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Umfrage zu Jamaika: Mehrheit bevorzugt FDP-Finanzminister
DPA

Union, FDP und Grüne tasten sich weiter ab. Vor allem im Osten wäre ein solches Bündnis unbeliebt, zeigt eine SPON-Umfrage. Als Jamaika-Finanzminister wünscht sich die Mehrheit einen Liberalen.

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schmuella 24.10.2017, 17:29
30. Im Gegenteil

Zitat von schnurre64
Ein grüner Finanzminister wäre eine Überraschung, ein grüner Außenminister eine Katastrophe
Cem Özdemir als deutscher Außenminister in der Türkei. Alleine dafür würde sich Jamaika lohnen.

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magier 24.10.2017, 17:30
31.

Ich wusste gar nicht, dass die Mehrheit der Deutschen zu den Besserverdienenden gehört, die sich einen kaputtgesparten Staat leisten können. Die Neoliberalen mit ihrem Credo "PRIVAT VOR STAAT, der Markt regelt alles!" und ihren Privatisierungsorgien haben doch erst für die Krisen und die Spaltung der Gesellschaft gesorgt. Das eine Prozent kämpft gegen die 99%, und raten sie mal, auf welcher Seite die FDP steht. Dass eine Mehrheit eine solche Finanzpolitik, die die Wohlhabenden bevorzugt und die sozial Schwachen schröpft, auf Zustimmung der Mehrheit trifft, zeigt, wie viele politische Analphabeten es in Deutschland gibt.

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Darwins Affe 24.10.2017, 17:31
32. Markus Söder

Zitat von marialeidenberg
Der arme Horst wäre seinen Quälgeist los, er könnte in Ruhe seine Nachfolge organisieren und brauchte nicht dauernd in Berlin dazwischenzureden. Ob Söder will? Ich glaube schon: Mit der absoluten Mehrheit ist es in Bayern auf mittlere Frist vorbei, er hätte sich mit der starken AfD rumzuärgern... Seine Ausgabenpolitik wäre ganz sicher restriktiv, wenn auch nicht Mantra-gebunden (schwarze 0). Das wäre mein Vorschlag an die Viererbande; er hat einen weiteren Vorteil: Er ist kostenlos.
Herr Söder fühlt sich zu Höherem berufen als ein Kabinettspöstchen in Berlin. Er will eine bundesweite CSU, um mit Frau Merkel (oder ihrem Nachfolger) auf Augenhöhe verhandeln zu können.

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peeka(neu) 24.10.2017, 17:41
33. Aha

Zitat von dr.b70
...jedenfalls habe ich vor so Jemanden mehr Respekt als vor denen, die direkt (auch gescheitert) von der Uni in die Politik gehen, und noch nie in Eigenverantwortung für ihren Unterhalt (oder Angestellten/Firma) hatten. Und solche gibt´s jede Menge im Plenum. Leider. Daher auch diese weltfremden Entscheidungen und Betriebsblindheit.
Jemand, der mit 20 jüngster Abgeordneter im Landtag von NRW war und dann nichts besseres zu tun hatte als mit Hilfe eines KfW-Kredits sein Pleite-Unternehmen zu gründen, hat also "Eigenverantwortung" übernommen?

Interessant wie sich die Bedeutung von Begriffen doch ändern kann...

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gluecklich_woanders 24.10.2017, 17:47
34. Probleme mit dem Langzeitgedächtnis?

Ich habe wirklich keinen blassen Schimmer, warum man nach der Finanzkrise mit all ihren Folgen (zu denen ich auch die AfD zählen würde) ausgerechnet einen Neoliberalen zum Finanzminister machen sollte. Die FDP steht wirtschaftlich für all das, was 2007 kräftig implodiert ist. Zudem ist es blauäugig zu denken, dass man den südeuropäischen Ländern, die sich gerade erst vorsichtig vom großen Schock erholt haben, gerade jetzt den Geldhahn zudrehen sollte. Ich weiß und verstehe, dass viele Deutsche große Angst vor mehr Integration in der Eurozone haben. Langfristig können wir aber nur so verhindern, dass das System in absehbarer Zeit wieder kollabiert. Wir brauchen auch mehr Investitionen - in ganz Europa! - und zwar nicht nur in die Finanzbranche. Eine erneute Entkopplung des Turbokapitalismus wird die Börsen erst in den Himmel katapultieren, und dann explodieren - mit unabsehbaren Folgen. Ein FDP-Finanzminister ist weder gut für Omas Sparstrump, noch für den kleinen Geldbeutel, noch für die Eurozone. Und ich sage das als jemand, der als Wissenschaftler durchaus von früheren FDP-Vorhaben und Bildungsinvestitionen profitiert hat.

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x_Vendetta_x 24.10.2017, 17:55
35. Wenn es nicht so traurig wäre könnte man echt herzhaft lachen

Der FDP-Posterboy als Finanzminister. Naja, Deutschland hat das so gewählt...
Nach dem (bösen) Erwachen wird dann beim nächsten Mal etwas "ganz Anderes" gewählt, z.B. Rot-Grün. Dann kommt wieder das böse Erwachen und dann wird wieder gewählt...usw....usw...
Mir ist schon klar, warum in Deutschland so wenig in Bildung investiert wird, Dann würde irgendwann eine Generation das Spiel mal verstanden haben und solche Figuren wie Merkel, Lindner, Seehofer und Co. müssten sich eine angemessene Beschäftigung suchen, z.B. als Bürohilfe oder sowas.

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schwaebischehausfrau 24.10.2017, 17:56
36. Finanzminister

Da werde ich ausnahmsweise mal zum FDP-Fan: Alles, nur nicht wieder einen CDU/CSU-Finanzminister. Schäuble wäre ein guter Finanzminister gewesen, wenn er nicht wider besserem Wissen aus Partei-Raison jedes Mal gegenüber Merkel eingeknickt wäre. Damit wären uns "Euro-Rettungsfonds" und "Griechenland-Rettung" erspart geblieben, und die Euro-Krise hätte spätestens 2010 ein Ende mit Schrecken gehabt. Die um Griechenland bereinigte Euro-Zone aber wenigstens wieder auf dem Weg der Besserung und Italien und Frankreich hätten keine Chance gehabt, ihre überfälligen Reformen einfach weiter aussitzen zu können.
Bei einem "grünen" Finanzminister wäre dieses Ministerium nach 12 Monaten obsolet, weil der mit Eurobonds , gigantischem "EU-Budget" die deutschen Staatseinnahmen gleich komplett nach Brüssel überweisen würde - sehr zur Freude von Macron, Renzi, Tsipras und Genossen.
Diese Koalition wird eh nicht lange überleben. Wahrscheinlich wird der Zeitraum der Koalitionsverhandlungen länger sein als die Koalition dann selbst.

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chardon 24.10.2017, 17:58
37. Nun ja,

es heisst die Geschichte wiederholt sich nicht. Bei der FDP bin ich mir nicht so sicher. Sie war früher die "Umfallerpartei". Könnte sich auch wiederholen. Vieleicht irre ich. Was haben Lindner und seine FDP vorzuweisen?

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haresu 24.10.2017, 18:14
38. Die Deutschen sind naiv

Kein FDP- Politiker wird als Finanzminister annähernd die Macht oder die Unabhängigkeit eines Wolfgang Schäuble haben. Merkel hat Schäuble immer gebraucht um das innerparteiliche Gleichgewicht zu wahren und den rechten Flügel einzubinden, daraus erwuchs seine Macht. Bei einem Finanzminister Lindner fehlt dieses Moment völlig. Die früheren Finanzminister wahren bessere Zahlmeister und das ist auch richtig so. Deutschen wünschen sich vielleicht einen strengen Onkel, der auf ihr Geld aufpasst, verstehen aber überhaupt nicht, dass die Kanzlerin die Richtlinien der Politik bestimmt und die FDP nicht ständig die Koalition in Frage stellen wird. Deren bisheriges Getue um den Posten ist zuallererst Werbung in eigener Sache.

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Ezechiel 24.10.2017, 18:36
39.

Zitat von schwaebischehausfrau
Da werde ich ausnahmsweise mal zum FDP-Fan: Alles, nur nicht wieder einen CDU/CSU-Finanzminister. Schäuble wäre ein guter Finanzminister gewesen, wenn er nicht wider besserem Wissen aus Partei-Raison jedes Mal gegenüber Merkel eingeknickt wäre. Damit wären uns "Euro-Rettungsfonds" und "Griechenland-Rettung" erspart geblieben, und die Euro-Krise hätte spätestens 2010 ein Ende mit Schrecken gehabt. Die um Griechenland bereinigte Euro-Zone aber wenigstens wieder auf dem Weg der Besserung und Italien und Frankreich hätten keine Chance gehabt, ihre überfälligen Reformen einfach weiter aussitzen zu können. Bei einem "grünen" Finanzminister wäre dieses Ministerium nach 12 Monaten obsolet, weil der mit Eurobonds , gigantischem "EU-Budget" die deutschen Staatseinnahmen gleich komplett nach Brüssel überweisen würde - sehr zur Freude von Macron, Renzi, Tsipras und Genossen. Diese Koalition wird eh nicht lange überleben. Wahrscheinlich wird der Zeitraum der Koalitionsverhandlungen länger sein als die Koalition dann selbst.
Mit letzterem könnten Sie recht haben. Gerade in Sachen EU und EURO sind FDP und Grüne meilenweit voneinander entfernt. Ein Kompromiss in der Mitte wäre für die FDP viel zu viel und für die Grünen viel zu wenig. Ich glaube, dass dieses Thema zum Bruch oder erst gar nicht zum zu Stande kommen der Koalition führen wird.

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