Forum: Politik
Umfrage: Jeder fünfte Deutsche unter 30 kennt Auschwitz nicht

Junge Bundesbürger haben eklatante Wissenslücken hinsichtlich der deutschen Geschichte: Einer Umfrage zufolge können 21 Prozent der unter 30-Jährigen nichts mit dem Begriff Auschwitz anfangen - und jeder dritte Deutsche weiß nicht, in welchem Land das ehemalige Konzentrationslager steht.

Seite 3 von 6
nebenjobber 25.01.2012, 17:50
20. Zahlenspielerei verwirrt

Zitat von sysop
Junge Bundesbürger haben eklatante Wissenslücken hinsichtlich der deutschen Geschichte: Einer Umfrage zufolge können 21 Prozent der unter 30-Jährigen nichts mit dem Begriff Auschwitz anfangen - und jeder dritte Deutsche weiß nicht, in welchem Land das ehemalige Konzentrationslager steht.
so riesig sind die Unterschiede nun nicht zw. den unter und über 30 jährigen. Wenn mann natürlich von 21 % schreibt die Ausschwitz nicht kennen, um dann auf 95 % der über 30jährigen zu verweisen die Ausschitz kennen, suggeirriert das natürlich einen immensen Unterschied. 21% und 5 % oder wahlweise 79% und 95 % klingen natürlich nicht so reißerisch.

außerdem schätze ich die Quote weitaus höher ein, wenn man die unter 30 jährigen weiter unterteilt häte ( 25-30 jährige dürften sich dann kaum etwas zu den ü30 nehmen )

Beitrag melden
uhrentoaster 25.01.2012, 17:51
21. Wissenslücken

Zitat von sysop
Junge Bundesbürger haben eklatante Wissenslücken hinsichtlich der deutschen Geschichte: Einer Umfrage zufolge können 21 Prozent der unter 30-Jährigen nichts mit dem Begriff Auschwitz anfangen - und jeder dritte Deutsche weiß nicht, in welchem Land das ehemalige Konzentrationslager steht.
Ob hier die Schule versagt hat? Mich würde interessieren, was diese 21 Prozent stattdessen wissen.

Beitrag melden
schulkind 25.01.2012, 18:03
22. Aus meiner Erfahrung heraus...

...ist es nicht unbedingt dem Schulsystem geschuldet. Ich besuche momentan die 12. Klasse eines beruflichen Gymnasiums. Vorher war ich auf einer Realschule. Ich denke, dass das dritte Reich insofern behandelt wurde, dass jeder Abgänger ein konkretes Bild haben kann. Genauso von der DDR, egal ob der Unterricht teilweise subjektiv vom Lehrer mit geprägt war.
Ich denke jeder kann einen Haupt-und Realschulabschluss erzielen, sodass er auch soweit über ein mehr oder minder gutes Grundwissen hinsichtlich geschichtlicher Kenntnisse verfügt.

Trotzdem Frage ich mich wie es zustande kommen kann, dass 20% der unter 30 Jährigen keine Ahnung von Auschwitz und somit wahrscheinlich auch vom Holocaust haben. Wobei ich doch gerade noch der Meinung war, dass einem das Thema regelrecht zum Halse heraushängen muss, da man Jahre damit "gequält" wird.

Erklärungsversuch: "Die Schulabbrecherquote (d.s. Abgänger ohne bestandener 9. Klasse vom Hundert) lag 2008 in Deutschland bei 7 Prozent [...] Betroffen waren im Entlassjahr 2008 insgesamt 64 400 Schüler. [...] Von den zurzeit rund drei Millionen bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldeten Arbeitslosen haben 472 400 keinen Schulabschluss."(wikipedia.org)
Das war wohl am Anfang wieder ein Schuss in den Ofen. 7% Schulabbrecherquote. Das ist armselig. Natürlich - der ein oder andere schaffts eben nicht, aber das kommt mir dann doch etwas hoch vor. Vorallem in einem Land, welches auf ein einheitliches und gerechtes, für jeden zugängliches und unkompliziertes Schulsystem wert legt...:P
Am Ende könnte ich nur noch sagen, dass die Leute nicht viel von ihren Eltern mitbekommen haben und wie auch schon erwähnt, dass allgemein zugelassene Verdummungs-Medium Fernseher, dann doch zu oft eingeschaltet wurde, anstatt sich mit dem Kind zu unterhalten und etwas bei zu bringen.

Beitrag melden
singularität 25.01.2012, 18:05
23.

Zitat von cubei
Es gibt wesentlich wichtigeres und interessanteres als Geschichten, die Jahre zurück liegen.
Interessant. Was denn zum Beispiel ?

Ganz ehrlich, ich wette hier haben sich mind. 75% der 20% Unwissenden einen "Jux" erlaubt und absichtlich NEIN angekreuzt oder sich aus anderen (ideologischen) Gründen doof gestellt.

Beitrag melden
MasterMurks 25.01.2012, 18:11
24.

Oh mein Gott, was für eine Katastrophe. Es gibt doch tatsächlich Menschen in Deutschland, die den Namen eines Konzentrationslagers nicht kennen.

Ja, im dritten Reich wurden grausame Verbrechen verübt, ja, man sollte wissen was damals passierte, und nein, unter keinen Umständen darf sich das wiederholen.

Aber bei einer solchen Meldung sollte man mal schön die Kirche im Dorf lassen. Macht doch mal eine Umfrage, wie unsere Bundeskanzlerin heißt, wer das Staatsoberhaupt ist, was Eisen von Stahl unterscheidet, wie die Geschwindigkeit eines Objektes definiert ist, wie Bakterien sich vermehren, was ein Adjektiv von einem Adverb unterscheidet welche Nebenwirkungen Aspirin hat.
Ich verwette einiges darauf, dass der Großteil der Menschen entweder keine Ahnung hat oder sich auf sein Unwissen noch etwas einbildet. Die Wichtigkeit des Wissens um diese Dinge ist im Alltag jedoch um einiges bedeutsamer, als die Kenntnis von Städtenamen, die vor 70 Jahren eine fragwürdige Bedeutung hatten.

Das mögen Historiker anders sehen, nur kann man mit historischen Daten und Fakten kein Land ernähren, keine Maschine entwickeln und keine Leben retten.

Beitrag melden
stepk 25.01.2012, 18:13
25. Umfrage mit merkwürdigen Zahlen

Zitat von sysop
... Einer Umfrage zufolge können 21 Prozent der unter 30-Jährigen nichts mit dem Begriff Auschwitz anfangen ...
Was für eine merkwürdige Zahlenangabe: 21 Prozent der unter 30-Jährigen? Wenn man davon ausgeht, dass ca. ein Drittel im Alter zwischen null und zehn Jahren ist, dann sind die 21 Prozent erstaunlich gut erklärbar.

Beitrag melden
somasemapsyches 25.01.2012, 18:14
26. Vielleicht ganz gut,

Zitat von sysop
Junge Bundesbürger haben eklatante Wissenslücken hinsichtlich der deutschen Geschichte: Einer Umfrage zufolge können 21 Prozent der unter 30-Jährigen nichts mit dem Begriff Auschwitz anfangen - und jeder dritte Deutsche weiß nicht, in welchem Land das ehemalige Konzentrationslager steht.
dass man langsam mit dem Vergessen anfängt.
Deutschland ist eben viel,viel mehr als Auschwitz.
Zudem wird das Thema Judenverfolgung schon viel zu lange viel zu sehr von ganze bestimmten Gruppierungen mit einem recht vordergründigen Interesse ausgeschlachtet.
Wer da gedenken will, soll es tun, aber man muss auch mal damit aufhören dürfen.

Beitrag melden
lensenpensen 25.01.2012, 18:20
27. ...

Es wäre natürlich interessant, wenn man die Erhebungsgrundlagen kennen würde.
Wie viele Personen wurden befragt, in welchem Kontext wurde nach Auschwitz gefragt, Bildungsabschlüsse, familärer Hintergrund etv., pp.?
Nur die Headline über die u30 und ü30 finde ich ein wenig Information für
eine Diskussion über das Thema.

Beitrag melden
coloniaexpress 25.01.2012, 18:29
28.

Zitat von nebenjobber
so riesig sind die Unterschiede nun nicht zw. den unter und über 30 jährigen. Wenn mann natürlich von 21 % schreibt die Ausschwitz nicht kennen, um dann auf 95 % der über 30jährigen zu verweisen die Ausschitz kennen, suggeirriert das natürlich einen immensen Unterschied. 21% und 5 % oder wahlweise 79% und 95 % klingen natürlich nicht so reißerisch. außerdem schätze ich die Quote weitaus höher ein, wenn man die unter 30 jährigen weiter unterteilt häte ( 25-30 jährige dürften sich dann kaum etwas zu den ü30 nehmen )
Was ich an den Umfrageergebnissen aber sehr interessant finde, sind die fehlenden Zahlen sowie die sich ergebenden Umkehrschlüsse:

- Wie hoch war der Anteil der unter 30jährigen bei den knapp über 1000 befragten?
- Wenn man den Anteil dieser Ahnungslosen berücksichtigt, wird der Anteil von 43 % der Menschen, die noch nie eine KZ-Gedenkstätte besucht haben, heißt das im Umkehrschluss, dass 57 % aller Befragten bereits eine KZ-Gedenkstätte besucht haben!

Und das wundert mich dann doch schon sehr! Ich hätte da auf nicht mehr als 5 % getippt.

Beitrag melden
loeweneule 25.01.2012, 19:03
29.

Zitat von caecilia_metella
"Fast jeder dritte Deutsche (31 Prozent) weiß aber nicht, dass Auschwitz in Polen liegt." Oświęcim. So heißt der Ort schon seit langem, weil dort Polen und Polinnen leben. Übrigens ist es wirklich interessant, wie schluderig Historiker zum Teil mit Ortsnamen umgegangen sind. Ist wohl nicht so wichtig, ob ein Ort nun in dem einen oder anderen Land lag.
Ich verstehe ihren Beitrag nicht. Auschwitz ist u.a. ein Symbol, hier geht es nicht um den Namen, den die Stadt heute trägt. Man verzeihe mir den Vergleich: Der Film "Casablanca" etwa ist mittlerweile sicher nicht vielen jungen Leuten unbekannt, weil die Stadt auf Arabisch "ad-Dār al-bayḍā" heißt.

Beitrag melden
Seite 3 von 6
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!