Forum: Politik
Umgang mit China: Wo Trump recht hat
AFP

Darf man den amerikanischen Präsidenten loben? In der Chinapolitik muss man das sogar. Was unser Verhältnis zu China angeht, sind wir gefährlich naiv. Kaum ein Volk denkt so nationalistisch wie das chinesische.

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klaus+ 29.12.2018, 17:07
230. Wie wärs mit gleichen Maßstäben, Herr Fleischhauer

Vorab: Mit dieser Gegenrede sollen die de facto in China bestehenden Missstände keinesfalls relativiert werden.

Ansonsten: In Punkto Nationalismus dürften die USA es locker mit China aufnehmen. Welches Land ist hat denn folgendes gebrochen: Klimaabkommen, IMF-Vertrag, das Atomabkommen mit Iran? Sowie zigfache Verstöße gegen das Völkerrecht durch illegale Kriege und Regime Changes?! Wäre Fleischhauer nur halb so kritisch gegenüber den USA wie gegenüber China, so hätte das doch genannt werden müssen. Ist er nur naiv oder bedient er ein doppelzüngiges zweierlei Maß? Oder warum sonst schaut er so wohlwollend auf das US-Imperium, welches die Welt mit illegalen Kriegen überzieht oder diese in Sanktionen nötigt?

Wo Trump bisher vorbildlich gehandelt hat: Freihandelsabkommen gestoppt und keinen neuen Krieg angezettelt. Davon aber kein Wort von Fleischhauer. Warum?

Bei aller berechtigten Kritik an China: es wäre schon ein gewaltiger Fortschritt, wenn Fleischhauer gegenüber den diversen US-Administrationen (nicht nur Trump) nur halb so kritisch wäre.

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achim j. 29.12.2018, 17:07
231. falsch

Zitat von From7000islands
Wenn das Einkommen der oberen 5% der deutschen Bevölkerung nicht dem Einkommen der unteren 50% entsprechen würde, sollte man die Proteste hinterfragen. Die Einkommenverteilung würde zu ca. 30 % höheren Löhnen in der Unter- und Mittelklasse führen, entsprechend dem realen Aussenwert des Euro. Es benötigt schon eine Revolution um Managern auszutreiben, das 100 oder 200-fache Gehalt eines normalen Angestellten der übrigen Bevölkerung mithilfe der Gesetzgebung und manchmal sogar mit deren Umgehung zu stehlen. Nicht umsonst haben wir in D 40% prekäre Einkommen, die staatlich ergänzt werden müssen. Das ist kein Jammern auf hohem Niveau , sondern ein Skandal in erster Linie von Kanzlerin Merkel, in zweiter von der Groko.
Die prekären Einkommen sind das Ergebnis der Politik von Rot-Grün unter Schröder. Merkel können sie höchstens anlasten, daß die Regierungen unter ihrer Leitung daran nichts geändert haben.

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Hokuspokus 29.12.2018, 17:19
232. Der Artikel fängt richtig an, aber...

...wer den Begriff VOLK dazu mißbraucht über eine Milliarde Menschen als nationalistisch zu verunglimpfen, der darf sich nicht wundern wenn er im Urlaub den Hitlergroß gezeigt bekommt weil ja "alle Deutsche Nazis sind".
Kennt man beim SPON nicht den Unterschied zwischen einer Bevölkerung (multiethnisch, multikulturell und multireligiös) und deren REGIME?
DIE CHINESEN sind nicht mit allem einverstanden und auf einer Linie mit der kommunistischen Staats- (hmm, was ist das eigentlich?) Dingsda. Und sie sind mit Sicherheit nicht alle nationalistisch.
Das ist grober Unfug.
Eine intelligente Clique in der Partei plant, organisiert und ordnet an. So wie in der DDR damals übrigens auch. Oder machen Sie da auch allen (Ost-) Deutschen entsprechende Vorwürfe?
"Das Problem" in China ist eines auf höchster Ebene. Und kann nur auf dieser gelöst werden. Also von anderen Staatsvertretern.
Den induktronierten einfachen Chinesen, die nur das Staatsfernsehen und ein äußerst beschränktes Internet kennen, einen Vorwurf zu machen Sie seien Schuld an Nationalismus etc. ist genauso abstrus wie dem Volk der Nordkoreanern so etwas vorzuwerfen.
Arbeiten Sie mal an Ihrer Sprache. Das ist im besten Fall Wischiwaschi und ansonsten dummer Populismus. Der Ami hat immer schon, der Russe kommt, der Engländer will und der Franzose kann nicht.. das hatten wir doch alles schon mal. Nix dazugelernt?
Ich komme übrigens gerade aus China und kann ihn versichern, daß es in der chinesischen Bevölkerung eine vollkommen mit dem Rest der Welt kompatible Sicht der Dinge gibt, unterschiedliche Meinungen natürlich, aber eben keine Stimme und kein Forum für eine solche Vielfalt.

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mickt 29.12.2018, 17:25
233. Danke Herr Fleischauer

Kann man nicht genug betonen, was Sie schreiben. Leider hat auch die SPD eine viel zu China freundlich und viel zu kritische Einstellung. Die Naivität des Westens gegenüber China ist haarsträubend und auch beängstigend. Ein generelles Umdenken wäre angezeigt und Trump – den ich gar nicht mag – muss man zugute halten, dass er der erste westliche Führer ist, der China – das wie ein total verzogenes Kind agiert und Regeln der anderen nicht beachtet und sie mit eigenen Regeln überrollt – klare Grenzen setzt.

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