Forum: Politik
Umgang mit der AfD: Neue Willkommenskultur

Kaum schafft die AfD den parlamentarischen Durchbruch, möchte mancher ihr die Hand reichen. Das ist Willkommenskultur mal andersherum. Aber Rassisten gehören nicht in die Regierung.

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mariakar 21.03.2016, 13:14
1. Tja, bestes Beispiel dafür, ein Volker Kauder.

Als die AfD noch unter 5 % lag, wollte er mit den Leuten nicht sprechen. Jetzt, so seine Aussage, sind sie in eine ganz andere Dimenssion vorgestoßen.
Was für eine Arroganz. Wie hoch ist der Anteil der Wähler an der Bevölkerung? Wie viel machen da 5 %? 1Mio oder 2, 3 oder gar 5 Mio? Es hat Kauder bis dahin nicht interressiert, was diese Leute für Sorgen und Probleme haben. Und das von einer so genannten Volkspartei. Aber plötzlich, als er die Felle davon schwimmen sieht, kann man sich mit denen ja mal an einen Tisch setzen.
Insofern hat Augstein, auch wenn ich seine Meinungen sonst meist nicht teile, schon recht. Nur um an der Macht und den Fleischtöpfen zu bleiben, würde man sich auf mit dem Belzebub ins Bett leben. Da muss ich mir doch überleben, ob ich das näschte Mal nicht auch AfD wähle.

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hanswurst3838 21.03.2016, 13:19
2.

Gut, dass es Leute gibt, die die AfD etwas differenzierter betrachten als Herr Augstein.

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fortelkas 21.03.2016, 13:21
3. Neue Willkommenskultur

Die Bezeichnung "Rassisten" ist mir etwas zu wuchtig und vordergründig. Die finden wir zu Hauf in der AfD. Viel gefährlicher sind die ganz gewöhnlichen Faschisten in Nadelstreifen und auf Pressebällen, die Petrys, die Gaulands und irgendwie auch der Studienrat Höcke. Gerade sie dürfen keinen Fuß in irgendeine Regierung bekommen!
Erwin Fortelka

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zeichenkette 21.03.2016, 13:24
4. Es ist durchaus Zeit

dass über manche Dinge mal öffentlich geredet wird und nicht nur an den Stammtischen im Netz und anderswo. Aber das heißt noch lange nicht, dass dabei das herauskommen wird, was die AfD gerne hätte. Ich kann mir nur sehr schwer vorstellen, dass die Mehrheit der deutschen Bevölkerung zurück in die Zeit vor 1968 möchte. Die AfD wurde vor allem als Denkzettel gewählt und wird die Realitäten akzeptieren müssen, wenn sie nicht sehr schnell wieder von der Bildfläche verschwinden will, wie die Piraten es auch getan haben. Wie auch immer, dumpfes Geraune geht immer, aber wenn man offen drüber redet, wird sich zeigen, was im Licht davon übrig bleibt.

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mike.bauer 21.03.2016, 13:25
5. Typischer Augstein

Schauen Sie sich doch mal den Spitzenkandidaten in Baden-Württemberg an. Meuthen ist Professor und Fremdenfeindliches habe ich bisher von ihm nicht gehört.

Die Differenzierung, die sonst gerne gefordert wird, scheint bei rechten Parteien unnötig. Die AfD zündet Flüchtlingsheime an und jeder Kleinstbeitrag einfacher und hat bei Reekers mitgestochen. Ist die SPD nun für Edathy und Sarrazin verantwortlich? Den Grünen wirft doch heute auch niemand mehr die "Pädo-Diskussion" vor. Rechnet man der AfD das zu, nimmt man den Tätern die Schuld. Das ist falsch. Diese Art von Stigma hilft der AfD mehr, als dass sie ihr schadet. Denn die Leute merken, dass Augstein & Freunde den Krawall brauchen, um wahrgenommen zu werden. Zumal:

Es sind sich ja alle einig, dass wir nicht nochmal eine Millionen verkraften. Davor hatte die AfD bereits im September gewarnt. Da es kein Gegengewicht gab und jegliche Gegenmeinung als Rassismus abgetan wurde, hat der Wähler sich eben anonym geäußert.

Leute wie Augstein, die die Demokratie nur bei passenden Ergebnissen hochhält, sind kaum besser.

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bonngoldbaer 21.03.2016, 13:27
6. Neue Mitte

"Eine Partei, die in Baden-Württemberg 15 und in Sachsen-Anhalt 24 Prozent holt, ist auch eine Partei der Mitte, so schmerzlich diese Erkenntnis sein mag."

Dann war also die Partei, die am 31. Juli 1932 in Schleswig-Holstein 51 Prozent geholt hat, ebenfalls eine Partei der Mitte?

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Zores 21.03.2016, 13:27
7. Herausragend

Augstein at his best, zwar nicht ganz so kurzweilig wie sein Twitter zu Neujahr, aber trotzdem nicht zu verachten. Es muß mehr dieser Klaren-Kante-Kommentare gegen die AfD geben, gewürzt mit dem R-Wort. Bessere kostenlose Wahlhilfe kann es für die Partei gar nicht geben.

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xxbigj 21.03.2016, 13:28
8.

Sehe ich genau so wie Herr Augstein. Wir müssen mit der AFD zurecht kommen. Wenn jemand mit den koaliert dann sowieso die CDU. Sobald die merken, dass der Machtverlust droht, ist es egal ob die AFD rechtpopulistisch ist.

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Toe Jam 21.03.2016, 13:29
9. Köstlich!

Erst die AfD als undemokratisch denunzieren (ohne Beleg natürlich, weil braucht ein Salon-Linker nicht), dann rumposaunen "geht wählen, weil nicht wählen stärkt die undemokratischen Kräfte", und nun, wo es nur noch Volldeppen und ganz arg verblendete nicht erkennen, dass ganu das, was am 13.3 passiert ist, funktionierende Demokratie ist, kommt Augstein dahin und stellt die Demokratie in Frage, weil ihm das Ergebnis nicht passt.

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