Forum: Politik
Umfrage: AfD legt auf sieben Prozent zu
REUTERS

Die Alternative für Deutschland erreicht ein neues Umfragehoch: Laut Forsa kommt die rechtspopulistische Partei auf sieben Prozent. Kanzlerin Merkels Beliebtheit fällt auf den bislang schwächsten Wert in diesem Jahr.

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humble_opinion 07.10.2015, 13:17
300. Global

Die Meisten hier also glauben, dass sich die weltweiten Flüchtlingsströme durch Grenzzäune und ein AfD-Kreuzchen auf dem deutschen Wahlzettel verhindern lassen?


Dann schließt man weiter Eure Äuglein und glaubt an nationale Lösungen. Selbst bei einer Zustimmung von 100% für die CSU oder AfD lassen sich globale Entwicklungen nicht aufhalten.


Klug und vorausschauend wäre es, sich rechtzeitig darauf einzustellen und lösungsorientiert zu denken. Wer durch Hunger oder an Leib und Leben bedroht ist, wird sich nicht durch die Luckes, Petrys und Seehofers aufhalten lassen.


Aber wer nur bis zum nächsten Urlaub oder zur nächsten Bundestagswahl denkt, dem wird sich so etwas kaum erschließen. Die Zeiten von Deutsch-Ostafrika sind vorbei. Wir leben in einer globalen Welt. Und die braucht globale Antworten. Auch wenn die Erkenntnis - besonders in Bayern - weh tun mag.

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friedrich_eckard 07.10.2015, 13:18
301.

Zitat von thelix
Zehn krakeelende sich in Internetforen auskotzende Wutbürger sind lauter als eine Million Schweigender.
Wohl wahr! Leider erreichen diese Krakeeler aber, dass Fragen, die ernsthaft zu stellen und diskutieren wären, man sich gar nicht mehr zu stellen und zu diskutieren wagt - aus Furcht vor Beifall von der falschen Seite und aus der Sorge heraus, sich in einer Gesellschaft wiederzufinden, in die nicht zu gehören man überzeugt ist.

Da wäre die simple Feststellung, dass es natürlich nicht wünschenswert und nicht im Interesse aller Beteiligten ist, wenn Menschen unter Zwang ihre angestammte Heimat verlassen müssen, dass die Aufnahme von Flüchtlingen immer nur eine Notlösung sein kann, und dass sogar aus der Parole "Refugees welcome!" unter diesem Aspekt ein etwas falscher Zungenschlag herauszuhören ist, auch wenn der denen, die diese Parole verwenden, sicher nicht bewusst ist.

Da ist die Feststellung, dass man von jedem, der "offene Tür" propagiert, schon verlangen darf, eine klare Vorstellung davon zu haben, wie das dann diesseits der Tür weitergehen soll, und da sind die Zweifel daran, dass es diese klare Vorstellung wirklich gibt.

Da wäre die Frage, ob Merkel sich nicht auf fremde Kosten als Kandidatin für den Friedensnobelpreis in Stellung bringt - denn für Unterbringung und Versorgung der Flüchtlinge dürfen Länder und Kommunen sorgen, die idR nicht im Gelde schwimmen und die mehrheitlich auch nicht durch die Partei der Frau Merkel regiert werden: ein Schelm, der Böses... oder: auf fremdem *piep* ist leicht durchs Feuer reiten.

Da sind die Zweifel an der Lauterkeit der Motive mancher, dier da die "offene Tür" propagieren, wenn man etwa lesen muss, dass ein gesetzlicher Mindestlohn, der eh' schon nichts taugt, unter dem Vorwand "Integration von Zuwanderern in den Arbeitsmarkt" zur Disposition gestellt werden soll.

Das ändert aber alles nichts daran, dass gegen Ausländerrausler aller Farben, Formen und Grössen noch der/die naivste "Plüschtierverteiler/in" an irgendeinem Ankunftsbahnhof hundertfach im Recht ist.

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cum infamia 07.10.2015, 13:20
302. Grundgesetz ?

Wer kann noch jemanden wählen, der bewußt das Grundgesetz bricht ( Art.16a(2)).
Das sollte die letzte "Leistung" der Kanzlerin Merkel gewesen sein. Mit dieser kann die CDU nur noch eins : Verlieren !

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t1591j 07.10.2015, 13:20
303. Das kommt davon,

wenn man die verschiedensten Taktiken anwendet, um neu entstehende und konkurrierende Parteien oder Gruppen unbedingt ausschalten will anstatt sich mit den Problemen beschäftigt, die diese Bürger haben. Zur Zeit wird m. E. die Parole ausgegeben: "Todschweigen". Ich hege nicht die allergrößte Sympathie für AfD und Pegida, aber es kann mir keiner erzählen, das diese Leute alles "braune" sind und aus Langeweile auf die Straße gehen. Nein, sie haben Probleme und werden nicht gehört! Mit Todschweigen werden es nur noch mehr bzw. der Zuspruch bei der nächsten Wahl. Mich würde einmal die tatsächliche Zahl der Spaziergänger vorgestern in Dresden interessieren.

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qoderrat 07.10.2015, 13:23
304.

Zitat von jowitt
Warum sollte man AFD wählen? Ich erkenne da keinerlei Lösungskompetenz in den drängenden Fragen unserer Zeit. Nur dumpfes, zum Teil Haß und damit Zwietracht nährendes Gerede.
Ich sehe bei der Afd auch keine Lösungskompetenz. Das Problem ist, bei den Regierungsparteien ebenso wenig.

Wer unser Sozialsystem mit Ansage zusammenbrechen lässt, bietet auch keine Lösung.

Wer Ängste in der Bevölkerung, unabhängig davon ob berechtigt oder nicht, nicht ernst nimmt, empfiehlt sich auch nicht als Lösung.

Und wer Andersdenkende allzu oft in die rechte Ecke stellt, darf sich nicht wundern wenn irgendwann die Nazi-Karte nicht mehr greift und die Scham Populisten zu wählen nicht mehr als Abschreckung ausreicht.

Ich habe mich, wie viele bei uns in der Gemeinde bei der Betreuung der uns zugewiesenen Flüchtlinge ehrenamtlich engagiert. Ich kann inzwischen einige der Ängste bzgl. Integrationsfähigkeit und Auswirkungen auf unsere Gesellschaft aufgrund Erfahrungen aus erster Hand ganz gut nachvollziehen. Die Aussagen unserer Regierung zur vorliegenenden Problematik kann ich heute bestenfalls noch als Traumtänzerei bezeichnen, schlimmstenfalls als kompletten Realtitätsverlust.

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geando 07.10.2015, 13:24
305.

Es ist doch ganz einfach: Setzt die bestehenden Gesetze um und wendet sie konsequent an, dann wird es auch keinen Rechtsruck geben:

-Asyl ist eben NICHT gleich Einwanderung
-Die Dublin-Verträge von 1990 (damals war Deutschland noch EU-Aussengrenze) sind immer noch in Kraft und werden durch die EU-Aussenländer konsequent ignoriert. Sie müssen wieder eingehalten werden.
-Beschleunigt die Asylverfahren auf 48 Std. (wie in der Schweiz)
-Schiebt alle die kein Asylrecht haben, sofort und Konsequent ab.
-Startet eine Informationskampagne in den Herkunftsländern der Migranten. Man muss mitteilen, das eben nicht jeder in Deutschland Willkommen ist, das Asylanträgen zum grössten Teil nicht stattgegeben wird, das Deutschland keine Kapazitäten hat um im grossen Stil Einwanderer ohne Sprachkenntnisse und passender Bildung in Gesellschaft und Arbeitsmarkt zu integrieren.

Dies alles würde dem gesunden Menschenverstand und dem Stand der Gesetze entsprechen, den wirklichen Opfern von politischer Verfolgung mehr helfen (durch Konzentration von Ressourcen auf die wahren Bedürftigen) und den Strom der Migranten insgesamt deutlich abebben lassen.

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Modest 07.10.2015, 13:24
306. Die Herausforderung zur Toleranz

Wenn die Vernunft allen Weisen den Sinn von Wahrheit zueinander in Geltung bringt, dann wird von JEDEM Menschen in diesem Land Toleranz abverlangt. Was ich jedoch zur Zeit erlebe ist eine Brunnenvergiftung von professioneller Gangart durch alle Parteiströme fließend.
Jeder zerrt am Rockzipfel Macht, obwohl Merkel macht was Machtlos stinkt. Da werden Multikulti-Schleuser angeheuert die rentierliche Arbeitskräfte ins Land bringen sollen und anderseits will BK Dr. Merkel sich ein Denkmal errichten lassen. Das schaffen wir und noch viel mehr: Die Toten begraben, die uns der globale Geldadel verursacht. Wer ist heute noch so demütig die Wahrheit zusagen. Wenn ich als Ersthelfer an eine Unfallstelle komme habe ich die Ruhe zubewahren und die Unfallstelle abzusichern um weitere Unfälle zuverhindern. Doch Frau Merkel reist recht gelassen von einem Event zum anderen und überlässt den Rest der Welt. Toleranz verlangt auch Widerstand gegen jene die nur dabei Geschäfte riechen.

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antiru 07.10.2015, 13:25
307. Was ist eigentlich Demokratie?

Wenn das Volk die Meinung der Regierung vertritt? Ein demokratischer Mensch muss mitlaufen wohin alle laufen?
Es fehlt an Patrioten in unserem Land. Damit meine ich aber nicht Neonazis und solches Gesochse.
Ehrliche, rechtschaffende und der Heimat verbunde Menschen. Die auch noch Bezug zur Basis haben. Die bei klarem Verstand sind. Die nicht von Lobbyisten beeinflusst werden und die auch nicht im Wohlstand leben auf Kosten der fleißigen Steuerzahler.
Die den Mut haben die Wahrheit zu sagen. Auch auf die Gefahr hin, von den aktuellen selbstsüchtigen oder/und unfähigen Politikern öffentlich als rechts oder links Radikale verschriehen zu werden.
Patriotismus fehlt bei uns. Alles andere haben wir leider zu genüge ....

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nixkapital 07.10.2015, 13:25
308. .-.

Zitat von ruhrpottsonne
Es ist in diesem Fall völlig irrelevant, wie Leute in Deutschland Frau Merkels Äußerungen interpretieren. Viel bedeutender ist, wie ihre Sätze von den Menschen der unteren Wohlstandhälfte weltweit verstanden wurden. Und dort wurde das eben als Einladung und Versprechen auf Wohlstand und Sicherheit verstanden. So höre ich das zumindest von meinen Freunden aus Pakistan, Indien und Bangladesch. Auch Frau Merkel möchte ich den Intellekt unterstellen, daß sie genau das weiß.
Sie wissen also ganz genau, was die Menschen "dort unten" denken? Toll. Ich dachte, auch dafür hätten wir die NSA. Nun, ich denke, auch ohne den Merkel'schen Satz wären die Flüchtlingsströme nicht abgerissen. Ich bin kein Freund unserer Kanzlerin, aber sie dafür verantwortlich zu machen, dass viele Flüchtlinge nach Deutschland fliehen, halte ich einfach für naiv.

Dass die Flüchtlinge zu uns kommen, liegt viel eher daran, dass wir in den letzten Jahren immer so heftig mit unseren Erfolgen angegeben und uns in Europa als Boss aufgespielt haben. Als Flüchtling würde ich mich auch dorthin aufmachen, wo die stärkste wirtschaftliche Macht ist. Warum sich mit Albanien zufrieden geben, wenn man auch Deutschland haben kann. Auf der Flucht ist man ja eh...

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jowitt 07.10.2015, 13:26
309. optimainternacional

Zitat von optimainternacional
.... Dann kam die hauptsaechlich tuerkische Invasion, die Einwanderung sogenannter Volksdeutscher aus Russland, die sich als Russen fuehlen. Diese beiden Integrationen sind wohl mit Ausnahme einiger Vorzeigeexemplare n icht gelungen. ...
Das ist nicht richtig. Die ganz große Mehrheit der türkischstämmigen Bevölkerung Deutschland und auch die "Russlanddeutschen" sind sehr wohl integriert.
Nur: Die integrierten fallen halt nicht mehr auf, sie werden quasi unsichtbar.

In einem Betrieb, für den ich arbeite, arbeiten ca. 30 Menschen in gehobenen Positionen. Davon sind 1 Inder, 4 Türken, 1 Grieche, 1 Russlanddeutsche, 1 Rumäne und 1 Italiener.

Keinem dieser Personen merken sie an, dass sie ursprünglich keine Deutsche sind. Weder an der Sprache, noch an ihrer Lebensweise oder ihrer Kleidung.

Sehen können Sie immer nur die ausländischen Mitbürger, die eben noch nicht integriert sind. Die anderen werden unsichtbar.

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