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Umfrage zu Jamaika: Mehrheit bevorzugt FDP-Finanzminister
DPA

Union, FDP und Grüne tasten sich weiter ab. Vor allem im Osten wäre ein solches Bündnis unbeliebt, zeigt eine SPON-Umfrage. Als Jamaika-Finanzminister wünscht sich die Mehrheit einen Liberalen.

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luny 24.10.2017, 21:09
50. Überschätzen

Zitat von biancakaltfeuer
Lindner hat versprochen. Lindner muß liefern. Lindner hat jetzt die Chance, für D etwas ganz Wichtiges zu tun!
Hallo Biancakaltfeuer,

mir ist nicht klar, wie denn eine Mini-Partei wie die F.D.P. einen
Finanzausgleich innerhalb der EUR-Zone verhindern soll, der ja
bereits stattfindet.

Der nette Mann von der EZB kauft ja nun bereits Staatsanleihen
für ca. 60 Milliarden EUR/Monat auf und hat schon 1,2 Billionen
EUR in diese "Rettungsaktion" investiert, ohne daß ihn jemand
stoppte.

Genau diesen Weg wird er fortsetzen.

Okay, Deutschland haftet ja "nur" mit 27%.

Und der Spitzenkandidat der F.D.P. wird sich dem jetzt ganz
herorisch entgegenstellen und wir sind alle aus dem Schneider.

Seine größte Sorge scheint zu sein, welchen lukrativen Posten
er in der Jamaika-Position bekommt, falls sie denn zustande
kommt.

LUNY

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UCL 24.10.2017, 22:26
51. also diese Mehrheit ..

die Mehrheit also, die befürwortet, dass die FDP den FM stellen solle, ist dann also auch die Mehrheit -- da draußen, und wo auch immer, und sogar in meiner Nähe -- die eben um die bedeutsamen Verpflechtungen weiss, die so entscheidend sind ?
Vermutlich : ja.

Denn warum sonst wäre diese Mehrheit mehrheitlich eben genau dafür ?
Eigentlich auch ganz interessant -- jedoch bedeutungslos, oder ?

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biancakaltfeuer 24.10.2017, 23:34
52.

Wenn Lindner in die Schlüsselposition des deutschen Finanzministers kommt, kann er in Sachen Transferunion ordentlich auf die Bremse treten. Warum sonst hat Macron Angst vor Lindner? Weil Lindner den Deutschen aus seinem Amt heraus erklären kann, was Ihre finanziellen Interessen sind. Und weil er in der nächsten Krise, wenn es um die "Rettung" der Italiener oder Spanier oder Portugiesen oder mal wieder der Griechen geht, vielleicht auch der Franzosen, ein mächtiges Veto einlegen kann. Ich würde das nicht unterschätzen, luny! Und nicht vergessen: In dieser Frage hat Lindner - vermutlich - eine Mehrheit der Deutschen hinter sich. Er muß es nur geschickt anstellen, darf sich keine persönlichen Blößen geben. Dann kann die FDP sogar zu einer Gefahr für die Union werden. Ich kennen buchstäblich keinen Unionswähler in meinem sozialen Umfeld, der für eine Transferunion ist. Die haushaltspolitischen Argumente gegen eine solche Transferunion liegen klar auf der Hand.

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touri 25.10.2017, 06:51
53.

Zitat von Spr.
Die bisherigen Privatisierungen haben aber immer wieder bewiesen, dass die Lage durch die Privatisierung keineswegs besser geworden ist, sondern lediglich teurer für den Kunden. Oft hat sich gleichzeitig die Lage für den Kunden so stark verschlechtert, dass die staatlichen ehemaligen Verkäufer sich gezwungen sahen, das verkaufte Tafelsilber überteuert zurückzukaufen, um überhaupt wieder eine Versorgung sicherstellen zu können.
Bis auf bei der Telekommunikation und dem Strommarkt (die EEG Zulage hat die Regierung verbrochen).

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n.wemhoener 25.10.2017, 10:10
54.

Erstaunlich, dass die Mehrheit einen FDP-Finanzminister bevorzugt, obwohl die FDP für eine Politik steht, die sich gegen die Interessen dieser Mehrheit richtet, und zwar noch konsequenter als das schon beim Vorgänger Schäuble der Fall war.
Die FDP- Devise "Privat vor Staat" bedeutet noch mehr Privatisierung, noch mehr ÖPP-Projekte, noch mehr Steuerentlastung für das obere Einkommensdrittel (deshalb hat die Abschaffung des Solis absolute Priorität, weil das besonders den Hochverdienern Vorteile verschafft).
Unter einem FDP-Finanzminister wird es ganz sicher keine Stärkung der ges. Rente geben und keine Abschaffung der Schieflage in der Steuerlasten-Verteilung.

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Duggi 25.10.2017, 12:13
55. Magistra Artium Christian Lindner als Finanzminister?

Meiner Ansicht nach wäre dieser Fall es dann wert, als neuerliche "unbefleckte Empfängnis" in die Bücher der Religionsgeschichte aufgenommen zu werden. ;-)

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chardon 25.10.2017, 12:26
56. @ 41 luny

Zitat von luny
Hallo Haarer.15, inzwischen bin ich der Auffassung, daß die Bildung von Koalitionen insgesamt überdacht werden sollte. Auch die große Koalition, von der erwartet wurde, sie wird mit einer absoluten Mehrheit vieles bewegen können, fand sich auf dem kleinsten gemeinsamen Nenner wieder. Das ganze Dilemma entsteht durch den "Fraktionszwang". Es gibt keine Gewissensentscheidung der Abgeordneten, nein, es wird so abgestimmt, wie es der Fraktionsvorsitzende vorgibt. Dabei fallen schon einmal gute Vorschläge durch, weil der Gesetzes- entwurf von "der falschen Partei" eingebracht wurde. Einfach den Fraktionszwang aufheben und frei abstimmen lassen, da käme Leben ins Parlament. LUNY
Und wer oder was oder wie fällt dann eine Entscheidung? Warum dann nicht den Bundestag abschaffen, einer kommandiert, entscheidet ist Chef? Wer braucht denn eine Mehrheit? Niemand!! Kommt mir irgendwie bekannt vor, irgendwie schon mal davon gehört zu haben! Vor langer Zeit.

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biancakaltfeuer 25.10.2017, 15:39
57.

Zitat von n.wemhoener
Erstaunlich, dass die Mehrheit einen FDP-Finanzminister bevorzugt, obwohl die FDP für eine Politik steht, die sich gegen die Interessen dieser Mehrheit richtet, und zwar noch konsequenter als das schon beim Vorgänger Schäuble der Fall war. Die FDP- ......
Sie staunen, weil Sie von einer falschen Annahme ausgehen. Der von Lindner angekündigte Widerstand gegen eine immer stärkere Institutionalisierung des (eigentlich verbotenen) Bailouts liegt im Ineresse einer breiten Mehrheit der Deutschen, also auch im Interesse der kleinen Leute. Was die exorbitanten Haftungen angeht, die Merkel bereits eingegangen ist, liegt es auf der Hand, daß das spätestens nachfolgenden Generationen auf die Füße fallen wird. Im übrigen ist es ganz allgemein unvernünftig, "gemeinsame Kassen" einzurichten, weil das den Druck von den Schuldenstaaten nimmt, ihre Haushalte zu sanieren und dringende Reformen durchzuführen.

Ich staune darüber, daß nicht viel mehr Wähler Merkel am 24. einen Denkzettel gegeben haben. Merkel hat sich in ganz Europa mit ihrer Flüchtlingspolitik unbeliebt gemacht. Um nicht noch unbeliebter zu werden, zeigt sie sich beim Geld entgegenkommend, statt deutsche Finanzinteressen zu vertreten. Der Bürger ist doppelt gestraft. Er muß die Integrationslasten schultern und darf dafür auch noch die Schuldenstaaten vor dem Offenbarungseid retten.

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