Forum: Politik
Umstrittene Doktorarbeit: Letzte Chance für Schavan
dapd

Ihre Doktorarbeit weist Mängel auf, das räumt Annette Schavan selbst in. Muss sie deswegen jetzt zurücktreten? Nein, kein Verbrechen außer Mord würde 30 Jahre später noch verfolgt. Doch wenn sie den Titel verliert, bleibt der Wissenschaftsministerin kaum eine Wahl.

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Ludwigsburger 15.10.2012, 13:05
1. In der damals auf mich zutreffenden Prüfungsordnung steht:

"Wird die Täuschung erst später entdeckt, wird dem Kandidaten das Zeugnis entzogen ....". Es stand nichts von einer Frist darin.

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bürger 29 15.10.2012, 13:05
2. Die Sache ist an Lächerlichkeit

kaum zu überbieten. Wer hat von uns nicht auch einmal ein bißchen geschummelt oder in der Schule abgeschaut. Und wer erinnret sich im Detail noch heute daran? Niemand, außer einige von denen, denen es nicht um die sache geht, sondern darum mißliebige Politiker aus dem Rennen zu schießen. Mittelrweile dürfte jeder wissen von welcher Partei Vroniplag gesteuert wird.

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cdrenk 15.10.2012, 13:13
3. Vorbild

Selbst wenn es 100 Jahre zurück liegen würde. Die feine Dame ist Ministerin und damit Vorbild. Betrug kann nur in den Rücktritt führen.

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mr.brand 15.10.2012, 13:16
4. optional

wow - da besch... jemand um einen hohen akademischen Grad zu erhalten, wird Bildingsministerin und braucht - weils erst nach 30 Jahren rauskommt nicht zurückzutreten, solange sie den durch Betrug erworbenen Titel nicht abgibt bzw. dieser nicht aberkannt wird. Gleichzeitig spricht einem die mächtigste Frau der Welt vollstes Vertauen aus! - Das ist doch ne monty Python Nummer!

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püttler 15.10.2012, 13:16
5.

...solange muss sie nicht zurücktreten."

Welch krude Logik steckt denn bitte hinter dieser Denke?! Hat sie ihren Doktortitel zu Unrecht, also quasi "qua plagiatum", dann hat sie sofort zurückzutreten. Hat sie den Titel hingegen zu Recht, dann darf sie -vorbehaltlich des Bestandes dieser Regierung- ministerieren von Merkels Gnaden bis die Primel welkt!

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beffchen 15.10.2012, 13:19
6. Universitäten im Glashaus

Das schäbige Spiel der Universitäten im Fall Guttenberg wiederholt sich.
Der Gutachter sticht sein Gutachten an die Presse durch, sicher, dass die Journaille ihm dafür die Füße küsst.
Warum aber interessiert sich die angeblich investigative Presse nicht für die Köpfe, die sowohl Schavans, wie auch andere mit Plagiaten versetzte Doktorarbeiten vergeben, begleitet und bewertet haben: die Professoren in den Promotionskommissionen?!
Der eigentliche Skandal liegt darin, dass die Herren und Damen Professores bis heute keine erkennbare Verantwortung für das Missmanagement übernehmen und dankbar sind, dass die Doktoranden mit Schmutz beworfen und als Sündenböcke in die Wüste gejagt werden können.
Schande über diese feigen Promotionsmaschinisten. Möglichst viele Promotionen sind Stoff für den Ruhm der Profs; es sind auch zahlreiche Fälle bekannt, in denen nicht die Doktoranden plagiiert, sondern Professoren die Arbeit der Doktoranden geklaut und zu eigenem Ruhm und Geld gemacht haben.
Ein Umstand, der wenig betrachtet wird, sind auch Veränderungen in den Ansichten darüber, was noch als "legal" gilt. Das ist wesentlich beispielsweise für die Frage, was wann bei Unternehmen als Bestechung galt bzw. gilt.
Wir warten immer noch darauf, dass sich Journalisten mit der Universität grundlegend befassen, und die Missstände bei Doktorarbeiten umfassend aufklären. Der Fisch stinkt nämlich auch hier vom Kopf her: dem System Universität und den darin Mächtigen.

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britney 15.10.2012, 13:19
7. Allmählich

wird mir die Titel-Fledderei ein bisschen langweilig. Warum wurden die ganzen Dissertationen denn damals durchgewunken?

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meinerlei 15.10.2012, 13:21
8. auf sand gebaut

Wer sein Haus auf Sand gebaut hat muss damit rechnen, dass es einstürzt und nicht mehr bewohnt werden kann. Bereits jetzt kann Frau Schavan ihr Amt nicht mehr ausfüllen, denn bei jeder Rede werden fortan sehr viele feixen, wenn Sie über Eliteförderung und Intelligenzcluster referiert. Wir brauchen integre, intelligente und kompetente Manager an der Spitze des Staates und keine Täuscher.

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stedefreud 15.10.2012, 13:22
9. gut.

Ein weitgehend differenzierter Artikel als viele, die ich bislang auf SPON über dieses Thema las.
So sehr ich mir auch wünschen würde, diese Dame schnellstmöglich loszuwerden, ein angemessener Umgang mit ihrem "Vergehen" (ob es nun eines war oder nicht) steht ihr zu.
Wobei das Argument der Verjährung nicht zieht. Ein Arzt, der 30 Jahre lang mit erschlichenem Doktotitel praktiziert, kann dafür auch zur Rechenschaft gezogen werden.
Ohne den Titel hätte ihre "Lebensleistung" doch wohl ganz anders ausgesehen.

Trotzdem bitte ich die Foristen herzlich, Vergleiche mit zu Guttenberg nicht allzu häufig zu bemühen, da sein Fall doch um ein Vielfaches schwerer wiegt als der jetzt diskutierte.

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