Forum: Politik
Umbrüche in Europa: Es ist vorbei, bye-bye!

Frankfurt macht Minus-Zins-Politik, und London denkt über den Austritt aus der EU nach. Das zeigt: Der angelsächsische Kapitalismus ist nicht zu retten. Europa braucht weniger Markt und mehr Brüssel.

Seite 26 von 39
GeronimoX 05.06.2014, 19:23
250.

Absolut richtig Herr Augstein - exzellenter Artikel!

Nur leider ist es so, dass wir diesen Kapitalismus bereits 1:1 von der außereuropäischen Insel und Ihrem Mutterkontinent USA übernommeh haben!

Der Weg zurück wird wohl steinig und schwer...

Beitrag melden
multimusicman 05.06.2014, 19:33
251. Prima Herr Augstein,

eine klare und treffende Analyse.
Und der Artikel macht auch deutlich,
warum Sie in bestimmten, sich als Auserwählte empfindenden, Kreisen so unbeliebt , gar als Gefahr empfunden werden.
Wer die Wahrheit sagt wird hat oft angefeindet.
Bleiben sie standhaft.

Beitrag melden
EiligeIntuition 05.06.2014, 19:34
252. Wo, bitte, gibt

Zitat von vierpunktzwo
Wenn das das Ende des Kapitalismus ist, geht er schöner zu Ende als der Sozialismus. Es gibt billiges Geld und man kann sich allerhand dafür kaufen. Beim Ende des Sozialismus (DDR) gab es nur billiges Geld. Zu kaufen gab es nix.
es denn "billiges Geld"?

Bei der EZB, wohl wahr.

Aber das rücken die Banken ja nach wie vor nicht raus.

Damit zocken sie lieber weiter an den Börsen.

Beitrag melden
vindex_sine_nomine 05.06.2014, 19:37
253. Hm, ...

Schreibt der Spaßvogel mit dem dicken Bankkonto, der sich darüber freut, daß Leute, die sparen statt zu zocken, bald enteignet werden und der auf Grund seines Kapitals deutlich leichter sein Kapital mehren kann und wohl auch mehrt.

Beitrag melden
montykomm! 05.06.2014, 19:39
254. Agitprop vom Gröbsten

Eende April zelebrierte Jakob Augstein den Untergang des Abendlandes ("unser "Imperialismus des Universellen" ist unrettbar am Ende"). Jetzt bejubelt er der Auferstehung der Euro-Zone, untergehen tut nur der angelsächsische Kapitalismus. "Wer dabei vom Ende Europas träumt, egal ob in London oder in Moskau, der wird enttäuscht sein. Europa schreitet voran. " Draghi hat den klassischen Kapitalismus beerdigt. "Die unsichtbare Hand des Markts ist nur deshalb unsichtbar, weil sie nicht existiert. Wir haben inzwischen gelernt: Der Markt klärt gar nichts." Wir haben es mit einer Neuauflage der französischen Revolution zu tun! Wer wird wohl der neue Napoleon sein? Wahrscheinlich der Markt...

Beitrag melden
gerd.66606 05.06.2014, 19:40
255. optional

Sobald man anfängt das TAUSCHMITTEL Geld als Ware zu handhaben und durch Zins und Zinzeszins leistungslos immer reicher wird ,wird dieses System immer wieder untergehen wie in der Vergangenheit . Die Menschen machen immer wieder den selben Fehler.Die Gier ist eben zu gross.

Beitrag melden
EiligeIntuition 05.06.2014, 19:42
256. So ist es.

Zitat von Red Herring
Die unsichtbare Hand des Marktes existiert sehr wohl. Aber dass sie nichts ist richtig, sie verbreitet vielmehr . Jeder Marktteilnehmer versucht wo er kann, den Markt zu seinen Gunsten zu manipulieren. Und wo die Gier herrscht kann nur Ordnung geschaffen werden [...] wer gesetzliche Eingriffe in die Marktwirtschaft für Sozialismus hält hat die komplette demokratische Politik verpasst.
Bin gespannt, ob das auch endlich von den nationalistischen Anti-Europa- und Turbo-Kapitalismus-Schreiern einmal begriffen wird.

Beitrag melden
rolli 05.06.2014, 19:48
257.

Zitat von sysop
Frankfurt macht Minus-Zins-Politik, und London denkt über den Austritt aus der EU nach. Das zeigt: Der angelsächsische Kapitalismus ist nicht zu retten. Europa braucht weniger Markt und mehr Brüssel.
Ach Herr Augstein, wenn die Geldleiher im Mittelalter sahen, dass sie von den Möchtigen kein Geld mehr bekommen konnten und man drohte sie zu inhaftieren, fanden diese ein Schlupfloch schneller als eine Maus. Und genau das ist das, was Draghi hier macht. Er hooft, als alter Goldman Sucks Banker, dass ihn diesmal nicht die Steuerzahler, sondern die Unternehmen, die Wirtschaft rettet, aber davor ist die Kanzlerin. Er muss entweder das was er vorhat durchsetzen, heisst, Deutschland isolieren, oder der Kanzlerin nachgeben. Ein unabhängiger EZB-Präsident würde- wie es die Bundesbank oft getan hat, die Kanzlerin in die Wüste schicken. Draghi dagegen ist Goldman Sucks verantwortlich und wird nur das tun, was die Banken rettet.

rolli

Beitrag melden
doc 123 05.06.2014, 19:52
258. Absolut richtig...

Zitat von montykomm!
Eende April zelebrierte Jakob Augstein den Untergang des Abendlandes ("unser "Imperialismus des Universellen" ist unrettbar am Ende"). Jetzt bejubelt er der Auferstehung der Euro-Zone, untergehen tut nur der angelsächsische Kapitalismus. "Wer dabei vom Ende Europas träumt, egal ob in London oder in Moskau, der wird enttäuscht sein. Europa schreitet voran.
Seitdem ich kürzlich Augstein zusammen und höchstgemeinsachaftlich mit seinem Kumpel aus der Spiegel-Chefredaktion, ich glaube bei Lanz wars, äußerst tumb-plumber Weise gegen die AfD gewettert hat, ist der für mich sowieso gestorben und was er hier von sich gibt, bestätigt mich nur noch. Wer hier immer noch für den Euro und diese abstruse EU schreit und dagegen gerade einmal in geradezu lachhafter Weise diesen längstens überholten und angeblichen Untergang eines Kapitalimus setzt, bei dem die Eliten und Profiteure eh weiterhin die Gleichen wie zuvor snd, und dafür echte,anständige und realistische Kenner wie Olaf Henkel oder Bernd Lucke derartig unsachlich angreift und verunglimpft, die zumindest mir geradezu nach dem Munde sprechen, der ist für mich eh gestorben.

Beitrag melden
Claes Elfszoon 05.06.2014, 19:52
259. Was Sie nicht sagen! Sie halten ...

Zitat von fixenbaas
Diese Diskussion über Augsteins Kolumne erlebe ich als (geistig) recht anregend. Weniger erbaulich stänkern dazwischen dabei jene undifferenzierten Markt-Schreier, die sich nicht einmal die Mühe gemacht haben, die Kolumne dem Wortlaut nach gelesen zu haben - ein "Verstehen" wollen wir besser gar nicht erst erwarten. Vom "Ende DES Kapitalismus" ist überhaupt nicht die Rede. Im Wortlaut heißt es vielmehr: "Nicht Europa ist am Ende - sondern der Kapitalismus, so wie wir ihn kennen. In Frankfurt hat Zentralbankpräsident Mario Draghi mit seiner spektakulären Minus-Zins-Politik den klassischen Kapitalismus beerdigt: Nicht nur wer Geld fälscht, wird künftig bestraft, sondern auch wer es bei der Zentralbank parkt. Diese Paradoxie entlarvt den modernen Kapitalismus." Analytisch ersetzen Begriffe wie "Kapitalismus, wie wir ihn kennen", "klassischer Kapitalismus" und "moderner Kapitalismus" natürlich keine Analyse, herauszulesen bleibt aber doch, dass nicht DER Kapitalismus gemeint ist, sondern Kapitalismus in seinen bisher bekannten Erscheinungsformen. Und diese kritische Einschätzung ist bereits von namhaften Ökonomen, namentlich aus den USA, bekannt. Wer in dieser Kritik schon "linke Ideologie" zu erkennen meint, hat wahrlich wenig bis gar nichts verstanden von einer Entwicklung, der wir uns zu stellen haben. Geradezu lächerlich argumentieren einige Vertreter des "freien Marktes", den sie von der "Brüsseler Bürokratie" missachtet sehen. Nur so viel: Die Finanzkrise 2007/08 war in dieser Abfolge überhaupt nur möglich, nachdem in den USA, dann in Großbritannien politisch (!) Begrenzungen im Finanzmarkt aufgehoben worden waren, erst unter dieser Voraussetzung konnte sich eine Blase entwickeln, in der u.a. der Handel mit vorher nicht zugelassenen Finanzprodukten eine wesentliche Rolle spielte. - Auch die Manipulation an Kursen, wie sie in London aufgedeckt wurde, war möglich im "freien Markt"...
... also die Attribuierung "angelsächsischer Kapitalismus" für aussagekräftig und mit wirklichen Unterscheidungsmerkmalen zum chinesischen Kapitalismus, Turbo-Kapitalismus, gelenkten ..., Manchester ... etc.versehen?

Aber die EU IST am Ende und der Kapitalismus, "wie wir ihn kennen" eben nicht! Aber bitte: Was soll das eigentlich sein? Die gleiche Chimäre wie ein Kommunismus "wie wir ihn kennen", der ja gar keiner ist, wie wir immer wieder lernen von denen, die ihn auch nicht kennen aber offensichtlich intuitiv nach- oder vorempfinden?

- Analytisch ersetzen Begriffe natürlich keine Analyse aber dennoch kann man ja was herauslesen - mit derartigem Nonsense und hinter der Maskerade eines "arbiter mundi" düngen Sie auch nur die ideologienassen Senken, die der Autor so gerne durchmist ohne seine Füsse zu benetzen.

Beitrag melden
Seite 26 von 39
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!