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Umstrittenes Migrationsabkommen: Italiens Regierung in der Libyen-Falle
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Die neue Regierung in Rom könnte ein heftig kritisiertes Migrationsabkommen mit Libyen jetzt auslaufen lassen. Aber manche Kabinettsmitglieder fürchten einen Gesichtsverlust.

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archivdoktor 02.11.2019, 14:51
10. Wow

....und ich dachte immer, Salvini wäre der größte Bösewicht Italiens....Dabei waren die Sozialdemokraten und die Cinque Stelle nicht ganz so unschuldig...

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vubra 02.11.2019, 15:30
11. Bildlich gesprochen

sind die Menschen welche nach Europa flüchten, wie ein Orkan der nicht mehr aufhören will. Ganz offensichtlich kann man die Massen an Menschen nur Zeitlich begrenzt aufhalten. Die Derzeitige Politik Europas ist Dämme zu bauen, Deutschland in der Türkei , Italien in Libyen. Beide Dämme haben die gleiche Schwachstelle, soviel Geld wie es bräuchte um diese Dämme sicher zu halten gibt es in der ganzen EU nicht ohne dass die EU Bevölkerung es nicht am Lebenstandard bemerken würde wenn es fehlt. Immerhin ist es Steuergeld. Die Flut wird kommen der Tsunami braut sich schon lange zusammen und auch Milliarden an Steuergeld für Schutzwälle werden ihn nicht aufhalten. Also einfacher und Billiger wäre es gleich in den Fluchtländern Fabriken zu bauen um die Menschen dort in Arbeit zu bringen und zu halten. Für Kriegsgebiete gelten andere Maßnahmen die unser Verteidigungsministerium schon angesprochen hatte. Für Italien wäre dann erst mal Fiat -Fabrik in Libyen zu bauen und Deutschland VW oder BMW oder Mercedes in der Türkei und das möglichst nah der Grenze zu Syrien.Alles andere ist ansonsten vergeben Liebesmüh und verbranntes Steuergeld.

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Chrisbreitfisch 02.11.2019, 15:53
12.

Zitat von godfader
die Regierung in Lybien nicht mit Sanktionen und einem kompletten Handelsembargo wegen der Misshandlung der Migranten? Die EU könnte sofort die Einfuhr von Rohöl aus Libyen stoppen, solange die Misstände nicht beseitigt sind, siehe z.B. https://webgate.ec.europa.eu/isdb_results/factsheets/country/details_libya_en.pdf Ich verstehe nicht, warum die Regierung in Italien für Verbrechen auf Libyschen Boden verantwortlich gemacht wird.
Das Nachbarland Lybien mit Sanktionen belegen wäre möglich und dann auch noch die Türkei und Syrien. Wäre allerdings böse Nachbarschaft.
Italien unterstützt den Aufbau von innerer Sicherheit, es sind in Lybien zwei Regierungen - nicht einfach.

Ich schlag vor, wir lassen die Leute aus den Camps dort, wo sie sind eine neue Heimat finden. Jedoch wenn man die Leute fragt, dann wollen sie nach Europa . Deshalb unlösbar.

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rolf.scheid.bonn 02.11.2019, 17:01
13. Wenn es...

... um den Kampf gegen den General Haftar geht, schreibt der SPIEGEL von der international anerkannten Regierung in Tripolis und unterstreicht damit deren Legitimität. Wenn es um Flüchtlinge geht, nennt es der SPIEGEL Regime, um die Illegitimität der Regierung in Tripolis zu suggerieren. Distanzierter, objektiver Journalismus sollte auf solche Bewertungen verzichten.

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nwz86 02.11.2019, 17:16
14. Nur wenn es sich lohnt

Zitat von vubra
Also einfacher und Billiger wäre es gleich in den Fluchtländern Fabriken zu bauen um die Menschen dort in Arbeit zu bringen und zu halten.
Das kann man machen wenn es sich wirtschaftlich rentiert und langfristig Aussicht auf Erfolg hat. Beides ist in Afrika sehr unsicher. Sorry, aber es ist nicht unsere Aufgabe, den Leuten in Afrika ein angenehmes Leben und eine moderne Gesellschaft zu verschaffen. Das müssen die Leute schon selbst anstreben. Dass es damit auf dem schwarzen Kontinent diesbezüglich grundlegende Probleme gibt, sieht man gerade wieder in Südafrika. Jegliche Investitionen verpuffen, wenn die gesellschaftliche Umgebung und die Mentalität nicht passt. Die Afrikaner müssen endlich Selbstverantwortung lernen und tragen und gemeinschaftliche, vorausschauende Planung über Impulsivität und kurzfristigen Eigennutz stellen. Man kann nicht einfach nur Kinder produzieren und dann die Hand aufhalten. Man kann nicht Investitionen fordern und dann die Anlagen verrotten lassen, weil die Instandhaltung Mühen erfordert.

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etlamu 02.11.2019, 17:24
15. Die einzige WIRKSAME Methode wäre den

Grund zur Flucht zu stoppen.

Gerade der Westen hat durch Krieg und Knebelverträge die afrikanischen Länder in die Armut getrieben.

Die ortsansässigen Firmen und Bauern werden durch aus dem Westen billig eingeführte Waren und Lebensmittel unterboten und gehen pleite. Auch fischen supermoderne Fischereiflotten an den Küsten die Fische weg. So werden die Fischer zu RECHT Piraten.

Leider verdienen wir mit dieser Ungeheurigkeit Geld. Dies ist auch mit dem Umweltschutz so, da nur die Quartalsergebnisse zählen. Die Folgekosten für die Flüchtlinge und der Umweltverschmutzungen werden NICHT eingepreist.

Leider ist eine gerechtere Welt mit Komfortminderung und eventuell mit dem Verlust von Arbeitsplätzen in Europa verbunden.

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spaceagency 02.11.2019, 19:22
16. rolfscheidbonn - nicht Haftar

ist international anerkannt sondern Faraj. Diese Regierung wird auch von Italien unterstützt. Haftar wurde von Frankreich unterstützt weil Frankreich das Öl will, das ENI in Libyen fördert und die Rolle Italiens dirt unterminen will. Das hat nicht geklappt bisher aber viel Schaden angerichtet. Dazu wird in der deutschen Presse praktisch nichts berichtet, sowenig wie über den Boykott des Gipfels in Palermo. Da die Europäer sich gegenseitig bekämpfen kommt halt auch in diesem Bereich nicht viel gutes raus

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