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Umsturz in Libyen: Geheimpapiere zeigen Gaddafis Angst vor der Nato

Nach außen gab Diktator Gaddafi sich siegesgewiss, doch tatsächlich fürchtete das Regime eine Nato-Bodeninvasion. Das zeigen Dokumente, die der "Guardian" in Tripolis einsehen konnte. Bis zuletzt dirigierte*Libyen eine ebenso geheime wie bizarre Lobby-Aktion im Ausland.

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Intelligenz_93 26.08.2011, 12:34
1. Warten auf WikiLeaks

Ich hoffe, dass WikiLeaks Licht ins Dunkel bringt, Geheminisse lüftet.
Wer sind die Rebellen?
Was will die NATO wirklich?

Oder stimmt doch alles, so wie es bis jetzt in den Medien dargestell wird?

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observatorius 26.08.2011, 12:59
2. Wer waren die Kriegstreiber?

Die Enthüllungen des Guardian zeigen vor allem, dass Gaddafi stets bereit war in einen ernsthaften Verhandlungsprozess ohne Vorbedingungen einzuwilligen. Die Hinweise zeigen auch, dass es in den USA verschiedene Lager gibt, die in dieser Angelegenheit ganz unterschiedlicher Ansicht sind, und dass sich letztlich die Falken mit ihrer harten Haltung durchgesetzt haben. Wenn man in deutschen Medien jetzt so tut, als sei Westerwelles Enthaltung im UNSC ein "peinlicher deutscher Sonderweg", dann lässt es die bewusste Blockade jeglicher Verhandlungslösung durch die Hardliner in Paris, London und Washington außer acht.

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Gani 26.08.2011, 12:59
3. Nix verstanden

Zitat von Intelligenz_93
Ich hoffe, dass WikiLeaks Licht ins Dunkel bringt, Geheminisse lüftet. Wer sind die Rebellen? Was will die NATO wirklich? Oder stimmt doch alles, so wie es bis jetzt in den Medien dargestell wird?
Wikileaks lüftet gar nichts, es sind die Whistleblower die diese Unterlagen beschaffen. Veröffentlichen könnte sie anschliessend jeder...

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Teile1977 26.08.2011, 13:02
4. Propaganda

Nun ja, bei manchen Forumsteilnehmern scheint die Gadafi Propaganda gefruchtet zu haben.

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Saint_Jimmy 26.08.2011, 13:04
5. Was stand noch auf der Agenda?

Zitat von sysop
Bis zuletzt dirigierte*Libyen eine ebenso geheime wie bizarre Lobby-Aktion im Ausland.
Würde mich nicht wundern, wenn zutage träte, dass auch eine Beeinflussung der öffentlichen Meinung in wichtigen westlichen Internet-Foren auf der Lobby-Agenda von Gaddafi stand. Das würde jedenfalls die "seltsamen" wie wirklichkeitsfernen Beiträge so mancher eifriger Foristen hier erklären.

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Intelligenz_93 26.08.2011, 13:06
6. Nichts verstanden!

Zitat von Gani
Wikileaks lüftet gar nichts, es sind die Whistleblower die diese Unterlagen beschaffen. Veröffentlichen könnte sie anschliessend jeder...
WikiLeaks lüftet Geheimnisse, wer sonst!?

Durch "Unterlagen beschaffen" wurde bisher noch kein Geheimnis gelüftet.

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jonimuc 26.08.2011, 13:07
7. Nun ja,...

Zitat von Teile1977
Nun ja, bei manchen Forumsteilnehmern scheint die Gadafi Propaganda gefruchtet zu haben.
Bei manchen Forumsteilnehmern scheint die NATO Propaganda gefruchtet zu haben!

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LDaniel 26.08.2011, 13:09
8. Keine Basis

Zitat von observatorius
Die Enthüllungen des Guardian zeigen vor allem, dass Gaddafi stets bereit war in einen ernsthaften Verhandlungsprozess ohne Vorbedingungen einzuwilligen. Die Hinweise zeigen auch, dass es .....
Von welcher Verhandlungsbasis. Man darf eine Sache nicht vergessen.
Wäre der Eingriff nur Tage, wenn nicht Stunden, später erfolgt - worüber hätte man dann verhandeln sollen. Dann hätte es die Köpfe der Rebellion nichtmehr gegeben.

Klar, es gab mehr Potential und vielleicht hätte es immer wieder kleine Versuche gegeben. Doch die wären
a) Noch unorganisierter und
b) grausamer
verlaufen.


Es gab schließlich Verhandlungen - aber man hat schnell eingesehen, dass weiter tatenlos verhandeln die Verhandlung dahingehend beendet hätten, dass der Aufstand mitsamt Bengasi weggebombt gewesen wäre. Dann hätte es "Böser Bpser Gaddafi" geheißen, gefolgt von 1-2 Jahren Isolation und viele viele Tote Oppositionelle. Klar, jetzt gibt es auch viele Tote - aber die können sich wehren und haben die Chance auf eine bessere Zukunft - ob diese kommt sei dahingestellt - aber ohne die NATO hätte es die Chance nicht gegeben.

Deutschlands Sonderweg bleibt somit beschämend und isoliert - und war nur zu verantworten, da man wusste, dass andere die Arbeit erledigen.

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janeinistrichtig 26.08.2011, 13:10
9. “It's a strange world”

Hätte solcherlei "Lobby-Arbeit", vielleicht aufgrund früherer positiver Erfahrungen, erfolgversprechend sein können?
Oder fehlte nur ein Mann wie PR-Berater Moritz Hunzinger, und Gaddafi wäre nicht auf der Flucht?
Oder ist das tätsächlich einfach nur bizzar?

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