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Umfragen zur Krim-Krise: Deutsche zweifeln an Sanktions-Strategie
AP/dpa

Russland als Aggressor auf der Krim, der mit Sanktionen bestraft werden muss? Viele Deutsche sehen das anders. Umfragen zufolge fürchten sie Schaden für die Wirtschaft - und machen den Westen für die Krise mitverantwortlich.

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porkypork 20.03.2014, 07:11
10.

Zitat: "Russland als Aggressor auf der Krim, der mit Sanktionen bestraft werden muss? Viele Deutsche sehen das anders. Umfragen zufolge fürchten sie Schaden für die Wirtschaft - und machen den Westen für die Krise mitverantwortlich."
Womit das Volk wohl weiser zu sein scheint als die meisten Damen und Herren Politiker in Berlin und Brüssel.

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elektro-c 20.03.2014, 07:20
11. Qui bono?

Hoffentlich bleibt die Skepsis gegenüber der allgemeinen Sichtweise "böse Russen" gegen "guter Westen" erhalten, die die Ukraineberichterstattung anfänglich begleitet hat. Denn ich frage mich schon: wer profitiert eigentlich davon den Spaltpilz nach Europa zu tragen? Und wer im Westen hat eigentlich geglaubt, dass Russland eine Assoziierung der Ukraine klaglos hinnimmt? Wenn wir weiter so machen, ohne Russlands Interessen mit einzubeziehen, werden wir immer tiefer in eine Europäische Krise rutschen, die sicher nicht in deutschem / europäischen Interesse ist! Und in russischem Interesse auch nicht!

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kone 20.03.2014, 07:21
12. Hm...!

Zitat von sysop
Russland als Aggressor auf der Krim, der mit Sanktionen bestraft werden muss? Viele Deutsche sehen das anders. Umfragen zufolge fürchten sie Schaden für die Wirtschaft - und machen den Westen für die Krise mitverantwortlich.
Es ist schon begrüßenswert, daß SPON differenzierten Betrachtungen - wie auch mit diesem Beitrag - immer wieder Raum gibt. Hoffnungsvoll stimmt auch, daß sich viele Deutsche von der schwer tendenziösen Berichterstattung in den Hauptnachrichtensendungen von ARD und ZDF (v.a.heute-journal und Tagesthemen, incl. der diversen "spezial" und "Brennpunkt"-Sendungen) nicht von einem nüchternen Blick auf die tatsächlichen Zusammenhänge von Ursachen und Wirkungen in Kiew, und auf der Krim abbringen ließen.
Den Redaktionen der o.g. Sendungen kann man nur empfehlen, sich von ihren Posten zurückzuziehen. Denn ihre journalistische Glaubwürdigkeit haben sie - zumindest in meinen Augen - verloren.
Allerdings möchte ich hinzufügen, daß es auch Gelegenheit gab, meist zu später Stunde, eine objektivere Darstellung der Vorgänge um die Ukraine zu bekommen. Stellvertretend genannt seien "Anne Will" und "Phoenix-Runde" !!

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tabernakelmenetekel 20.03.2014, 07:22
13. sehe ich auch so...

Warum soll man was auf ansichten und worte von obama und seinen westlichen gefolgsleuten geben... als ob die weniger lügen würden und die besseren menschen seien. Sie geben doch selbst teile ihrer eigenen Länder freiwillig ab an zuzügler die eben überhand genommen haben... nur eben nicht offiziell. Im gegensatz zu unseren vertretern kann man herr putin wenigstens ernst nehmen.

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pilotthedune 20.03.2014, 07:23
14. Sanktionen und Energie

Ich lebe nun seit zwei Jahren in Qatar und beobachte die Entwicklung der Wahrnehmung in Deutschland mit zunehmend gemischten Gefühlen - das mag auch am räumlichen Abstand liegen.
Fakt ist, dass es in der Ukraine eine Revolution gegeben hat, bei der sich größtenteils das "normale" Volk zu Recht gegen ein auto-und kleptokratisches Regime gewehrt hat.
Dass das entstehende Machtvakuum schnell und gerne von extremen Randgruppen gefüllt wird ist normal und sollte vorübergehender Natur sein. Jedoch kann man in der Ukrarine sicher nicht von einer tiefgreifenden faschistioden Berohung sprechen.

Deutschland und die EU haben hier erfolgreich vermittelt und Druck aufgebaut ich. Ich kann hier die immer wieder zitierten "größenwahnsinnigen Interessen" einer wuchernden EU absolut nicht erkennen. Das die Amerikaner hier ihr geopolitisches Spielchen spielen ist offensichtlich, typisch und erbärmlich. Das ist ein eurpoäisches Problem und geht sie schlicht nichts an! Die Ukraine wird dennoch sicher nicht auf absehbare Zeit in die EU aufgenommen, eher in die NATO - und den Schuß ins eigene Knie hat Herr Putin dann selber gesetzt.
Über den Anschluss der Krim an Russland hätte man unter anderen Umständen sicher reden können - nach freien Wahlen in der Ukraine und nach einem FREIEN Volksentscheid auf der Krim. Putin beschützt bereits Russen in Abchasien und Süd-Ossetien und er wird weitere schützenwerte Gebiete finden.
Daher muss hier ein Riegel vorgeschoben werden und das kann nur ein ökonomischer sein.
Anstatt hierin die Chance zu sehen sich von den Erdgaslieferungen geldsatter Despoten (ich kann hier in Qatar sehr gut sehen wozu das führt!) unabhängig zu machen, um nicht ihre Rüstungsbudgets weiter auf Kosten des Weltklimas aufzublasen, sollten wir in Europa auf Autarkie setzten.
Wir brauchen das Gas der Amis, Russen und Scheichs auf mittlere Sicht nicht. Die Energiewende muss weiter gedacht werden! Wir werden sonst immer der Spielball der Machtinteressen derer sein, die anders als Europa nichts aus der Historie gelernt haben.
Die Deutschen sitzen jetzt zu Hause und machen sich Sorgen um ihre Energiesicherheit und das warme Wohnzimmer im Falle von Sanktionen - mein Gott!? Wie kurz ist das gedacht?? Dann wird es halt mal vorübergehend 2 Grad kälter. Das ist besser als wenn es später ganz kalt wird!
Wir brauchen die Russen (leider) nicht, sie uns aber schon. Die russische Wirtschaft (3% der globalen Wirtschaftskraft) hat nichts zu bieten ausser Rohstoffen - so einfach ist das!

Bitte einfach mal raus auf der Komfortzone im Hier und Jetzt!

VG aus einem unfreien vom Gasgeld vergifteten Staat.

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lupenreinerdemokrat 20.03.2014, 07:24
15.

Zitat von sysop
Russland als Aggressor auf der Krim, der mit Sanktionen bestraft werden muss? Viele Deutsche sehen das anders. Umfragen zufolge fürchten sie Schaden für die Wirtschaft - und machen den Westen für die Krise mitverantwortlich.
Ich würde es noch klarer formulieren:

die Deutschen wissen (es ist nicht nur eine Meinung, falls das falsch rübergekommen sein sollte), dass für die Krim-Krise, so man sie überhaupt so nennen mag, mit Sicherheit der Westen der Hauptverantwortliche ist.
Ohne Putsch in Kiew gäbe es diese Krim-"Krise" nämlich nicht.
Ohne tatkräftige Unterstützung diverser Wirtschaftsverbände in finanzieller Hinsicht hätten es den Putsch nicht gegeben.
Hätte Janukowitsch bedingungslos der "feindlichen Übernahme" zur EU zugestimmt, hätte man ihn nicht weggeputscht.

Hauptfädenzieher sind, wie üblich, diverse Großkonzerne in den USA und der EU: zum einen Energiekonzerne, die an billiges Fracking-Gas in der Ukraine und an Öl/Gasvorkommen im Schwarzen Meer wollen.
Zum anderen Gentech-Konzerne, die die Ukraine zum Gen-Agrargebiet der EU umfunktionieren wollen (Freihandelsabkommen lässt grüßen).

Nicht zu unterschätzen ist natürlich auch das politische Machtkalkül der USA (The Grand Chessboard), das das Ziel hat, die militärischen und wirtschaftlichen Konkurrenten einzudämmen, bzw. auszuschalten:

Russland, China, EU.

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liebe-wahrheit 20.03.2014, 07:25
16. Ich kenne keinen, der das Vorgehen der USA/EU für gut heißt

im Gegenteil, was die USA und die EU hier veranstalten ist Kriegtreiberei, die wollen keine diplomatische Lösung, die für Russland akzeptabel ist. Was solls das überhaupt, die Krim spricht russisch, die Bevölkerung hat gewählt, also gehts nun um die Bevolkerung oder was? Russland nimmt da wenigstens noch Rücksicht im Gegensatz zu den USA, die jedem ihren Willenaufzwingen, ob er will oder nicht. Da ist die Argumentation von Putin schon schlüssig. Sorry ich traue Putin nicht, aber er hat einfach die besseren Argumente.

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matthias_b. 20.03.2014, 07:26
17. Die Deutschen

Die Deutschen sind eben (noch) klüger, als es die Volksumerzieher gerne hätten. Übrigens:

"Machthungrig, clever, stark - das sind Eigenschaften, die Putin zugeschrieben werden, ermittelte Forsa für den 'Stern' vergangene Woche. Das klingt wenig sympathisch."

Nicht? Sind immerhin zwei Eigenschaften mehr als sie die machthungrige Aussitzmerkel hat.

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mel80 20.03.2014, 07:27
18. Medientamtam hat nichts genützt!

Zitat von sysop
Russland als Aggressor auf der Krim, der mit Sanktionen bestraft werden muss? Viele Deutsche sehen das anders. Umfragen zufolge fürchten sie Schaden für die Wirtschaft - und machen den Westen für die Krise mitverantwortlich.
Die Deutschen scheinen schlauer zu sein, als die Medien glauben wollen!
Jetzt hatte man alle schweren Presse-Geschütze aufgefahren um die Deutschen zu verkaufen, jedoch lassen die sich kein X vor einem U machen. Gut so!

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kantundco 20.03.2014, 07:27
19. Die einen Völkerrechtsbrecher....

... werden sanktioniert, mt den anderen verhandelt man Freihandelsabkommen. Die Deutschen sind zwar doof, aber so doof auch nicht. Und dass Sanktionen nichts bringen, sondern nur der Bevölkerung schaden sieht man in Kuba und Iran.

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