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Umstrittenes Gedicht: Israel verhängt Einreiseverbot gegen Günter Grass
dapd

Israel hat den Literaturnobelpreisträger Günter Grass nach der Veröffentlichung seines umstrittenen Gedichts zur Persona non grata erklärt. Ein Sprecher des Innenministers bestätigte eine entsprechende Entscheidung. Dies bedeutet de facto ein Einreiseverbot.

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vernonhopkins 08.04.2012, 12:14
90. Gut gemacht, Israel!

Zitat von sysop
Israel hat den Literaturnobelpreisträger Günter Grass nach der Veröffentlichung seines umstrittenen Gedichts zur Persona non grata erklärt. Ein Sprecher des Innenministers bestätigte eine entsprechende Entscheidung. Dies bedeutet de facto ein Einreiseverbot.
Sehr schön, liebe israelische Regierung!

das war schön längst überfällig! Endlich mal jemand, der den Grass vorbehaltlos bestätigt.

Und schön zu sehen, dass Politiker immer mehr ihr infantiles Verständnis von Politik offenbaren.

Das war ein großer Schritt auf dem Weg der weltweiten Erkenntnis, dass Israel eben nicht nur das arme bedrohte Land ist, sondern aktiv an allerlei Provokationen maßgeblich beteiligt ist.

Und mir ist ehrlich gesagt wurscht, ob Ihr Juden, Christen, Moslems oder sonst was seid. Euer Totschlagargument des Antisemitismus ist sowas von 2011...

So, lieber Mossad: Ich erwarte jetzt eine saubere Recherche meiner IP-Adresse und bitte um die Erhebung in den Stand der "persona non grata". Ich würde mich geehrt fühlen!

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mneisen 08.04.2012, 12:15
91.

Zitat von hajo58
Alle Deutschen Sollten sich mit Herrn Grass solidarisch erklären und nicht mehr Israel besuchen.
Alle Deutschen sollten sich von Grass distanzieren und keines seiner völlig überschätzten "Werke" mehr lesen.

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avolk11 08.04.2012, 12:15
92. Ein Krieg...

...laesst sich jetzt nur noch aufhalten, indem die Staatengemeinschaft Israel entschieden in den Arm fällt.

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sorata 08.04.2012, 12:15
93. Die orthodoxen Israelis werden ihn sicher einladen.

Zitat von dongerdo
Jetzt sind sie komplett durchgeknallt. Der Ton der Debatte, die Reaktionen der Israelis - man könnte es wirklich für schlechtes Kabarett halten. Alleine dass ein "Anschühren des Hasses" in die paar Zeilen hinein interpretiert wird ist so abstrus und lächerlich dass einem die Worte wegbleiben. Man muss Grass'es Meinung nicht zwingend teilen, aber so langsam geht es zu weit
"Günter Grass will keinen Krieg gegen den Iran.Gut. Er will schon gar keinen,der mit an den zionistischen Staat gelieferten deutschen U-Booten geführt werden könnte.Noch besser. Als orthodoxer Jude kann man diese Haltung nur unterstützen.Denn nur so würde sich Deutschland wirklich seiner "historischen Verantwortung" bewusst sowie dem Grundgesetz gerecht werden und ließe sich vor allem nicht noch einmal in ein verheerendes Kriegsabenteuer hineinmanövieren.Der Dichter will das nicht - so verstehen wir ihn zumindest - weil er vollkommen zurecht nicht einsieht, dass ein neuer vom Nationalzionismus provozierter Weltbrand zudem noch mit deutscher Unterstützung entstehen sollte."
Auszug aus Der Israelit, vom 06.04.12,aber der ganze Artikel ist sehr lesenswert.
Überraschenderweise ist es fast die gesamte ausländische und selbst ein Teil der jüdischen
Presse,die Herrn Grass oder zumindest sein Recht auf freie Meinung verteidigen.Die offenbar gleichgeschalteten Medien hier sollten sich schämen."
Auszug aus der orthodoxen Zeitung, Der Israelit vom 06.04.12

Der Israelit: Was gesagt werden muss - Solidarität mit Günter Grass
Sehr lesenswert.

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e-ding 08.04.2012, 12:15
94. ...

Zitat von sorata
Ist der israelischen Regierung überhaupt bewusst, wie lächerlich sie sich damit macht?
Selbstgerechtigkeit vernebelt manchmal den Blick für die Realität. Man mag von Grass und seinem Gedicht halten, was man möchte aber die Reaktionen darauf, die in dem Einreiseverbot ihren Gipfelpunkt fanden, sind an Lächerlichkeit nicht mehr zu überbieten. Die israelische Paranoia und die deutsche Staatsraison in Bezug auf dieses Land nehme ich schon lange nicht mehr für voll.
Wir reden hier von einem Gedicht, ein paar Zeilen auf Papier. Die müssen ja schon verdammt weh getan oder doch nur gut getroffen haben...!?

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Litajao 08.04.2012, 12:16
95. Komisch, da schreibt Grass in seinem Gedicht

Zitat von sysop
Israel hat den Literaturnobelpreisträger Günter Grass nach der Veröffentlichung seines umstrittenen Gedichts zur Persona non grata erklärt. Ein Sprecher des Innenministers bestätigte eine entsprechende Entscheidung. Dies bedeutet de facto ein Einreiseverbot.
Tatsachen, die schon seit Monaten bzw. Jahren bekannt sind und nun
wundern und ärgern sich einige Politiker, wie Tsunami-Westerwelle
oder die Arroganz-Päpste wie RR oder Broder über Wahrheiten, die
aber offensichtlich den Deutschen Bürgern nicht näher gebracht
werden sollen, auch wenn das Gedicht wohl ziemlich schwach war,
aber eben Wahrheiten brachte, unbequeme Wahrheiten, wie man sieht.

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KäptnBlaubär 08.04.2012, 12:16
96. Israel verhängt Einreiseverbot gegen Günter Grass

Und dieses Volk redet von Freiheit. Rasselt mit den A-Bomben,aber der Westen lernt nichts daraus.( Die gute Golda konnte nur durch massive Anstrengungen des US AM Kissinger vom zünden abgehalten werden). Schon vergessen. Wenn jemand das Kriegsvorbereiten kritisiert wird die Freiheit der Gedanken und des Wortes sofort zusammengestaucht.
Eigentlich wünsche ich mir "nochen Gedicht". Bekomme aber langsam Angst vor Mossad und Bundeshäschern wenn ich jetzt noch weiter schreibe.

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freeusa 08.04.2012, 12:16
97. Stimmt

Zitat von flaviussilva
1. Nicht anders zu erwarten ! 2. Warum hat das eigentlich so lange gedauert ? 3. Wieso wird dass, wo jeder erwartet hat, jetzt noch als Eilmeldung an die Spitze gesetzt.
Das hätte man damals schon machen sollen, als sich die Zwiebel sich gehäutet hat

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Hajojunge 08.04.2012, 12:16
98. Wer ist hier eigentlich der Haßprediger?

>> Jischai sagte dem Sprecher zufolge, das Gedicht von Grass habe darauf abgezielt, "das Feuer des Hasses auf den Staat Israel und das Volk Israel anzufachen". Grass wolle so "die Idee weiterbringen, die er früher mit dem Tragen der SS-Uniform offen unterstützt hat". <<

Was Jischai hier absondert, kann man nur noch paranoid nennen.
Armes Israel, eine solche Regierung hat es wirklich nicht verdient.
Günne Grass wird mit dem Einreiseverbot gut leben können. Auch viele andere Deutsche zieht es nicht mehr dort hin. Gabriel würde wohl auch Probleme bei der Einreise bekommen. Seine Äußerungen über das Apartheid-Regime waren nicht minder zutreffend.
Aber nun kommt Bewegung in die Sache. Der Westen hat bereits ultimative Forderungen gestellt. Der Krieg ist beschlossene Sache. Man darf auf die nächste Powerpoint-Präsentation gespannt sein. Wenn sich der Pulverdampf dann verzogen hat und wieder keine WMD (Weapons of Mass Destruction) gefunden wurden, so what.
Hauptsache, man kommt an das begehrte Öl.

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stilicho1 08.04.2012, 12:16
99. Quod erat demonstrandum

Zitat von sysop
Israel hat den Literaturnobelpreisträger Günter Grass nach der Veröffentlichung seines umstrittenen Gedichts zur Persona non grata erklärt. Ein Sprecher des Innenministers bestätigte eine entsprechende Entscheidung. Dies bedeutet de facto ein Einreiseverbot.
Ein neuer Tiefpunkt der Meinungsfreiheit.Interessieren würde mich in diesem Zusammenhang , ob , wenn ein derartiges "Gedicht" nicht von Herrn Grass , sondern von einem ,was durchaus möglich wäre , inner - israelischem Kritiker geschrieben worden wäre , die Reaktion mittels Hausarrest o.ä. geahndet worden wäre. Ein Staat , der derart nervös auf äussere Kritik reagiert ist wahrlich zu allem bereit....Angstbeissen nenne ich so ein Verhalten .... und es ist im Endeffekt nur Öl auf die Mühlen derjenigen ,die eine Vernichtung dieses Staates anstreben. Ach ... und wo bleiben eigentlich die Erfinder der "Balfour-Declaration " , jene Bohemme , die eindeutig die Verursacher der heutigen Zustände sind und deren Nachkommen fröhlich Whiskey und Gin im "BANK"- Viertel Londons träufeln ???????

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