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Umfrage zur Präsidentschaftswahl: Obama baut Vorsprung vor Republikanern aus
AFP

Während die Republikaner weiter um ihren Kandidaten für die US-Präsidentschaftswahl streiten, vergrößert Amtsinhaber Obama seinen Vorsprung in den Umfragen. In fast allen Bereichen liegt er vorn, doch in der Wirtschaftspolitik trauen die Bürger dem wahrscheinlichen Gegenkandidaten Romney mehr zu.

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finchen0598 11.04.2012, 07:11
20.

Zitat von Lazarus Long
Selbsternannte "Demokratoren" wie Sie haben im antiken AThen Sokrates den Schierlingsbecher reichen lassen. Chanchengleichheit heisst, dass jeder eine Chance hat. Sie können, um es anders auszudrücken, den Esel zur Tränke führen, aber sie können ihn nicht zum trinken zwingen. Ob jemand seine Chancen nutzt oder nicht ist jedem selbst überlassen. Der Sozialstaat den wir angeblich haben ist UNSOZIAL, da er mir (über direkte und indirekte Steuern und Abgaben) mehr als die Hälte meines Gehaltes wegnimmt und "umverteilt". Ich WILL aber keinem Selbstständigen die Krankenkasse bezahlen, der immer von niederigen Beitägen profitiert hat (während ich max. der Beitragsbemessungsgrenze zahle) und nun seine "gestiegenen Beitráge nicht mehr zahlen kann...und trotzdem in der Grundabsicherung versichert bleibt. Ich WILL drogenabhängigen und alkoholkranken nicht die vierte und fünfte Therapie bezahlen. Ich will auch nicht, dass meine Steuern die Kirchen unterstützen, hunderttausenden von unkündbaren Beamten eine fette Pfründe und Vorruhestand sichern, und ich WILL keinen ÖR Dudelfunk. Will ich nicht, brauch icht nicht - der Staat soll sich auf das Grundlegende beschränken. Grundsicherung okay, aber gegen Bedingungen und nur das Notwendigste. Und wissen Sie was? Die Mehrzahl der Amerikaner denkt ebenso. FREIHEIT ist immer vor allem die Abwesenheit von überbordender Bürokratie und von ausufernden Abgaben. Das wusste bereits Benjamin Franklin.
Dann wandern sie doch aus nach Amiland, wenns ihnen hier nicht gefällt.
Wenn wir alle auf Solidarität scheissen würden wie Sie , dann wäre dieses Land wirklich UNSOZIAL.
Freiheit so zu definieren ist doch sehr egoistisch und letztendlich zum scheitern verurteilt. Wenn der Staat nur noch verwaltet und nichts mehr reguliert, dann haben wir tatsächlich Freiheit, aber auch keinerlei Schutz durch den Staat. Das ist in meinen Augen nicht erstrebenswert.

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Lazarus Long 11.04.2012, 11:28
21. Sic

Zitat von Michael_Erbstadt
...dass sich da einer in der sozialen Hängematte lümmelt und von da aus zum grossen Rundumschlag ausholt.
Ich habe in meinem Leben noch NIE Transferleistungen bezogen.
Zitat von Michael_Erbstadt
.... Wagen Sie es doch einfach, sich selbständig zu machen!
Im Unterschied zu einigen anderen weiss ich, dass ich momentan keine marktfähige Idee habe. Punkt. Wo allerdings die Tätigkeit eines Angestellten in DE "soziale Hängematte" sein soll, erklären Sie mir bitte.

Zitat von Michael_Erbstadt
Mein lieber Mann, ich habe sicher mehr an Sozialabgaben und Steuern bezahlt, als Sie im ganzen Leben brutto haben werden..
Woher wollen Sie das wissen ? Ist das sog. "Steuergeheimnis" jetzt schon für SPON-Recherchen aufgehoben ?

Zitat von Michael_Erbstadt
.... Ich zahle nicht gerne Steuern, aber ich weiss warum und akzeptiere das. Lassen Sie den Süchtigen, denen, die Pech hatten, denen die die angebliche Chancengleichheit nicht hatten, lassen sie denen mit unserer Unterstützung ein wenig Glück im Leben...
Sie WISSEN Wofür Sie in diesem Land Steuern zahlen ? Glückwunsch.
Nur so nebenbei, vielleicht sollten Sie genauer lesen. Ich sprach von der "vierten und fünften Therapie". In anderen Worten: Irgendwann muss Schluss sein. Solidarität ist eine schöne Sache, aber Sie muss Grenzen haben. Sie sollten einmal über den Tellerrand sehen und begreifen, dass "Freiheit" immer auch die Freiheit des Scheiterns in sich birgt. Dies gilt für den unangemessenen "Ehrensold" von Herrn Wulff ebenso wie für "Rentenzahlungen" aus politischen Gründen an Personen, die nie eingezahlt haben. Genau diese vorgebliche "soziale Gerechtigkeit" die Sie hier propagieren führt dazu, dass die gesetzliche Rente nur noch ein Witz ist - Verfügungsmasse von Berufspolitikern, aber nicht mehr verlässliche Alterssicherung für diejenigen, die 30 bis 40 Jahre eingezahlt haben.

Ich bin der (nicht mehrheitsfähigen) Meinung, dass ein 50-jähriger Ingenieur der arbeitslos wird anders behandelt werden sollte als ein 18-jähriger ohne Schul - und Berufsabschluss. Der eine hat meist unverschuldet ein existenzielles Problem (und in seinem Leben hart dafür gearbeitet, ein Minimum sozialer Sicherheit zu geniessen). Der andere hat seine Wahl getroffen und eben Pech gehabt.

Zitat von Michael_Erbstadt
Ach ja: Dachten Sie schon einmal daran, ins gelobte Land VSA auszuwandern? Denken Sie drüber nach!
Ich habe mehrere Jahre in Kanada verbracht. USA kommt für mich nicht mehr in Frage, da ich Raucher bin und zu bleiben gedenke.
Ich denke, es wird eher Dubai oder ein anderes Emirat sein, wo ich mein Geld steuerfrei verdiene und sich Leistung lohnt.

Nichts gegen soziale Sicherung, aber in dem gelichen Masse wie der Gutverdiener der Staat einen Beitrag schuldet, schuldet der Empfänger von Transferleistungen so etwas wie eine individulee Schadensminderungspflicht. Wer nicht arbeiten kann - Alter, Krankheit, Behinderung - soll Anspruch auf Unterstützung haben. Wer nicht WILL soll zusehen wie er zurechtkommt.

Wenn das asozial ist, na gut. Muss ich mit leben.

Allerdings sollten sie mal überlegen, was ein paar hundert Euro an einen Saufkopf ohne Bildungsabschluss erreichen könnten, wenn Sie es an ein Waisenhaus z.B. in Kambodscha oder Vietnam spenden. Was hier in Wodka durch die Kehle gurgelt, sichert dort die Zukunft von einem Kind für ein Jahr.

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Lazarus Long 11.04.2012, 11:43
22. ...

Zitat von finchen0598
Dann wandern sie doch aus nach Amiland, wenns ihnen hier nicht gefällt. Wenn wir alle auf Solidarität scheissen würden wie Sie , dann wäre dieses Land wirklich UNSOZIAL. Freiheit so zu definieren ist doch sehr egoistisch und letztendlich zum scheitern verurteilt. Wenn der Staat nur noch verwaltet und nichts mehr reguliert, dann haben wir tatsächlich Freiheit, aber auch keinerlei Schutz durch den Staat. Das ist in meinen Augen nicht erstrebenswert.
In den 70'er und frühen 80'ern Jahren wurde Kritik oft mit dem Kommentar bedacht: "Wenn's dir hier nicht passt dann geh doch nach drüben" (gemeint was die DDR).
Irgendwie erinnern mich die Beissreflexe der wohlsaturierenten Sozialstaatspropagandisten genau daran.

Denken Sie vielleicht noch einmal über den Freiheitsbegriff nach. Freiheit ist etwas, was es in DIESEM Lande nicht mehr gibt.
Warum soll die Möglichkeit eines Scheiterns unsozial sein?
Ist der Staat mit den höchsten Abgaben automatisch "Sozial?"

Was Deutschland fehlt ist eine kräftige Dosis neuzeitlicher Reagonomics. Paul Kirchhof hat dazu intelligente Lösungsansätze für ein besserers Steuersystem vorgetragen. Aber er wird sich nicht durchsetzen, da die Sozialstaatspropagandisten um ihre individuelle Pfründe (Lohnzuschläge, Kohleförderung, Pendlerpauschale etc) fürchten.

Nur: Machen Sie sich bitte eins klar, liebe Mitforistin: Die universalen Gesetze wirtschaftlichen Handelns behalten ihre Gültigkeit. Wenn Sie Adam Smith's Leitsätze vernachlässigen (Der menschliche Egoismus als Triebkraft der Wirtschaft) wird ihr "Sozialstaat" irgendwann unbezahlbar. Sie erreichen also das Gegenteil dessen, was Sie anstreben.

Schutz durch den Staat, sagen Sie. Ich frage: Wer schützt uns VOR dem Staat, der in all unsere inneren Lebensbereiche eingreift und uns vorschreibt, wie wir zu leben haben ?

Ich gestehe zu, dass dies eine Güterabwägung ist. Für mich überwiegt der Freiheitsbegriff. Die Brave New World eines Aldous Huxley will ich nicht und brauche ich nicht.

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Celestine Trueheart 11.04.2012, 12:45
23.

Zitat von joe sixpack
Was genau ist die "social welfare"? Eine Behoerde, die ich noch nicht kenne? Ausserdem, das Kraukenhaus DARF niemanden abweisen.
Ich wusste, dass jemand sich an dem Ausdruck festbeißt. Sorry, ich weiß den Namen nicht, aber Sie hätten ihn doch nennen können.

Dann beschweren Sie sich doch bei der Redaktion des "Weltspiegel" von ARD für eine Fake-Sendung, in welcher Laiendarsteller so taten als seien sie Krankenhausärzte oder schwerkranke Menschen, denen das genau so passiert ist. [Ironie] Ich bin zwar auch dafür, dass man nicht alles glauben sollte, was die Medien einem so vorservieren, aber ich hatte absolut keinen Grund, an dem Wahrheitsgehalt der Sendung zu zweifeln.

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Celestine Trueheart 11.04.2012, 13:23
24.

Zitat von Lazarus Long
Ich gestehe zu, dass dies eine Güterabwägung ist. Für mich überwiegt der Freiheitsbegriff. Die Brave New World eines Aldous Huxley will ich nicht und brauche ich nicht.
Sie wussten doch aber, dass Aldous Huxley sich von den USA inspirieren ließ und dass die Utopie des Brave New World eine Wirtschafts- bzw. Konsum-Utopie ist, in welcher das Leben in World State vor allem der Wirtschaft unterworfen wird. Zitat aus wikipedia:
Zitat von
The World State is built upon the principles of Henry Ford's assembly line—mass production, homogeneity, predictability, and consumption of disposable consumer goods. At the same time as the World State lacks any supernatural-based religions, Ford himself is revered as a deity, and characters celebrate Ford Day and swear oaths by his name (e.g., "By Ford!").
Aldous Huxley war ein großer Visionär, der z.B. die Gefahren durch Überflutung mit trivialen Informationen voraussah, bei welcher die Wahrheit nicht zensiert werden muss, weil sie im Informationsübermaß verloren geht, was nach seiner Einschätzung zur Passivität und Egoismus führen würde, genau so wie er auch die Entwicklung der Trivial-Kultur, d.h trash voraussah. Das hört sich nicht nach Sozialismus an, nicht wahr? ;-))

Die Utopie von Aldous Huxley passt doch wunderbar zu den Ambitionen der neoliberalen Wirtschafts- und Finanzeliten. Und btw: Welche Freiheit besitzen denn Menschen, die 3-4 Jobs brauchen, damit sie überleben können?

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joe sixpack 11.04.2012, 14:55
25. Es ist doch absurd zu argumentieren

Zitat von Frietjoff
Nun, dass das kassiert werden wird, ist in der Tat nicht ausgeschlossen. Allerdings ist die vermeintliche Begründung logisch überhaupt nicht nachvollziehbar, sondern nur politisch zu erklären. Es ist doch absurd zu argumentieren, dass der Staat problemlos seine Bürger besteuern kann, um ihnen mit dem eingenommenen Geld eine staatliche Versicherungspolice (die Rentnerkrankenversicherung Medicare) oder gar ein komplett staatliches Gesundheitssystem (das System der Krankenhäuser für Militärveteranen) zu »schenken« – es aber verfassungswidrig sein soll, den Bürgern, die sich keine private Krankenversicherungspolice kaufen (um dann aber im Krankheitsfall die Allgemeinheit zu schädigen) eine Strafsteuer aufzuerlegen. Selbstverständlich ist der , der Versicherungsverweigerern auferlegt wird, im Prinzip eine Steuer – und somit klar verfassungskonform. Schließlich werden Bürger immerzu dazu gezwungen, Steuern zu zahlen (z.B. eben für die Renten- und Rentnerkrankenversicherung). Dass die 5 politisch rechten Verfassungsrichter lange etabliertes Recht ignorieren könnten, ist traurig, aber eben nicht auszuschließen. Ironisch daran wäre übrigens, dass gerade das eine rechte Idee ist, die von den Linken lange bekämpft wurde.
Sagen Sie das dem Supreme Court. Ich bin fuer den Affordable Health Care Act und fuer seinen fortbestand.

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