Forum: Politik
Unabhängigkeit vom Ausland: Kommt bald eine Moschee-Steuer?
imago/ Jürgen Heinrich

Muslimische Gemeinden sollen ähnlich finanziert werden wie die Kirchen in Deutschland - diese Idee bringen Politiker der Großen Koalition ins Spiel. Ziel: weniger Einflussnahme aus dem Ausland.

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redwed11 26.12.2018, 12:42
30.

Zitat von ontwoone
Der Islam darf nicht wie eine Freikirche behandelt werden, dafür ist diese Religion viel zu verbreitet. Wir sollten uns eher vollständig mit ihr beschäftigen, sie zerlegen und bis ins kleinste Detail erläutern. Noch gibt es zu viele Menschen, die dem Islam "blind" folgen. Wir sollten am besten wissen, dass Gläubige ihre Religion verstehen müssen, damit ein friedliches Miteinander mit Andersgläubigen möglich ist. Vollständig in die Gesellschaft integriert und ins Steuersystem eingefügt, können wir den Islam besser verstehen und zu verstehen lehren. Unsere westliche Kultur funktioniert doch schon ganz gut, weil wir viele christliche und jüdische Werte leben und bis in die Gesetzgebung integriert haben. Jetzt ist es an der Zeit, die guten Ideen aus Islam, Hinduismus, Buddhismus und sogar Atheismus für eine globale Kultur mit aufzunehmen.
Welche "guten Ideen" wollen Sie aus dem Islam in unsere freiheitlich demokratische Grundordnung integrieren? Da fällt mir spontan nichts ein. Aber Sie können mich ja aufklären welche Vorzüge Teile des Islam für eine freiheitliche Gesellschaftsordnung haben sollen.

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5b- 26.12.2018, 12:46
31. Spende als besseres Modell

Man sollte in unserer heutigen Zeit eher darüber nachdenken die Kirchensteuer und damit alle religiösen Steuern abzuschaffen. Wer seiner Kirche etwas spenden will, kann dies durch einen Überweisungsauftrag oder eine Mitgliedschaft tun. Wer dies prozentual an seinem Einkommen festmachen will, kann zum Jahresende selber abrechnen und dann Fehlbeträge überweisen. Warum muss man ein Staatsorgan dazu einschalten?
Spenden konnte man schon seit jeher. Man kann durch eine Steuer ja keinen dazu zwingen, Geld zu geben, solange am Tempeleingang die Mitgliedschaft nicht überprüft wird, was ja schwerlich Sinn macht, da auch Fremden der Einlass normalerweise nicht verwehrt wird.
Wenn man monetären Einfluss aus dem Ausland minimieren will, gehört eine neue Regelung her, die nichts mit Kirchensteuern zu tun hat. Man könnte den Institutionen vorschreiben wieviel Geld sie annehmen dürfen, bzw. dies generell verbieten. Das einzige worauf man achten muss, ist das alle Religionen gleich behandelt werden. Das Problem dabei ist welche Institutionen man anerkennt. Es wäre fragwürdig wenn es Vorteile für Gruppen wie Scientology gibt. Die Frage welche Gruppen als Religionsgemeinschaften gelten, sollte der Staat nicht beantworten müssen, wenn es anders geht. Man kann nicht alle Gruppen größerer Religionsgemeinschaften, z.B. Katholiken und Evangeliare, in einen Topf werfen. Dies gilt nicht nur für das Christentum und den Islam sondern auch für buddhistische oder jüdische Gruppen. Ein Spendenmodell könnte dies umgehen.

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rudi_ralala 26.12.2018, 13:08
32.

Zitat von jufo
Gleiche Behandlung wie die Christen in Deutschland ist ein wichtiges Signal....
Die Christen sollten so behandelt werden wie die Moslems, keine Steuergelder. Die Abschaffung der Kirchensteuer ist schon seit Jahrzehnten überfällig. Es ist ein Unding, dass ein säkularer Staat für kirchliche Institutionen die Beiträge eintreibt. Sollen doch die, die sich zu diesen Gemeinschaften hingezogen fühlen, diese auch direkt finanzieren. Die Wiedergutmachung für enteignete Kirchengüter, die sowieso größtenteils unehrlich erworben wurden ist schon längst abgeschlossen.

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holger.heinreich 26.12.2018, 13:10
33. Das ist ein Fehler

Keine der abahramitischen Religionen ist vereinbar mit der Demokratie, verehren sie doch einen imaginären Massenmörder als Gott, sind Tora, Bibel, Koran und co nicht wunderbare Zeugnisse dafür, und haben sich durch Krieg, Mord, Zwang und Bestechung ausgebreitet, oder gar einer aufgeklärten Geselllschaft. Aufgabe des Staats ist es Religion zu bekämpfen und nicht zu fördern. Religion ist eine Bedrohung für eine moderne Gesellschaft, die westliche Zivilisation entstand durch den Krieg gegen das Christentum. Und die albernen Staatshilfen für die christlichen Kirchen sind eh nichts anderes als Relikte aus dem dritten Reich, die eisern von der Politik verteidigt werden.

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loeweneule 26.12.2018, 13:16
34.

Zitat von briefzentrum
Der deutsche Staat weiß wieder besser, was das Richtige für den Islam ist. Wir erheben einfach Kirchensteuer. Zu blöd nur, dass es im Sinne des Grundgesetzes gar keine islamische Kirche gibt, die als Rechtssubjekt Kirchensteuer erheben könnte. Und vielleicht fällt es noch jemandem auf, dass in Deutschland Staat und Kirche getrennt sind und nicht der Staat bestimmt, in welchen Strukturen die Menschen ihre Religion leben. Das deutsche Staatskirchenrecht ist ein anachronistisches Relikt aus alten Tagen, aber kaum in seiner widersprüchlichen Struktur eine geeignete Struktur für die Zukunft einer säkularen Gesellschaft wie die Bundesrpublik. Seit 12 Jahren verständigen sich Staat und islamische Verbände vergebens über die Frage, wie eine öffentlich-rechtliche Körperschaft der islamischen Glaubensgemeinschaften aussehen könnte. Bisher vergebens. Der Islam besteht nicht aus ein paar eingetragenen Vereinen und Verbänden, die das Äquivalent für die katholische Kirche oder die evangelischen Landeskirchen darstellen. Da kann Frau Merkel noch so oft mit dem Vorsitzenden des kleinsten Islamverbandes des Zentralrat der Muslime Ayman Mazyek vor den KAmeras oder auf dem CDU-Parteitag auftreten. Der Islam ist ein pluralistisches Gebilde, das keine kirchenähnliche Struktur kennt. Auch eine Finanzierung qua Steuern kennt der Islam nicht. Der Islam kennt den Zakat als Pflichtabgabe der Gläubigen - eine Art Kollekte. Das Problem in Deutschland ist vor allem, dass Politiker so wenig über den Islam wissen. Deshalb fallen ihnen solche abstrusen Schnapsideen auch immer an hochheiligen christlichen Feiertagen ein. Und alle anderen nicken dann immer verständig: Ach Moscheesteuer? Gute Idee. Seufz!
Meinen ausdrücklichen Dank für diesen Beitrag. Endlich schreibt mal jemand, der bescheid weiß. In der Tat, es gibt keine islamische "Kirche" und auch keinen islamischen Papst oder sowas.

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kumi-ori 26.12.2018, 13:16
35.

Zitat von briefzentrum
Der deutsche Staat weiß wieder besser, was das Richtige für den Islam ist. Wir erheben einfach Kirchensteuer. Zu blöd nur, dass es im Sinne des Grundgesetzes gar keine islamische Kirche gibt, die als Rechtssubjekt Kirchensteuer erheben könnte. Und vielleicht fällt es noch jemandem auf, dass in Deutschland Staat und Kirche getrennt sind und nicht der Staat bestimmt, in welchen Strukturen die Menschen ihre Religion leben. Das deutsche Staatskirchenrecht ist ein anachronistisches Relikt aus alten Tagen, aber kaum in seiner widersprüchlichen Struktur eine geeignete Struktur für die Zukunft einer säkularen Gesellschaft wie die Bundesrpublik. Seit 12 Jahren verständigen sich Staat und islamische Verbände vergebens über die Frage, wie eine öffentlich-rechtliche Körperschaft der islamischen Glaubensgemeinschaften aussehen könnte. Bisher vergebens. Der Islam besteht nicht aus ein paar eingetragenen Vereinen und Verbänden, die das Äquivalent für die katholische Kirche oder die evangelischen Landeskirchen darstellen. Da kann Frau Merkel noch so oft mit dem Vorsitzenden des kleinsten Islamverbandes des Zentralrat der Muslime Ayman Mazyek vor den KAmeras oder auf dem CDU-Parteitag auftreten. Der Islam ist ein pluralistisches Gebilde, das keine kirchenähnliche Struktur kennt. Auch eine Finanzierung qua Steuern kennt der Islam nicht. Der Islam kennt den Zakat als Pflichtabgabe der Gläubigen - eine Art Kollekte. Das Problem in Deutschland ist vor allem, dass Politiker so wenig über den Islam wissen. Deshalb fallen ihnen solche abstrusen Schnapsideen auch immer an hochheiligen christlichen Feiertagen ein. Und alle anderen nicken dann immer verständig: Ach Moscheesteuer? Gute Idee. Seufz!
Politiker müssen auch nichts über den Islam wissen. Der Islam gehört auch ebenso wie der Katholiziismus oder das Schamanentum nicht zu Deutschland, sondern in den Himmel.Es kann nicht Aufgabe des Staates sein, sich über unterschiedliche Ansichten von Fragen, die ohnehin kein lebender Mensch je wird nachweisen können, zum unparteiischen Schiedsrichter aufschwingen. Insofern halte ich es mit Jesus: "Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist!" und nicht mehr.

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Dieter Weller 26.12.2018, 13:19
36. Wieso Steuer?

Es ist eigentlich schon ein Verstoß gegen die Trennung von Staat und Kirche, dass der Staat für die christlichen Kirchen die Religionssteuer einzieht. Das gibt es in keinem anderen Land.
Es fehlte noch, dass so etwas für muslimische Glaubensorganisatoren auch gemacht wird.

Mitgliedsbeiträge können Organisationen selber bei ihren Mitgliedern einziehen, das ist keine Angelegenheit vom Staat!

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kumi-ori 26.12.2018, 13:21
37.

Zitat von ontwoone
Der Islam darf nicht wie eine Freikirche behandelt werden, dafür ist diese Religion viel zu verbreitet. Wir sollten uns eher vollständig mit ihr beschäftigen, sie zerlegen und bis ins kleinste Detail erläutern. Noch gibt es zu viele Menschen, die dem Islam "blind" folgen. Wir sollten am besten wissen, dass Gläubige ihre Religion verstehen müssen, damit ein friedliches Miteinander mit Andersgläubigen möglich ist. Vollständig in die Gesellschaft integriert und ins Steuersystem eingefügt, können wir den Islam besser verstehen und zu verstehen lehren. Unsere westliche Kultur funktioniert doch schon ganz gut, weil wir viele christliche und jüdische Werte leben und bis in die Gesetzgebung integriert haben. Jetzt ist es an der Zeit, die guten Ideen aus Islam, Hinduismus, Buddhismus und sogar Atheismus für eine globale Kultur mit aufzunehmen.
Es kann nicht für eine Religion erheblich sein, ob sie viele oder wenige Anhänger hat. Wenn ein Einzelner die tatsächliche Wahrheit über die Dinge jenseits des Universums herausgfunden hat, dann hat eben dieser Eine Recht. Wenn Milliarden das Falsche glauben, dann irren sich eben Milliarden. Milliarden Katholiken glauben an die unbefleckte Empfängnis, Milliarden Protestanten streiten sie ab. Aber nur eine Sichtweeise kann zutreffend sein, also müssen mindestens Milliarden irren.

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cobaea 26.12.2018, 13:47
38.

Zitat von redwed11
Welche "guten Ideen" wollen Sie aus dem Islam in unsere freiheitlich demokratische Grundordnung integrieren? Da fällt mir spontan nichts ein. Aber Sie können mich ja aufklären welche Vorzüge Teile des Islam für eine freiheitliche Gesellschaftsordnung haben sollen.
Die "guten Ideen des Islam" sind ziemlich deckungsgleich mit den "guten Ideen" des Chrstentums. Inhaltlich unterscheiden sich die beiden in ihren Grundsätzen kaum. Beide fordern Nächstenliebe, Hilfe für Bedürftige, Achtung der Eltern etc.pp. Beide sind - folgt man der jeweils heiligen Schrift - nur bedingt vom Gedanken der Toleranz gegenüber jenen beleckt, die den jeweiligen Glauben ablehnen - und beide versprechen ihren Gläubigen das wahre Paradies erst nach dem Tod. Beide fordern auch - immer der jeweils heiligen Schrift zufolge - die erste Loyalität eines Gläubigen habe dem jeweiligen Gott zu gelten. Wenn man also die "guten Ideen" des Chrstentums mit dem Grundgesetz in Übereinstimmung bringt, dann geht das auch mit dem Islam.
Man könnte auch einfach mal Staat und Kirche konsequent trennen und den Glauben zur jeweiligen Provatsache erklären. Dagegen haben sich bisher aber die christlichen Kirchen vehement gewehrt.

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ginorossi 26.12.2018, 13:52
39. Keine Kirchensteuer?

An alle Unwissenden, die es noch immer nicht gemerkt haben: Die Bundesrepublik Deutschland zahlt jährlich an die beiden großen christlichen Religionsgemeinschaften mehrerer Hundert Millionen Euro, zu denen ALLE Steuerzahler beitragen, auch die, die nicht in einer Kirche sind. Und wer mit einer Person verheiratet ist, die Mitglied einer solchen Vreinigung ist, wird ebenfalls zu einer Abgabe an die betreffende Kirche herangezogen, auch wenn er selbst gar keiner Kirche angehört. Ich habe als Nichtmitglied viele Jahre erhebliche Zahlungen an die evangelische Kirche leisten müssen, nur weil meine Frau dort Mitglied war (glücklicherweise ist sie endlich ausgetreten). Das Bundesverfassungsgericht hat dieses Abzock-System gebilligt. Fazit: wenn in diesem Land jemand aus religiösen Gründen verfolgt wird, dann sind das zuallererst die Atheisten.

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