Forum: Politik
Umfrage in Katalonien: Separatisten fallen in Wählergunst zurück
AFP

Den Separatisten droht bei Neuwahlen der Verlust der Mehrheit im katalanischen Parlament. Einer aktuellen Umfrage zufolge liegen die Gegner einer Unabhängigkeit von Spanien knapp vor den Befürwortern.

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hausfeen 29.10.2017, 14:00
20. Ein Zentralstaat sitzt immer am längeren Hebel.

Aber Machtkonzentration ist immer auch kontraproduktiv. Die Regionen verlangen mehr Teilhabe, damit sie ihre kreative Kultur und Produktivität optimal entwickeln können. Das macht manchem Angst. Den Spaniern sowieso, dem franzosischen Zentralstaat, der ebenso das Baskenproblem kennen, dazu die Korsen. Dabei ist regionale Ausprägung eine Chance, die das EU-Dach mit sich bringt und keinen Staat ängstlich machen sollte. Haben nicht die Dänen auch losgelassen? Island und Grönland quasi aus der Hand gegeben, wo beide doch viele Seequadratmeilen Rohstoff versprachen? Einen Fuß auf dem amerikanischen Kontinent haben?
Spanien hätte gar nicht so weit gehen müssen, bis zur totalen Abspaltung. Wir hier in Deutschland wissen gar nicht zu schätzen, wie gut wir es haben mit unserer bundesstaatlichen Ordnung. Für Spanien wäre es ein Zukunftsmodell. So bleibt der alte Konflikt zwischen Zentralstaat und Region bestehen.

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bookwood74 29.10.2017, 14:03
21. hypothese A

Also der Artikel geht so. Titel: Hypothese A stimmt. Artikel: Es konnte aber auch Hypothese B stimmen, denn eigentlich sind die Fehler zu groß. Aber OK heute ist Sonntag und wir wollen an etwas glauben.

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Mallorquinsky 29.10.2017, 14:06
22.

Zitat von carsten_trauzettel
Wird es Euch Spiegel-Journalisten und Korrespondenten nicht allmählich peinlich, andauernd die zentralspanische Propaganda und die der manipulierten Medien wie El Mundo, El País, usw. zu wiederholen, anstatt Euch ein eigenes Bild der Lage zu machen? Kommt nach Katalonien, redet mit den Katalanen und allen Ihren Institutionen und ich meine nicht ewiggestrige Neofaschisten wie Albiol, Rivera oder Arimadas..
Naja, die El Pais ist doch eher mitte links und sicher nicht der PP zuzuordnen. Bei El Mundo sieht es eher anders aus. Auf die Katalanischen Institutionen zu verweisen finde ich aber nicht gerede objektiv. Die abgesetzte Regierung hat doch über Jahre hinweg Millionengelder zu Propagandazwecken missbraucht und alles infiltriert was nur ging. Ich sage das als vor Ort lebender Deutscher. Nehmen sie als Beispiel den katalanischen TV3, der von der Regierung kontrolliert wird. Stellen wir uns das mal bei uns vor, wenn ARD und ZDF nach Merkels & Co Pfeiffe tanzen würde. Einfach unglaublich sowas. Auch daß die katalanische Regierung über angeblich zu wenig Gelder klagt aber gleichzeitig auf der ganzen Welt Pseudo Aussenministerien eingerichtet hat, die überall brav ihre nationalistische Propagandaarbeit machen. Da kann man doch nur mit dem Kopf schütteln.

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dirkozoid 29.10.2017, 14:09
23. Volksabstimmung tolerieren und nicht boykottieren

Herr Rajoy hätte es so einfach haben können: Einfach das Referendum tolerieren und sagen, dass man es nicht anerkennen könne, aber je nach Ergebnis offen ist für Gespräche. Nicht zum Boykott aufrufen, sondern die Leute wählen lassen und die regionalen Parteien, die gegen die Unabhängigkeit sind, (inoffiziell) zum Wahlkampf aufrufen. Nach den Umfragen hätte es eine Niederlage für die Separatisten gegeben und in Katalonien wäre erstmal Ruhe gewesen. Wenn es eine Mehrheit gegeben hätte, dann hätte man Puigdemont eingeladen und mit ihm diskutiert für ein paar Jahre oder auch den 155 gezogen. Aber so wie Rajoy es gemacht hat, musste es so eskalieren.

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JC Garcia Centeno 29.10.2017, 14:13
24. Ausgeglichene Berichterstattugn?

Eine Demo mit mehr als 1 Million Teilnhemer die GEGEN die Sezessiion demonstrieren (ist diese auch voll von Rechtsextremen wie die vom 8. Oktober und so falsch im SPON berichtet?) und die mit Teilnahme von drei Parteien (die fast 50% der Katalanen und 73% der Spanien repräsentieren) und Sprechern wie u.a. den vormaligen EU Parlamentsvorsitzenden zähklt,ist SPON weniger Wert als eine Sezessionserklärung die von 70 Leuten bestimmt wird und von 12.000 Leuten in der Plaza Sant Jaume (90% der Kapaziät des Platzes): 1 Agenturfoto vs 12 Fotos (einige vom eigenen Redakteur); 1 Spiegelredakteur Artikel vs Agenturmeldungen; etc. Wirklich Schade, dass der Spiegel seine ausgeglichene Berichterstattung bei diesem Sezessionthema zur Seite gestellt hat.
Gruss, JC GARCIA Centeno

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ein_deutscher 29.10.2017, 14:13
25.

Auch den Brexit hat man hierzulande verzweifelt versucht umzuschreiben. Es nützt nichts, die Völker wollen endlich in Selbstbestimmung leben und nicht unter den Fäden transatlantischer Interssengruppen, Waffenhändlern, Spekulanten, Faschisten und organisierten Verbrechen aufgerieben zu werden.

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beachy1 29.10.2017, 14:16
26. Vollkommen witzlos

Man könnte auch die Bevölkerung Kataloniens befragen, ob sie dafür wären, ab jetzt keine Steuern mehr zu bezahlen. Dafür gäb's auch' ne Mehrheit. Ist trotzdem Quatsch, egal wie viele Menschen dafür auf die Straße gehen würden.

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Larnaveux 29.10.2017, 14:23
27.

Zitat von Bernhard.R
haben 87,5 % der Abgeordneten für die Unabhängigkeit gestimmt. Und dabei hat keine Polizei die Abstimmung gewaltsam behindert, wie bei der Volksabstimmung am 01.10.2017.
Nun ja, das Parlament hat 135 Abgeordnete, und 70 davon haben für die Unabhängigkeit gestimmt. 53 Abgeordnete haben an der Abstimmung nicht teilgenommen, da sie die Abstimmung selbst für illegal halten.

Die Separatisten lieben es, mit großen Prozentzahlen zu agieren, dort, wo es über statistische Kniffe möglich ist (klar, wenn nur 82 Abgeordnete an der Abstimmung teilnehmen, sind 70 Stimmen schon überragend), sie übergehen aber den Fakt, dass Katalonien ein gespaltenes Land ist, in dem ungefähr die Hälfte der eigenen Bevölkerung keine vollständige Unabhängigkeit wünscht und die Eskalation ablehnt. Darum scheren sich die Separatisten einen Dreck.

Die Überreaktion der spanischen Regierung ist das eine. Die Verfahrensweise der Separatisten allerdings ist absolut verantwortungslos mindestens der Hälfte der eigenen Bevölkerung gegenüber.

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Mr T 29.10.2017, 14:23
28.

Zitat von carsten_trauzettel
Wird es Euch Spiegel-Journalisten und Korrespondenten nicht allmählich peinlich, andauernd die zentralspanische Propaganda und die der manipulierten Medien wie El Mundo, El País, usw. zu wiederholen, anstatt Euch ein eigenes Bild der Lage zu machen? Kommt nach Katalonien, redet mit den Katalanen und allen Ihren Institutionen und ich meine nicht ewiggestrige Neofaschisten wie Albiol, Rivera oder Arimadas.. Redet mal mit Eurem Kollegen Herrn Augstein, der die Lage anscheinend besser erfasst hat, als die meisten von Euch, das ist kein Journalismus, was Ihr macht, das ist reines Weiterreichen von Daten, die Ihr nicht einmal nachgeprüft habt (zu Eurem Schutz muss ich sagen, dass viele Journalisten anderer deutscher Medien ebenso verfahren). Da dies schon ein ganze Weile andauert, kann man schon fast zu dem Schluss kommen, irgendjemand schreibt Euch vor, was und wie Ihr über die Situation zu berichten habt..
Und wasist nun ihrer Meinung nach die Wahrheit?

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Mr T 29.10.2017, 14:26
29.

Zitat von ein_deutscher
Auch den Brexit hat man hierzulande verzweifelt versucht umzuschreiben. Es nützt nichts, die Völker wollen endlich in Selbstbestimmung leben und nicht unter den Fäden transatlantischer Interssengruppen, Waffenhändlern, Spekulanten, Faschisten und organisierten Verbrechen aufgerieben zu werden.
Welches Volk denn? Es gibt keine Voelker mehr in Europa

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