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Umstrittenes Herbizid: Klöckner erwartet Glyphosat-Verbot ab 2022
Britta Pedersen/ DPA

Das umstrittene Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat ist in der EU bis 2022 zugelassen. Agrarministerin Klöckner glaubt, dass diese nicht verlängert wird. Vorher sei ein Verbot aber kaum zu machen.

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Grünwild 14.07.2019, 12:31
20. Gegen den Zeitgeist

ist kein Argumentieren: Glyphosat ist eines der am besten untersuchten Herbizide der Welt, das seit Jahrzehnten in Gebrauch ist. Sämtliche Fachorganisationen und -behörden kommen zu dem Ergebnis, dass kein Krebsrisiko besteht, auch die so gern zitierte Bewertung der IARC sagt nicht, dass ein solches Risiko besteht.
Glyphosat tötet auch keine Insekten oder andere Tiere, im Unterschied zu Alternativmethoden wie Spritzen von Säure, Abflammen und Heißdampfbehandlung.
Glyphosat zu verbieten, um den Verlust der Artenvielfalt von Insekten zu stoppen, ist etwa so sinnvoll wie das Fahren auf der Autobahn mit dem Golf zu verbieten, um den Flächenverbrauch durch Siedlungsdruck zu stoppen.
Aber um rationale Entscheidungen geht es schon lange nicht mehr.

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Deeds447 14.07.2019, 12:31
21. "So issa halt der Schmidt"

Wie sieht das rechtlich eigentlich aus, wenn Christian Schmidt damals nicht zugestimmt hätte, wäre es dann schon in der EU verboten? Frage ich mich bis heute, Wikipedia sagt nein, aber in einigen Artikeln habe ich gelesen, dass Frankreich sonst wesentlich früher ein nationales Verbot unter Macron durchgedrückt hätte, wäre Schmidt nicht gewesen.

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Blindwolf 14.07.2019, 12:32
22. Amnesie

Dass Klöckners Parteikumpel Schmidt erst 2017 der 5 jährigen Verlängerung der Glyphosaterlaubnis in der EU zugestimmt hat, im Alleingang, gegen die Abmachung mit dem Koalitionspartner, hat sie wohl vergessen. Sich nun darauf zurückzuziehen, dass man Glyphosat ja nun wegen der EU nicht in D national verbieten könne, ist eine Unverschämtheit.

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kumi-ori 14.07.2019, 12:32
23.

Es gibt doch viele Beispiele dafür, dass in verschiedenen Ländern der EU unterschiedliche Regeln gelten (beispielsweise für den Umgang mit Hanfdrogen). Wenn es nicht möglich ist, den Verkauf von Glyphosat in Deutschland zu verbieten, dann muss man eben die Anwendung und den Besitz unter Strafe stellen bzw. Glyphosat-kontaminierte Lebensmittel in Deutschland vom Verzehr ausschließen und auf Kosten des Herstellers als Sondermüll entsorgen lassen. Auch muss sichergestellt werden, dass die Behandlung der Glyphosat-Opfer nicht von der Solidargemeinschaft getragen werden muss, sondern dass der Bayer-Konzern die Finanzierung übernehmen muss.

Es geht nicht an, dass die korrupte EU-Krake die Sicherheit der Bevölkerung einschränken kann.

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LirumLarom 14.07.2019, 12:32
24.

Jetzt müssten sie uns nur noch erklären was die Glyphosat-Diskussion mit dem Bienensterben zu tun hat. Neben den allgemeinen Auswirkungen der konventionellen Landwirtschaft stehen doch in erster Linie spezielle Insektizide (Neonikotinoide) im Verdacht das Bienensterben zu verursachen. Ein Verbot von Glyphosat würde hieran überhaupt nichts ändern.

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Goldwin 14.07.2019, 12:34
25.

Zitat von winterwoods
Vielen Dank, Frau Klöckner. Bis dahin wird es keine Bienen mehr geben. Noch Fragen, warum Ihr der Jugend zu langsam seid?
Genau solche Kommentare zeigen doch, dass ein großteil dere, die eine Meinung zu Glyphosat haben überhaupt nicht verstehen um was es geht.
Sie schaffen es in EINEM Satz zweimal ihre Ahnungslosigkeit zu belegen:
1. Was hat Glyphosat mit Bienen zu tun? Es geht bei der Diskussion um das Glyphosatverbot darum, dass - je nach Insitut - eine Krebsgerfahr diskutiert wird. Glyphosat ist nicht Bienengefährlich
2. Es gibt seit Jahren wieder deutlich mehr Bienen in Deutschland. Das angebliche Bienensterben wurde bereits mehrfach wiederlegt. Bei der Diskussion geht es um Insekten allgemein. Die Honigbiene und auch (je nach Region) die Wildbiene ist in ihrem Bestand stabil bis wachsend.

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hausfeen 14.07.2019, 12:34
26. Weil es bis dahin etwas vergleichbar wirksames wie schädliches ...

... das man dann durch ein jahrelanges Verbotsverfahren jagen kann?

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deka88 14.07.2019, 12:34
27.

Wenn Glyphosat verboten wird, setzt die Landwirtschaft eben auf andere, ältere, schlimmere und eine größere Menge von Unkrautvernichtungsmittel ein. Kein Mensch weiß, ob Gyphosat wirklich Krebs auslöst oder gar Insekten tötet. Mir wird die Debatte deutlich zu emotional geführt

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LirumLarom 14.07.2019, 12:39
28.

Zitat von phboerker
2022 wird die Industrie dann längst einen chemisch leicht abgewandelten Stoff mit noch besserer Wirkung am Start haben. Vermutlich läuft auch der Patentschutz aus und die Marke Glyphosat ist eh zu belastet, dass die Industrie sich einem Verbot in drei Jahren gar nicht widersetzen will. Also hat Klöckner grünes Licht für eine kleine Imagepflege-Kampagne bekommen...
Die Patentschutz von Glyphosat ist schon lange abgelaufen, und Unkrautbekämpfungsmittel mit diesem Wirkstoff werden von mehren Firmen unter verschiedenen Markennamen angeboten.

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Haarfoen 14.07.2019, 12:39
29. Die Quartalszahlen von Bayer sind schlecht ...

Egal wie giftig das Zeugs ist und wie viele Tiere und Menschen zwischenzeitlich noch geschädigt werden: Bayer hat schlechte Quartalszahlen. Insoweit ist es wichtig, dass das Zeugs noch maximal viel verarbeitet wird, um so wichtige Arbeitsplätze bei Bayer zu schützen. Wenn Bayer keine Profite generiert, geht es den Menschen schlecht. Frau Klöckner hat das verstanden und steht dem gebeuteltem Kapital in schwierigen Zeiten auch psychologisch bei, siehe Nestlé.

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