Forum: Politik
Umstrittener Freihandelsvertrag: Österreich blockiert Mercosur-Abkommen
Robert Jäger/dpa

Das EU-Freihandelsabkommen mit den südamerikanischen Mercosur-Staaten rückt in weite Ferne. Das österreichische Parlament hat entschieden, auf EU-Ebene gegen das Abkommen zu stimmen.

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hanfbauer2 19.09.2019, 01:14
1. erstaunlich was eine schwache Autolobby alles bewirken kann...

...zumindestens in Österreich und Luxemburg. Hierzulande undenkbar: die Autoindustrie braucht gar nicht erst mit dem Verlust von Arbeitsplätzen drohen - die Groko betreibt ohnehin stets Politik im Sinne der deutschen Auto-Firmen. Bei den Sozis stehen die Betriebsräte auf der Matte und bei den Schwarzen die Arbeitgebervertreter.

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bernteone 19.09.2019, 02:19
2. Deutschland als Exportland

sieht natürlich nur den eigenen Vorteil , nachvollziehbar . Das System Europa mit seinen vielen Mitgliedern Bedarf einer Neugestaltung . Dieses System der Einstimmigkeit wird immer schwerer zu managen . Dem einem Land passt es hier nicht , das andere Land will Vergünstigungen für seine Stimme , das hat keine Zukunft . Eine 2/3 Mehrheit sollte Beschlüsse möglich machen , dann muß man sich nicht erpressen lassen von Mitgliedern denen es nur darum geht Vorteile mit ihrer Stimme zu erlangen . Das Abkommen mit Südamerika macht in meinen Augen zur Zeit auch keinen Sinn , oder man sollte Brasilien erst mal ausschließen , wobei in anderen Ländern Südamerikas genau das gleiche passiert wie in Brasilien nur nicht mit so großem Tamtam und durch das Handelsabkommen gewinnen die Staaten neue Absatzmärkte , wofür genügend Nutzland benötigt wird . Das Nachhaltigkeit in den meisten Ländern nicht möglich ist sollten die Europäer in Südostasien gelernt haben , der Urwald ist in einigen Regionen schon fast verschwundenen, Zertifikate werden gefälscht und kein Europäisches Land hat rnsthaftes Interesse das zu ändern , zu gierig ist die Industrie nach billigen Palmöl . Traurig wie unsere Ressourcen für den schnellen Profit geopfert werden .

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rwinter77 19.09.2019, 05:41
3. Abschied von der Globalisierung?

Nach mehreren Jahrzehnten der ungehemmten Globalisierung erinnern sich Politikerinnen und Politiker daran, dass es neben der Mehrung des materiellen Wohlstandes (für einige) noch andere Ziele und Werte gibt. Mann kann halt nicht z. B. Russland wegen eines lokalen Konfliktes mit Sanktionen überziehen und gleichzeitig eine Politik tolerieren, welche die Rechte indigene Völker bescheidet, Militärpolizisten gegen Kleinbauern einsetzt und Bemühungen zum Umweltschutz lächerlich macht. Gut, dass einige Länder daran erinnern, dass die Globalisierung kein Selbstzweck ist und auch gestaltet werden kann!

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claus7447 19.09.2019, 07:13
4. Unter Bolsenaro verständlich...

... und das kann ich nachvollziehen. Der Druck auf Brasilien wird erhalten und ich könnte mir vorstellen, dass es zu einem inneren Südamerikanischen Druck führt.

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bajanibash 19.09.2019, 07:17
5. Und warum

hat denn nun das österreichische Parlament gegen den Vertrag gestimmt? Davon steht im Artikel keine Silbe. Oder soll man sich das aus der französischen Position extrapolieren?

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4magda 19.09.2019, 07:18
6.

Gut so. Wir leben gerade in einer Art Weltuntergangsstimmung was das Klima betrifft und da wird es an der Zeit, ein Zeichen zu setzen, dass die Globalisierung so wie wir sie kennen nicht mehr klimagemäß ist.
Keine Rinderhälften um den halben Erdball mit Containerschiffen rumschippern; unseren ach so tollen Einsatz von E10 Benzin (Grundstoffe aus Südamerika) überdenken; Fairtrade ist ja ganz nett, aber wie kommt das Zeug zu uns......
Zeit für eine Zäsur, wenn wir es wirklich ernst nehmen mit einem Klimaschutz

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entsetzt04.09.2015 19.09.2019, 07:23
7. Ich begrüße die Blockade

Wer will die Einhaltung der Umweltstandards überprüfen? So lange bei uns Wälder und Dörfer dem Kohleabbau weichen müssen, haben wir kein moralisches Recht andere Länder zur Einhaltung der Umweltstandards zu verpflichten. Die übermäßige Produktion von Fleisch in Südamerika schadet dem Klima, durch Abholzung der Regenwälder enorm. Wir wollen keine Fleischschwemme aus Südamerika, welche unser Klima noch mehr belastet. Zölle können und sollen regulierend eingesetzt werden.

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mcbarby 19.09.2019, 07:27
8. Danke Österreich!

Das Gechwafel der Bundesregierung zu diesem Thema ist ja an Scheinheiligkeit kaum zu überbieten. Soweit mir bekannt ist, enthält der Vertrag außer Absichtserklärungen keine wirklich bindenden - also mit Strafen belegten - Vereinbarungen zum Thema Umweltschutz. Diesen Vertrag trotzdem zu bejahen konterkariert das ganze Klimageschwätz der Regierung der letzten Tage.

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fxe1200 19.09.2019, 07:36
9. Fleisch aus Südamerika

...brauchen wir nicht. Das würde weitere Umweltzerstörung (Rodung, Transport, Methan) nach sich ziehen. Grundsätzlich habe ich nichts gegen ein Freihandelsabkommen, aber es muss die Notwendigkeiten, die wir mit dem Klimawandel haben, konkret einbeziehen.

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