatlichen Eingriff verursacht worden - die Banken wurden bereits unter Clinton geradezu genoetigt auch Hauskredite fuer Personen mit niedrigem Einkommen zur Verfuegung zu stellen und die bis dahin geltenden Bonitaetskriterien zu ignorieren. Es ist unglaublich, dass jetzt das Ende des freien Markts herbeigeschrieben wird, wo doch gerade dessen Abschaffung zu den momentanen Problemen gefuehrt hat.

schön wie Sie sich die Sachen zurecht malen, um Ihre ordoliberale, orthodoxe Weltsicht zu bewahren ...

Es ist das übliche Spiel: wird wieder einmal durch maßlose Gier der Karren an die Wand gefahren heißt es lapidar, es hätte auch noch das restliche Quentchen Regulierung beseitigt werden müssen ...

Wenn Sie schon meinen,, so gut Bescheid zu wissen bzgl. Spanien, kann ich Ihnen nur sagen, dass sie da auf dem totalen Holzweg sind:

In Spanien wurde aufgrund wahlltaktischer Überlegungen durch die Regierung Zapatero das Ruder nicht herumgerissen, um die bereits exzessiven Auswüchse einzudämmen, d.h. es war eben viel zu wenig Regulierung im Spiel, z.B. das mögliche progressive Besteuern leerstehenden Wohnraums zu spekulativen Zwecken. Hier regierte die nackte Gier, Bonanza ... Was ist es denn für eine Regulierung, wenn die Banken quasi zu 100 % Hypothekarkredite mit 100 % Beleihung gewähren, obendrein einen Audi, BMW oder Mercedes zu 40T Euro und noch die Wohnungseinrichtung oben drauf ?? - das hat nichts mit Regulierung zu tun, sondern ist der blanken Gier geschuldet. In den USA war es so ähnlich, nur pyramidenhafter gestaltet durch immer marodere Kreditnehmer, welche auf Teufel komm mal raus tw. unter den Brücken hervorgeholt wurden um die Nachfrage nach Immobilien weiter zu treiben. Die dortigen Banken haben sich dann die CDS ausgedacht, in welche auch lauter Schrottt reingepackt wurde ... Die wichtigsten Kunden waren ausländische Banken, ganz vorne standen die stupid Germans, welche von dem Zeugs nicht genug kriegen konnten ... stand etwa Clinton hinterm Bankschalter ? nein, er zog es doch vor mit den Bankern bei Dinner zu kokettieren ...

Zuviel Regulierung ?? seltener Quatsch !

P.S. googlen Sie einmal nach dem Glass-Steagall Act- Dieser wurde von Cllinton (!) 1999 aufgehoben. Die Aufhebung dessen war die Ursache der Katastrophe 2008

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max.nelles 05.06.2014, 19:01
241.

So oft Ihnen zuzustimmen ist, der Artikel bleibt vage und unkonkret- die Vergleiche werden wenig mit Inhalten gefüllt.

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YouWinOrYouDie 05.06.2014, 19:03
242. Wie immer selektive Wahrnehmung im Hause Augstein

Ist es nicht eine Pracht, wenn sich die linken Intellektuellen zu Themen der Wirtschaft äußern. Erinnert mich ein wenig an die Gestörten in den USA mit ihren "The End Is Near!" - Schildern. Mal abgesehen davon, dass diese Kolumne im Kreise von Wirtschaftsfachleuten ohnehin zur Erheiterung beiträgt, so ist sie doch doppelt lustig, wenn das Ende des Kapitalismus just an dem Tage ausgerufen wird, an dem der DAX die 10.000 Punkte überschreitet.

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linus23 05.06.2014, 19:04
243.

Zitat von Red Herring
Die unsichtbare Hand des Marktes existiert sehr wohl. Aber dass sie nichts ist richtig, sie verbreitet vielmehr . Jeder Marktteilnehmer versucht wo er kann, den Markt zu seinen Gunsten zu manipulieren. Und wo die Gier herrscht kann nur Ordnung geschaffen werden, wenn sie Regeln unterworfen wird. Also dem Straf-, Zivil-, Wirtschaftsrecht, etwa einem Kartellrecht, und politischen Eingriffen in den Markt. Außerdem sind die Menschen nicht für den Markt da, es ist genau umgekehrt. Das ist deshalb nur umso richtiger. Aber außerdem ist der Markt ein zartes Pflänzchen, dass überhaupt nur in einem Gewächshaus solcher Institutionen und Gesetze gedeihen kann. Man denke nur mal an sogenannte failed states - es ist schlecht Geschäfte machen, wenn kein Gesetz Vertragsbrüche bestraft oder der zuständige Warlord einem einfach alles wegnimmt. Und bei uns sind Gärtner wie die Zentralbanken ständig damit beschäftigt, den Markt zu düngen und seine wild wuchernden Triebe zu beschneiden. Übrigens, wer gesetzliche Eingriffe in die Marktwirtschaft für Sozialismus hält hat die komplette demokratische Politik verpasst.

"Übrigens, wer gesetzliche Eingriffe in die Marktwirtschaft für Sozialismus hält hat die komplette demokratische Politik verpasst"

es ist eben Milton Friedmann oder Hayek in Reinkultur, in anderen Worten: das Recht des Stärkeren, bzw. das Faustrecht, ja ...

Faschismus in Reinkultur

Ich kann es nicht mehr hören, dieses hohle Gelaber der Marktradikalen. Die sind 10x schlimmer noch als die schlimmsten Stalinisten es je waren ..
Für die sind bei Bedarf sogar die Hungertoten quasi "Markbereinigung" ...

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Toll-s-toy 05.06.2014, 19:07
244. Lord don-don

Zitat von sysop
Frankfurt macht Minus-Zins-Politik, und London denkt über den Austritt aus der EU nach. Das zeigt: Der angelsächsische Kapitalismus ist nicht zu retten. Europa braucht weniger Markt und mehr Brüssel.

HERR AUGSTEIN,

was €uropa und Europa brauchen ist endlich weniger Korruption und auch weniger Spekulanten.

LONDON wird weiter alles Mögliche versuchen, um als Magnet für skrupellose Spekulanten aus der ganzen Welt Kapital zu schlagen.

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linus23 05.06.2014, 19:07
245.

Zitat von Indyaner
Der Kapitalismus bricht nicht gerade zusammen, sondern er wurde bereits vor Jahren beerdigt. Was hier gerade nicht mehr funktioniert ist die europ. Planwirtschaft, die vor Jahren die normalen Marktmechanismen ausser Kraft gesetzt hat. Im freien Markt, haetten sich GR und ES schon lange nicht mehr mit Niedrigzinsen finanzieren koennen und sie waeren genoetigt gewesen zu sparen. In einem freien Markt haette es keine Subventionen fuer span. Immobilien gegeben, die letztlich viel zum Einbruch der span. Wirtschaft beigetragen haben. Ja haette man dem Markt freie Bahn gelassen (oder haette man sich einfach an geltendes Recht gehalten), dann waeren die Verluste beim Einbruch der grie. Wirtschaft auch bei denen haengen geblieben, die dort in Luftblasen investiert haben und nicht beim dt. Steuerzahler. Ja selbst die Sub-Prime-Krise in den USA ist massgeblich durch staatlichen Eingriff verursacht worden - die Banken wurden bereits unter Clinton geradezu genoetigt auch Hauskredite fuer Personen mit niedrigem Einkommen zur Verfuegung zu stellen und die bis dahin geltenden Bonitaetskriterien zu ignorieren. Es ist unglaublich, dass jetzt das Ende des freien Markts herbeigeschrieben wird, wo doch gerade dessen Abschaffung zu den momentanen Problemen gefuehrt hat.

schön wie Sie sich die Sachen zurecht malen, um Ihre ordoliberale, orthodoxe Weltsicht zu bewahren ...

Es ist das übliche Spiel: wird wieder einmal durch maßlose Gier der Karren an die Wand gefahren heißt es lapidar, es hätte auch noch das restliche Quentchen Regulierung beseitigt werden müssen ...

Wenn Sie schon meinen,, so gut Bescheid zu wissen bzgl. Spanien, kann ich Ihnen nur sagen, dass sie da auf dem totalen Holzweg sind:

In Spanien wurde aufgrund wahlltaktischer Überlegungen durch die Regierung Zapatero das Ruder nicht herumgerissen, um die bereits exzessiven Auswüchse einzudämmen, d.h. es war eben viel zu wenig Regulierung im Spiel, z.B. das mögliche progressive Besteuern leerstehenden Wohnraums zu spekulativen Zwecken. Hier regierte die nackte Gier, Bonanza ... Was ist es denn für eine Regulierung, wenn die Banken quasi zu 100 % Hypothekarkredite mit 100 % Beleihung gewähren, obendrein einen Audi, BMW oder Mercedes zu 40T Euro und noch die Wohnungseinrichtung oben drauf ?? - das hat nichts mit Regulierung zu tun, sondern ist der blanken Gier geschuldet. In den USA war es so ähnlich, nur pyramidenhafter gestaltet durch immer marodere Kreditnehmer, welche auf Teufel komm mal raus tw. unter den Brücken hervorgeholt wurden um die Nachfrage nach Immobilien weiter zu treiben. Die dortigen Banken haben sich dann die CDS ausgedacht, in welche auch lauter Schrottt reingepackt wurde ... Die wichtigsten Kunden waren ausländische Banken, ganz vorne standen die stupid Germans, welche von dem Zeugs nicht genug kriegen konnten ... stand etwa Clinton hinterm Bankschalter ? nein, er zog es doch vor mit den Bankern bei Dinner zu kokettieren ...

Zuviel Regulierung ?? seltener Quatsch !

P.S. googlen Sie einmal nach dem Glass-Steagall Act- Dieser wurde von Cllinton (!) 1999 aufgehoben. Die Aufhebung dessen war die Ursache der Katastrophe 2008

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neolibby 05.06.2014, 19:15
246. die Logik eines Herrn A. verstehe ich nicht. Nur weil der Zins negativ ist, ist der

Zitat von raman
.. Verzweiflung an, der ganze Artikel. SChönmacherei. Ich glaube die hohen Tiere haben gemerkt dass das Volk doch nicht so dumm zu verkaufen ist. Die merken nun dass die Bevölkerung immer mehr gegen die EU ist und die ganze Kapitalistische Politik die nur den Großkonzernen etwas bringt, und das ganze wird auf dem Buckel der unteren Arbeiterschicht erwirtschaftet. Mit Meldungen wie Wirtschaftsboom und steigender Konsum, versucht man das ganze Chaos zu vertuschen und schön zu reden. Bin mal Gespannt was für ein Gesetz zum Nachteil der Bevölkerung während der WM-Spiele verabschiedet wird. =)
Kapitalismus am Ende ?
Wieso sollte es keinen negativen Zins geben - es gibt doch auch negatives Haben/Kapital und das schon seit 100en von Jahren.
Das nennt sich SCHULDEN !
Und in der Mathematik gibts ja nicht nur negative Zahlen, sondrn auch komplexe Zahlen und Vektoren, die räumliche Werte darstellen.

Manometer - was fürn Stuß.

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Claes Elfszoon 05.06.2014, 19:20
247. Aha! Die französische ...

Zitat von frommerstop
nicht funktionieren--denn solange in den USA, China, GB und Russland der reine Kapitalismur herrscht (die Schwellenländer Indien, Brasilien etc kommen noch dazu) wird sich garnichts daran ändern dass die Reichen reicher und die Armen ärmer werden. erst wenn die Völker dort angekommen sind wo sie z.Zt. der franz. Revolution waren wird sich was ändern..u.U. gewaltsam. Lassen Sie mal ein schlechteres Szenario bei der Banken- und Eurorettung als es uns jetzt erzählt wird und uns in D wird eine Rechnung von mehreren hundert Milliarden präsentiert........dann ist Schluss mit lustig. Vorher wahrscheinlich nicht so bald.
... Revolution als Antwort auf den "reinen" Kapitalismus. Sicher werden die Europäer irgendwann dahin kommen, falls diese EU sich weiter entwickelt als Gesellschaften spaltendes Feudalwesen. Dann wird man gegen den EU-Adel revoltieren und den Kommissionskönig guillotinieren.

Bisher wurden die Armen nicht ärmer, auch wenn die Reichen reicher wurden, aber diese EU wird das schon richten - sie ist auf dem besten Weg dazu aus dem Pseudo-Gespenst der relativen Verarmung ein reales der absoluten Verelendung zu machen - dazu muß sie nur konsequenter den Kapitalismus bekämpfen, dann geht das fast wie von selbst!

Nur wird der kapitalistische Rest der Welt dann mitleidig auf das Experiment EU schauen und den entwurzelten Menschen dieser Weltregion Arbeit, Obdach und Asyl bieten.

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fixenbaas 05.06.2014, 19:22
248. Markt-Schreier wie die drei bekannten Affen

Diese Diskussion über Augsteins Kolumne erlebe ich als (geistig) recht anregend.
Weniger erbaulich stänkern dazwischen dabei jene undifferenzierten Markt-Schreier, die sich nicht einmal die Mühe gemacht haben, die Kolumne dem Wortlaut nach gelesen zu haben - ein "Verstehen" wollen wir besser gar nicht erst erwarten.
Vom "Ende DES Kapitalismus" ist überhaupt nicht die Rede. Im Wortlaut heißt es vielmehr:
"Nicht Europa ist am Ende - sondern der Kapitalismus, so wie wir ihn kennen.
In Frankfurt hat Zentralbankpräsident Mario Draghi mit seiner spektakulären Minus-Zins-Politik den klassischen Kapitalismus beerdigt: Nicht nur wer Geld fälscht, wird künftig bestraft, sondern auch wer es bei der Zentralbank parkt. Diese Paradoxie entlarvt den modernen Kapitalismus."
Analytisch ersetzen Begriffe wie "Kapitalismus, wie wir ihn kennen", "klassischer Kapitalismus" und "moderner Kapitalismus" natürlich keine Analyse, herauszulesen bleibt aber doch, dass nicht DER Kapitalismus gemeint ist, sondern Kapitalismus in seinen bisher bekannten Erscheinungsformen. Und diese kritische Einschätzung ist bereits von namhaften Ökonomen, namentlich aus den USA, bekannt.

Wer in dieser Kritik schon "linke Ideologie" zu erkennen meint, hat wahrlich wenig bis gar nichts verstanden von einer Entwicklung, der wir uns zu stellen haben. Geradezu lächerlich argumentieren einige Vertreter des "freien Marktes", den sie von der "Brüsseler Bürokratie" missachtet sehen. Nur so viel: Die Finanzkrise 2007/08 war in dieser Abfolge überhaupt nur möglich, nachdem in den USA, dann in Großbritannien politisch (!) Begrenzungen im Finanzmarkt aufgehoben worden waren, erst unter dieser Voraussetzung konnte sich eine Blase entwickeln, in der u.a. der Handel mit vorher nicht zugelassenen Finanzprodukten eine wesentliche Rolle spielte. - Auch die Manipulation an Kursen, wie sie in London aufgedeckt wurde, war möglich im "freien Markt".

Am Markt agieren immer Interessengruppen, d.h. Menschen mit unterschiedlichen Interessen. Banker im Ruhestand finden dann die Muße, die Politik zu mehr Durchsetzungsfähigkeit aufzumuntern. Werden keine Grenzen gesetzt, werden eben alle legal vorhandenen Möglichkeiten bis an die Grenzen ausgelotet. Wieviele Ermittlungsverfahren laufen gerade nur gegen die Deutsche Bank?

Wenn gegenwärtig ideologisch aufgeheizt argumentiert wird, dann von Apologeten des "freien Marktes". Nicht einmal die (politischen) Verwalter dieses bestehenden Kapitalismus trauen sich noch, derart naiv und simpel ständig notwendige Lenkungen der Volkswirtschaften zu verweigern.

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eswirdbesser 05.06.2014, 19:22
249. Der Kapitalismus. . .

. . .soll jetzt tot sein? Sehr witzig. Und das Beispiel französische Revolution, na dann gehen wird doch mal in das Jahr 1814. Was blieb von den hehren Ansprüchen? Aber trotzdem ein gutes Beispiel. Denn der Kapitalismus ist doch nur ein Symptom der entsprechenden Charaktereigenschaften des Menschen. Und er wird wie der Phönix wieder erscheinen, sollte er denn nun untergehen. Sie stirbt nie, die dunkle Seite der Macht. . .

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