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Umfrage bei Franzosen und Deutschen: Delikatessen gegen Disziplin
REUTERS

Die Deutschen? Einflussreich und arrogant. Die Franzosen? Lebenskünstler, aber wirtschaftlich desolat. Eine Doppel-Umfrage zum 50. Jubiläum der Élysée-Verträge zeigt: Die deutsch-französische Beziehung ist in der Krise.

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medi15 22.01.2013, 10:29
160. endlich!

Zitat von ernstrobert
Ehrlich gesagt, ich kann mit all diesen Beiträgen, die auf extreme Weise durchaus vorhandene Ressentiments verstärken, nichts anfangen. M. Giostamm zählt Erbsen wie viele andere auch hier. Leute, befreit euch von euren Komplexen. Vermeintlich deutsche Arroganz trifft auf französischen 'orgueil' (Hochmut), beide können nur .....
der erste Beitrag, den ich so komplett unterschreiben kann. Wir sollten aufhören , uns gegenseitig misstrauisch auszufragen, was der jeweils andere denkt und uns auseinanderzudefinieren , sondern versuchen, uns in unseren Verschiedenheiten zu verstehen und ergänzen, zum Vorteil beider Partner....

Leider hängt ein Grossteil der öffentlich sichtbaren Akzeptanz des Nachbarlandes am Aufttreten der Staatsoberhäupter und ihren Regierungen.
Da macht gerade Francois Hollande viele Fehler. Chirac als auch Sarkozy haben Angela Merkel viel besser zu nehmen verstanden.

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medi15 22.01.2013, 10:45
161. ich vermute......

Zitat von martin_in_paris
Hahaha!! Selten so gelacht! Und selbst WENN in Deutschland nicht vernünftig Englisch gesprochen wird, so wird es wenigstens versucht. Was man von den Franzosen nun wirklich nicht behaupten kann!! Soviel zu der unerträglichen Arroganz!
.... sie kennen einfach die Perspektive der anderen Seite nicht.

Ich habe im Studium beobachten können, wie in OST deutschen Kliniken abfällige, spitze Bemerkungen über ausländische Ärzte aufgrund von kleinen !! und wirklich unwichtigen Sprachfehlern zu hören waren, keine Ärzte, die so schlecht sprechen, dass sie wandelnde Gefahrenquellen darstellen, nein, es waren nur kleinere Grammatikfehler.
Dieses Verhalten kam natürlich von Leuten die selbst nie über den Tellerrand Dtls geschaut haben und mit einer Fremdsprache im Ausland über die Runden kommen oder gar dort arbeiten/ein Praktikum absolvieren mussten.
GENAU das vermute ich auch bei ihren unangenehmen Pariser Kontakten.
Zudem sind Pariser für ihre doch recht weit verbreitete herablassende Art (nicht alle natürlich) in ganz Frankreich bekannt und auch unbeliebt.
Gehen Sie in die Regionen, suchen Sie wirklich freundschaftlichen Anschluss, Sie werden merken, dass Franzosen offen und herzlich sind, offener, als ich es aus Dtl kenne.

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Starmoon 22.01.2013, 15:23
162. Kognitor hat es auf den Punkt gebracht

Es ist allein der Standpunkt des Betrachters. Was will ein Berliner schon mit Paris anfangen oder umgekehrt. Ein Luxemburger hat F und D ganz nah an der Backe und seine Sicht ist ziemlich neutral. Hat er doch von beides was zu profitieren oder eben nicht. Der Standpunkt machts, das Leben ist überall gleich unter Gleichen und anders bei den Andern. Franzosen sind höflich, Deutsche nicht so unbedingt. Deutsche sind pünktlich - auch eine Art der Höflichkeit. Deutsche sind effizient und gehen einem damit auf den Hammer. Franzosen sind lässig und gehen einem damit auf den Hammer. Aber wir kleben schon recht lange ganz gut aneinander, ich wollte die Franzosen nicht missen.

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spon-facebook-10000058549 31.12.2013, 09:58
163. Reine Momentaufnahme!

@bombi_22 -->Da hast du recht, und dahinter verbirgt sich mehr. Liegt aber nicht alleine an den geringeren Betreuungsmöglichkeiten. Deutschland hat trotz allem sehr hohe Subventionen, und egal was ausgegeben wird, die Geburtenraten steigen nur marginal, streng genommen könnte man sich das Geld dafür komplett sparen und in Sinnvollere Zukunftsprojekte stecken. Auch in sehr sehr Kapitalistischen Ländern, wo es kaum Soziale Absicherung gibt, ja ein sehr sehr großes Risiko dastellen, wie den USA und England, sind die Geburtenraten weitaus höher, 2,2 und 1,8. Die Deutsche Dame und der Deutsche Herr mag nunmal keine Kinder mehr, und diese Bedeuten ihnen nichts, genausowenig wie die Familie an sich. Das seh ich doch jeden Tag im privaten Umfeld. Das ist im Lande des Weins nunmal Grundlegend anders ; vielleicht auch weil die Franzoßen mit mehr Leichtfüssigkeit an alles rangehen, egal ob man ein altes Auto hat, egal ob der Putz von der Wand fällt --> Hauptsache, man lebt, und "lebt". Der Deutsche ist zu Perfektionistisch bis ins Detail, na klar, wenn man von 9-10 Stunden dem hier Typischen Arbeitsdruck ausgesetzt ist, vielleicht noch eine Stunde zur Arbeit fährt, Abends sich fortbildet, Samstags Heimwerken angesagt ist, Sonntags die Kehrwoche ruft und die Kredite für ein Überteuertes Haus, einen übertriebenen Luxusschlitten ( desses Leistung kaum einer Ausreizt) und die neue Küche drücken, wo soll da noch Platz, Zeit und Nerven sein für Kinder?? In Urlaub nach Frankreich will man ja auch noch. Und Ohh die Energiewende, jedes Jahr diese Nachzahlungen, das "wollten" wir als Land ja auch! Ach ja, und die Private Rentenvorsorge, weil , wie wir ja alle Wissen, die Renten in Zukunft nicht mehr ausreichen werden, die muß auch noch geleistet werden. Genau hier ist dann schon der Haken bei der Sache. Das Geld alleine, Pflegt die Masse an alten Menschen einmal nicht, Mitte dieses Jahrhunderts. Und die Renten, völlig egal, ob diese aus Privaten Töpfen oder vom Staat kommen, müssen irgendwo irgendwie erwirtschaftet werden! Und diese Leistungsfähigkeit werden wir verlieren, langsam, schleichend. Sogar im Lande des Weines gibt es genau darüber Bücher. Mit der Französischen Leichtfüßigkeit wird uns Frankreich mit Sicherheit Ein und Überholen die nächsten 50 Jahre! Dann Vereint dieses Land ja eigentlich alles; Kultur, Lebensfreude, Gutes Wetter, Unglaubliche Schöne Landschaften, Wirtschaftliche Stärke, eine Dynamische Gesellschaft und Südländische Lebensart. Das alles auch mit bröckelndem Putz und verbeulten Autos. In Zahlen; In Frankreich kommen derzeit 800000 bis 850000 Kinder zur Welt, in Deutschland gerade mal 650000 bis 675000, bei Wohlgemerkt, fast 20 Millionen Einwohnern mehr. Mitte des Jahrhunderts werden in Frankreich etwa 1 Million Menschen geboren, hier werden es dann nicht mehr wie 400 oder 500000 sein, wenn überhaupt. Dies ist das Bild der Zukünftigen Gesellschaft, die sich abzeichnet. Lasst uns auf einen EU - Einheitsstaat mit gemeinsamer Rente Hoffen, aber, und das ist meine Befürchtung, wird uns unsympatischen Deutschen keiner zugestehen wollen wenns mal soweit ist.

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