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Umstrittene Thesen zu Migration: Merkel entrüstet sich über Sarrazin

Thilo Sarrazin provoziert - jetzt auch die Kanzlerin. Angela Merkel findet die Äußerungen des umstrittenen Bundesbankers zu Ausländern in Deutschland "äußerst verletzend und diffamierend". Der Zentralrat der Juden empfiehlt dem Sozialdemokraten den Eintritt in die NPD.

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doctorwho 25.08.2010, 16:11
1. sarrazin ....

Zitat von sysop
Thilo Sarrazin provoziert - jetzt auch die Kanzlerin. Angela Merkel findet die Äußerungen des umstrittenen Bundesbankers zu Ausländern in Deutschland "äußerst verletzend und diffamierend". Der Zentralrat der Juden empfiehlt dem Sozialdemokraten den Eintritt in die NPD.
da kann ich dem zentralrat nur zustimmen ......

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country_yokel 25.08.2010, 16:12
2. Sarrazin in die NPD?

Wenn jugendliche Muslime hier in Deutschland demonstrieren, ist das Zeigen einer Israel-Fahne manchmal lebensgefährlich.
Aber offensichtlich hat der Zentralrat der Juden damit kein Problem.

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Alf.Edel 25.08.2010, 16:14
3. Neuwahlen

Zitat von sysop
Thilo Sarrazin provoziert - jetzt auch die Kanzlerin. Angela Merkel findet die Äußerungen des umstrittenen Bundesbankers zu Ausländern in Deutschland "äußerst verletzend und diffamierend". Der Zentralrat der Juden empfiehlt dem Sozialdemokraten den Eintritt in die NPD.
Tja, dann werden wohl Neuwahlen für Frau Merkel unumgänglich sein, um auch die Meinung des Volkes zu berücksichtigen...

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stefanaugsburg 25.08.2010, 16:14
4. Unangepasster und Querkopf - aber nicht unwahr !

Er macht es nicht schön formuliert, er äußert sich nicht allzu blumig, er ist kein 'Angepasster', aber im Kern spricht er aus, was eben in vielen von uns ein wenig 'schwelt' und 'gärt'. Unsere Regierung hält sich nach wie vor (auch aufgrund unserer tollen Vergangenheit) vornehm zurück, verdrängt, verharmlost und wägt ab bzw. diskutiert - aber handelt nicht konsequent.

Die konsequente und für beide Seiten fruchtbare Integration muslimischer Mitbürger in die deutsche Gesellschaft ist defintiv bisher nicht gelungen. Sicher, es gibt Teilerfolge, man kennt und hat muslimische Freunde und Bekannte etc. - aber im Kern steht: sie sind noch nicht angekommen - und man weiss nicht, ob sich das zukünftig bzw. bald ändern wird. Mir kommt es so vor, als ob sich in Deutschland, mal mehr und mal weniger, eine Gesellschaft in der Gesellschaft gebildet hat, die nicht wirklich oder sehr unwillig und bedingt zusammenwächst - und genau daraus resultieren in Teilen die Probleme, die Herr Sarrazin nicht ganz unberechtigt anspricht.

Wie wird es in Zukunft aussehen - ich weiss es nicht ? Wer ist schuld ? Beide Parteien würde ich sagen. Die Deutschen, weil sie es Ihnen zu leicht machen - und die Muslime, weil sie nicht konsequent genug an sich arbeiten.

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BonChauvi 25.08.2010, 16:15
5. Sarrazin

Zitat von sysop
Thilo Sarrazin provoziert - jetzt auch die Kanzlerin. Angela Merkel findet die Äußerungen des umstrittenen Bundesbankers zu Ausländern in Deutschland "äußerst verletzend und diffamierend". Der Zentralrat der Juden empfiehlt dem Sozialdemokraten den Eintritt in die NPD.
Sarrazins Aussagen sind als Tatsachenbehauptungen statistisch überprüfbar. Daher müssen sie überprüft werden. Stimmen seine Behauptungen, dann muß man ernsthaft über das Problem reden anstatt Sarrazin in die Nazi-Ecke zustellen. Stimmen sie nicht dann wäre Sarrazin wohl in der Tat weder für die SPD noch für die Bank weiter tragbar.

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Peter Freiburg 25.08.2010, 16:16
6. Reflex

Zitat von sysop
Thilo Sarrazin provoziert - jetzt auch die Kanzlerin. Angela Merkel findet die Äußerungen des umstrittenen Bundesbankers zu Ausländern in Deutschland "äußerst verletzend und diffamierend". Der Zentralrat der Juden empfiehlt dem Sozialdemokraten den Eintritt in die NPD.
Diese gespielte Entrüstung der Politiker ist peinlich. Hier wollen sie Pluspunkte bei der Bevölkerung sammeln.
Von der Sache her hat Sarrazin in einigen Aspekten Recht, die Wahrheit ist eben unbequem. Manches mag aus dem Kontext gerissen sein. Und man darf den Wert und Beitrag zur Gesellschaft nicht nur finanziell beurteilen. Aber man muss diesen Aspekt beleuchten dürfen.
Sarrazin hat eben das Problem, dass er Politiker ist, und die Wortwahl hätte überdenken sollen.

Aber reflexartig jemanden in die NPD-Ecke zu stellen, ist typisch Deutsch. Werft dem Kerl doch die Wortwahl und Polemisierung vor, aber versucht ihm doch wenigstens, argumentativ zu begegnen. Es GIBT da offensichtlich ein Problem, und uns zu tode schönzugeistern löst auch nichts.
P.S. ich bin politisch neutral und unentschlossen (nicht, dass jemand die Keule schwingt)...

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gerkaiser 25.08.2010, 16:17
7. Verursacherprinzip

Wieder einmal wird zur Hetzjagd geblasen weil er schreibt, was ohnehin fast Jeder ahnt und den Statistiken zu entnehmen ist. Wenn das Interesse an seinem Buch noch nicht hoch gewesen sein sollte, nach diesem Medienhype wird es sicherlich ein Renner. Hoffentlich hat es auch mal Auswirkungen auf politische Entscheider und sie fangen endlich an die Finanzmittel zur Verfügung zu stellen, die für die vollständige Integration der jetzigen Schülergeneration so dringend nötig wäre. Schön wäre auch, wenn die Industrie, die sich die Arbeitskräfte aus Anatolien geholt hat, sich als Verursacher an den Integrationskosten beteiligen würden.

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einszweidrei 25.08.2010, 16:17
8. 40 Prozent?

Naja, über Meinungen kann man streiten. Doch die im Beitrag genannte Zahl hat mich stutzen lassen.

"Sarrazin hatte erklärt, 40 Prozent der muslimischen Migranten lebten von Transfer-Leistungen." - Stimmt das? Und ist diese Prozentzahl signifikant höher als bei "christlichen" Migranten?

Wenn ja, dann ist das schon ein Hinweis auf Missstände. Welcher Natur diese sind, steht freilich auf einem anderen Blatt.

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sukowsky 25.08.2010, 16:17
9. Herr Sarazin sagt schmerzliche Wahrheiten

Herr Sarazin sagt schmerzliche Wahrheiten. Er als Fachmann muß es wissen. Seien wir ihm dankbar, dass er das Pflaster von dieser vereiterten Wunde reißt. Doch wir wissen es auch, dass erst nach Jahrzehnten mit den Kindern es sich auszahlt.
Haben wir Geduld.
Doch Herr Sarazin hat aber auch gut Reden mit seinem dicken Vostandsgehalt. Doch wir sinds es ja gewöhnt von den Politikern unserer Parteienlandschaft.

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