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Umfrage: Linke liegt in Thüringen vorn, CDU nur noch auf Platz drei
Martin Schutt/ DPA

Laut einer Umfrage von Infratest dimap ist in Thüringen die Linke erstmals stärkste Kraft. Die CDU käme demnach nur noch auf 21 Prozent der Stimmen - und landet hinter der AfD.

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trolls99 31.07.2019, 14:23
100. Gebt der AFD Verantwortung - so wie den Linken

Ich bin ein Gegner der Linken. Gleichwohl ist sie als Partei nicht verboten und offenbar macht Ramelow eine verfassungskonforme Politik. Die AFD sollte man - bei entsprechenden Wahlergebnissen -ebenso wie die Linken in Regierungsverantwortung einbinden und sehen was dann tatsächlich passiert. Das ist klüger als eine Allparteienkoalition gegen die AFD zu bilden, denn die nächste große Wirtschaftskrise kommt bestimmt, und dann sind alle Parteien außer der AFD dafür verantwortlich. Die AFD wäre dann die einzige echte Oppositionspartei.

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artep 31.07.2019, 14:26
101. Thüringer, Geist und Klassik

Zitat von OhMyGosh
Dass die CDU deutlich an Zustimmung verliert, ist zu verstehen. Beosrgnis erregt allerdings, dass die AfDt mit 24 Prozent auf Platz zwei liegt und im Vergleich zum März vier Prozentpunkte dazugewinnt. Wie wenig müssen die Thüringernur noch vom Geist der Weimarer Klassik beeinflusst sein. Wie sagte doch der Alte aus Weimar so treffend: "Niemand ist mehr Sklave, als der sich für frei hält, ohne es zu sein." Johann Wolfgang von Goethe, Maximen und Reflexionen. Aphorismen und Aufzeichnungen. Nach den Handschriften des Goethe- und Schiller-Archivs hg. von Max Hecker, Verlag der Goethe-Gesellschaft, Weimar 1907. Aus den Wahlverwandtschaften, 1809
Die Thüringer sind weder von Geistern noch von Klassik beeinflusst. Eher im Gegenteil: Die Weimarer gelten in Thüringen als hochnäsig und der geniale deutsche Dichter wurde von den Weimarer Bürgern gehasst und als "Hofschleimling" empfunden. Es ist also nichts mit klassischem Geist u.s.w. .Die Thüringer sind viel mehr geprägt von ihren Fürstenhäusern, die sie 1918 sehr ungern abgegeben haben, von der Weimarer Republik, die sie überhaupt nicht haben wollten, und vom Nationalsozialismus, den sie anfangs haben wollten, aber dann lieber doch nicht. Da war es allerdings schon zu spät. Später hat sie der realexistierende Sozialismus unter seine Fuchtel genommen und der Bruderstaat UdSSR war längst nicht so schlimm, wie die Volkseigenen Genossen. Im Laufe dieser Geschichte haben die Thüringer sich eigene politische Meinungen gebildet und wer an ihren Wahlentscheidungen rumkrittelt, ist überheblich.

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spon-facebook-10000012354 31.07.2019, 14:27
102. Eine Koalition FDP, CDU und AFD?

Eine Koalition FDP, CDU und AFD wird es nie geben. Maximal wäre eine Tolerierung denkbar, aber auch diese wäre für die FDP völlig inakzeptabel, für die CDU ein Belastungstest den Partei nicht überstehen würde. Es gibt also eine Koalition aus Linken, SPD und Grünen wie in Bremen

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Esib 31.07.2019, 14:28
103. Unverständlich

Ich wundere mich, dass der Spiegel das eigentliche Problem nicht hervorhebt: 49 Prozent der Wähler in Thüringen wollen Extremisten ihre Stimme geben. Also ich finde das erschreckend!

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neanderspezi 31.07.2019, 14:28
104.

Zitat von haresu
Es nähert sich die Stunde der Wahrheit. Für die CDU. Mit der Linken oder das Undenkbare, die CDU wird die Frage wohl bald beantworten müssen. Und beide Antworten werden die Republik verändern.
Viele Wähler klammern sich schon längst nicht mehr an die CDU und suchen in Gedanken mit ihr irgendeine koalitionsfähige Zugabe. Man sollte sich mit dem Gedanken anfreunden, dass die CDU und mit ihr die CSU nach der Auszählung einfach mal außen vor bleibt, auch wenn es schwer fällt, weil die Christlichen als Hauptplayer sich tief in das bislang eingeübte politische Verständnis eingegraben haben.

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tzoumaz 31.07.2019, 14:31
105. Hätten die Linken...

mehr Ramelows und Wagenknechts wären die auch für mich wählbar. Aber der Vorschlag von Kipping und Riexinger, alle Wohnungsbaugesellschaften zu verstaatlichen erinnert mich zu sehr an die DDR und ist ein NoGo. Ramelow regiert Thüringen pragmatisch und ohne Ideologie. Also weiter so.

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yvowald@freenet.de 31.07.2019, 14:33
106. Das Volk muß die "Richtlinien der Politik" bestimmen

Zitat von haresu
Es nähert sich die Stunde der Wahrheit. Für die CDU. Mit der Linken oder das Undenkbare, die CDU wird die Frage wohl bald beantworten müssen. Und beide Antworten werden die Republik verändern.
Im Grunde geht es darum, endlich eine "Republik" zu gestalten, in der wir, das Volk ("Wir sind das Volk") die Richtlinien der Politik bestimmen und nicht diejenigen, die mit ihrem Großen Geld alles und alle beeinflussen können.
Der Einfluß reaktionärer Kräfte innerhalb der Landesregierungen ist zwar eher gering; aber im Bund dürfte eine wirklich "linke" Politik (Soziale Gerechtigkeit im Vordergrund aller Bemühungen) schon massive Veränderungen bewirken.

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betonklotz 31.07.2019, 14:35
107. Seit wann wäre das denn ein KO Kriterium?

Zitat von Das Pferd
Sie veranstalten aber noch Konferenzen "Wege zum Sozialismus". Und die Idee der Systemüberwindung hat dort noch Anhänger. Die AfD besteht ja auch nicht nur aus dem "Flügel". Interessant finde ich, daß 49% der Wähler es nicht als KO-Kriterium empfinden, wenn eine Partei sich nicht gegen Ränder ausserhalb des demokratischen Spektrums abgrenzt. Und der Vorwurf ist beiden zu machen, auch wenn die überwiegende Mehrheit der Abgeordneten die Demokratie nicht abschaffen will. Mir wird schlecht. Und zwar nicht wegen der beiden Parteien, sondern wegen der Wähler.
Tatsächlich waren an den meisten Bundesregirungen in der Geschichte der BRD genau solche Parteien maßgeblich beteiligt. Oder wie soll man denn sonst die C-Parteien einschätzen? Als demokratisch?

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robert_schleif 31.07.2019, 14:36
108. Linksextrem ist das neue Sozialdemokratisch.

Zitat von charlybird
Ein paar Forenteilnehmer haben hier die LINKE als ''extrem'' tituliert. Ist das mit Beispielen und politischen Sachfragen näher zu bestimmen ? Oder schreibt man das einfach irgendwo ab ?
In einem kapitalistischen System konsequent und vehement gegen dieses globalisierte kapitalistische System zu kämpfen, für die Emanzipation der einfachen Menschen, für bedingungsloses Grundeinkommen, für Basisdemokratie, für Verstaatlichung der Ressourcen und Schlüsselindustrie, gegen die bürgerliche Schein- und Abzähldemokratie - das wäre doch schon ganz schön extrem, oder?
Sie haben aber Recht. DIESE stinkfüßige Post-Wagenknecht- Ramelow-Linke ist überhaupt nicht extrem. Schade eigentlich. Denn es brauchte neben der rechten auch eine linke Opposition als Korrektiv.

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haarer.15 31.07.2019, 14:37
109.

Zitat von jjoker
Na dann können wir ja den Solidarzuschlag abschaffen, wenn es in Thüringen so sauber und sicher ist,dann wurden die Städte ja genug gemästet mit fremden Geldern. Diejenigen die es bezahlt haben, nämlich die Städte im Westen brauchen das Geld nämlich dringend. Oder wollen Sie mir etwas sagen, der Osten hätte alleine geschafft? Das ich nicht lache!
Mit Verlaub - den Soli-Zuschlag haben Alle bezahlt in Ost und in West. Das ist doch keine neue Erkenntnis. Und der Soli fällt ab 2021 weg, was längst beschlossen ist. Wie dämlich ist es denn, schon wieder Ost gegen West auszuspielen ? Hört bloß auf damit. Wenn Gelder evtl. nicht gut verteilt wurden, dann beschweren Sie sich bei Frau Merkel - und bei niemand anderem.

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