Forum: Politik
Umgang mit China: Wo Trump recht hat
AFP

Darf man den amerikanischen Präsidenten loben? In der Chinapolitik muss man das sogar. Was unser Verhältnis zu China angeht, sind wir gefährlich naiv. Kaum ein Volk denkt so nationalistisch wie das chinesische.

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claus7447 27.12.2018, 18:48
1. Ja und?

Da hat sich in den letzten 40 Jahren nichts geändert. Und dennoch, kann man es sich leisten diesem Markt fernzubleiben? Die deutsche Autoindustrie schätzt den chinesischen Markt doppelt so groß wie ganz EU, und bis 2025 dreifach. Der Erfolg von VW dort war ein frühzeitiges einsteigen Anfang der 90ziger. Ja, Schlüsselindustrien mussten einen 50% Partner reinnehmen. Da wurde gekupfert bis zum abwinken. Elektrogeräte zu importieren ging nur mit lokaler Zulassung, dazu müsste man defakto die konstruktionsunterlagen einreichen. Alle haben es gemacht. Bei Aufbau der JV in China machte man dann die richtigen Fehler, anstatt tiefe Fertigung von Beginn an aufzubauen, überlies man die Zulieferanten, die man aber erst mal kräftig schulte.

Die Zulassungen für Importe in die EU sind keine Pflicht, wird aber zu wenig kontrolliert. Dafür ist der Patentschutz in China mittlerweile deutlich besser.

Es gab andere Beispiele. Motorola zockte so lange mit der lokalen Produktion, bis eine Ausnahme gemacht wurde 100%. Andere suchten sich einen Dienstleister der nicht im operativen Geschäft war.

Jetzt die Barrieren hoch zu ziehen um chinesische Investoren abzuhalten kommt zu spät, dass hätte die Europa schon vor 20 Jahren mit hohen Hürden versehen sollen. Aber was wäre dies, nur gleiches mit gleichem vergelten.

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heutemalich 27.12.2018, 18:49
2. ja - das stimmt.

Chapeau, Herr Fleischhauer - diesmal liegen Sie wieder einmal (das kommt ab und zu, wenn auch selten vor) völlig richtig. Die chinesische Führung ist so ziemlich die letzte Personengruppe auf dieser Welt, der man trauen sollte. Eine ganz üble Diktatur. Man sollte überhaupt keinen Handel mit den Chinesen treiben. Aber irgendwelche Skrupel hat der Westen eben nicht. Auch nicht Herr Trump übrigens - der am Wenigsten.

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mirkoklaus 27.12.2018, 18:55
3. Auch ein blindes Huhn ...

... findet mal ein Korn.
Unter dieser Bauernweisheit darf man wohl Trumps China Politik abheften. Inhaltlich wie Herr Fleischhauer korrekt beschreibt sogar der richtige Ansatz von Trump. Auch wenn das letztlich nur der ‚America first‘ Doktrin folgt. Denn das i Tüpfelchen in der China Politik wäre gewesen, diese mit den westlichen Partnern abgestimmt und koordiniert zu haben.

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Andre V 27.12.2018, 18:57
4.

Der Artikel ist leider etwas kurz, aber gut und richtig. Kein Wunder, dass es Fleischhauer schwer hat beim SPIEGEL mit all seinen Salonkommunisten und Stuhlkreisstrategen.

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kelcht 27.12.2018, 19:01
5.

Ja sorry wenn Grenzebach, Kuka abstößt, Voit Kuka abstößt sollen die Chinesen die kostspielige Sanierung dann vorantreiben oder der Deutsche Steuerzahler mit einer Robotersteuer? Wenn Trump nun eine Mauer um GM zieht (Werksschließungen, Entlassungen) das vielleicht Kuka weiter Roboter an diese verkaufen kann? Auch Tesla verwendet Kuka Roboter aber um Kosteneinsparungen wird auch ein Kuka unter deutscher oder amerikanischer Führung nicht herkommen da hilft es auch nicht die Belegschaft zum Eishokeyspiel einzuladen.

Trump bekommt noch von ganz anderer Seite Zuspruch von Utopisten die wieder den Goldstandars wollen und die FED abschaffen wollen, von Rechtsextremen, von Putin, vom Nordkoreaner von zu vielen Falschen Seiten.

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kimmie 27.12.2018, 19:02
6. Vorsicht vor China

Nur weil die Chinesen so freundlich scheinen, ist die chinesische Politik weniger aggessiv. China unterscheidet sich da deutlich von anderen asiatischen Staaten. In Suedkorea wurde eine Praesidentin abgesetzt. In Japan hat es einen Machtwechsel von einer Partei zu einer anderen gegeben. Aber in china regiert immer noch die kommunistische Partei. Der Parteichef in China regiert inzwischen auf Lebenszeit, genau wie in Nord-Korea.
China hat historisch zwar nie so aggressiv in andere Laender expandiert wie Japan, aber das auftreten in Suedpazifik, die Verachtung von internationalen Vertraegen und Zusammenarbeit aehnelt dem von Japan vor dem II WK.

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katarina.kaia 27.12.2018, 19:04
7. National Denken

Das ist die Fleischhauer-Lösung und der Artikel nur ein Feigenblatt um seinen nationalistischen Unfug zu verbreiten.
Warum der Spiegel dem ein Forum bietet, ist leider auch kein Rätsel mehr. Mit dem SPIEGEL, der sich für einsetzte, hat diese kleine Webseite hier nichts mehr zu tun.

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LJA 27.12.2018, 19:04
8. Was soll es ?

China wäre heute bereits in der Lage, Europa innerhalb kürzester Zeit zu überrollen. Auf jedem Gebiet, quantitativ wie qualitativ. Allerdings stehen wir aufgrund der geographischen Gegebenheiten noch nicht im Fokus der chinesischen Aufmerksamkeit. Da müssen sich die direkten Nachbarn mehr Sorgen machen.
Deshalb sollten wir durchaus in dieser Hinsicht eine konfuzianische Gelassenheit an den Tag legen. Noch jedes menschliche Imperium ist eines Tages an Überdehnung zugrunde gegangen. Es kann viel passieren: Naturkatastrophen, Seuchen, außer Kontrolle geratene Technik, interne Dekadenz und Selbstüberschätzung. Mal sehen, ob China also wirklich bis vor unsere Türschwelle kommt.
Bis dahin spricht nichts dagegen, gute Handelsbeziehungen zu unterhalten. Aber zum gegenseitigen Vorteil.
Deshalb hätte man die Kuka-Übernahme verhindern müssen, alles was Recht ist.

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cassandrino 27.12.2018, 19:05
9. Gratulation

In Ihrem Artikel schreiben Sie. "Und dennoch: Auch der Idiot kann in einem Punkt richtig liegen, und sei es aus Versehen."

Warum sollte Ihre oben genannte Tugend nicht auch mal auf den Spiegel zutreffen?

Ich gratuliere!

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