Forum: Politik
Unabhängigkeit vom Ausland: Kommt bald eine Moschee-Steuer?
imago/ Jürgen Heinrich

Muslimische Gemeinden sollen ähnlich finanziert werden wie die Kirchen in Deutschland - diese Idee bringen Politiker der Großen Koalition ins Spiel. Ziel: weniger Einflussnahme aus dem Ausland.

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nachdenk... 26.12.2018, 10:13
10. Wir haben ein Problem

Die Finanzierung durch radikalislamische Regierungen ist das eine. Unsere Kirchen werden aber nicht von der Kirchensteuer bezahlt, sondern von staatlichen Zuwendungen, die ein x-faches darüber hinaus gehen. Schon in diesem System steckt der Wurm. Der Staat hat sich 1. aus der Religion heraus zu halten und 2. dafür zu sorgen, dass sich unter dem Deckmantel der Religion keine Umtriebe entwickeln, die ger FDGO zuwiderlaufen. Hier muss man also nicht nur den Geldhahn abdrehen, sondern ermitteln, definieren und begründen, was nicht mehr ok ist und ggf. auflösen.

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alvarr 26.12.2018, 10:22
11. Kirchensteuer gehören abgeschafft!

Wozu muss der Staat überhaupt dafür zuständig sein, als Steuereintreiber für die Kirchen zu fungieren. Die ganze Procedere mit der Kirchsteuer sollte abgeschafft werden. Natürlich kann man sich auch aus der Kirche abmelden, nur dies ist nicht mit dem gleichzusetzen, als wenn man von vornherein die Kirchensteuer generell abschaffen würde. Schließlich ist keine Glaubensgemeinschaft gleicher als die andere. Wer etwas geben möchte, kann es auch freiwillig direkt den Kirchen etc. zur Verfügung stellen.

Da war doch auch mal was mit dem „Zehnten“ oder? Ach ja, siehe hier: 3. Mose 27_30 Zitat“ Und aller Zehnte des Landes, vom Samen des Landes, von der Frucht der Bäume, gehört dem HERRN; er ist dem HERRN heilig.“ Zitat Ende
Quelle: https://www.bibelkommentare.de/bibel/elb_bk/3-mose/27#v30

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redwed11 26.12.2018, 10:32
12. Gleichbehandlung

Vom Prinzip her eine diskussionswürdiger Vorschlag. Da müssten aber noch einige begleitende Regelungen erfolgen. So müsste zumindest der Geldfluss aus dem Ausland meldepflichtig wenn nicht gar untersagt sein, die Kirchensteuer in eine Religionssteuer umgewandelt werden und es müsste eine Regelung über die Verteilung der Gelder erfolgen. Denn die Muslime sind in keiner so organisatorisch festgelegten Organisation verbunden wie es die christlichen Kirchen sind.
Denn es ist ein Unding, dass ausländische reaktionäre Staaten die islamischen Gemeinden in diesem Land finanzieren und damit ihre der freiheitlich demokratischen Grundordnung widersprechenden Thesen hier verbreiten. Der in diesem Land praktizierte Islam muss endlich auch mit dem Grundgesetz kompatibel werden. Denn nur so kann der Islam in diesem Land Akzeptanz finden. Dazu müsste aber der Islam in eine moderne, dem technischen Zeitalter angepasste, tolerante Form praktiziert werden. Die Religionssteuer wäre ein erster, ganz kleiner Schritt in diese Richtung.

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billigerprovokateur 26.12.2018, 10:37
13. Warum...

Warum sorgen die ganzen angebeteten Gottheiten, nicht selber für die Finanzierung an den Glauben an sich selbst?

Wäre ich ein Gott, ich würde meine Gläubigen aus Eigeninteresse mit Geld(wundern) bei der Stange halten.

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redwed11 26.12.2018, 10:40
14.

Vom Prinzip her eine diskussionswürdiger Vorschlag. Da müssten aber noch einige begleitende Regelungen erfolgen. So müsste zumindest der Geldfluss aus dem Ausland meldepflichtig wenn nicht gar untersagt sein, die Kirchensteuer in eine Religionssteuer umgewandelt werden und es müsste eine Regelung über die Verteilung der Gelder erfolgen. Denn die Muslime sind in keiner so organisatorisch festgelegten Organisation verbunden wie es die christlichen Kirchen sind.
Denn es ist ein Unding, dass ausländische reaktionäre Staaten die islamischen Gemeinden in diesem Land finanzieren und damit ihre der freiheitlich demokratischen Grundordnung widersprechenden Thesen hier verbreiten. Der in diesem Land praktizierte Islam muss endlich auch mit dem Grundgesetz kompatibel werden. Denn nur so kann der Islam in diesem Land Akzeptanz finden. Dazu müsste aber der Islam in eine moderne, dem technischen Zeitalter angepasste, tolerante Form praktiziert werden. Die Religionssteuer wäre ein erster, ganz kleiner Schritt in diese Richtung.

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Rheinanwohner 26.12.2018, 10:42
15.

Mir ist das mittlerweile zuviel Religion hier. Und mit meiner Meinung bin ich nicht allein.......

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poco4 26.12.2018, 10:49
16. Unbehagen

Natürlich müssen Moschee-Vereinigungen das gleiche Recht wie die Großkirchen oder Synagogen haben, über das Finanzamt Religionssteuern einzuteiben. Was sich der Staat meines Wissens nach nübrigens vergüten lässt. Ganz einfach gleiches Recht für alle. Auch Freikirchen haben dieses Recht, nutzen es aber bewusst nicht. Das ist meines Erachtens der richtige Schritt - die Abschaffung der Kirchen-/Religionssteuer.
Zur Fianzierung aus dem Ausland: Ich finde den Einfluss türkischer oder saudischer Religionsbehörden übel, ich will auch keine Vollverschleierung durch irgendwelche reichen Wüstenscheichs gefördert haben. Aber: Das Verbot der Finanzierung aus dem Ausland war bisher Spezialität autoritärer Staaten, die sich so NGOs und Religionen gefügig machen wollten: Russland, China, ..., um ihre autokratischen Tendenzen zu festigen. So sehr ich wahabitischen Einfluss verabscheue, so sehr muss der deutsche Staat aufpassen, über Finanzierungsverbote sich nicht bestimmt Gruppen zu domestizieren. So fing es auch in Ungarn und Russland an (Stichwort George Soros, NGOs). Oder mal den aktuellen Artikel über China lesen, was mit Christen passiert, die sich nicht der Staatskirche unterordnen wollen - gruselig! Es gilt Meinungsfreiheit und Trennung von Staat und Kirche/Religion/Weltanschauung. Ansonsten hat der Staat ein ausreichendes Instrumentarium an Möglichkeiten, die e rnutzen kann und muss: Strafgesetzbuch, Polizei, ...

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ontwoone 26.12.2018, 10:52
17. Steuern (Muslime) gehören zu Deutschland

Der Islam darf nicht wie eine Freikirche behandelt werden, dafür ist diese Religion viel zu verbreitet. Wir sollten uns eher vollständig mit ihr beschäftigen, sie zerlegen und bis ins kleinste Detail erläutern. Noch gibt es zu viele Menschen, die dem Islam "blind" folgen. Wir sollten am besten wissen, dass Gläubige ihre Religion verstehen müssen, damit ein friedliches Miteinander mit Andersgläubigen möglich ist. Vollständig in die Gesellschaft integriert und ins Steuersystem eingefügt, können wir den Islam besser verstehen und zu verstehen lehren. Unsere westliche Kultur funktioniert doch schon ganz gut, weil wir viele christliche und jüdische Werte leben und bis in die Gesetzgebung integriert haben. Jetzt ist es an der Zeit, die guten Ideen aus Islam, Hinduismus, Buddhismus und sogar Atheismus für eine globale Kultur mit aufzunehmen.

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kumi-ori 26.12.2018, 10:54
18.

Der Staat hat sich in religiöse Fragen überhaupt nicht einzumischen. Das Reich der verschiedenen Götter ist nicht hier in der Bundesrepublik Deutschland, sondern irgendwo hoch über den Wolken, wo die Seelen der Abgelebten dereinst für ihre Kirchensteuern entlohnt werden. Das ist aber nicht Aufgabe des Finanzministers und des Gerichtsvollziehers.

Es gibt noch ein paar Relikte aus der Zeit, als es zu den wichtigsten Aufgaben der Polizei zählte, darüber zu wachen, dass das dumme Volk auch regelmäßig zur Heiligen Messe ging. Dazu gehört das Verbot niederer Lustbarkeiten an Karfreitag, die Intimbereichsoperation an Kindern durch Hobbychirurgen oder etwa auch das Inkasso der Kirchensteuer. Man kann diese alten Zöpfe vorerst weiterhin hängenlassen, weil sich die Menschen damit abgefunden und daran gewöhnt haben. Auf gar keinen Fall aber dürfen neue Elemente der Vermischung von Staat und Religion eingeführt werden. Das wäre ein fatales Signal, denn es würde immer mehr Begehrlichkeiten geweckt werden, die Staatsmacht zu engagieren, um religiöse Forderungen durchzusetzen.

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nixblicker00 26.12.2018, 11:00
19. Verbot ausländischer Finanzierung?

Der interessantere Teil der Diskussion ist doch das Verbot der ausländischen Finanzierung, wie auch immer das im Einklang mit gstendem Recht umgesetzt werden soll.

Eine Steuer im Sinne der Kirchensteuer würdedazu führen, das sich kaum einer dem Staat gegenüber bekennen würde und das System unverändert weiterliefe. Und selbst wenn es Steuereinnahmen gäbe: Sollten muslimische Gemeinde dann tatsächlich auslämdische Zuwendungsangebote ausschlagen nach dem Mott "Danke, wir haben doch schon genug." ?

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