Forum: Politik
Umweltplakette für Autos - was sind Ihre Erfahrungen?

Die seit Jahresbeginn geltende Plakettenpflicht für Kraftfahrzeuge in Berlin, Köln und Hannover ist nach wie vor umstritten. Welche Erfahrungen haben Sie gemacht? Ist die Plakette eine sinnvolle Idee?

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Emmi 02.01.2008, 18:09
10.

Zitat von Emil Peisker
Hallo Emmi Auch 2002 konnte man schon Dieselfahrzeuge mit Rußfilter kaufen. Citroen- und Peugeotmodelle. Gruß Emil
Ich hatte ja auch "kaum" irgendwo eingefügt. Aber es gibt ja auch noch andere Kaufkriterien als das Vorhandensein eines Partikelfilters. Zumindest wenn Geld noch eine Rolle spielt. Und wenn man sich die ADAC-Pannenstatistik (Bereich Mittelklasse) ansieht, da tummeln sich die o.g. Marken auf den hinteren Plätzen...

Emmi

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Emil Peisker 02.01.2008, 18:35
11. Statistiken

Zitat von Emmi
Ich hatte ja auch "kaum" irgendwo eingefügt. Aber es gibt ja auch noch andere Kaufkriterien als das Vorhandensein eines Partikelfilters. Zumindest wenn Geld noch eine Rolle spielt. Und wenn man sich die ADAC-Pannenstatistik (Bereich Mittelklasse) ansieht, da tummeln sich die o.g. Marken auf den hinteren Plätzen... Emmi

Hallo Emmi

Diese Statistiken sind bezahlte Marketingbeiträge. Ich fahre seit 1999 wieder Citroen, ( 1974-79 auch schon)und bin erheblich weniger mit der Werkstatt in Berührung gekommen wie vorher mit der E-Klasse und 5er BMW's.

Ich fahre jetzt schon den zweiten C5 mit Partikelfilter und der Preis ist geradezu niedrig gegenüber den deutschen Mittelklassemodellen.

Gruß

Emil

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smilingamazing 02.01.2008, 19:18
12. Vorlksverblindung

Zitat von shep
Was hier abläuft fällt doch wieder unter die Rubrik "Mal testen, wie sehr wir das Volk für blöd verkaufen können, ohne das es aufmuckt" (...).
Vollkommen Ihrer Mienung!!
Hat sich noch mal wieder einer mit einer solch' dämlichen Regelung verewigt?
In letzter Zeit gibt es nur noch verbotenes - Deutschland hat ja wieder was "geschafft"...
Alles Ablenkungsmanöver! Davon bin ich überzeugt.
Volksverdummung: ja
Wissen "die" was sie tun?: mit Sicherheit, auch ja!
Nur der Deutsche denkt mittlerweile dass sie es nicht wissen, weil es einem so absurd erscheint. Ein Resultat hat es, wir wissen nur noch nicht genau welches, aber eines ist sicher: Volksverdummung oder auch Volksverblindung. Wir steigen nicht mehr durch und geben auf. Heisst irgendwann mal für "die", freie Fahrt für "Big Brother is watching das deutsche Volk" und Wohlstand unserer Politiker...
Eine dämlichere Regelung hätten sie sich nicht ausdenken können...Aber wir machen es ja mit...Warum nur? WARUM? Warum nimmt der Deutsche immer alles hin???
Ich bin es so leid!

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stilus 02.01.2008, 19:40
13.

Zitat von sysop
Die seit Jahresbeginn geltende Plakettenpflicht für Kraftfahrzeuge in Berlin, Köln und Hannover ist nach wie vor umstritten. Welche Erfahrungen haben Sie gemacht? Ist die Plakette eine sinnvolle Idee?
Der Autofahrer ist mal wieder der Depp der Nation.
Beweis: Darauf angesprochen, dass die Autofahrer nur mit rund 15% an der Feinstaubemission beteiligt seien, der Rest dagegen aus Heizung und Industrie stammt, antworten führende Umweltschützer: Das ist seit langem bekannt. Die Nützlichkeit der neuen Regelung liegt in der Reduzierung der Stickoxyde.
Und der Bürger? Der schweigt und zahlt!

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stilus 02.01.2008, 19:59
14.

Zitat von Publizist73
Im Jahr 2005 hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Ergebnisse einer Studie zur Feinstaubproblematik veröffentlicht. () Eine Verringerung der Feinstaubbelastung kann durch Partikelfilter erreicht werden, und die Umweltzonen sind ein guter Schritt in die Richtung, die Luft und damit die Lebensqualität in den Städten zu verbessern. Auch volkswirtschaftlich sei eine Feinstaubreduktion sehr sinnvoll, wie die WHO berichtet: "Da eine lang anhaltende Belastung mit Feinstaub besonders gesundheitsschädlich und lebensverkürzend wirkt, muss die Verminderung der langfristigen Feinstaubkonzentration und -belastung Vorrang haben. Das brächte auch wichtige finanzielle Einsparungen mit sich. In der EU liegt der erwartete finanzielle Gewinn einer verminderten Sterblichkeit aufgrund von Feinstaub jährlich zwischen 58 und 161 Mia. €, die Ersparnisse bei den Krankheiten belaufen sich auf 29 Mia. €. Die entsprechenden Zahlen für Deutschland sind 13 bis 34 Mia. € bzw. 6 Mia. € jährlich." Wem die Gesundheit insbesondere von Kindern wichtig ist, der lässt einen wirksamen Partikelfilter einbauen und trägt damit direkt zur Feinstaubminderung und zum Gesundheitsschutz bei.
Träumen Sie weiter!
Der Anteil des Individualverkehrs an den Feinstaubemissionen ist verhältnismäßig gering im Vergleich zu Heizkessen und Industrie. Wer traut sich an diese Themen?? Sehen Sie???
So baut man einen Popanz auf!
Wer wird krank und stirbt vorzeitig. Wo sind die zehntausende von Todesopfern?
Fakt ist: Wir werden immer älter. Und wir werden immer gesunder älter!
Erklären Sie das bitte mal. Und vergessen Sie Ihre Panikstatistiken!!

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Dietmar R. Schneider 02.01.2008, 20:19
15. Berufsverbot

Meinen Firmenwagen darf ich in Berlin nicht mehr fahren, da zu alt und nicht nachrüstbar. Eine Ausnahmegenehmigung bekomme ich nicht, da ich das Auto am 19. März gekauft habe (Ausnahmen gibt es nur bis 1. März). Geld zum Kauf eines neuen Autos habe ich nicht. Für mich ist das fast ein Art Berufsverbot. Hallo Senat, an wen darf ich mich wenden, um Geld für ein neues Auto zu bekommen, damit ich weiter meine Arbeit machen kann?

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filou11 02.01.2008, 20:56
16.

Zitat von fsiggi
Als Radfahrer ist die Umweltzone richtig! Gerade alte Transporter, die vor mir an einer Ampel standen, haben mir Gifte und Staubpartikel ins Gesicht geblasen, so dass mir manchmal schlecht wurde. Diese Stinker werden jetzt wenigstens aus der Innenstadt ausgesperrt. Noch besser wäre, die würden gar keine AU-Plakette mehr bekommen. Die Feinstaubrichtlinie der EU stammt aus dem Jahr 1999 und ist seit 2005 bereits in Kraft.
Und wenn die Sau "Feinstaub" durch Dorf getrieben ist, was wird dann als nächstes für eine Sau durchs Dorf getrieben? Könnte die dann "FEINSTSTAUB" genannt werden?

Noch vor ein paar Jahren wurde das heizen mit Holz probagiert. Und jetzt? Nun haben sehr viel auf Holz umgestellt, da kommen flugs unsere 3 X 9 gescheiten Umweltpolitiker und fordern Filter. An Hand dessen sieht man wieder, wie interessiert Unternehmen und Politik zusammen spielen. Ist das eigentlich noch niemenden aufgefallen wie wir hier vera...scht werden? Aber solange alle oder fast alle sich vera..schen lassen, kann man nichts ändern.

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fred2007 03.01.2008, 06:32
17. Boykott

Zitat von sysop
Die seit Jahresbeginn geltende Plakettenpflicht für Kraftfahrzeuge in Berlin, Köln und Hannover ist nach wie vor umstritten. Welche Erfahrungen haben Sie gemacht? Ist die Plakette eine sinnvolle Idee?
Eine Plakette bekomme ich für meinen Diesel nicht mehr, würde diesen Irrsinn und Wucher aber auch nicht mitmachen, wenn ich denn eine bekäme.
Einzige Alternative: Die Städte meiden, die diesen Schwachsinn einführen (vornehmlich SPD regiert, schon mal aufgefallen?)
Wenn man unbedingt in eine "Umweltzone" wie Hannover (diesen Moloch mit "Umwelt" oder "Sauberkeit" in Verbindung bringen zu wollen, das allein grenzt an bodenlosen Zynismus) hinein muss: Besser Bußgeld und 1 Punkt riskieren, als diesen Müll mitzumachen.
Ich komme vom Dorf und habe Hannover bislang notgedrungen lediglich für Einkäufe genutzt und war schon immer froh, dieses Kaff schnellstmöglich wieder zu verlassen.
Gerne weiche ich jetzt auf Möglichkeiten auf dem Lande aus, wo die Welt noch(!) in Ordnung ist...

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pj-hh 03.01.2008, 09:45
18.

Zitat von fsiggi
Als Radfahrer ist die Umweltzone richtig! Gerade alte Transporter, die vor mir an einer Ampel standen, haben mir Gifte und Staubpartikel ins Gesicht geblasen, so dass mir manchmal schlecht wurde. Diese Stinker werden jetzt wenigstens aus der Innenstadt ausgesperrt. Noch besser wäre, die würden gar keine AU-Plakette mehr bekommen. Die Feinstaubrichtlinie der EU stammt aus dem Jahr 1999 und ist seit 2005 bereits in Kraft.
Da haben Sie aber leider Pech, hier in SPON ist nachzulesen:
"... Nach derzeitigem Stand scheint es wahrscheinlich, dass Oldtimer-Besitzer, Handwerker und Anwohner auch ohne Feinstaub-Plakette durch die Umweltzone ihrer Stadt fahren dürfen. Sind sie aber woanders unterwegs, könnte das Fahrverbot wieder gelten. Denn die Regelung was in der Heimatstadt erlaubt ist, muss nicht im Nachbarort gelten."

D.h. die Handwerker blasen Ihnen auch in Zukunft noch ihren Dreck ins Gesicht. Müllwagen und ÖPNV-Busse auch. (Hier in Hamburg fahren die auch durch de Haupteinkaufsstraße, daher halte ich mich dort nur noch auf, wenn, wie zu Weihnachten, die Straße komplett gesperrt wird)

Schade, da wäre mal eine Idee gewesen, die alten Gammelkutschen abzuschaffen, und damit den Grobstaub zu entfernen. Stattdessen Produktion und Verkauf einer unnützen Plakette, die mir, wenn ich mit denn mal mit dem Fahrrad unterwegs bin, den Dreck auch nicht erspart.

Ich hole mir die Plakette fürs Auto auf jeden Fall nicht! Im Januar muß ich noch einmal nach Berlin, da wird aber noch keine Strafe fällig :-)
Danach sehen mich Berlin, Hannover und die anderen Städte mit dieser Schwachsinnsregelung halt einfach nicht mehr (anderswo kann ich mein Geld auch ausgeben).

Weiß eigentlich jemand, wieviel Feinstaub durch das völlig sinnfreie Feuerwerk an Sylvester freigesetzt wurde.
Hier könnte die Ökos mal aktiv werden, ohne irgendjemandem zu schaden.

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rakete 03.01.2008, 11:10
19.

Zitat von shep
Was hier abläuft fällt doch wieder unter die Rubrik "Mal testen, wie sehr wir das Volk für blöd verkaufen können, ohne das es aufmuckt". Ziel soll ja eine Reduzierung der Feinstaubwerte sein, man weiß aber jetzt schon, dass mindest. 95% aller Autos weiter fahren dürfen. Dann wird die Plakette nach Kriterien vergeben, zu deren Ermittlung Feinstaubemissionen überhaupt nicht berücksichtigt wurden, sondern nur andere Emissionen. Und Dieselruß und Feinstaub werden munter in einen Topf geworfen. Und wozu brauche ich dann noch eine ASU Plakette? Besagt diese denn nicht, dass mein Auto die gesetzlichen Vorschriften erfüllt? (...)
Es ist eben wie so oft mit dem deutschen Aktionismus. Es wird eine als notwendig angesehene Maßnahme ergriffen, dann erkannt, dass diese möglicherweise auch jemanden trifft, beispielsweise denjenigen, den sie treffen soll (siehe Ökosteuer), und sodann für den betroffenen Kreis eine Ausnahmeregelung entworfen. Übrig bleibt die Bürokratie.

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