Forum: Politik
Umsturz in Libyen - wie geht es weiter?

Monatelang haben die libyschen Rebellen gekämpft, nun sind sie in Tripolis einmarschiert. Vom langjährigen Machthaber Muammar al-Gaddafi fehlt jede Spur. Es sind historische und entscheidende Tage - das Land muss nach den heftigen Gefechten schnell wieder aufgebaut werden. Wie geht es weiter in Libyen?

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wifgas 27.08.2011, 14:32
110. Da die Zeiten nicht danach sind,

Zitat von südwest3
Das Gaddafi schon gestern, auch heute und morgen, durchgeknallt war, erkennt die gesamte Welt. Zunächst sollten wir uns aber mal freuen, dass die Gaddafi-Clique auf der Flucht ist und dass der Plan der NATO letztendlich aufgegangen ist. Und die jetzt entstandenen Probleme sind dazu da gelöst zu werden. Sie sind jedenfalls ungleich kleiner als die Diktatur Gaddafis zuvor.
am Gaddafi-Club ein gutes Haar zu lassen, er war nach Ihrer Diktion ja quasi ein durchgeknallter 100%-Versager, der schon mal gar nix auf die Reihe gebracht hat, möchte ich mich hier und heute diesbezüglich nicht in eine Diskussion über seine (natürlich nie vorhanden gewesenen) "Verdienste" einlassen. Dass Muammar G. für seine Verbrechen Rechenschaft abzulegen hat, sei davon mal unberührt.

Aber Ihr letzter Satz scheint mir doch eine kühne Behauptung zu sein. Vielleicht begegnen wir uns wieder mal in einigen Monaten auf diesem virtuellen Pfad und können über diese Fragen der "Problemgrößen" räsonieren...bis dahin können wir vielleicht in irgendwelchen Medien Klagen aus dem libyschen Volk wie diese hören: "Früher, bei Gaddafi, hätte es solchen Unfug nicht gegeben, da herrschte eine vielleicht ungerechte, aber doch eine Ordnung, da war vieles besser..."
Was man halt überall hört, wo sich die Zeiten/Regime verändert haben. Nix Neues, nix Kreatives, aber ein Hinweis darauf, dass es eben doch Dinge und Zustände gab, die man als Bürger positiv und "sicher" empfunden hat und die man nicht mit dem Bade ausschütten sollte.

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deuslovult 27.08.2011, 14:33
111. Freiheit hat

Zitat von Hape1
Sie haben verstanden....ein nichtdemokratisches Land bekommt ungefragt die Demokratie eingebombt nur weil ein in den USA lebender Exillibyer Präsident spielen will. Falls sie es nicht mitbekommen haben....laut Aussage der Rebellen starben bis jetzt 20.000 Menschen und viele werden noch folgen. Im Land herrscht Chaos und die Infrastruktur ist zerstört.....Sorry das ich nicht mitjubeln kann, wenn Zivilisten verdursten und verhungern müssen. Und das in einem (afrikanischem) Land, welches vor kurzem noch eine Lebenerwartung von 76 Jahren hatte
... eben Ihren Preis. Der Sturz eines Regimes ist in den seltensten Fällen ohne Opfer zu erreichen, ein Staatswesen ist danach neu aufzubauen. Dass Leute wie Sie einen solchen Preis nicht bezahlen wollen, ist klar. Lieber Diktatur eben.

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HolyGhost 27.08.2011, 14:33
112. Haben Sie...

Zitat von biobanane
Wo verdusten und verhungern Menschen? Welche Infrastruktur ist zerstört? Wo herrscht Chaos? Ich glaube Sie leben in einer Parallelwelt. Man kann nur hoffen, dass die letzten Einheiten Gaddafis bald aufgeben, damit Schäden schnell behoben werden können.
...denn den Bericht auf den Sie hier posten überhaupt gelesen ?

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Marcus_XXL 27.08.2011, 14:35
113. Ironiemodus ON

Zitat von homeuser
Bei einigen Leuten fragt man sich ja ernsthaft was die so rauchen... Abgesehen davon dass Ihre Theorie völlig Hanebüchen ist (Massenhaft Waffen gibt es schließlich andernorts mindestens genauso leicht und trotzdem läuft hier kein Bankräuber mit _Kriegswaffen_ rum), ist natürlich auch die Schlussfolgerung absurd. Eine sperrige und schwer zu transportierende und zu versteckendes Sturmgewehr ist für den Zweck eines Bankraubes völlig ungeeignet. Streifenwagenbesatzungen haben nebenbei bemerkt i.d.R. mindestens eine H&K MP5 im Fahrzeug. Als ob auch das Senfgas bei Gaddafi in besseren Händen gewesen wäre...
Sorry, ich hatte vergessen extra für Sie Ironiemodus ON und Ironiemodus OFF hinzuzufügen. Alle anderen Leser haben es aber wohl auch ohne diesen Zusatz verstanden. ;-)

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HolyGhost 27.08.2011, 14:35
114. Von welchen...

Zitat von deuslovult
Es ist leider typisch deutsch, eine Diktatur mit halbwegs funktionierender Versorgung der Freiheit vorzuziehen. Nur so ist erklärlich, dass wir kaum in der Lage sind, uns selbst von Diktatoren zu befreien, geschweige denn anderen Völkern dabei wirksam zu helfen, so wie dies die bösen Briten, Franzosen und Amerikaner tun.
...Diktatoren sprechen Sie, von denen wir nicht in der Lage sind uns selbst zu befreien ?

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biobanane 27.08.2011, 14:36
115. .

Zitat von Joshua Schneebaum
Die ganze Grausamkeit der Lügen: Die ganze Grausamkeit des Krieges, als wäre das so eine Art Tsunami, eine Monsterwelle aus dem Meer. Dabei es waren "Wir"! "Wir", unsere Ach-so-demokratisch gewählten "Regierungen", die ohne Parlament-Rückhalt, ohne Volk, und nur mit sehr dünnem Rechtswerk Tripolis Nacht für Nacht (!) bombardierten.
Sie wissen aber auch, dass sich Deutschlnd nicht beteligt hat. Und warten wir doch noch etwas ab, es wird schon noch rauskommen, was durch die Luftangriffe zerstört wurde. Da braucht es keinen pathetischen Ansatz.

(bitte jetzt nicht die Antwort auf RT wäre das doch alles zu sehen, Gaddafi Propaganda hatten wir schon genug)

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Sharoun 27.08.2011, 14:36
116. Omg

Zitat von syracusa
Das ist wohl richtig. Dennoch suggeriert Ihre Süffisanz, dass die Rebellen - die im Übrigen höchst heterogen sind und keineswegs einheitliche Ziele verfolgen - im Unrecht seien. Sie könnten nicht falscher liegen. Die libyschen Rebellen hatten jedes Recht der Welt, die Gaddafi-Diktatur zu zerdeppern. Ach, wenn es im Hitler-Deutschland doch auch solche Rebellen gegeben hätte ...
Ja, Hitler und ein Diktator Ihrer Wahl - ein immer wieder gern hergenommener Vergleich.

Man hätte alles Recht der Welt, die Widerständler mit Allem zu unterstützen, was man hat; schließlich geht es doch jedes mal darum, 'Auschwitz' zu verhindern...

Ließe sich das nicht erweitern auf alle möglichen anderen, mißliebigen Staatenlenker?

Hitler und Bush jun., Hitler und Castro (tatsächlich schon dagewesener Vergleich), Hitler und Putin, Hitler und Merkel..?
Wer sagt, daß die Weichenstellungen unserer Polit-Protagonisten eines nicht allzu fernen Tages zu Ergebnissen führen, die im nachhinein jede Art von Widerstand legitimiert hätte?

Wo ist die Grenze?

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TheBear 27.08.2011, 14:39
117. Nicht direkt

Zitat von fr.rottenmeier
vergleichen die Situation der libyschen Rebellen mit den Bewohnern der ehemaligen DDR? Nun, dann müssen wir ja damit rechnen, dass bei den freien Wahlen in Libyen mehr als 28% der Stimmen an die Gaddafitreue Partei gehen werden. Hmm.......?????????????
Ich hatte im wesentlichen auf die Zeile mit den "blühenden Landschaften" des Foristen Hape1 reagiert.

Ausserdem wollte ich ausdrücken wie überheblich es ist - auch von seiten ehemaliger Bewohner der DDR - den Mut, die Opferbereitschaft, die Verzweiflung der Lybier kleinzureden, die Rebellen mieszumachen, weil es nicht so glatt ging wie bei dem "Wir sind das Volk".

Ansonsten wollte ich die Zustände in der DDR und im Lybien des Gaddafi keinesfalls vergleichen. Ein Vergleich mit dem was während der Französischen Revolution passierte, wäre etwas besser. Aber ich befürchte, dass die Rebellen keine klare, einheitliche Ideologie wie die damaligen Revolutionäre haben. Sie haben einfach nur das Leben in einer Diktatur bis oben hin satt.

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BoP 27.08.2011, 14:39
118.

Zitat von biobanane
Das war doch nur der Gegenvorschlag zu den unzähligen schwarzmalerischen Vorstellungen der Gaddafi-Fans hier im Forum.
Immerwieder faszinierend. Wenn man die Zukunft von Libyen nicht ganz so rosig sieht, warum auch gab genug negative Beispiele in den letzten Jahren, ist man ein Gaddafi-Fan...

Das hat nichts mit Schwarzmalerei zu tun oder haben sie damals auch geglaubt, dass der Irak und Afghanistan nach ihrer Befreiung sich zu blühenden Demokratien entwickeln?

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hashemliveloirah 27.08.2011, 14:40
119. Eine einzige Frage:

Warum ist die Diskussion auf ein derartig unterirdisches Niveau abgerutscht?

1. Die Ablösung des Irren Gaddafi war überfällig und wird von mir begrüßt - posts von "Gaddafi-Fans" habe ich hier nicht gefunden.

2. Das ändert nichts daran, dass das Vorgehen der Nato von der Geschichte als völkerrechtswidriges Verbrechen eingestuft werden muss.

3. Ob das libysche Volk künftig in einer Demokratie oder einer islamistischen Republik leben will, geht mich, die NATO, die UNO und alle Regierungen dieser Welt gar nichts an - für diese Entscheidung ist dem Volk Glück zu wünschen.

4. vor allem dahingehend, dass den Libyern aus dieser Rebellion heraus neue Abhängigkeiten möglichst erspart bleiben.

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