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Umfrage zur Landtagswahl: CSU auf Rekordtief in Bayern - nur noch 33 Prozent
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Die Alleinregierung in Bayern ist futsch, und viele Koalitionsoptionen gibt es beim derzeitigen Stand auch nicht: Nach der jüngsten Infratest-Umfrage liegt die CSU nur noch bei 33 Prozent - so schlecht wie nie zuvor.

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friedrich_eckard 05.10.2018, 08:53
70.

Irgendwo müssten doch die 0,5% Wählerstimmen, die der LINKEN zum Einzug in den Landtag nach dieser Umfrage noch fehlen, auch noch aufzutreiben sein... natürlich besteht keine Chance, dass in Amigostan ein "Bündnis der fortschrittlichen Kräfte" mehrheitsfähig werden könnte, anders als in Hessen, für welches Land die aktuelle Umfrage eine Mehrheit für Mittel-links von 49% gegen 48% für CDU, Partei der Steuervermeider und Krrräfte derrr nationalen Errrneuerrrung ausweist. Es geht hier mehr um die Signalwirkung, auch und gerade für die Wahlen in Hessen zwei Wochen später... wenn es die LINKE selbst in den Landtag zu München schaffte... "If You can make it there, You can make it everywhere"!

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haarer.15 05.10.2018, 11:32
71.

Zitat von pit.duerr
wie es mit Bayern ausschaut ohne Mehrheit der CSU. Da werden einige sehr sehr große Augen machen in Zukunft. Und das sage ich als ehemaliger Linkswähler.
Naja, die Mehrheit wird die CSU wohl weiterhin haben, allerdings eklatant geschrumpft. Die Gründe dafür sind vielfältig und das wurde schon genug kommuniziert. Die Zeiten der großkotzigen Selbstherrlichkeit sind - das ist jedenfalls die gute Nachricht - ein für allemal um. Und das ist gut für das Land Bayern und die Demokratie.

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kael 05.10.2018, 13:29
72. win-win-Situation

Es kann der politischen Hygiene in Bayern nur gut tun, wenn die Allmacht der CSU und ihrer Spezis ein Ende erfährt. Und auch die Berliner Koalition würde durch eine geschwächte CSU wieder zu mehr konstruktiver Arbeit verholfen. Es wäre also eine win-win-Situation - sogar für die CSU, auch wenn sie es nicht glauben mag.

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amwald 05.10.2018, 15:36
73. tut mir leid, für

Zitat von Heliumatmer
Das wird ne Gaudi, wenn nicht lange nach dem Ende des größten Festes der Welt ein noch viel größeres gefeiert wird, das Ausscheiden der CSU aus der Regierung in Bayern. Was Ähnliches gab es schon mal in Stuttgart, die Mappschiedsparty am 27.3.2011: https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.mappschiedsparty-mehrere-tausend-feiern-in-der-stadt.6b1d5aa5-04c9-4a5f-bcd7-4f0803bacd3e.html. Die Schredder werden in der Wahlnacht so heiß laufen, dass sich der heiße Sommer auf eine Wiederkehr im Herbst freut:https://www.tagesspiegel.de/themen/bundestagswahl-historie/serie-bundestagswahlen-1998-schroeders-sieg-kohls-ende/8589164.html
Sie > dass in Sie Ihren Beitrag in der Wahlnacht schreddern dürfen, ja eher müssen.
Das Wahlrecht in Bayern versteift sich bzgl. der zugeteilten Mandate nicht allein auf den puren Zweitstimmenanteil, sondern es werden auch die erzielten Erststimmen hinzu gerechnet. Es wird zu erwarten sein, dass die CSU weit mehr als die Hälfte aller Direktmandate einheimsen wird >> d.h. jedes Direktmandat bedeutet die Mehrheit der Stimmen im betreffenden Wahlkreis erhalten zu haben.
Die CSU wird daher mehr Mandate erhalten, als es die Zahlen 35 +/- x% augenscheinlich vortäuschen. Gleichwohl wird es so sicher wie das Amen in der Kirche nicht mehr zur CSU-Alleinregierung reichen.

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qoderrat 05.10.2018, 18:08
74.

Das ist eine grandiose Fehlinterpretation des Geschehens. Die CDU in Ba-Wü ist an der Person Mappus gescheitert und einem überzeugenden Grünen Kretschmer der auch problemlos von seinen Ansichten her in die CDU passen würde. Die Neuauflage dann am Amtsbonus und einer nicht erfolgten Aufarbeitung des Falls Mappus und erneut wenig überzeugenden Persönlichkeit Strobl. Sowie Kretschmer altershalber weg ist und die CDU wieder eine Persönlichkeit und keinen Schwiegersohn an die Spitze stellt, ist das Thema Grüne in Ba-Wü für die nächsten Jahrzehnte durch.

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wauz 05.10.2018, 23:31
75. Das bayerische Wahlrecht

Zitat von friedrich_eckard
Irgendwo müssten doch die 0,5% Wählerstimmen, die der LINKEN zum Einzug in den Landtag nach dieser Umfrage noch fehlen, auch noch aufzutreiben sein... natürlich besteht keine Chance, dass in Amigostan ein "Bündnis der fortschrittlichen Kräfte" mehrheitsfähig werden könnte, anders als in Hessen, für welches Land die aktuelle Umfrage eine Mehrheit für Mittel-links von 49% gegen 48% für CDU, Partei der Steuervermeider und Krrräfte derrr nationalen Errrneuerrrung ausweist. Es geht hier mehr um die Signalwirkung, auch und gerade für die Wahlen in Hessen zwei Wochen später... wenn es die LINKE selbst in den Landtag zu München schaffte... "If You can make it there, You can make it everywhere"!
ist für kleine Parteien von Nachteil. Es reicht nämlich nicht, innerhalb Bayerns 5% der abgegebenen Stimmen zu erhalten, man muss in allen sieben Bezirken über die 5 Prozent kommen. Es gibt keine Direktmandate, also das Mandat eines Wahlkreissiegers verfällt im Falle eines Unterschreitens der Hürde in nur einem Bezirk.
Das macht die Demoskopie schwierig. Dazu noch ist die Arithmetik mit Erst- und Zweitstimme kompliziert. Das macht es nahezu unmöglich, genau zu prognostizieren.
Die Linke hat dazu noch das Problem, dass zumindest in Oberbayern die Wahlaufstellung nicht sauber gelaufen ist. Da sind noch Verfahren anhängig.
Politisch sieht es so aus, dass die Partei Die Linke in Bayern faktisch tot ist. Ein reiner Wahlkampfverein, der außer in München und Nürnberg auch keine sichtbare Arbeit macht. Es gibt also keinen Grund, diese Partei zu wählen. Es ist nur eine absolute Kernwählerschaft, die Die Linke in Bayern wählt. Und das Trara zwischen Wagentaine und Kipptsch macht auch nichts Gutes her.
Im Klartext: es gibt in Bayern keine "linke" Mehrheit.
Die Linke in Bayern wird von ehemaligen SPDlern geführt. Daher ist die Partei auch nur eine Zweitausgabe der SPD. Beide Parteien zusammen kommen auf keine 20%. Die neue Partei MUT kann man vielleicht noch zur politischen Linken zählen, aber sie ist weit davon entfernt, in den Landtag einzuziehen.

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wauz 05.10.2018, 23:42
76. Irrtum

Zitat von qoderrat
Das ist eine grandiose Fehlinterpretation des Geschehens. Die CDU in Ba-Wü ist an der Person Mappus gescheitert und einem überzeugenden Grünen Kretschmer der auch problemlos von seinen Ansichten her in die CDU passen würde. Die Neuauflage dann am Amtsbonus und einer nicht erfolgten Aufarbeitung des Falls Mappus und erneut wenig überzeugenden Persönlichkeit Strobl. Sowie Kretschmer altershalber weg ist und die CDU wieder eine Persönlichkeit und keinen Schwiegersohn an die Spitze stellt, ist das Thema Grüne in Ba-Wü für die nächsten Jahrzehnte durch.
Die Grünen sitzen inzwischen in den interessanten Hinterzimmern und haben sich in den eigentlichen Machtstrukturen eingenistet. und die Personalie Mappus war ja kein Betriebsunfall, sondern das logische Ergebnis einer jahrzehntelangen Degeneration. Die CDU wird sich auch zukünftig mit den Grünen die Macht teilen müssen.
Das ist auch kein Zufall. Die Gründer der Grünen in BaWü waren gar zu oft Söhne und Töchter von CDUlern. Letztendlich ein Milieu...

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