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Umgang mit Israel: U-Boote liefern, Klappe halten
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Woher kommt die deutsche Obsession, wir müssten im Nahen Osten Frieden stiften? Auch wenn wir Deutsche uns gerne als moralische Führungsmacht sehen: Haben wir nicht mit dem Export der Willkommenskultur genug zu tun?

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hockeyer12 01.05.2017, 21:59
460. Der gute ...

Herr Fleischhauer vergleicht (mal wieder) Apfel mit Birnen. Der Holocaust hat sich gegen das die Religion Judentum und deren Gläubige gerichtet. Hat aber auch gar nichts damit zu tun, das man den Staatsführer des LANDES Israel nicht kritisieren dürfte. Und schon gar nicht damit, das ein deutscher Außenminister nicht NGOs besuchen darf. Das verhalten der Israelischen Regierung in Bezug auf die Palästina Frage sorgt schon lange dafür das es da keinen Frieden geben kann. Und wenn Siegmar Gabriel zurecht das kritisiert ist das vollkommen korrekt so.

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Reinhardt Gutsche 01.05.2017, 22:04
461. Solidarität mit Israel durch Unterstützung der UNO-Resolution 181

Die Lösung des Nahost-Konfliktes ist nur durch die völkerrechtliche Anerkennung eines souveränen Arabischen Staates auf dem Territorium des früheren Mandatsgebietes Palästina und der Selbstbestimmung der arabischen Palästinenser möglich. Dies entspräche dem Geist und den Buchstaben der Resolution 181 (II) der UN-Generalversammlung vom 29. November 1947, die bekanntlich beschloß, "in Palästina (solle) ein unabhängiger arabischer Staat und ein unabhängiger jüdischer Staat sowie das in Teil III dieses Plans vorgesehene internationale Sonderregime für die Stadt Jerusalem" entstehen. Integraler Bestandteil und notwendige Implikation dieses Planes war bekanntlich die Schaffung einer "Palästinischen Wirtschaftsunion", deren Ziel es war, "im gemeinsamen Interesse und auf der Grundlage der Nichtdiskriminierung, eine Zollunion und ein gemeinsames Währungssystem mit einem einzigen Wechselkurs" zu schaffen sowie "den Betrieb von Eisenbahnen, Straßenverbindungen zwischen den Staaten, Post- und Fernmeldediensten sowie von Häfen und Flughäfen" einzubeziehen. Dadurch sollte ferner die "gemeinsame wirtschaftliche Entwicklung, insbesondere hinsichtlich Bewässerung, Landgewinnung und Bodenerhaltung" und der "Zugang beider Staaten und der Stadt Jerusalem zu Wasser und Energiequellen auf der Grundlage der Nichtdiskriminierung" gewährleistet werden. "Die in der Erklärung enthaltenen Bestimmungen (sollten) als Grundgesetze des Staates anerkannt (werden). Gesetze oder sonstige Vorschriften oder Amtshandlungen dürfen
zu diesen Bestimmungen nicht im Widerspruch stehen oder sie beeinträchtigen noch vor ihnen Vorrang haben."

In der Resolution wird der Sicherheitsrat aufgefordert, "jeden Versuch, die in dieser Resolution vorgesehene Regelung gewaltsam zu ändern, als eine Bedrohung oder einen Bruch des Friedens oder eine Angriffshandlung, gemäß Artikel 39 der Charta" zu betrachten.

Die Bundesregierung sollte ihre gewachsene internationale Autorität dafür einsetzen, alle die in diesen Konflikt involvierten Seiten, einschließlich des Jüdischen Staates von Palästina, dazu zu bewegen, die Bestimmungen dieser Resolution einschränkungslos zu respektieren und insbesondere auf der Grundlage der Zweistaaten-Lösung in den 1947 fixierten Grenzen eine Wirtschafts- und Währungsunion zu schaffen, um auch den arabischen Palästinensern endlich eine gleichberechtigte und diskriminierungsfreie sozial-ökonomische Perspektive zu eröffnen. Ohne eine solche Perspektive wird auf Dauer die sichere Existenz von Israel, des jüdischen Staates von Palästina im Sinne der UNO-Resolution 181, nicht zu gewährleisten sein. Ein deutliches Signal der deutschen Diplomatie ist nicht zuletzt angesichts der besonderen historischen Schuld Deutschlands gegenüber dem jüdischen Volk geboten und wäre ein tätiger Beweis für das Axiom der Kanzlerin, die Sicherheit Israels sei deutsche Staatsdoktrin. "It's economic, stupid!" (B. Clinton)

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mahnke 01.05.2017, 22:08
462. Falsche Vorstellung in Bezug zu unseren Nachbarn

Mir sind die Israelis eigentlich relativ egal - daher sage ich an dieser Stelle nichts zum Thema "Frieden" in Israel.
Nur wundert es mich, wenn man Menschen, jüdischen Glaubens, in Israel als Terroristen oder Kriminelle verurteilt, ja sogar verfolgt, nur weil sie Frieden stiften wollen.
Das vergißt der Autor hier maßgeblich.
Was aber ganz und gar nicht stimmt, was mich auch nachdenklich stimmt, ist die Aussage des Autors, wir - die Deutschen - sind nur von freundlichen Nachbarn umgeben. Anscheinend lebt der Autor auf einer Insel, die weder einen Blick für Ausland hat, noch die heftigen Stimmen aus Polen, Frankreich und anderen EU Staaten hört, die gegen uns sind. Ja - es werden hier und da tatsächlich wieder Stimmen laut, die auch weitere Ansprüche auf Gebiete an Deutschland stellen - oder wieso wird in Polen der "Brüder" ein in "Heim ins Reich" gepredigt?
Hier irrt der Autor und das ist schon problematisch.

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Postskriptum 01.05.2017, 22:29
463. Chapeau!

Meine Hochachtung für so richtige und deutliche Worte des Autors. Es bleibt zu hoffen das dieser "Chef-Diplomat" spätestens nach der Wahl in der Versenkung verschwindet. Und auch das die bisherige bundespolitische Haltung einer abstrusen zwei Staatenlösung in Anbetracht der andauernden Bedrohung durch diese arabischen Terroristen bald vom Tisch ist. Im Gegensatz zu all dem Rest im Nahen Osten, ist Israel eine funktionierende Demokratie dessen Schutz unsere Aufgabe ist.

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virtuteetanimo 01.05.2017, 22:29
464. @mahnke

Habe bis jetzt noch nichts von polnischen oder französischen Messerattacken auf deutsche Staatsbürger gehört. Der Raketenbeschuss durch unsere Nachbarländer hält sich bis jetzt auch in Grenzen. Wie es ein Mitforist vor kurzem formulierte: Äpfel mit Birnen...

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samklee 01.05.2017, 22:29
465. Herr Knock, Das Rote Kreuz denkt aber anders.

https://www.algemeiner.com/2017/04/26/red-cross-official-israel-not-an-apartheid-state/

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