Forum: Politik
Umfrage zu Koalitionsoptionen: Das rot-rot-grüne Schreckgespenst lebt
imago/ Christian Ohde

Nichts finden konservative Wähler so abschreckend wie eine Regierung aus SPD, Grünen und Linken. Das zeigt eine Umfrage für SPIEGEL ONLINE. Aber auch unter Anhängern der Sozialdemokraten herrscht keine R2G-Euphorie.

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Hatch99 05.05.2017, 19:21
30.

Zitat von runningstar
sehe ich schon die Eurobonds kommen. Die geben ja gerne unsere Kohle für andere aus und sind auch sonst sehr Geberfreundlich, wenn es um Steuergelder geht. Da ist mir die große Koalition bedeutend lieber.
Ja, die Eurobonds, das geht natürlich nicht. Zu blöd, dass wir sie in der Praxis schon haben.

Die Griechen haben sich Geld bei den Banken geliehen. Die Griechen konnten ihre Raten nicht mehr zahlen, die Banken hätten die Ausfälle nicht kompensieren können, also "leiht" die EU den Griechen mehr Geld, damit sie die Banken bezahlen können. Aus einer Bankenkrise wurde eine Staatsschuldenkrise. Das der Schuldenschnitt kommen muss ist Allen klar. Das selbe Spiel in Groß schon vorher beim Bankencrash.

Wer hat die Rechnung also bezahlt ? Die Eurobonds ;)

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krassmann 05.05.2017, 19:24
31. RRG funktioniert in Berlin bisher ganz gut

Endlich bewegt sich in Berlin was. Rot-Schwarz ist halt einfach Stillstand und Schwarz-Gelb hat einen Hang zum Filz. Bei RRG bringt die SPD die Positionen der Mitte ein, die Linke das Soziale und die Grünen die Umweltpolitik - das finde ich sehr ausgewogen. Die kleinen Koalitionspartner können die schlimmsten Auswüchse der Konzern freundlichen SPD-Industriepolitik verhindern. In Berlin werden nun endlich die Themen angepackt die mit der CDU nie machbar waren: Energiewende, Verkehrswende, Investionen in die öffentlichen Schulen, usw. ENDLICH!!! Kaum zu fassen selbst im Autofahrerland USA ist z.B. in Chicago die Verkehrswende schon weiter als bei uns und viele Autospuren in der Stadt wurden schon zu Radspuren umgewandelt.

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Der_zu_spät_geborene 05.05.2017, 19:25
32. Tschja, erstmal...

Zitat von lieschen müller
und wenn die SPD wieder echt sozialdemokratisch werden will, muss sie es mit den LINKEN tun. Wenn die Bürger in Deutschland eine Änderung der derzeitigen Politik wollen, müssen sie entsprechend wählen. Und wenn die Medien keinen weiteren Rechtsruck der Politik wollen, werden sie wohl endlich aufhören müssen, alles was links ist zu verteufeln. Auch ein objektiver, neutraler, sachlicher und informativer Journalismus sollte zu unserer (Leit-?) Kultur gehören. Das wäre etwas, was uns allen wirklich gut täte und wovon wir leider mittlerweile weit entfernt sind. Und liebe Journalisten, verschont uns von Meinungsumfragen, solange ihr alles tut, diese Meinungen massiv zu beinflussen.
...müssten die wieder Sozialdemokratisch werden UND Sie müssten GLAUBWÜRDIG sein in diesem Wandel. Mit Schulz und Gabriel wird das nicht passieren. Gott sei Dank. Für die Agenda 2010 sollen die Sozen ewig in der Juniorpartner und/oder der Oppositionshölle schmoren, das ist deren flächiges Versagen in NRW, S-H und B noch aussen vor...

Bei einer Koalitionsaussage zugunsten der Linken sehe ich nicht wie das Sozialdemokratisch gestaltet werden soll, das sind schliesslich und endlich Betonkommunisten.

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busytraveller 05.05.2017, 19:25
33. Tiefsitzende Ängste

In einer Gesellschaft, die die Marktwirtschaft kaum noch verteidigt, die Staatseingriffe hinnimmt, und die eine enorme Steuerlast ohne Murren erträgt, wäre der weitere Marsch in den Sozialismus mit RRG nur folgerichtig. Aber da gibt es wohl doch noch tiefsitzende Ängste, dass das Land dann irgendwann doch den Bach runtergeht. Und die sind gut und wichtig.

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joomee 05.05.2017, 19:26
34. Welche linke Regierung hat das geschafft?

Zitat von humble_opinion
50'er-Jahre-Stammtisch. Selbst Heiner Geißler hat längst eingeräumt, dass seine damalige Rote-Socken-Kampagne nicht in Ordnung war. Ich wünsche mir in einem Land zu leben, wo die Menschen von ihrer Arbeit ordentlich leben können. Wo es nicht zwei Verdiener braucht, um Miete und Lebenskosten bezahlen zu können und das Kind dafür in die Krippe bzw. Kindergarten gegeben wird. Wo es keinen menschenunwürdigen Arbeitsmarkt gibt, auf dem Arbeitnehmer nach Vollzeit noch auf's Amt müssen, um wenigstens Hartz IV zum (Über) Leben haben. Ein Land, in dem Kinder wichtiger sind als Autos oder die 'Freiheit', auf Autobahnen mit 250 km/h rasen zu dürfen. Wo jeder, der fleißig ist und lernt, eine faire Chance auf ein bezahlbares Studium bekommt und nicht nur die sowieso schon Privilierten. In einem Land, in welchem es faire Steuern für alle gibt, auch für Konzerne, die hier Milliardenumsätze generieren und dank windiger Steuergesetze mit einem Briefkasten in Irland zu 99% davon befreit werden. Dieses Land ist so reich, dass sich das mit gutem Willen innerhalb von einer Generation weitgehend realisieren ließe. Und bei einer realistischen Wirtschaftspolitik sogar die Staatsverschuldung langsam abgebaut werden könnte. Doch dazu muss erst einmal der hart gewordene Beton aus den Köpfen heraus, die es nicht anders gewöhnt sind, als in Kategorien wie links gegen rechts, schwarz gegen rot, jeder gegen jeden usw. zu denken.
Welche linksaußen Regierung hat es je erreicht so ein wundervolles Land zu schaffen? Keine einzige. Sie werden jetzt sagen, dass haben die Rechten und Kapitalisten auch nicht geschafft.

Richtig. Aber sie sind ihrem Vorbild näher gekommen als jede weit-linkes sozialistisches Land auf dieser Welt.

Wenn Sie noch nicht genug Beispiele hatten, schauen Sie doch mal nach Venezuela. Nur Sozialisten schaffen es, dass ein Land mit einer der höchsten Erdölvorhaben der Welt in Armut und Chaos versinkt.

Nein, danke. Wir haben Herausforderungen, keine Frage. Aber die bekommen wir ohne die Linke besser in Griff.

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hockeyer12 05.05.2017, 19:29
35.

Zitat von humble_opinion
50'er-Jahre-Stammtisch. Selbst Heiner Geißler hat längst eingeräumt, dass seine damalige Rote-Socken-Kampagne nicht in Ordnung war. Ich wünsche mir in einem Land zu leben, wo die Menschen von ihrer Arbeit ordentlich leben können. Wo es nicht zwei Verdiener braucht, um Miete und Lebenskosten bezahlen zu können und das Kind dafür in die Krippe bzw. Kindergarten gegeben wird. Wo es keinen menschenunwürdigen Arbeitsmarkt gibt, auf dem Arbeitnehmer nach Vollzeit noch auf's Amt müssen, um wenigstens Hartz IV zum (Über) Leben haben. Ein Land, in dem Kinder wichtiger sind als Autos oder die 'Freiheit', auf Autobahnen mit 250 km/h rasen zu dürfen. Wo jeder, der fleißig ist und lernt, eine faire Chance auf ein bezahlbares Studium bekommt und nicht nur die sowieso schon Privilierten. In einem Land, in welchem es faire Steuern für alle gibt, auch für Konzerne, die hier Milliardenumsätze generieren und dank windiger Steuergesetze mit einem Briefkasten in Irland zu 99% davon befreit werden. Dieses Land ist so reich, dass sich das mit gutem Willen innerhalb von einer Generation weitgehend realisieren ließe. Und bei einer realistischen Wirtschaftspolitik sogar die Staatsverschuldung langsam abgebaut werden könnte. Doch dazu muss erst einmal der hart gewordene Beton aus den Köpfen heraus, die es nicht anders gewöhnt sind, als in Kategorien wie links gegen rechts, schwarz gegen rot, jeder gegen jeden usw. zu denken.
Schön geschrieben und eindeutig richtig. Ich versteh halt viele Bürger nicht, die relativ einfache Möglichkeiten unser land umzugestalten als wahlweise *linke Spinnereien""Utopie" oder einfach "Wirtschaftsschädlich" einstufen. dabei ist es doch auch deren Z. B. Altersvorsorge, die nicht gegeben ist.
das es doch geht (jetzt stichwort Altersvorsorge) beweisen unsere Nachbarländer Österreich, Schweiz und die Niederlande.
Oder das man insgesamt auch einen gerechteren, sozialeren Staat hinbekommt, die Skandinavischen Länder.
Natürlich kann man nicht alles 1:1 umsetzen. Aber man kann sich die Sachen die woanders funktionieren anschauen und das so umsetzen DAS es halt in der Bundesrepublik funktioniert.
Dann müsste man auch weniger Angst haben, das man auch in Deutschland Probleme wie in den USA oder auch Frankreich bekommt.

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cypeak 05.05.2017, 19:29
36. verstehe ich nicht...

...ich habe jetzt mehrfach gelesen dass RRG quasi der untergang der spezies mensch wäre - warum genau hat keiner geschrieben. einige wenige haben irgendwelche schreckgespenst-hörensagen theorien reingeworfen; enteignungm verstatlichung und der übliche schmonses. was würde den soooo katastrophal schlimmes pasieren?

was die jetzige regierung angeht: anscheinend sind uns die ppp-fantasien bei öffentlicher infrastruktur genauso lieb wie die lächerlich ausgeführte erbschaftssteuer und die kalte progression welche die union seit jahren hätte reformieren können - hat sie aber nicht.

wenn dann rot-rot ohne die grünen: idealistische verltver-besserwisser kann zurecht kaum einer leiden.
aber sozialreformen mit augenmaß wären wirklich mal angesagt.

anders herum: was wäre denn an einer groko den so erstrebenswert? stillstand eines "weiter-so"? oder geht es uns allen den so gut?
ich muss als ingenieur in festanstellung nur die imobillienpreise beim bankaushang und meine rentenauskunft anschauen um festzustellen dass es eine groko nichtmal den ansatz einer lösung zu bieten hat!

dann doch lieber das volle neoliberale programm einer fdp! (was früher kaputtgeht, kann man auch früher wieder neu aufbauen..)

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hockeyer12 05.05.2017, 19:35
37.

Zitat von joomee
Vielleicht mögen ja die Mehrheit der Bürger keine radikalen Linksveränderungen? Womöglich geht es dir breiten Masse doch besser als man denkt? Oder die Lösungen werden eher anderen Parteien zugetraut? Und man darf nicht vergessen, man bekommt immer alles im Paket. Bei RRG unter anderem großzügige Zuwanderung und Nachzugsregelungen sowie eine europäische vergemeimschaftung der Schulden.
"Radikale Linksveränderungen" wird man mit RRG auch wohl kaum bekommen. Vielleicht beschäftigen sich diese Leute (wie Sie) doch erstmal mit den entsprechenden Programmen. DAS meine ich mit Informieren.
Und wie schon öfters gesagt "Die breite Masse" wird ganz erhebliche Probleme mit Ihrer Rente bekommen. sie hat jetzt schon die Problematik, das Bildung in keinem anderen Industrie-Land so vom Einkommen der Eltern abhängt.
Und das CXU und Co diese Lösungen nicht bieten können, beweisen Sie in jeder Legislaturperiode immer wieder.

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robertreagan 05.05.2017, 19:36
38. Venezuela

Zitat von joomee
Welche linksaußen Regierung hat es je erreicht so ein wundervolles Land zu schaffen? Keine einzige. Sie werden jetzt sagen, dass haben die Rechten und Kapitalisten auch nicht geschafft. Richtig. Aber sie sind ihrem Vorbild näher gekommen als jede weit-linkes sozialistisches Land auf dieser Welt. Wenn Sie noch nicht genug Beispiele hatten, schauen Sie doch mal nach Venezuela. Nur Sozialisten schaffen es, dass ein Land mit einer der höchsten Erdölvorhaben der Welt in Armut und Chaos versinkt. Nein, danke. Wir haben Herausforderungen, keine Frage. Aber die bekommen wir ohne die Linke besser in Griff.
Wenn Sie die Presse AUFMERKSAM verfolgen würden, wüssten Sie das es ein großes Land im Norden gibt, welches keine sozialistische Regierung in seinem Hinterhof auf Dauer duldet. Also werden Produkte verknappt und Preise für Erdöl gedumpt, bestimmte Technologien und die Lieferung von Arzneimitteln boykottiert. Auch die Regierung Temer in Brasilien und die Absetzung von Frau Kirchner in Argentinien sind so zu Stande gekommen.

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biber01 05.05.2017, 19:38
39. @LieschenMüller

Den Export von Waffen kann man durchaus kritisch sehen. Allerdings lässt ihr Beitrag den Eindruck entstehen, als ob Waffen ein wichtiges Exportprodukt wären. Der Anteil an den deutschen Gesamtexporten liegt bei weit unter einem Prozent. Also wirtschaftlich eher unbedeutend.

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