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Umstrittener Automatismus: Bundestag beschließt höhere Diäten
DPA

Die Abgeordneten des Bundestags erhalten eine automatische Anpassung ihrer Diäten - so wie bisher. Die AfD wettert dagegen, die anderen Parteien werfen ihr anti-parlamentarische Propaganda vor.

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mwroer 13.12.2017, 16:44
1.

Wenn die LINKE zusammen mit der AFD gestimmt hat, sind die jetzt dann auch böse?

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nadennmallos 13.12.2017, 16:50
2. Leute, nicht maulen, wir haben die ja gewählt, also ....

... dürfen die sich auch die Diäten erhöhen, wenn's erlaubt ist. Basta! Tjaaaaa, ob das wirklich ihren Leistungen gerecht wird, das steht hier nicht zur Debatte. Leider. M.E. sollte man mal einen Schnitt machen und dafür Sorgen, das Regierung und kommunale Verwaltungen nicht in den Himmel wachsen, monetär und zahlenmäßig. Solange wir Bürger das aber so haben wollen oder zulassen ....!

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jan07 13.12.2017, 16:50
3. Schlechter Stil

Ich habe nichts dagegen, unsere Abgeordneten gut zu bezahlen, bin auch grundsätzlich damit einverstanden, die Bezüge an die Entwicklung der staatlichen Rente zu koppeln. Aber sich gleich zu Beginn - quasi als erste Amtshandlung, bevor man überhaupt mit der Arbeit begonnen hat - die Diäten zu erhöhen ist einfach nur schlechter Stil. Apropos staatliche Rente: es wird es höchste Zeit, die absurde Altersversorgung der Abgeordneten auf ein realistisches Maß zu reduzieren.

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Mikrohirn 13.12.2017, 16:51
4. Naja,

die Steigerung der Diäten entsprechend dem Zuwachs der Reallöhne passt schon. Jetzt muss nur noch die Anzahl der Sitze im Parlament an die prozentuale Wahlbeteiligung gekoppelt werden, dann entspricht die Gesamtsumme der Diäten wieder dem, wie das Volk das Ganze bewertet.

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lachina 13.12.2017, 16:52
5.

Noch nicht einmal die Arbeitsstelle angetreten und schon die erste Gehaltserhöhung - von so einer Arbeitswelt können Normalsterbliche nur träumen. Wie wäre es damit, um der Gerechtigkeit willen, die Volksvertreter künftig auszulosen?

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Jasko 13.12.2017, 16:54
6. Scheinheilig

Bin auch gegen eine automatische Anpassung der Diäten. Jedenfalls in dieser Höhe. 9500€ ist einfach absurd. Wieso orientieren sich die Diäten am Sold eines obersten Bundesrichters? Wieso nicht am Durchschnittslohn in Deutschland? Das würde auch dafür sorgen, dass Parlamentarier wirklich ein Interesse daran haben, dass es allen besser geht.
Als AfD aber im Vorfeld nichts zu sagen und dann dagegen zu stimmen ist natürlich scheinheilig. Wenn deren Abgeordneten das Geld nicht wollen, sollen sie es eben spenden. Das wird aber dann komischerweise auch keiner machen...

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e.pudles 13.12.2017, 16:57
7. Die Grossverdiener

kriegen jedes Jahr eine Diätenerhöhung von ca. 2%, oder mehr, während das alte Mütterchen mit ihrer Minimalrente, wenn sie Glück hat alle paar Jahre so knapp 1% mehr. Begründet wird das damit, man habe eben nicht so viel Geld. Die Damen und Herren "Egoisten" im Parlament sollten sich so was von schämen. Aber eben das eigene Wohl steht ihnen näher als das der Bürger, welche sie gewählt und in diese finanziell optimale Lage gebracht haben.

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charlybird 13.12.2017, 16:57
8. Sie

haben noch nicht einmal eine Regierung, sind nicht fähig überhaupt eine zu bilden, benehmen sich wie Primaner im Sportunterricht und können nicht einmal, außer geschäftsführend, demokratisch auf politische Probleme, bzw. zu treffende Maßnahmen reagieren.
Aber die Erhöhung der Diäten flutscht durch wie ein Stück Seife in der Badewanne.
Das sind offensichtlich die Werte von denen man immer so viel hört.

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kolumbus64 13.12.2017, 17:00
9. ...warum tut sich ein Mensch das an?

Die Alimentierung der MDBs orientiert sich an der Besoldung von obersten Bundesrichtern. Technisch bedeutet dies Besoldungsgruppe R6, d. h. ohne sonstige Zuschläge sind dies 9.589 EUR/mtl. (zzgl nunmehr die Erhöhung) - und das ganze ohne sozialversicherungsrechtliche Abzüge!
Auch wenn nicht jeder Bundesrichter ein Genie sein muss, kann man doch mit Fug und Recht behaupten, dass es sich durchweg um absolute Spitzenjuristen handelt. Wenn diese zum Bundesgerichtshof etc. berufen werden, haben Sie idR einen erfolgreichen Weg an Land-, Oberlandesgerichten etc. absolviert. Als MDB habe ich selten eine vergleichbare Qualifikation vorzuweisen, oftmals noch nicht einmal einen Berufs- o. Studienabschluss. Einzige Bedingung: nominiert und im Zweifel über die Landesliste gewählt zu werden. Dass die weit überwiegende Mehrheit der Abgeordneten des Dt. Bundestags in ihren Zivilberufen nicht annähernd ein vergleichbares Einkommen erzielt haben oder jemals werden, erklärt ziemlich eindeutig, warum man sich den Beruf des Politikers ausgesucht hat.

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