Forum: Politik
Umgang mit Israel: U-Boote liefern, Klappe halten
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Woher kommt die deutsche Obsession, wir müssten im Nahen Osten Frieden stiften? Auch wenn wir Deutsche uns gerne als moralische Führungsmacht sehen: Haben wir nicht mit dem Export der Willkommenskultur genug zu tun?

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khof 01.05.2017, 18:25
380. genauso ist es!

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brutus972 01.05.2017, 18:25
381. Bush und das falsche Land mit I....

Bush hat wohl das falsche Land mit I... erwischt, das seine Nachbarn überfällt, die Bevölkerung massakriert und Massenvernichtungswaffen hat. Es ist schlimm mit den doppelten Standards. Wir, die Guten im Westen, sagen nichts, wenn Schulen und Krankenhäuser im Gaza-Ghetto bombardiert werden - Muss wohl so ähnlich damals in Warschau gewesen sein, sicherlich war auch die Wortwahl danach ähnlich. Ich bin froh, dass Israel noch Leute hat, die auf die Schweinereien hinweisen, und Gabriel diese besucht. Wir sollten eigentlich aus unserer Geschichte gelernt haben. Das heißt dass wir bei einer Schweinereien den Mund aufmachen. Noch etwa fünf Jahre, dann haben die Leute, die Groß-Israel wollen ihr Ziel erreicht (für die ist die Bibel das Buch vom Katasteramt). Dann gibt es noch mal etwa 30 Jahre Apartheid. Danach gibt es One Man = One Vote, und der Spuk hat ein Ende!

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tulius-rex 01.05.2017, 18:26
382. Blickwinkel

Zitat von knok
hat mit der gegenwärtig unerträglichen Situation in Palästina nichts zu tun und kann erst Recht nicht als Entschuldigung für das nationalistische Apartheid-Regime in Israel dienen (welches wirklich direkt mit Südafrika in den 1980ern zu vergleichen ist). Es ist doch unsere Aufgabe, unsere Meinung zu der Situation zu sagen. Und Myanmar, Jordanien und andere werden auch (zurecht) kritisiert, aber je enger die historische und geographische Verbindung, desto stärker auch die Kritik. Ich fürchte, es geht Ihnen mehr darum, blinden Zionismus und versteckte antiarabischen Ressentiments zu schüren. Das Übel (Religion und Nationalismus) am der Wurzel zu packen, traut sich aber keiner.
Wenn man von Nachbarn (nahe und ferne) umzingelt ist, die den eigenen Staat von der Landkarte tilgen wollen, könnte man auf den Gedanken kommen, anders darüber zu denken; und dies hat mit Religion eigentlich nichts zu tun.

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Trevor Philips 01.05.2017, 18:26
383.

Zitat von leetness
Breaking the Silence wurde von Soldaten eben jener Armee gegründet die hier angeblich diskreditiert werden soll. Die sprechen die Warheit aus, das hat mit dem Untergraben der Verteidigungsfähigkeit einen ... zu tun.
Witzig, eine Organisation welche anonyme Personen, die Geschichten (Märchen wäre vielleicht das bessere Wort) erzählen welche durch keinen Menschen nachprüfbar sind, für die sie keine Beweise liefert und die aus fragwürdigen Quellen aus dem Ausland finanziert wird als "die Wahrheit aussprechend" zu bezeichnen lässt nicht unbedingt auf nun ja ein realistisches Weltbild sprechen.

Warten Sie: "Alles was Breaking the Silence erzählt ist gelogen!"

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adal_ 01.05.2017, 18:26
384. Antiisraelische Fake News

Zitat von hugahuga
Es wird nie einen multikulturellen Staat Israel geben. .... .....https://de.wikipedia.org/wiki/Ethnische_Demokratie
Israel ist multikulturell:

75 % Juden, 20,7 % Araber, 4,4 % Andere. siehe hier

Religionen: 75,4 % Juden, 16,9 % Muslime, 2,1 % Christen und 1,7 % Drusen. 4 % andere. Siehe hier
Unter den Juden bezeichnen sich 46 % als säkular, 32 % als traditionell, 15 % als orthodox und 7 % als ultraorthodoxe Juden (Charedim). hier

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wburger271 01.05.2017, 18:30
385. Verquerte Sicht des Eklats

In meiner Wahrnehmung verdreht der Autor die Fakten des Eklat. Gabriel wollte sich mit Vertretern oppositioneller Gruppen treffen, um auch ihre Sicht der Dinge aufzunehmen. Das allein ist an sich doch keine Solidaritätsbekundung und für eine souveräne Demokratie durchaus angemessen.
Der Autor übergeht auch geflissentlich die 70-jährige Geschichte der Apartheid gegen die Palästinenser im eigenen Einflußbereich, die den beschriebenen Haß zumindest teilweise erklärt. Anstatt mit den moderaten Palästinensern ehrlich zu verhandeln, werden immer weitere jüdische Siedlungen in den Palästinensergebieten errichtet, die in der Umgebung lebenden Palästinenser weiter eingeschränkt. Das hat nichts mit der permanenten Bedrohungslage Israel zu tun wie der Autor suggerieren will, das ist Landraub und Expansion nach Salamitaktik - so verhält sich niemand, der am Liebsten mit seinen Nachbarn im Frieden leben will. Stichwort Großisrael.
Ich finde Gabriel hat ausnahmsweise richtig gehandelt und nicht wie drei Affen, die wohl bei Unrecht wegschauen. Und Netanjahu hat noch dem Motto reagiert: getroffene Hunde bellen. Seine Reaktion sagt mehr über seine eigene Politik aus als über die angeblich mangelnde Sensibilität Gabriels.

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D. Brock 01.05.2017, 18:32
386.

Die Frage ist, wie sich zwei souveräne Staaten auf Augenhöhe begegnen sollten. Die Augenhöhe kann man diskutieren. Gibt's die de facto oder de jure, sollte es sie geben, oder nicht? Daran hängt auch das Thema Wiedergutmachung. Das wird im Artikel aber nicht angeschnitten, sondern impliziert, dass die Deutschen, egal ob moralisch im Recht oder nicht, schlicht den Mund zu halten hätten. Dem kann ich bestenfalls unter der aus meiner Sicht offenen Wiedergutmachungsfrage zustimmen, nicht, was die Begegnung zweier souveräner Staaten angeht. Da muss es offenen Meinungsaustausch geben können!
Klappe halten?
Mag sein, dass die Wertevorstellungen anders sind, dass es aus irsraelischer Sicht eine Erbschuld gibt: "Als Deutscher geboren, also schuldig". Die Meinung kann man ja haben, jedoch sollte man auch damit leben können, wenn sie andere nicht haben.
Erstaunt sein darf man durchaus über Teile der israelischen Politik, nämlich darüber, dass die Lehre aus dem Holocaust zu sein habe, dass man "Auge-um-Auge-Zahn-um-Zahn-Politik zu praktizieren hätte. Das ist nicht nachvollziehbar und hat, nebenbei bemerkt auch (ich sage AUCH!) dazu geführt, dass seit Gründung des Staates Israel meines Wissens es bisher keine Sekunde gab, in der es im Nahen Osten keine Konflikte mit und um Israel gab. Nach nunmehr 68 Jahren darf man vielleicht doch vorsichtig mal die Sprache auf diesen Umstand lenken? Heißt Nazi-Opfer-Sein, dass man für jetzt und immerdar beratungsresistent zu sein hat? Ich glaube nicht. Ganz nebenbei bin ich mir auch sehr sicher, dass es auch in Israel Menschen gibt, die das so sehen.

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Noch ein Leser 01.05.2017, 18:32
387. Völliger Unfug

Es gibt ueberhaupt keinen Grund, Israel mehr (oder weniger) in den A.... zu kriechen, als anderen. Der Holocaust ist nun 70 Jahre vorbei. Israel laesst keine Gelegenheit aus, das Opfervolk zu spielen; fuehrt sich aber selber in einer Art und Weise auf, die mehr mit dem 3. Reich gemeinsam hat als mit einer demokratischen und friedliebenden Nation; da duerfte ein Besucher naemlich auch mal ein paar unwillkommene Worte sagen. Der Autor ist wohl der Meinung, dass man sich als Deutscher noch Jahrhunderte vor Israel im Staub waelzen muesse. Muss man aber nicht. Weder Gabriel, noch ich, noch irgendwer aus meinem Bekanntenkreis waren am Holocaust beteiligt. Irgendwann muss auch mal Schluss sein.

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Trevor Philips 01.05.2017, 18:33
388.

Zitat von bloub
nein sie kapieren nicht, das es für die palästinenser ums überleben geht, nicht für die israelis. da interessiert ihr scheinheiliges schönreden (natürlich nur das von einer seite) von rechtswidrigen verhalten niemanden.
Sie übersehen dabei das die Palästinenser sehr wohl die Vernichtung Israels propagieren. Davon hört man aus Israel, obwohl Sie durchaus dazu in der Lage wären, nichts.
Wenn ich mich richtig erinnere sind die Palästinensergebiete die mit dem weltweit größten Bevölkerungszuwachs.
Das ist dann halt der Krieg der Gebärmütter.

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alfred-wilhelm 01.05.2017, 18:33
389. Zwei Aspekte

1.Rüstungsindustrie:
Politik ist in erster Linie Wirtschaftspolitik, hat in der häufig praktizierten Praxis nicht viel mit Moral oder Ethik zu tun und muss auch nicht unbedingt mit den Interessen der durchschnittlichen Bevölkerung in Einklang stehen

Es ist auch kein Geheimnis, dass die Rüstungsindustrie nur dann Abnehmer hat, wenn ein entsprechender Bedarf durch Konfliktherde gesichert ist. Bezeichnet ist daher auch, dass die EU umgebenden Konflikte länger als der Zweite Weltkrieg existieren, bzw. existieren werde - Somit sind die Abnahmen/Einnahmen der deutschen Rüstungsindustrie auf Jahre gesehen garantiert.

Das Problem sehe ich aber darin, dass ein demokratischer Rechtsstaat den Widerspruch zwischen seinem moralisch Anspruch - die Menschenrechte zu garantieren - und einer menschenverachtenden Rüstungsindustriepolitik auf Dauer nicht praktizieren kann, ohne seine Rechtsstaatlichkeit zu verlieren.

Auch ist es nur eine Frage der Zeit, bis die Konflikte sich den Grenzen der Rüstungsindustriestaaten nähern. Und abgesehen davon, welche sagenhafte Nichtrüstungsindustriegüter möchte Deutschland an wen verkaufen, wenn die EU-Staaten vom Wahnsinn des Krieges umgeben sind?

2. Israel
Das Existenzrecht Israels in Frage zu stelle ist aus meiner Sicht absolut absurd!
Israel existiert nun einmal und wurde meines Wissens auch von der PLO als nationaler Staat in den Grenzen von 1967 anerkannt. (So bestätigten Arafat und die PLO 1993, zu Beginn des Oslo-Prozesses, schriftlich ihre Anerkennung Israels innerhalb der Grenzen von 1967)
Von den Palästinenser nicht anerkannt wird Israel als Jüdischer Staat.
Die Hamas lehnt Israel als Staat komplett ab.
Da aus meiner Sicht zur Zeit für einen palästinensischen Staat gar kein Staatsgebiet mehr vorhanden ist, ist eine Zwei-Staaten-Lösung obsolet.
Dass die israelische Besiedlung der West-Bank völkerrechtswidrig ist, ist auch international bekannt.
Was in der gegenwärtigen Diskussion hier in Deutschland aber nicht zur Kenntnis genommen wird ist, dass das Land, das wir West-Jordan-Land nenne, früher zur Zeit Jesu Judäa und Samaria war und aus der Sicht fundamentalistischer Israelis Gott versprochenes Land ist.

Unabhängig von dem obigen Ganzen, hätte ich mir von Gabriel mehr Fingerspitzengefühl gewünscht.

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