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Umweltminister im Stress: Schwarz-Rot verhakt sich im Streit um Energiewende
DPA

Die Energiewende wird zur Belastung für die Koalitionsgespräche. Union und SPD werfen sich gegenseitig vor, eine Einigung zu blockieren. Die Lage ist so verfahren, dass Umweltminister Peter Altmaier nur für ein paar Stunden auf der Warschauer Klimakonferenz erschien.

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litholas 21.11.2013, 11:34
70. ...

Zitat von ilek
... In 17 Jahren (2030) sind alle Anlagen, die heute älter als 3 Jahre sind aus der Umlageförderung raus und das sind die großen Kostentreiber. Die neueren Anlagen sind viel kostengünstiger und in 17 Jahren werden wir hier noch einiges an Innovationen und Effizienzsteigerungen erleben. ...
Wenn man die PV-Anlagen ersetzt durch Anlagen zu den Einspeisevergütungen von 2013, dann sinkt die EEG-Umlage um etwa 1,2 Cent pro kWh.


Zitat von ilek
... Ein Teil der Altanlagen, die aus der Förderung rausgefallen sind, wird darüber hinaus weiterhin Strom produzieren und diesen zu Marktpreisen ins Netz liefern, da sie bereits voll abgeschrieben sind.
Wenn man die Anlagen immer wieder repariert und renoviert, dann liefern sie beliebig lange Strom. PV-Anlagen benötigen etwa alle 10 Jahre Ersatz für den Wechselrichter und alle 30 Jahre neue Module, das sind derzeit Kosten von unter 4 Cent pro kWh.

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Christer Nykopp 21.11.2013, 11:51
71. Unwissen

Zitat von tom-pex
tatsächlich ist die komplizierte wechselwirkung zwischen klimagasen und klimaschädigung bislang nicht wirklich verstanden - aber ausgerechnet in diesem unverstandenen system wollen leute wie SIE weiter ungebremst rumpfuschen. denn dass 150 jahre ungebremster klimagas-ausstoß IRGENDWELCHE auswirkungen haben dürften, sagt einem bereits der gesunde menschenverstand - der dann hoffentlich die zusammenhänge auch irgendwann hinreichend klärt, den aber leute wie Sie offenbar mutwillig ignorieren, um keine befürchteten einschränkungen hinnehmen zu müssen. dabei sind die hierfür benötigten innovationen die schlüsselindustrien der zukunft - die Sie zum nachteil Ihrer kinder partout verschlafen wollen.. na klar - daher weht der wind: dass fukushima 300 tonnen radioaktiv verseuchtes wasser TÄGLICH (!!) in den pazifik entlässt und die werte bereits an der westküste der usa zu messen und zu sehen sind (fische, eisbären und seelöwen mit geschwüren..) und diese bislang nicht zu stoppende verseuchung mittelfristig sämtliche ozeane und schließlich die gesamte biosphäre tangieren wird, dann meeresfrüchte/fische nicht mehr verzehrt werden können und baden im meer gefährlicher wird als heftiger sonnenbrand am strand - das alles ignorieren leute wie Sie konsequent und zum schaden aller heute lebenden sowie nachfolgenden generationen. haben Sie eigentlich gar kein schlechtes gewissen ihren kindern und enkeln gegenüber ?? PFUI TEUFEL !! "die menschheit hat nur die wahl, aus vernunft zu lernen oder durch katastrophen belehrt zu werden" (Hoimar v. Ditfurth)
Dem Co2-Gehalt betreffend gebe nich gerne zu, dass ich keine verlässliche Daten habe über dessen Auswirkung auf die Lebensbedingungen habe. Also wäre die vorsichtige Lösung eine Begrenzung, die auch eintreten wird sobald die verbrennbaren Kohleverbindungen alle sind. Kann schon ziemlich früh eintreten.

Zur Kernkraft kann ich nur wiederholen, dass sie heute sicher ist, wenn richtig entworfen und betrieben. Die Abfallversorgung ist für mindestens hunderttausend Jahre sicher, und man kann davon ausgehen, dass dann nicht mehr Menschen, sondern Nachfolgearten leben, die wohl dann dem Zeug sogar auszunutzen verstehen.

Der immer wieder bemühte Fukushima-Katastrofe war eine Folge von Pfusch, aus wirtschaftlichen Überlegungen heraus. Obwohl das Saubermachen nun enorm teuer wird, habe ich nicht gehört, dass sehr zahlreiche Todesopfer unter den Menschen die Folge gewesen wäre. Dasselbe lässt sich auch für Tschernobyl sagen, wo auch sträfliche Inkompetenz und zusätzlich militärische Interessen im Spiel waren. Ansonsten haben zivile Kernkraftwerke eine sehr unfallfreie Geschichte, sogar besser als andere Energiegewinnungsverfahren.

Die Gefahr, die Weltmeere (oder die Erdkruste) würden so verseucht werden, dass das Leben der Menswchen erschwert würde, ist doch ziemlich unwahrscheinlich. Sowohl die Weltmeere wie auch die Erdkruste enthalten von Natur aus Unmengen von radioaktivem Stoff, und die kleinen Mengen von Plutonium fallen dabei gar nicht ins Gewicht.

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gultimore 21.11.2013, 12:07
72.

Zitat von WilliStock
Wind und Sonne haben 67 GW Leistung installiert, seit über einer Woche sind zwischen 1 und 8 GW (im Mittel so 3,5 GW) im Netz.
Und wenn ich auf die Nordee schaue, dann herrschen da derzeit Windgeschwindigkeiten von 10.5 m/s:
Webcams - FINO1 - Forschungsplattformen in Nord- und Ostsee Nr. 1

D.h. die Windkraftanlagen dort sind kurz vor Volllast. Aber Offshore ist ja teuer und nur was für die Bösen Großkonzerne. Dass die aber über 4000 Volllaststunden im Jahr liefern und damit doppelt so viel wie Onshore, was einiges an Einsparrpotential bei Energiespeicher bedeutet, wird gerne übersehen.

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oldtimerfan 21.11.2013, 12:20
73. Gute Vorsätze reichen nicht....

Zitat von sysop
Die Energiewende wird zur Belastung für die Koalitionsgespräche. Union und SPD werfen sich gegenseitig vor, eine Einigung zu blockieren. Die Lage ist so verfahren, dass Umweltminister Peter Altmaier nur für ein paar Stunden auf der Warschauer Klimakonferenz erschien.
wenn man der Gaul von hinten aufzäumt. Ohne ausreichende Speicherkraftwerke ist der unbeständige Wind- und Sonnenstrom für die Katz. 6000 Stunden jährlich muss ein Kraftwerk laufen um rentabel zu sein. Bei Windkraft sind es ca 1500 Stunden und bei Sonnenkraftwerke ca. 950 Stunden jährlich. Zu dem ist der Wind- und Sonnenstrom nicht auf Abruf verfügbar. Bei Sonne und Starkwind muss der Strom teilweise verschenkt werden und der Verbraucher zahlt in Deutschland teuersten Strom mit null Ergebnis für die Umwelt, da die Dampfkraftwerke zur Sicherheit immer mit laufen müssen. Wegen der bis zu 8 Stunden Vorlaufzeit kann man die Dampfkraftwerke nicht einfach wie einen Lichtschalter aus und an stellen. Die Politik verschweigt das tatsächliche Problem der Speicherung von Wind- und Sonnenstrom um sich nicht in die Nähe von Schilda begeben zu müssen. Nur mit Subventionen, die nur der Bürger zahlen muss, der sich nicht wehren kann, ist die Energiewende schlicht ein Treppenwitz. Die Industrie wehrt sich und zahlt nicht für den künstlich überteuerten Strom, denn dann könnten hier nur noch Schafe gezüchtet werden. Nochmals es ist eine Gute Idee Strom aus Wind und Sonne zu produzieren, aber ohne das Speicherproblem gelöst zu haben, ist es ein Schuss in den Ofen. Kleine bis mittlere wärmegeführte Kraftwerke für Industrie, Städte und Gemeinden würden die Schadstoffe und Strompreise senken. Alles andere ist so wie jetzt: Höchste Kosten für Strom mit den höchsten Treibhausgasen verbunden, wo bleibt der Erfolg des EEG ? Das soll der Umweltminister doch ehrlich beantworten.

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oldtimerfan 21.11.2013, 12:28
74. Deutschland ist zu klein......

Zitat von Eutighofer
Die SPD fordert einen verbindlichen Ökostromateil von 75 % in 17 Jahren. Wer kann so weit seriös in die Zukunft schauen ? Das verteuert die Energie massiv. Andere Länder ziehen da nicht mit. Wo werden neue Industrien entstehen ? Nicht in Deutschland.
für die benötigten Wind und Sonnenkraftwerke um die Industrie beliefern zu können, ist nicht genug Fläche vorhanden, ganz zu schweigen von der Unbeständigkeit von Wind und Sonne. Sagte der Müller schon vor tausend Jahren: Habe ich Wind, hab ich kein Korn, hab ich keinen Wind, ist genug Korn zum Mahlen da. Gute Ideen müssen überlegt umgesetzt werden und nicht wie das EEG, was ein Selbstschuss geworden ist.

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Blaumännchen 21.11.2013, 12:41
75. Dem schließe ich mich an.....

Zitat von WilliStock
Wo sind denn die Überflüsse, um Speicher zu lden oder Methan zu erzeugen? Wind und Sonne haben 67 GW Leistung installiert, seit über einer Woche sind zwischen 1 und 8 GW (im Mittel so 3,5 GW) im Netz. Gäbe es Speicher, wären die längst leer... Also bräuchten wir ja für 60 GW konstante Leistung nur das knapp 20-fache der heute installierten Leistung - oder nach wie vor ausreichend konventionelle Kraftwerke als Backbone. Zahlen tut es ja der Stromkunde, also schön weiter 100 % Erneuerbare fordern.
denn es zeigt deutlich das Grundproblem der "Energiewende". Die technisch physikalischen Grundlagen stimmen nicht und deshalb werden die EE auf nie wettbewerbsfähig. Der derzeitige Kraftwerkspark egal ob fossil oder nuklear ermöglicht, Stand by, den EE erst das weiterleben. Nur mit dem Unterschied das die EE Geld bekommen und das Sand by KW nicht. Somit besteht für mich der Fehler nicht in der Gestaltung der Kostenverteilung sondern darin das man Nischentechnologien zum Hauptlieferanten der Energieversorgung eines Industrielandes machen möchte. Wenn man jetzt noch alle Folgeaktivitäten wie Netzausbau usw. (von denen bisher nichts in Sicht ist und keiner weiß wie lange das dauern wird bis verfügbar) hinzurechnet werden wir eine wesentlich höhere Zuschussrechnung präsentiert bekommen damit das wieder gesund gerechnet werden kann. Das hat nichts mit Umweltschutz zu tun sondern ist nutzlose Verschwendung auf höchstem Niveau.

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bammy 21.11.2013, 12:54
76.

Zitat von gultimore
Und wenn ich auf die Nordee schaue, dann herrschen da derzeit Windgeschwindigkeiten von 10.5 m/s: D.h. die Windkraftanlagen dort sind kurz vor Volllast. Aber Offshore ist ja teuer und nur was für die Bösen Großkonzerne. Dass die aber über 4000 Volllaststunden im Jahr liefern und damit doppelt so viel wie Onshore, was einiges an Einsparrpotential bei Energiespeicher bedeutet, wird gerne übersehen.
Also nach dem was ich gelesen habe, liegt Offshore bei 2.500 Volllaststunden und Onshore bei 1.500 Volllaststunden.
Was unsere EE-Hardliner nicht interessiert, da sie die Effizienz in Prozent und im Jahressaldo zu erkennen glauben.

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RandalThorBlau2 21.11.2013, 13:02
77. Sehr gut!

[QUOTE=Dengar;14273060]

Zitat: Ich stimme mit "Nein" - und kein aufrechter Genosse kann eigentlich anders stimmen, es sei denn, 150 Jahre sozialdemokratische Geschichte sollen auf dem Scheiterhaufen verbrannt werden! Glück auf! Zitat Ende

Bitte machen Sie das und sagen Sie es so vielen wie möglich weiter und die sollen es genauso machen!!!!

Eine Partei mit Scheuklappen für die Gesamtzusammenhänge kann nämlich wirklich Niemand gebrauchen! Vielen fällt es schon schwer, sich mit dem Wirtschaftskreislauf überhaupt zu befassen; wie soll es dann klappen mit dem globalen Wirtschaftskreislauf? Nein, dazu braucht es geballte Fachkompetenz, und die ist schon auf Grund der Natur der Sache nicht einer Arbeiterpartei zu finden!

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WilliStock 21.11.2013, 13:04
78. @gultimore

"Und wenn ich auf die Nordee schaue, dann herrschen da derzeit Windgeschwindigkeiten von 10.5 m/s: Webcams - FINO1 - Forschungsplattformen in Nord- und Ostsee Nr. 1 (http://www.fino1.de/meldungen/webcams) "

Toll, aber es ist wie Wetter und Klima. Wieviel tatsächlich geliefert wird, kann man gut hier sehen:
http://www.science-skeptical.de/wp-content/uploads/2012/09/Tennet-Offshore-1.jpg

Irgendwie passt ihre Aussage gar nicht dazu, teotz massivem Ausbau ist die "Windernte" Offshore kaum gestiegen....

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RandalThorBlau2 21.11.2013, 13:06
79.

Zitat von hermes69
Die SPD wäre gut beraten nochmals mit rot/grün zu sprechen. Auf die Gesichter der Schwarzen wäre ich gespannt :D
Die werden Sie sicher in Bälde zu sehen bekommen, allerdings möglicherweise anders, als von Ihnen erhofft oder erwartet! Die "Schwarzen" sind mehrheitlich Leute, die schon sehr früh erkannt haben, worauf es ankommt, entsprechend reagiert haben und sich wohlgemut zurücklehnen können.

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