Forum: Politik
Umstrittenes Referendum: Volksabstimmung spaltet Griechenland

Es geht um die Zukunft einer ganzen Nation - also lässt die Regierung das Volk entscheiden, wie es mit Griechenland weitergehen soll. Das Problem ist nur: Das Volk mag gar nicht abstimmen, nur wenige Hellenen verstehen die Details der Euro-Rettung. Eindrücke aus einem zerrissenen Land.

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ratxi 03.11.2011, 08:37
80. Titel bei Windstärke 4

Zitat von dasky
Das ist genau die Botschaft. Die Griechen verstehen die 'Euro - Rettung' genauso wenig, wie die Einführung des Euro vor zehn Jahren verstanden wurde von den wenigen, die über seine Einführung abstimmen durften und deren 'Nein' - Stimmen ignoriert wurden, weil es schlicht nichts zu verstehen gibt. Die Griechen haben jetzt gewissermaßen die historische Möglichkeit, mit der Abstimmung über das Ende des Euro eine negative Abstimmung bei seiner Einführung nachzuholen. Hoffentlich erwischen sie den Zipfel des Mantels der Geschichte. Der Rest Europas ist in seiner erzwungenen und erpressten Gleichheit viel zerrissener als Griechenland.
Ja, das wäre die Chance.
"Verstehen" kann man auch aus dem Bauch heraus.
Zu viel "wissen" kann auch sehr manipulativ wirken.
Zu gern wird daher auch intellektuell mit intelligent verwechselt.
Braucht es, um intellektuell zu sein, kaum mehr als die Fähigkeit, sich viel merken zu können, braucht es Intelligenz, ohne Anleitung draussen bei Windstärke 4 ein Feuer zu machen.

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Peter Sonntag 03.11.2011, 08:39
81. Auf, lasst uns abstimmen !

Zitat von bolchen73xy
"Die Bürger wollen gar nicht abstimmen, nur wenige Hellenen verstehen die Details der Euro-Rettung" ... na dann wirds höchste Zeit, dass sich die Bevölkerung damit im Detail beschäftigt. Um Generalstreiks zu veranstalten und die Regierung in arge Bedrängnis zu bringen sind sie schließlich auch informiert genug. ....
In einer wahren Demokratie muss die Bevölkerung darüber abstimmen können, ob es eine Abstimmung geben soll oder nicht.

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Spessartplato 03.11.2011, 08:40
82. Wenn ich die Entscheidungen

.. Zitat von wusel8
Diesen Artikel könnte man mit einem Satz zusammenfassen: Das Volk ist zu doof, um es über solch ein wichtiges Thema selbst entscheiden zu lassen. Mit dieser Aussage begibt sich der SPIEGEL auf das Niveau jener "Eliten" (auch in diesem Lande), denen die Demokratie vor Allem eines ist: lästig. Falls es wirklich so sein sollte, dass "das Volk" sich mit den Details der aktuellen Situation nicht auskennt, so hat es spätestens jetzt einen Anlass und auch noch genügend Zeit, sich damit ausgiebig zu beschäftigen. Komplizierter als die Gebrauchsanweisung fürs neue Handy wird es auch nicht sein.
...der "Experten" und Politiker der letzten Jahrzehnte überdenke, scheinen sie der angeblichen Doofheit der Bevölkerung in nichts nachzustehen.
Mit dem Euro haben sie ein Problem geschaffen, welches vorher NICHT bestand-darin scheinen sie Experten zu sein.
Manchmal habe ich den Verdacht, er sei nur wegen der vielen Gipfelmöglichkeiten geschaffen worden:
Sonntags Paris, montags Cannes, dienstags Washington, mittwochs Athen, donnerstags Berlin-nicht schlecht!
Gibt es eigentlich auch noch andere innenpolitische Themen?

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ökos teuer 03.11.2011, 08:40
83. -

Zitat von rkinfo
Die Griechen haben sich daran gewöhnt unter viel Korruption in einem land auf großen Pump zu leben. Für so einen Volksentscheid gehört die Wahlpflicht eingeführt .....
Blödsinn. Wann begreifen Leute wie Sie endlich, dass man Leute nicht einfach zu etwas zwingen kann. Schon gar nicht zu einem Verzicht der existentiell ist.

Demokratie ist, dass das Volk bestimmt und da die Mehrheit und nicht der Nachbar, Geschäftspartner, Verbündete oder wer auch immer.

Das ist eben die Folge wenn eine Regierung etwas beschließt ohne das Volk zu informieren geschweige denn zu befragen oder sogar entscheiden zu lassen.

Und denken Sie ja nicht, dass das nur in GR so ist. Wir in D werden in Sachen EU von der Regierung auch belogen. Oder erklären Sie mal schlüssig warum hier ein Rettungspaket nach dem anderen beschlossen werden muss.

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Isotronic 03.11.2011, 08:40
84. sind wir hier

Zitat von Der Bruddler
Einmal abgesehen von den hämischen Kommentaren der sich hier besserwisserisch und überlegen gebenden werten Mitforisten - ja es ist schmerzhaft liebe Griechen ihr müsst eine Entscheidung treffen egal ob diese über das Parlament oder in direkter Demokratie gefällt wird - eine Entscheidung ist notwendig....
bei "Post von Wagner", der BILD-Zeitung?

Immerhin müssen sich - wie man hört - die Griechen nicht mehr mit dem komplizierten Problem der nächsten Überweisung von 8 Milliarden Euro rumschlagen.

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Ganzgeber 03.11.2011, 08:41
85. 1984

Erinnert sich eigentlich noch jemand, dass GR schon Mitte Oktober kein Geld mehr haben sollte?
Dann war es Mitte November.
Anderen Medien zufolge soll es jetzt Mitte Dezember sein.

Vielleicht sollte man einfach mal abwarten? Die Griechen finden offenbar doch noch irgendwo Geld, wenn es sein muss.

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rafkuß 03.11.2011, 08:47
86. An sich guter Vorschlag.

Zitat von willi2007
das Papandreou da spielt. Die griechische Regierung hat die Proteste der Straße satt, die Opposition verweigert sich, diejenigen, die Geld haben, bringen es über die Grenze in Sicherheit und der gebeutelte Normalbürger soll jetzt abstimmen. Selten zuvor ist deutlich geworden, dass es ein Riesenfehler war, die Griechen, die von Anfang an mit gezinkten Karten gespielt haben in die EU und in den Euroraum aufzunehmen. Es ist an der Zeit, dass die EU-Verträge neu gefasst werden und eine Möglichkeit bietet solche Staaten aus der EU raus zu werfen.
Nur, praktisch keiner der Staaten wird so was unterschreiben, geht bei Vielen aus rein verfassungsrechtlichen Gründen schon nicht - Sie verstehen, die Eurostaaten SIND nicht nur sehr unterschiedlich, die haben auch sehr verschiedene EIGENE Verfassungen...auch so ein Problem.

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omega33 03.11.2011, 08:57
87. Keine Entscheidung auf Stammtischniveau

[QUOTE=Dok_Tor;9052195]Richtig: Das Volk ist in sehr großer Breite auch einfach doof und viele Eliten sinds ebenfalls... frage mich nur, wer ist das Volk und wer sind die sog. Eliten.

Läuft "das Volk" nicht gerne auch mal Männchen mit Schnauzbärten in Pumphosen, Sozialaposteln die anstrengungslosen Wohlstand propagieren oder eben auch mal Steuersenkungsversprechern hinterher. Was zählt denn Ehrlichkeit, Anstand und Moral?

Oder das Volk glaubt an blühende Landschaften. Ich bin ihrer Meinung, dass das Volk in großer Breite doof ist. Für was brauchen wir dann noch eine parlamentarische Demokratie. Dort sitzen doch die Fachmänner mit ihren Beratern und einer gewissen Bildung und dem Volk verpflichtet. Wir können ja auch bei VW Betriebsabstimmungen durchführen, welches neue Modell gebaut werden soll. Ich wähle eine Partei und damit eine gewisse Richtung, damit muß genug sein.
Und wenn es in Deutschland eine Volksabstimmung "Pro oder Contra Euro" geben würde, möchte ich das eigentlich nicht auf Stammtischniveau entschieden haben.

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rafkuß 03.11.2011, 09:11
88. Danke!

Zitat von ratxi
Ja, das wäre die Chance. "Verstehen" kann man auch aus dem Bauch heraus. Zu viel "wissen" kann auch .....
Denn DAS war echt gut!

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wahlberechtigter 03.11.2011, 09:12
89. Nebelkerzen

Wenn die Griechen nicht verstehen über was sie abstimmen sollen, dann kann man davon ausgehen, dass auch die Deutschen nicht verstehen auf welchen riskanten Weg Merkel und Schäuble Deutschland führt.

Schäuble, offenbar von den Banken abhängig, kann niemend mehr vertrauen. Wer einen 55 Milliarden Fehler kleinredet, ist fehl am Platz und sollte gehen.

Beispielsweise erkennt der deutsche Steuerzahler nicht, dass eine Bank, die 50% abschreibt in Wirklichkeit keine 50% bezahlt. Diese Wertberichtigung oder Abschreibung bedeutet immer, dass der Steuerzahler mit von der Party ist. Durch diese Maßnahme entgehen dem Finanzamt Steuern, d.h. der Steuerzahler zahlt etwa die Hälfte der Bankenabschreibung. Der Verlust wird vom Gewinn abgezogen und die Steuerschuld der Bank vermindert sich entsprechend.

Würde der deutsche Steuerzahler wirklich verstehen, was Sache ist, wären Merkle und Schäuble nicht mehr im Amt.

Kann man vom einfachen Steuerzahler verlangen die Zusammenhänge zu verstehen, wenn selbst die studierten Bankmanager, Betriebsprüfer und Politiker sich eben mal um 55 Milliarden verrechnen.
Peanuts eben!

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