Forum: Politik
Umstrittenes Interview des FDP-Chefs: Philipp Rösler, Claudia Roth und die taz

Philipp Rösler gab dem Grünen-Blatt "taz" ein Interview. Einen Tag, nachdem Claudia Roth in der Zeitung über Gartenzwerge reden durfte, wurde ein Gespräch mit dem FDP-Chef zu seiner vietnamesischen Herkunft gedruckt - doch nur die Fragen wurden veröffentlicht, nicht seine Antworten. Was lief da schief?

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bauglir 10.09.2013, 19:51
170. SPON scheint keineswegs seriöser als die taz

wenn man "Trouble" statt Ärger liest. Bitte nie wieder!

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ArnoNuem 10.09.2013, 19:53
171. So ist die taz wirklich

Wer - Wie SPIEGEL-Online - heute noch die taz als "links" oder linksalternativ" bezeichnet, hat die Entwicklung des Blattes verpennt. Und von Schichtenanalyse hat er auch keine Ahnung. Selbst mit "linksliberal" würde man der Zeitung aus der Rudi-Dutschke-Straße nicht gerecht. Die taz ist lediglich geringfügig anders als andere Blätter. Wirklich linke, linksalternative oder linksliberale Zeitungen gibt es schlicht und ergreifend nicht mehr. Die FR ist nur noch ein dunkler Schatten ihrer selbst und so belanglos wie die Pickel 17-jähriger. Selbst Neues Deutschland und Junge Welt haben das Ettiket "links" nicht verdient. Eher "Kampagnenkampfblatt" die JW und "Journalistisches Selbsthilfeblatt" das ND.
Und die taz?
Wir haben es mit dem Verlautbarungsorgan der beharrungsvermögenden großstädtischen ökologischen Mittelschicht zu tun. Und die ist bei weitem nicht links eingestellt. Im besten Sinne vielleicht wertkonservativ. Zur Pflege des politischen Gewissens spendet man an Amnasty International, Terre des Hommes oder Greenpeace. Die Gören gehen ins Gymnasium und da schaut man, dass die Kinder aus den Schmuddelstadtteilen ja weit weg bleiben. Bitte keine Kokurrenz für die eigene Brut. Der obere Mittelklassewgen wird im Carport versteckt und zur Arbeit fährt man im 2000,-- Euro-Fahrrad. Bei Regenwetter wird damit die U-Bahn verstopft. Die Gören sind Vegetarier und kaufen ihre Klamotten bei Primark. Scheiß auf die Menschen in den Ausbeuterfabriken. Politisch angegriffen wird nicht mehr die herrschende Klasse - nein, man tritt nach unten. Siehe die diversen Untersuchungen von Heitmeyer.
Ja, so schaut es aus.
Und weil mich weder Herr Rössler noch Frau Roh interessiert, habe ich den Artikel ach gar nicht gelesen. Habe bei "links" Schluß gemacht. Wer etwas linkes lesen möchte, muss zu einem Buch von Sahra Wagenknecht oder Jutta Ditfurth greifen.
Und so gesehen kann man sich hier auch die meisten Forumsbeiträge schenken, weil sie von falschen Voraussetzungen ausgehen.

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Kailash 10.09.2013, 19:59
172. Die taz

ist halt ein Grünes Kampfblatt voll im Wahlkampfeifer für Rot-Grün.

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s_morike 10.09.2013, 20:05
173.

Rösler hat seine Herkunft selbst nie zum Thema gemacht, deshalb sollte sie auch für Journalisten tabu sein. Besser wäre gewesen, er hätte das Interview schon an Ort und Stelle abgebrochen.

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James Agee 10.09.2013, 20:28
174. Hystionisch

Eins noch, dann gebe ich das Internetforum als Ort der Diskussion wirklich auf: Rechts-links ist eine Denkweise, die allenfalls noch bei Lesern dieses Forums die Erregungskurve ansteigen lässt. Im politischen wie im journalistischen Berlin wäre eine solch hystrionisch geführte Debatte wie hier einfach unvorstellbar. Da ist die taz eine ganz normale Zeitung - die nebenbei bemerkt führende Journalisten in zahlreichen weiteren deutschen Qualitätsblättern hervorgebracht hat - Herr Rösler wäre ein ganz normaler Deutscher, und die zur Diskussion stehenden Fragen wären ganz normale Fragen zum subjektiven Empfinden von Menschen mit Migrationshintergrund in diesem Land. Rechts, links, Mitte, geradeaus, mittendurch - wenn ich das schon höre.... Schwarz-Weiß ist die Welt allenfalls im S.P.O.N, im Borderline- und im Foto-Forum.

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omop 10.09.2013, 20:32
175. Schmuddeliges Verhalten..

..aber dadurch wird m.E. der Abstieg der Grünen nur noch stärker beschleunigt..

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nordend-klaus 10.09.2013, 20:50
176. Latenten Rassismus

Auch wenn das manchen Leuten nicht gefällt, Rassismus gibt es leider auch innerhalb der politischen Linken. Die können es halt besser verstecken unter dem Deckmantel der angeblichen internationalen Solidarität.

Wir dürfen nicht vergessen, dass z.B. auch Antisemitismus nicht nur in der extremen rechten Ecke vorkommt, sondern auch in der extremen Linken.

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promondo 10.09.2013, 20:51
177. Herrgottsakra!

Schluss mit der Herkunftsdiskussion. Es ist absolut und 100% egal, wo jemand irgendwelche Wurzeln hat. Einzig die Gesinnung, die Überzeugungskraft, die Argumente usw. sollten bei der Beurteilung eines Menschen und eines Politikers zählen. Alles andere ist Rassismus pur!

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neu_ab 10.09.2013, 20:56
178.

Was diese "taz" da betreibt, ist selbst unverhohlen rassistisch, auf Röslers Herkunft herumzureiten & jede Menge eigentlich vorhandenen Hass herbeifabulieren zu können. Schön, daß so viele Leute das durchschauen, sogar offenbar einige ihrer Leser.

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marcuspüschel 10.09.2013, 21:03
179. keine Krankheit

Zitat von doppelpost123
"... Im übrigen sollte man in Deutschland auch mal eine Debatte über Pädophilie als Krankheit führen und nicht nur in Stigmatisierung und "diese Monster", "alle Zwangskastrieren" etc. verfallen. Das löst das Problem auch nicht.
Es ist aber keine Krankheit sondern eine normale Strategie der Natur. Die rund 25 Jahre zwischen den Generationen sind eine ziemlich lange Zeit und bedeuten einen hohen Energieaufwand. Aus evolutionärer Sicht ist der Versuch diese Zeit zu verkürzen absolut sinnvoll. Folgerichtig gibt es Männchen deren Interesse den jüngeren Weibchen gehört. Bei Erfolg ergibt sich dann eine Gruppe mit schnellerer Anpassungsfähigkeit.
Das dies im Gange ist lässt sich ja durchaus auch beobachten.

Im übrigen bin ich der Meinung man sollte die grundsätzichen Irrtümer einer Partei aus dem Spiel lassen, wenn diese schon Jahre zurückliegen, und vor allem, wenn diese längst beigelegt sind. Es ist schon schwer genug die aktuellen Fragen objektiv zu behandeln. Zudem riecht es nach einem ordinären Wahlkampfmanöver. Da haben die Wähler mal gar nix von, wenn alle Parteien so vorgehen würden.

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